Zitat von Gaylord
Spoiler:
wenn man sich die gründe für muskel- und fettabbau mal evolutionstechnisch anschaut kann man das ganze vielleicht besser verstehen.
als wir noch in höhlen lebten und uns von beeren und erlegten tieren ernährten gab es nicht wie heute 5 mahlzeiten am tag. um nicht zu sterben hat (das ist jetzt alles, um es verständlicher auszudrücken, evolutionär gesprochen falsch (eher nach lamarck)) der körper bestimmte überlebensmechanismen entwickelt. der erste ist der glykogenvorrat des körpers in leber und muskulatur (wir haben auch einen aminosäure(eiweiß)-vorrat in der leber, sowie die fähigkeit zucker im blut zu lösen (blutzuckerspiegel). der spiegel kann in einem gewissen bereich schwanken, so wie ein schwimmbecken nicht durchgängig die selbe füllmenge hat.
durch diese mechanismen sind wir nicht 24/7 auf mahlzeiten angewiesen. wann immer ein gewisser mangel an zucker aufkommt (zu lange nichts gegessen) wird zucker aus der leber in die verbrauchenden organe geschickt.
ein weiterer mechanismus ist es überschüssige nahrung nicht wegzuwerfen ("auszukacken"), sondern zu speichern. sind alle lager (muskeln und organe) voll, so wird die energie angelagert - zu körperfett.
dies kann man sich vielleicht so vorstellen. ihr kocht viel suppe. ein wenig suppe esst ihr sofort (entspräche dem muskelglykogen), ein wenig suppe kommt fürs abendessen in den kühlschrank (entspräche dem leberglykogen) und den rest friert ihr ein, damit es nicht schlecht wird (entspräche fettgewebe).
tritt nun nahrungsknappheit ein und die vorräte des körpers neigen sich (die glykogenspeicher leeren sich), dann hat der körper als notlösung um nicht zu sterben die möglichkeit an seine vorräte zu gehen - das angesetzte fett.
fette werden übrigens eigentlich permanent abhängig vom sauerstoffangebot und kh-angebot des körpers verbrannt. bedeutet: bei wenig o2-verbrauch ist die fettverbrennung hoch, ebenso bei langen belastungen in denen das zucker-angebot zunehmend erschöpft ist.
nun haben wir geklärt warum im kcal überschuss fett angesetzt und im kcal defizit fett verbrannt wird.
was hat das ganze mit muskeln zu tun?
ganz einfach. der körper ist wesentlich komplexer als das es möglich wäre es kurz darzustellen. eiweiß ist aber ein grundbaustein für die zuckerbildung im körper.
das bedeutet, bei nahrungsmittel knappheit kann der körper durch muskeleiweiß zucker bilden und somit sein überleben sichern (das gehirn z.b. kann ohne zucker nicht arbeiten, da es kein fett verwerten kann. das ist auch die ursache warum in den ersten tagen der adkinsdiät konzentrationsschwierigkeiten und co auftreten - bis der körper aus anderen stoffen permanent zucker bildet). der körper hat somit den vorteil nicht nur energie zu gewinnen, sondern auch energieverbraucher (muskeln) zu beseitigen.
der grund für das ganze ist schlicht und einfach, dass unser körper nicht weiß warum er zu viel oder zu wenig nahrung hat. das gehirn kann nicht einfluss auf diese prozesse nehmen. hat der körper zu wenig nahrung hat er angst zu verhungern (er greift auf depots wie fett, verringert energieausgaben wie stoffwechsel und muskeln), hat der körper zu viel nahrung speichert er dies um bei nahrungsmittelknappheit darauf zurückzugreifen.
nun kommt aber noch ein komplexer faktor dazu: das training.
das training und die daraus resultierenden prozesse an sich sind schon kompliziert genug. kurz dargestellt: durch das training wirkt eine übermäßig starke belastung auf den körper. der körper geht davon aus diese belastung in zukunft öffters bewältigen zu müssen und beginnt nun muskelmasse aufzubauen, damit er diese belastung das nächste mal leichter bewältigen zu können (man stelle sich mal vor wir wären so schwach, dass uns jedes mal ein glas wasser zu trinken erschöpfen würde).
anders ausgedrückt: durch das training fängt der körper an neue eiweißstrukturen (muskelmasse) zu bilden.
um das ganze zusammenzufügen:
trainieren wir im kcal-überschuss wird das eiweiß für muskelaufbau verwendet, das fett und kh um die energieversorgung zu gewährleisten.
trainieren wir im kcal-defizit greift der körper auf energiereserven (fett) zurück und eventuell auch eiweiß (wenn nicht genügend zucker verhanden ist). durch das training jedoch ist der körper "gezwungen" die muskulatur zu erhalten. rein theoretisch änders sich am trainingsreiz ja nichts und er baut weiterhin muskeln auf - insofern nach der zuckerherstellung aus dem gegessenen eiweiß noch eiweiß für den muskelaufbau zur verfügung steht.
das bedeutet: es ist theoretisch möglich im kcal-defizit muskelmasse aufzubauen, da die energie aus fett gewonnen wird und der muskelaufbau das eiweiß verwendet.
effektiver ist es natürlich im kcal-überschuss zu trainieren da der körper kein eiweiß für die energiegewinnung verwenden muss.
