Das Grundproblem ist, wir können weder einen Nachweis für noch gegen, das Argument bringen, Milliardäre würden den Fortschritt einbremsen wenn sie ihren Reichtüm >1MRD nicht behalten dürften. Solange wir das nicht erörtern können, bleiben wir ja viel in Vermutungen die eher weniger zielführend sind.
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Philanthropie - oder Ist Milliardär sein moralisch?
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Ich würde schon infrage stellen, dass wir Fortschritt um jeden Preis brauchen. Dann erübrigt sich die Frage, wie sich eine Milliardärsteuer auf den Fortschritt auswirken könnte (ich vermute stark: gar nicht) von alleine.Zitat von gestalt Beitrag anzeigenDas Grundproblem ist, wir können weder einen Nachweis für noch gegen, das Argument bringen, Milliardäre würden den Fortschritt einbremsen wenn sie ihren Reichtüm >1MRD nicht behalten dürften. Solange wir das nicht erörtern können, bleiben wir ja viel in Vermutungen die eher weniger zielführend sind.
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also ich freue mich über meinen nofrost gefrierschrank, meinen saugroboter, mein smartphone, schnelles inet, klimaanlage im auto etc.
das alles gabs vor wenigen jahren noch nicht. aber vllt bin ich auch allgemein ein dankbarer mensch, dass mein gefrierschrank mich erfreut.
wenn man natürlich lieber im wald leben will und kartoffeln anbaut, kein problem. dann würde ich auch sagen, was sollen die alle mit ihren milliarden.
/und falls es falsch rüberkommt, ich bin kein konsumtier. die aufgezählten dinge resultieren aus qualitativen wirt. wachstum, nicht quantitativen!
die effizienz wurde gesteigert, bei gleichem oder weniger ressourcenverbrauch.
//btw brauchen wir zwingend qualitatives wirt. wachstum, damit wir bei wachsender weltbevölkerung nicht die ganze erde zerstören. effizienzsteigerung ist ja auch, energie aus der sonne zu ziehen, co2 verwerten zu können oder mehr nahrung aus einem m² boden zu holen.Zuletzt geändert von mejustme; 31.03.2020, 16:02.
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Habe jetzt nicht jeden Kommentar durchgelesen, aber ein Milliardär hortet das Geld doch nicht, oder nimmt es aus dem Wirtschaftskreislauf heraus. Der Reichtum der meisten Milliardäre beruht auf Anteilen an dem Unternehmen, welches Sie aufgebaut haben, Steckt in Immobilien, Fahrzeugen, irgendwelchen Fonds, Stiftungen oder anderen Geldanlangen. Glaube kaum, dass ein Gates Bezos, Zuckerberg ne Milliarde in bar Zuhause rumliegen haben. Selbst das Geld auf den ihren privaten Konten steht doch den Banken zum arbeiten zu Verfügung und ist somit im Wirtschaftskreislauf immer noch enthalten. Ich würde das Problem also nicht als moralische Frage eines Milliardären sehen.
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man muss ja nicht immer gleich in solche extremen abdriften. Genausowenig gehen Menschen nur arbeiten um Geld zu verdienen oder arbeiten nur aus intrinsischer Motivation. Es ist doch fast immer eine Mischform. Nur bei absoluter Lebensnotwendigkeit hat man nur das Geld im Auge. Aber jeder mit z.B Abitur wägt doch die Eigenmotivation für einen Job ggü dem Gehalt ab. Guckt sich doch keiner an wo er am meisten verdient und macht dann nur das. Das ist ja völlig an der Realität vorbei.Zitat von mejustme Beitrag anzeigen[...]
wenn man natürlich lieber im wald leben will und kartoffeln anbaut, kein problem. dann würde ich auch sagen, was sollen die alle mit ihren milliarden.
[...]
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Gast
Zitat von mejustme Beitrag anzeigen
wenn man natürlich lieber im wald leben will und kartoffeln anbaut, kein problem. dann würde ich auch sagen, was sollen die alle mit ihren milliarden.
Bis hier hin war die Diskussion mit dir noch spannend, aber wenn du gerne auf dieses Niveau abdriften willst, nur zu.
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das nur der satz zitiert wird :D leute das war überspitzt formuliert:
wenn ich sowieso von vornerein sage: wirt. wachstum und fortschritt jucken mich nicht, braucht man nicht, dann wird die milliardärsdisskusion im keim erstickt.
ich hoffe, das war jetzt klar, was ich damit aussagen wollte.
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Find das ist ein wenig zu kurz gesprungen - war kurz geneigt, zu fragen, ob die eigene Medizin doch nicht so mundet.Zitat von mehL Beitrag anzeigen
Bis hier hin war die Diskussion mit dir noch spannend, aber wenn du gerne auf dieses Niveau abdriften willst, nur zu.
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ich glaub keiner sagt, dass einen wirtschaftliches wachstum nicht juckt oder fortschritt. Das ist immer so ein falscher Umkehrschluss.Zitat von mejustme Beitrag anzeigendas nur der satz zitiert wird :D leute das war überspitzt formuliert:
wenn ich sowieso von vornerein sage: wirt. wachstum und fortschritt jucken mich nicht, braucht man nicht, dann wird die milliardärsdisskusion im keim erstickt.
ich hoffe, das war jetzt klar, was ich damit aussagen wollte.
Es gibt zwischen 0 und 1 immer noch unendlich viel Platz (literally).
