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Philanthropie - oder Ist Milliardär sein moralisch?

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    Warum laufen Arzneimittelpatente nach Jahren aus? Weil wir sagen, dass der gesellschaftliche Nutzen nach der Zeit höher wiegt als der Profit der damit generiert wird . Aber damit sich Forschung und Entwicklung lohnen gibt es eben diese schutzzeit die dem Unternehmen erst den Anreiz schafft, Geld für die Entwicklung auszugeben.

    Das ist auch erst eine Entwicklung, die es geben musste. Das ist ja kein Naturgesetz.
    ​​​​​​

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      Zitat von mehL Beitrag anzeigen
      Warum laufen Arzneimittelpatente nach Jahren aus? Weil wir sagen, dass der gesellschaftliche Nutzen nach der Zeit höher wiegt als der Profit der damit generiert wird . Aber damit sich Forschung und Entwicklung lohnen gibt es eben diese schutzzeit die dem Unternehmen erst den Anreiz schafft, Geld für die Entwicklung auszugeben.

      Das ist auch erst eine Entwicklung, die es geben musste. Das ist ja kein Naturgesetz.
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      Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Ein Patent das ausläuft bedeutet nicht, dass der "Owner" daran nichts mehr verdient - es öffnet nur den Markt für Alternativanbieter.

      Was ist eigentlich das "unmoralische" an mehr Vermögen als 1 Mrd.?

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        Was ist eigentlich das "unmoralische" an mehr Vermögen als 1 Mrd.?
        Was heißt "unmoralisch" (der Begriff ist aufgeladen und müsste erst mal geklärt werden) - es ist halt ein besonders krasses Symptom eines Systems, von dem wir seit 200 Jahren wissen, das es krank ist.

        Kommentar


          Habe ich irgendwo geschrieben, dass der Besitzer danach nichts mehr verdient?

          Sehe ehrlich gesagt nicht, wo der Vergleich hinkt. Denn es dient als Beispiel dafür, dass es bereits jetzt ähnliche Regulierungen gibt. Regulierungen, die einer Sache eine Grenze setzen, ohne dass diese Grenze auf natürliche Weise existieren würde.

          Das Patenrecht ist ein Beispiel einer künstlichen Regulierung. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt kann der Besitzer damit machen was er will, nach überschreiten dieser Grenze wird es für andere zugänglich.

          Sehe da sogar sehr viele Analogien zum Milliardärsbeispiel.


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            Zitat von noobhans Beitrag anzeigen

            Was heißt "unmoralisch" (der Begriff ist aufgeladen und müsste erst mal geklärt werden) - es ist halt ein besonders krasses Symptom eines Systems, von dem wir seit 200 Jahren wissen, das es krank ist.
            besser krank, als immer wieder jämmerlich zu sterben oder?

            /und bevor geflamed wird. ja es ist nicht vollständig gesund und ja, man kann es verbessern

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              Zitat von mejustme Beitrag anzeigen

              besser krank, als immer wieder jämmerlich zu sterben oder?

              /und bevor geflamed wird. ja es ist nicht vollständig gesund und ja, man kann es verbessern
              dann spar dir den scheiss doch einfach.

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                So wie im Startpost formuliert ist, sind das doch irgendwie zwei Fragen.
                Philosophisch betrachtet kann man sicherlich diskutieren, ob ein System theoretisch unbegrenzter Freiheit für diejenigen, die ihre Chancen nutzen, vorzuziehen ist gegenüber einem System, dass die Freiheit aller zu maximieren versucht. Für beide Systeme ist selbstverständlich unerlässlich, dass die Grundrechte (bspw. Menschenrechte) aller Akteure gewahrt sind, um sie überhaupt sinnvoll diskutieren zu können.
                Die zweite Frage, ob eine Vermögensverteilung völlig wurscht welcher Form amoralisch ist, in der nicht einmal die Grundbedürfnisse von Menschen abgesichert werden können, wie bspw. in der Praxis ja gegeben, kann man nur auf eine Weise beantworten: Ja! Und dabei ist auch völlig Hupe, ob es Milliardäre gibt oder nicht.

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                  Zitat von MyLife4IU Beitrag anzeigen
                  dann spar dir den scheiss doch einfach.
                  den muss man bei dem avatar abkönnen

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                    > besser krank, als immer wieder jämmerlich zu sterben oder?

