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Philanthropie - oder Ist Milliardär sein moralisch?
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Um im Markt zu bleiben.Zitat von mejustme Beitrag anzeigenverkauft? verschenkt meinst du ja dann. warum sollte aldi effizienter werden, wenn er alles verschenken muss über einer millarde?
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aber lieber mehl, genauso ist es doch passiert :DZitat von mehL Beitrag anzeigen
Warum sollte Aldi effizienter werden, um ihm eine weitere Milliarde zu verschaffen?
juckt mich nicht mehr, wenn ich meine milliarde hab und die nicht mehr wachsen kannZitat von Nichtuntertoetet Beitrag anzeigen
Um im Markt zu bleiben.
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Wurde hier mal der Versuch unternommen, darzustellen, wie man Milliardär wird? Dann kann man auch diskutieren, wie man das System ändert.
Sehe beispielsweise nicht, dass man zB Bezos jetzt auf 100 Mio Vermögen schrumpft, den Konzern verstaatlicht (oder wer bekommt die Aktien?) und die restlichen Aktionäre denken, dass das fürs Unternehmen eine gute Entscheidung war.
Zur Ausgangsfrage:
Wieso nicht getrennt betrachten? Nenn das System doch unmoralisch, aber macht das die Spende schlechter?Zitat von buffy Beitrag anzeigenIst ein System, in welchem jemand einen solch immensen Reichtum erlangen kann, moralisch?
Beantwortet man diese Frage mit nein, dann ist Milliardäre-Philanthropie ein Oxymoron.
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wie soll man den so diskutieren? keiner redet davon, dass alle probleme auuf magische weise verschwinden nur weil es keine milliardäre mehr gibt. darum soll es ja wie ich das verstanden habe auch nicht gehen. es ging ursprünglich um die moralität.Zitat von Cooki Beitrag anzeigen
Dem Ganzen bin ich mir bewusst, da ich in einem Sektor arbeite der dafür sorgt, dass sowas in Afrika überhaupt möglich ist. Dies wird vieles durch Steuergelder finanziert aber ein gewisser Teil wird halt auch durch die Arbeit wie z. B. die BMGF ermöglicht. Durch diese Spenden wäre man in vielen Sektoren sicherlich noch nicht soweit. Und deswegen tue ich mir mit dem Standpunkt so schwer. Sicherlich muss keiner Millardär sein und man könnte evtl. noch mehr erreichen, wenn es keine Milliardäre und Millionäre gebe, aber ich persönlich glaube nicht, dass der Fortschritt der heutigen Zeit jetzt schon so weit wäre und man deutlich weniger soziale Ungerechtigkeit hätte. Die Spenden würden aber in vielen Ecken der Welt fehlen, weil diese Staaten einfach einen extrem korrupten Staatsapparat haben und die Leute wirklich größtenteils nur durch Spenden von eventuellen Millardären und Millionären bzw. Entwicklungshilfe so unterstützt werden, dass das Gesundheitssystem funktioniert oder man es hinkriegt dass die Genitalverstümmelung bei Frauen endlich aufhört.
Natürlich hat der Staat das Postsystem aufgelegt, aber er hat es aber auch als kapitalistisches System aufgebaut und letztendlich eine AG draus gemacht. Genauso wie die Bahn oder das Telefonnetz. Die Grundlage wurde gelegt, aber du musst natürlich ehrlich zu dir sein und jetzt sagen, dass der Staat dadurch jede Menge Kohle einnimmt und man mittlerweil soweit ist, dass immer noch nicht alle Leute gescheites Internet haben, weil der Staat nicht wirklich unterstützt und auf vielen Dörfern die Bürger sich zusammen tun müssen und selber Geld sammeln, damit die Telekom ihnen ein Breitbandanschluss verpasst. Man kann also für vieles dankbar sein, aber muss dabei immer beachten, dass der Staat das nicht überall in Deutschland das so macht und er auch beim ÖPNV überlegt, ob es sich überhaupt rentiert ein Buslinie fahren zu lassen bzw. man ganze Zugverbindungen einstampfen kann, weil diese nicht rentabel sind. Diese Probleme würde es halt aber auch geben, wenn man keine Milliardäre hätte und der Staat mehr einnehmen würde.
verbesserungen dieser öffentlichen leistungen sind notwendig und auch der staat sollte von dem gedanken weg, dass jede buslinie rentabel sein muss. würde mehr geld u.a. durch stärkere besteuerung eine gute ausgangslage bilden? ja! wird es zu 100% umgesetzt? nein bzw. wie soll man das bitte zum jetzigen zeitpunkt mit absoluter sicherheit sagen.
