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Philanthropie - oder Ist Milliardär sein moralisch?

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    Philanthropie - oder Ist Milliardär sein moralisch?

    Es schien mir in einem anderen Thread so, als sei durchaus Interesse und ggf. auch die Notwendigkeit gegeben, dieses Thema zu besprechen.

    Unter Philanthropie versteht man heutzutage meist die (insbesondere) finanzielle Unterstützung von Mitmenschen oder Gruppen, die schlechter gestellt sind. Bei Millionären und Milliardären geschieht dies meist durch Spenden oder eigene Stiftungen / Hilfsorganisationen, die für ausgewählte Zwecke sowohl Geld als auch Expertise zur Verfügung stellen. Ursprünglich bedeutet es Menschenliebe und der Einsatz für das Gemeinwohl.

    Gleichzeitig wurde in den letzten Monaten vor allem in den USA oft diskutiert, ob es Milliardäre geben sollte.

    Ist ein System, in welchem jemand einen solch immensen Reichtum erlangen kann, moralisch? Hierzu gerne folgendes Video.
    Beantwortet man diese Frage mit nein, dann ist Milliardäre-Philanthropie ein Oxymoron.

    Da insbesondere Bill Gates im anderen Thread vehement verteidigt wurde, möchte ich darauf hinweisen, dass das Thema Gates gerne auch explizit diskutiert werden soll, aber die allgemeine, philosophische Diskussion gewinnbringender ist. Für alle, die trotzdem noch konkret auf Gates eingehen wollen, habe ich kurze Lese-Empfehlung: https://twitter.com/anandwrites/stat...18814643089408 (der ganze Thread, bestehend aus 10-15 Tweets)

    Wie ist eure Meinung? Ist ein System, in dem es Milliardäre gibt und gleichzeitig Millionen Menschen kurz vor dem Bankrott stehen oder gar aus Mangel an Ressourcen sterben, ein moralisches System? Wiegen wohltätige Stiftungen durch Milliardäre diese Umstände auf?
    Zuletzt geändert von buffy; 29.03.2020, 16:15.

    #2
    Ich reposte mal meinen Standpunkt:
    Zitat von Nichtuntertoetet Beitrag anzeigen
    Die Milliardäre haben nicht soviel härter gearbeitet oder sind soviel schlauer, wie es die Milliarden suggerieren. Das Steuersystem gilt für uns alle, was aber nicht heißt, dass es gerecht ist. Gerade nicht in den USA.
    Ohne jetzt die Projekte oder die Stiftung schlecht machen zu wollen, die superreichen Mäzene geben halt am liebsten Geld für noch ein Kinderkrebsprojekt aus als für, sagen wir, den Straßenbau. Es gibt einfach Themen, die sind nicht so sexy, aber genauso notwendig wie andere. Darum sollte der Staat unemotionaler darüber entscheiden, wo das Geld hingeht, nicht der supergelangweilte superreiche Gönner auf Sinnsuche.
    Edit: Das ist jetzt bissiger, als es gemeint ist. Aber im Grundsatz sollten diese reichen Leute lieber mehr Steuern zahlen statt nach Gutsherrenart Geld nach eigenem Gusto zu verteilen.

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      #3
      Ziemlich einseitiger Startpost. Vorab eine Frage: Von welchem System ist hier die Rede, in dem "Millionen Menschen kurz vor dem Bankrott stehen oder aus Mangel an Ressourcen sterben"? Deutschland? USA? "die westliche Welt"? die gesamte Welt? der Kapitalismus?

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        #4
        Alles über 100 mio sollte verboten werden.

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          #5
          Zitat von Monk Beitrag anzeigen
          Ziemlich einseitiger Startpost. Vorab eine Frage: Von welchem System ist hier die Rede, in dem "Millionen Menschen kurz vor dem Bankrott stehen oder aus Mangel an Ressourcen sterben"? Deutschland? USA? "die westliche Welt"? die gesamte Welt? der Kapitalismus?
          Ist das für die Diskussion relevant? zumindest der Teil mit dem Bankrott ist für Deutschland und Europa zutreffend. Tod durch Mangel an Ressourcen ist sicherlich stärker für z.B. die USA zutreffend.