                    Nunja, unendliche Frage. Postkapitalismus ist aber ein anderes Thema und das kann man nicht so verkürzt besprechen, wie du es angeteasert hast. Hier soll es ja um "Verbesserungen" aka Reformationen gehen, also etwa wie wir solche extremen Auswüchse in den aktuellen Rahmenbedingungen, in denen wir leben, verhindern können. Aktuelle Rahmenbedingungen bedeutet: wir wissen schon sehr lange, dass unser System auf Ausbeutung von Ressourcen basiert und alles eine Ware ist. Wenn man das als unmoralisch definiert ist Milliardär sein unmoralisch. Allerdings gibt es kein Richtiges im Falschen. Sprich, wir handeln alle "unmoralisch". Das nur, um den Aufhänger zu beantworten.

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                      Zitat von noobhans Beitrag anzeigen
                      > besser krank, als immer wieder jämmerlich zu sterben oder?

                      Nunja, unendliche Frage. Postkapitalismus ist aber ein anderes Thema und das kann man nicht so verkürzt besprechen, wie du es angeteasert hast. Hier soll es ja um "Verbesserungen" aka Reformationen gehen, also etwa wie wir solche extremen Auswüchse in den aktuellen Rahmenbedingungen, in denen wir leben, verhindern können. Aktuelle Rahmenbedingungen bedeutet:wir wissen schon sehr lange, dass unser System auf Ausbeutung von Ressourcen basiert und alles eine Ware ist. Wenn man das als unmoralisch definiert ist Milliardär sein unmoralisch. Allerdings gibt es kein Richtiges im Falschen. Sprich, wir handeln alle "unmoralisch". Das nur, um den Aufhänger zu beantworten.
                      ja das stimmt zum teil, wenn man das quantitative wirt. wachstum betrachtet. das halte ich auch für fragwürdig.

                      was hälst du von dem gedanken? qualitatives wirt. wachstum hat unseren output vergrößert und den benötigten input verringert. grade jetzt ist das ziel ja, co2 zu sparen etc. dafür braucht es die mechanismen des marktes.

                      wenn irgendwann solarbetriebene roboter, recyclingfähig durch die atmosphäre fliegen und co2 aufsaugen, dann hatten wir ein riesiges wirt. wachstum, basierend auf einem funktionierenden markt.

                      anderer gedanke:
                      ich denke, du bist eher "grün" (kann mich aber auch irren). grade im kommunismus, ohne funktionierenden markt und preise, gab es eine riesige umweltzerstörung.
                      warum?
                      ohne marktpreise, die knappe ressourcen lenken, wurde einfach extrem viel verschwendet (von dem was sowieso schon kaum da war). den leuten ging es dreckig und die umwelt wurde vergewaltigt.

                      ich sehe qualitatives wirt. wachstum als vorraussetzung, dass wir mit wachsender weltbevölkerung weiterhin gut leben können.


                      / verbesserungsvorschlag für das momentane system:
                      ausbeutung hat langfristige kosten, die der ausbeuter nicht trägt.
                      wenn ich z.b. den klimawandel befeuer, zahlen das andere.
                      der markt muss ordoliberal so strukturiert werden, dass die ausbeuter auch die langfrist kosten übernehmen. dann hätten wir schonmal ne bessere situation.
                      ausbeutung lohnt sich meist nur, weil an den "freien gütern" kein preisschild klebt.
                      Zuletzt geändert von mejustme; 01.04.2020, 12:26.

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                        habe noch nie erlebt das jemand eine diskussion gegen noobhans gewonnen hat, vertane zeit bratan

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                          Zitat von mehL Beitrag anzeigen
                          Habe ich irgendwo geschrieben, dass der Besitzer danach nichts mehr verdient?

                          Sehe ehrlich gesagt nicht, wo der Vergleich hinkt. Denn es dient als Beispiel dafür, dass es bereits jetzt ähnliche Regulierungen gibt. Regulierungen, die einer Sache eine Grenze setzen, ohne dass diese Grenze auf natürliche Weise existieren würde.

                          Das Patenrecht ist ein Beispiel einer künstlichen Regulierung. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt kann der Besitzer damit machen was er will, nach überschreiten dieser Grenze wird es für andere zugänglich.

                          Sehe da sogar sehr viele Analogien zum Milliardärsbeispiel.

                          Nein, aber der Milliardär würde nichts mehr verdienen - also wäre doch das passende Gegenbeispiel: Patentowner verdient nichts mehr nach Auflauf.

                          Vorher hat sich ja z.B. mejustme für andere Regulierungen etc ausgesprochen.
                          Daher denke ich, dass das Beispiel nicht greift, weil hier ja keiner gegen grundsätzliche Regulierung oder Optimierung ist, sondern eben gegen diesen konkreten Vorschlag eines Caps.