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Ok, ich formuliere es um:Zitat von mejustme Beitrag anzeigenaber lieber mehl, genauso ist es doch passiert :D
Warum sollte Aldi effizienter werden? Nur, um ihm eine weitere Millarde zu verschaffen?
Und:
Zitat von mejustme Beitrag anzeigen
juckt mich nicht mehr, wenn ich meine milliarde hab und die nicht mehr wachsen kann
Dann ist das so. Es wird jemand anderes deinen Platz einnehmen. Du bist nicht unersetzbar. Sehe das Problem dabei jetzt nicht. Also ernsthaft nicht.
Das würde doch dazu führen, dass diejenigen, die wirkliche Passion für ihren Job haben, auch weiterhin arbeiten. Und diejenigen, die nur das Bankkonto füllen wollen, haben dafür keinen Anreiz mehr. Ist doch eine gute Sache?Zuletzt geändert von mehL; 30.03.2020, 13:17.
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wozu sollte er das tun? er kauft mit einer milliarde mein unternehmen, hat keine möglichkleit auf profit, aber die möglichkeit zum verlust? was soll das bringen?Zitat von mehL Beitrag anzeigen
Ok, ich formuliere es um:
Warum sollte Aldi effizienter werden? Nur, um ihm eine weitere Millarde zu verschaffen?
Und:
Dann ist das so. Es wird jemand anderes deinen Platz einnehmen. Du bist nicht unersetzbar. Sehe das Problem dabei jetzt nicht. Also ernsthaft nicht.
und ja, aldi ist effizienter geworden, obwohl der eigentümer schon ne milliarde hatte. er war motiviert besser zu werden, um eine weitere milliarde zu verdienen.Zuletzt geändert von mejustme; 30.03.2020, 13:18.
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Hä? natürlich kauft niemand dein Unternehmen. Wozu auch?Zitat von mejustme Beitrag anzeigen
wozu sollte er das tun? er kauft mit einer milliarde mein unternehmen, hat keine möglichkleit auf profit, aber die möglichkeit zum verlust? was soll das bringen?
und ja, aldi ist effizenter geworden, obwohl der eigentümer schon ne milliarde hatte. er war motiviert besser zu werden um eine weitere milliarde zu verdienen
Entweder du führst dein Unternehmen weiterhin erfolgreich am Markt, oder ein anderes, aufstrebendes Unternehmen übernimmt deinen Platz, weil du nicht mehr effizient arbeitest. Geht doch nicht darum, dass jemand dein Unternehmen kauft?
Du kannst es natürlich an zwei andere Verkaufen, die können dann jeweils ihre 500 Millionen noch verdoppeln. Und du dir mit deiner Millarde ein schönes Leben machen. Oder was neues aufbauen.
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keine ahnung wo diese auftreber herkommen sollen, ohne dass die möglichkeit auf vermögenszuwachs über der millarde gibt. die müssen ja dann zwangsläufig größer werden als das alte milliardenunternehmen. und dann kommt wieder die grenze wo man 0,00 verdient. sehe da einfach keinen sinn.
/ wenn du das spiel kaskadenartig weitertreibst, gibt es irgendwann dann keine familienunternehmen mehr, sondern nur noch börsennotierte konzerne mit zich eigentümern. 100 millarden martkapitalisierung implizieren dann mindestens 100 eigentümer. und es findet ein gezwungener eigentümerwechsel statt. kein plan ob das jetzt viel geiler ist.
// die banken und notare würden sich auf jeden fall saumäßig freuen. dann gibt es millionenboni für den banker im elfenbeinturm. aber das ist ja io. ist ja unter einer milliardeZuletzt geändert von mejustme; 30.03.2020, 13:30.
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Gast
Ja, exakt das wäre die Entwicklung. Sehe daran auch nichts negatives. Wieso sollte ein 100 Millarden Unternehmen einer einzigen Person gehören. Es ist ja auch nicht so, als ob die Millardengrenze jemanden in die Armut treiben würde.Zitat von mejustme Beitrag anzeigenkeine ahnung wo diese auftreber herkommen sollen, ohne dass die möglichkeit auf vermögenszuwachs über der millarde gibt. die müssen ja dann zwangsläufig größer werden als das alte milliardenunternehmen. und dann kommt wieder die grenze wo man 0,00 verdient. sehe da einfach keinen sinn.