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            #6
            über was soll hier genau diskutiert werden? die beiden fragen aus dem OP werden ja wohl zu 100% mit nein und nein beantwortet

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              #7
              Zitat von Ehrenmars Beitrag anzeigen
              über was soll hier genau diskutiert werden? die beiden fragen aus dem OP werden ja wohl zu 100% mit nein und nein beantwortet
              Meiner Erachtens nicht. Man kann über das Thema trefflich diskutieren. Man kann auch durchaus die Meinung vertreten dass das System in Ordnung ist und die Milliadäre ihr Kohle halt haben und man keinen Grund sieht warum sie mehr Steuern zahlen sollte bzw. das System so okay ist, weil man es moralisch für okay hält.

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                #8
                Diese These wurde im Coronathread ja auch vertreten.

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                  #9
                  Zitat von Cooki Beitrag anzeigen

                  Meiner Erachtens nicht. Man kann über das Thema trefflich diskutieren. Man kann auch durchaus die Meinung vertreten dass das System in Ordnung ist und die Milliadäre ihr Kohle halt haben und man keinen Grund sieht warum sie mehr Steuern zahlen sollte bzw. das System so okay ist, weil man es moralisch für okay hält.
                  die moralität der sache zu diskutieren, führt, glaube ich, nirgendwo hin. klar gibt es "einfachere" leute, die gemäß ihrer prinzipien das für in ordnung befinden, auch wenn sie handlungsbedarf sehen (meine freundin z.b.).

                  das ding ist aber unter dem strich eine eindeutige kiste.

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                    #10
                    Ich sag mal so, wenn ich in einem kaputten System zu unermesslichen Reichtum komme (ohne Beschiss und Steuertrickserein, gibt ja auch Staaten wo man fast keine Steuern zeigt), dann find ichs moralisch völlig in Ordnung es nach meinem Gusto umzuverteilen.

                    Also ja, man kann moralisch ein Milliardär sein.

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                      #11
                      Zitat von alltookeira Beitrag anzeigen

                      die moralität der sache zu diskutieren, führt, glaube ich, nirgendwo hin. klar gibt es "einfachere" leute, die gemäß ihrer prinzipien das für in ordnung befinden, auch wenn sie handlungsbedarf sehen (meine freundin z.b.).

                      das ding ist aber unter dem strich eine eindeutige kiste.
                      Das auf "einfachere" Leute zu schieben ist viel zu einfach. Kommt halt drauf an wie man kapitalistisch veranlagt ist.

                      Das als einfachere Kiste anzusehen ist genauso falsch. Das sieht man evtl. im linken Lager so. Dabei gibt es aber auch das konservative und kapitalistische Lager, welches damit überhaupt kein Problem hat. Ich tue mir sehr schwer die Leute als einfach oder asozial zu sehen.

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                        #12
                        niemand hat von asozial gesprochen

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                          #13
                          jup. einfach im sinne von nicht wohlhabend, vielleicht sogar ohne besitz (eigentumswohnung, rücklagen). eben das gros der gesellschaft.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von gestalt Beitrag anzeigen
                            Ich sag mal so, wenn ich in einem kaputten System zu unermesslichen Reichtum komme (ohne Beschiss und Steuertrickserein, gibt ja auch Staaten wo man fast keine Steuern zeigt), dann find ichs moralisch völlig in Ordnung es nach meinem Gusto umzuverteilen.

                            Also ja, man kann moralisch ein Milliardär sein.
                            Ich würde sagen, es geth hier weniger darum, Milliardären das Milliardärsein vorzuwerfen. Sondern eher darum, ob wir den Ist-Zustand okay finden, und dementsprechend auch, dass es zu diesen Ist-Zustand kommen kann. Und wenn der Ist-Zustand ist: Es gibt viel zuviel Geld an der Spitze, und ein paar Stiftungen wiegen das nicht auf, dann kann man das dahinterliegende System diskutieren, ohne dass wir jemals einem Milliardär Unmoral vorgeworfen haben.

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                              #15
                              Zitat von alltookeira Beitrag anzeigen
                              jup. einfach im sinne von nicht wohlhabend, vielleicht sogar ohne besitz (eigentumswohnung, rücklagen). eben das gros der gesellschaft.
                              Denke eher es ist andersrum. Es hat nur ein geringer Teil ein Problem damit. Würde die Kritiker tatsächlich nur dem linken Lager in den Städten zuordnen. Der Großteil hat meines Erachtens aber kein Problem damit. Ist aber nur meine Vermutung, denke dass das nur ein Wunsch von einem gewissen Teil Ist, dass die Leute da ein Problem sehen.

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