Erinnert mich bisschen immer an
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Wollte ich auch gerade Fragen; aber da kommt man auch wieder auf #91 von Gestalt zurück; man kann es an sich nicht wissen.Zitat von myc Beitrag anzeigenmejustme Habe ich das richtig verstanden dass du behauptest der technologische Fortschritt beruht hauptsächlich auf der Tätigkeit von Milliardären?!
Das mejustme die ganze Zeit alles kritische als absoluten Kommunismus dahinstellt ist eine andere Sache.
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nein, hast du falsch verstanden. ich sagte "auch".Zitat von myc Beitrag anzeigenmejustme Habe ich das richtig verstanden dass du behauptest der technologische Fortschritt beruht hauptsächlich auf der Tätigkeit von Milliardären?!
das stimmt nicht. ich bin ja sogar für höhere steuern.Wollte ich auch gerade Fragen; aber da kommt man auch wieder auf #91 von Gestalt zurück; man kann es an sich nicht wissen.
Das mejustme die ganze Zeit alles kritische als absoluten Kommunismus dahinstellt ist eine andere Sache..
ich betitel nur die enteignung über einer milliarde als kommunismustendenz
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Gast
Ja, weil sowas in einer ansonsten recht anständig geführten Diskussion einfach nervt. Es gibt keinen Grund, da so zu derailen.Zitat von mejustme Beitrag anzeigendas nur der satz zitiert wird :D leute das war überspitzt formuliert:
wenn ich sowieso von vornerein sage: wirt. wachstum und fortschritt jucken mich nicht, braucht man nicht, dann wird die milliardärsdisskusion im keim erstickt.
ich hoffe, das war jetzt klar, was ich damit aussagen wollte.
Zum Thema Effizienzsteigerung, das ist auch häufig eine Augenwischerei, Stichwort Rebound Effekt.
Scheint auf den ersten Blick ja eine nette Sache zu sein, im Endeffekt aber hat man dadurch nicht wirklich was gewonnen. Jedenfalls wenn man mit Ressourcenschonung in Angesicht der wachsenden Weltbevölkerung argumentiert. Was man natürlich gewonnen hat ist mehr Luxus. Aber die super sparsamen Dieselmotoren nützen einem nichts, wenn die Autos einfach 1.5x so schwer sind.
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Naja, ich würde da unterscheiden zwischen der Erfindung an sich (die meist auch mit irgendeiner Art von wissenschaftlicher Erkenntnis einhergeht) und der Innovation (wo dann die Erfindung genutzt wird um neue Märkte zu erschließen etc). Erfindungen basieren meist stark auf intrinsischer Motivation und werden staatlich finanziert. Ironisch dass oben Smartphone und Internet als Beispiele für Fortschritt aufgeführt werden, da das Paradebeispiele für staatlich finanzierte Forschung sind wo dann die Profite privatisiert wurden. Beim Iphone z.B. gehen knapp 90% der Komponenten auf staatliche Forschung zurück (Mikrochips, GPS etc), das Internet war ein rein staatliches Projekt dem aus der Privatwirtschaft am Anfang teilweise sogar gar keine Zukunft prophezeit wurde. Das ist auch gar keine neue Erkenntnis, weiß man schon lange dass Grundlagenforschung privatwirtschaftlich (kaum) finanziert wird da das Risiko viel zu hoch ist.Zitat von JungevonOben_ Beitrag anzeigen
Wollte ich auch gerade Fragen; aber da kommt man auch wieder auf #91 von Gestalt zurück; man kann es an sich nicht wissen.
Das mejustme die ganze Zeit alles kritische als absoluten Kommunismus dahinstellt ist eine andere Sache.
Was der Milliardär dann meist macht (oder gemacht hat) ist mit dem technologischen Fortschritt neue Märkte zu erschließen ("Innovation"), was in unserem System dann reichlich entlohnt wird. Wird dann aber auch quasi zur Tautologie dass die Innovateure allesamt Milliardäre sind.
Selbst wenn dieser 1Mrd-Cap ein ernsthafter Vorschläg wäre und nicht nur ein Gedankenexperiment, trotzdem eher so 20. Jahrhundert hier mit Kommunismus-Vergleichen zu kommen.Zitat von mejustmeich betitel nur die enteignung über einer milliarde als kommunismustendenz
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Gast
Bei uns (REWE) bekommt sowohl der Marktleiter als auch der stellv. Boni. Aber kein Boni für Umsatz, sondern Boni für Payback.Zitat von mejustme Beitrag anzeigenmit dem satz meinte ich, dass die milliardäre großteils diesen fortschritt gebracht haben. und falls man keine milliardäre erlaubt hätte, dieser fortschritt so nicht gekommen wäre.
in dem punkt denken wir eben anders. empirisch belegen kann man ihn wohl schwer bis gar nicht.
/boni für marktleiter und auch für die kassiererin finde ich io.
das witzige ist ja, dass der kleine einzelhandelskaufmann marktleiter keine boni bekommt, aber wahrscheinlich das höhere management... so ist es zumindest bei den anderen läden. dm kp
//dein beispiel mit götz werner ist aber interessant und zeigt die augenwischerei.
warum will er das bedingungslose grundeinkommen? weil er danach einen starken gewinnzuwachs verzeichnen würde.
warum zahlt er keine boni an den kleinen einzelhandelskaufmann? um geld zu sparen.
man kann es aber immer schön verpacken
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