/ wenn du das spiel kaskadenartig weitertreibst, gibt es irgendwann dann keine familienunternehmen mehr, sondern nur noch börsennotierte konzerne mit zich eigentümern. 100 millarden martkapitalisierung implizieren dann mindestens 100 eigentümer. und es findet ein gezwungener eigentümerwechsel statt. kein plan ob das jetzt viel geiler ist.
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Gast
In dem Punkt unterscheiden sich unsere Ansichten einfach grundlegend, Millardäre sind für mich eben nicht Leistungsträger, da haben wir einfach unterschiedliche Sichtweisen ;)
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Puh, weiß nicht. Halte das für ein wenig naiv gedacht. Du gehst also davon aus, dass jedes Unternehmen ersetzbar ist, jede Innovation irgendwann eintritt, jedes "feature" irgendwann von irgendwem erfunden wird? (Ja, die meisten davon brauch man nicht zwingend)Zitat von mehL Beitrag anzeigenHä? natürlich kauft niemand dein Unternehmen. Wozu auch?
Entweder du führst dein Unternehmen weiterhin erfolgreich am Markt, oder ein anderes, aufstrebendes Unternehmen übernimmt deinen Platz, weil du nicht mehr effizient arbeitest. Geht doch nicht darum, dass jemand dein Unternehmen kauft?
Das unterschätzt meiner Meinung nach die .."Genialität" vieler Unternehmensgründer.(Natürlich gilt das nicht unbedingt für Milliardenerben etc). Ich würde auch nicht sagen, dass Milliardäre Milliardäre geworden sind, weil sie Milliardär werden wollten.
Es sind doch 2 Dinge: Entweder ich habe eine Idee, bringe die auf den Markt und sie setzt sich durch.
Oder ich entwickle eine vorhandene Idee so enorm weiter, dass sie weit erfolgreicher ist als das bereits vorhandene.
Zu sagen "Naja, danke für dein Lebensprojekt, aber du hast das Maximum rausgeholt, jetzt darf jemand anderes ran"... Ich glaube nicht, dass so ein "Bäumchen wechsel dich"-Spielchen funktionieren würde.
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Gast
Aber wie viel Einfluss hat denn die Genialität eines einzelnen noch, wenn das Unternehmen die Milliarde wert ist? Und diesen Einfluss kann der Gründer ja auch gerne behalten, aber er kann eben nicht mehr als seine Millarde anhäufen.
Der Kapitalismus wie wir ihn kennengelernt haben ist doch nicht gottgegeben und unveränderbar. Es steht nicht in Stein gemeißelt, dass man grenzenlos Reichtum anhäufen kann. Und niemand wird gezwungen, sein Lebenswerk zu verkaufen und jemand anderen ranzulassen. Sinn und Zweck dieses Threads ist es doch, den Status Quo zu hinterfragen. Und genau das machen wir hier.
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J.K. Rowling entschließt sich ein neues Harry Potter Buch zu schreiben. Sie arbeitet daran 2 Jahre, es wird veröffentlicht und verkauft sich 100 Millionen mal zu einem fairen, marktüblichen Preis. Sollte J.K. Rowling daran keinen Cent verdienen, weil sie schon Milliardärin ist? Wäre das unmoralisch?
Natürlich gibt es krass ungerecht wirkende Fälle, wo mit Sicherheit irgendein Regelungsbedarf besteht, wie auch immer eine solche Regelung aussehen mag. Andererseits gibt es Fälle, wie das obige Beispiel, wo es eben sehr viel komplizierter ist, meiner Meinung nach.
Oder jemand erfindet irgendwas brilliantes in seiner Garage, macht sich selbstständig und in zwei Jahrzehnten entsteht aus dieser Idee ein gigantischer Konzern mit 50 Mrd. Umsatz, 200000 Mitarbeitern, der dem Heimatstaat des Konzerns gigantische Steuereinnahmen X generiert. Warum sollte der Gründer an dem Erfolg nicht kontinuierlich Anteil haben können. Wird jeder Euro nicht unterwegs schon zigmal besteuert?
Nur um mal ein paar Ideen aufzuwerfen, ohne dass ich damit argumentieren will, dass das System derzeit toll und gerecht wäre. Es ist nur viel komplizierter als das Level auf dem hier argumentiert wird, finde ich.
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