ich hoffe ich konnte das einigermaßen sinnvoll zusammenfassen, damit einige das besser verstehen und sich denken können, warum man während großen kcal-defiziten auch muskelmasse abbaut und warum theoretisch (und natürlich auch praktisch) trotz energiemangel muskelaufbau möglich ist -Zitat
als wir noch in höhlen lebten und uns von beeren und erlegten tieren ernährten gab es nicht wie heute 5 mahlzeiten am tag. um nicht zu sterben hat (das ist jetzt alles, um es verständlicher auszudrücken, evolutionär gesprochen falsch (eher nach lamarck)) der körper bestimmte überlebensmechanismen entwickelt. der erste ist der glykogenvorrat des körpers in leber und muskulatur (wir haben auch einen aminosäure(eiweiß)-vorrat in der leber, sowie die fähigkeit zucker im blut zu lösen (blutzuckerspiegel). der spiegel kann in einem gewissen bereich schwanken, so wie ein schwimmbecken nicht durchgängig die selbe füllmenge hat.
durch diese mechanismen sind wir nicht 24/7 auf mahlzeiten angewiesen. wann immer ein gewisser mangel an zucker aufkommt (zu lange nichts gegessen) wird zucker aus der leber in die verbrauchenden organe geschickt.
ein weiterer mechanismus ist es überschüssige nahrung nicht wegzuwerfen ("auszukacken"), sondern zu speichern. sind alle lager (muskeln und organe) voll, so wird die energie angelagert - zu körperfett.
dies kann man sich vielleicht so vorstellen. ihr kocht viel suppe. ein wenig suppe esst ihr sofort (entspräche dem muskelglykogen), ein wenig suppe kommt fürs abendessen in den kühlschrank (entspräche dem leberglykogen) und den rest friert ihr ein, damit es nicht schlecht wird (entspräche fettgewebe).
tritt nun nahrungsknappheit ein und die vorräte des körpers neigen sich (die glykogenspeicher leeren sich), dann hat der körper als notlösung um nicht zu sterben die möglichkeit an seine vorräte zu gehen - das angesetzte fett.
fette werden übrigens eigentlich permanent abhängig vom sauerstoffangebot und kh-angebot des körpers verbrannt. bedeutet: bei wenig o2-verbrauch ist die fettverbrennung hoch, ebenso bei langen belastungen in denen das zucker-angebot zunehmend erschöpft ist.
nun haben wir geklärt warum im kcal überschuss fett angesetzt und im kcal defizit fett verbrannt wird.
was hat das ganze mit muskeln zu tun?
ganz einfach. der körper ist wesentlich komplexer als das es möglich wäre es kurz darzustellen. eiweiß ist aber ein grundbaustein für die zuckerbildung im körper.
das bedeutet, bei nahrungsmittel knappheit kann der körper durch muskeleiweiß zucker bilden und somit sein überleben sichern (das gehirn z.b. kann ohne zucker nicht arbeiten, da es kein fett verwerten kann. das ist auch die ursache warum in den ersten tagen der adkinsdiät konzentrationsschwierigkeiten und co auftreten - bis der körper aus anderen stoffen permanent zucker bildet). der körper hat somit den vorteil nicht nur energie zu gewinnen, sondern auch energieverbraucher (muskeln) zu beseitigen.
der grund für das ganze ist schlicht und einfach, dass unser körper nicht weiß warum er zu viel oder zu wenig nahrung hat. das gehirn kann nicht einfluss auf diese prozesse nehmen. hat der körper zu wenig nahrung hat er angst zu verhungern (er greift auf depots wie fett, verringert energieausgaben wie stoffwechsel und muskeln), hat der körper zu viel nahrung speichert er dies um bei nahrungsmittelknappheit darauf zurückzugreifen.
nun kommt aber noch ein komplexer faktor dazu: das training.
das training und die daraus resultierenden prozesse an sich sind schon kompliziert genug. kurz dargestellt: durch das training wirkt eine übermäßig starke belastung auf den körper. der körper geht davon aus diese belastung in zukunft öffters bewältigen zu müssen und beginnt nun muskelmasse aufzubauen, damit er diese belastung das nächste mal leichter bewältigen zu können (man stelle sich mal vor wir wären so schwach, dass uns jedes mal ein glas wasser zu trinken erschöpfen würde).
anders ausgedrückt: durch das training fängt der körper an neue eiweißstrukturen (muskelmasse) zu bilden.
um das ganze zusammenzufügen:
trainieren wir im kcal-überschuss wird das eiweiß für muskelaufbau verwendet, das fett und kh um die energieversorgung zu gewährleisten.
trainieren wir im kcal-defizit greift der körper auf energiereserven (fett) zurück und eventuell auch eiweiß (wenn nicht genügend zucker verhanden ist). durch das training jedoch ist der körper "gezwungen" die muskulatur zu erhalten. rein theoretisch änders sich am trainingsreiz ja nichts und er baut weiterhin muskeln auf - insofern nach der zuckerherstellung aus dem gegessenen eiweiß noch eiweiß für den muskelaufbau zur verfügung steht.
das bedeutet: es ist theoretisch möglich im kcal-defizit muskelmasse aufzubauen, da die energie aus fett gewonnen wird und der muskelaufbau das eiweiß verwendet.
effektiver ist es natürlich im kcal-überschuss zu trainieren da der körper kein eiweiß für die energiegewinnung verwenden muss.
ich hoffe ich konnte das einigermaßen sinnvoll zusammenfassen, damit einige das besser verstehen und sich denken können, warum man während großen kcal-defiziten auch muskelmasse abbaut und warum theoretisch (und natürlich auch praktisch) trotz energiemangel muskelaufbau möglich ist -Zitat
das phänomen ist bei: adipösenmenschen, bauarbeitern o.ä. zu bewundern
edit: ist nicht mein text, da ich keine lust habe hier etwas großartiges zu schreiben, da erklärungen meist größer und länger sind als behauptungen. erstrecht wenn es um biochemische mechanismen geht.
peace
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