                          @noobhans
                          bin ich bei dir - aber da die Diskussion mit dem Begriff gestartet wurde, dachte ich frag mal nach, weil bei unterschiedlicher Definition wird eine Annährung schwer.

                          Kommentar


                            Zitat von DonaldFD Beitrag anzeigen

                            Nein, aber der Milliardär würde nichts mehr verdienen - also wäre doch das passende Gegenbeispiel: Patentowner verdient nichts mehr nach Auflauf.

                            Vorher hat sich ja z.B. mejustme für andere Regulierungen etc ausgesprochen.
                            Daher denke ich, dass das Beispiel nicht greift, weil hier ja keiner gegen grundsätzliche Regulierung oder Optimierung ist, sondern eben gegen diesen konkreten Vorschlag eines Caps.

                            @noobhans
                            bin ich bei dir - aber da die Diskussion mit dem Begriff gestartet wurde, dachte ich frag mal nach, weil bei unterschiedlicher Definition wird eine Annährung schwer.
                            Das Patent gilt als Beispiel dafür, dass man sich selber Regel auferlegen kann und das funktionieren kann.
                            Und dann mach keinen 100% Cap bei 1 Mrd, sondern 80%. Ab 1 Mrd darfst du 20% behalten. Und schon passt das Patenbeispiel sogar um inhaltliche Parallelen zu ziehen.

                            Kommentar


                              Zitat von noobhans Beitrag anzeigen
                              > besser krank, als immer wieder jämmerlich zu sterben oder?

                              Nunja, unendliche Frage. Postkapitalismus ist aber ein anderes Thema und das kann man nicht so verkürzt besprechen, wie du es angeteasert hast. Hier soll es ja um "Verbesserungen" aka Reformationen gehen, also etwa wie wir solche extremen Auswüchse in den aktuellen Rahmenbedingungen, in denen wir leben, verhindern können. Aktuelle Rahmenbedingungen bedeutet: wir wissen schon sehr lange, dass unser System auf Ausbeutung von Ressourcen basiert und alles eine Ware ist. Wenn man das als unmoralisch definiert ist Milliardär sein unmoralisch. Allerdings gibt es kein Richtiges im Falschen. Sprich, wir handeln alle "unmoralisch". Das nur, um den Aufhänger zu beantworten.
                              Weiß nicht, ob ich dich falsch verstehe, aber Ressourcen als Waren zu handeln dient doch grade dem Zweck, ineffiziente Nutzung zu vermeiden ("Verschwendung")?

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                                Zitat von mejustme Beitrag anzeigen
                                was hälst du von dem gedanken? qualitatives wirt. wachstum hat unseren output vergrößert und den benötigten input verringert. grade jetzt ist das ziel ja, co2 zu sparen etc. dafür braucht es die mechanismen des marktes.

                                wenn irgendwann solarbetriebene roboter, recyclingfähig durch die atmosphäre fliegen und co2 aufsaugen, dann hatten wir ein riesiges wirt. wachstum, basierend auf einem funktionierenden markt.
                                Ich wiederhole mich hier, aber trotzdem: Guck dir die technologische Entwicklung der letzten 10 oder 100 Jahre an. Wie krass alles effizienter geworden ist. Und nun Vergleiche gleichzeitig dazu die Entwicklung von Ressourcenverbrauch, globaler Erwärmung, Umweltverschmutzung. Was man leider feststellen muss: Technologie löst nicht unsere Probleme, es beschleunigt sie. Wir reden uns Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt ein, dass uns irgendwann eine grüne Wundertechnologie alle retten wird, aber eigentlich stilisieren wir die Droge nur zum Heilmittel hoch. Elon Musk wird unser Heiland, weil er lässt uns glauben, dass dieser Selbstbetrug wahr sei. Das wird nicht funktionieren, wie man am Rebound-Effekt der letzten Jahrhunderte beobachten kann.

                                ich denke, du bist eher "grün" (kann mich aber auch irren). grade im kommunismus, ohne funktionierenden markt und preise, gab es eine riesige umweltzerstörung.
                                warum?
                                ohne marktpreise, die knappe ressourcen lenken, wurde einfach extrem viel verschwendet (von dem was sowieso schon kaum da war). den leuten ging es dreckig und die umwelt wurde vergewaltigt.
                                Der zeitgenössische Kapitalismus treibt Bedürfnisse und Konsumstreben in die Höhe. Die Lösung kann sicherlich nicht eine Abkehr zu den rauchenden Schloten niedergegangern kommunistischer Regime sein, aber trotzdem brauchen wir ein neues Primat des Umweltschutzes, dem wir den Kapitalismus unterordnen.

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