Dortmund-Trainer Jürgen Klopp im großen BILD-Interview.
Im zweiten Teil des Gespräches sagt Klopp, was er über das Coming-Out von Thomas Hitzlsperger denkt und ob er sich eine Trainerin in der Bundesliga vorstellen könnte.
Im zweiten Teil des Gespräches sagt Klopp, was er über das Coming-Out von Thomas Hitzlsperger denkt und ob er sich eine Trainerin in der Bundesliga vorstellen könnte.
Spoiler:
BILD: Wolfsburg will jetzt auch noch Kevin De Bruyne im Winter für über 20 Millionen Euro holen. Entsteht in Wolfsburg eine neue Macht?
Klopp: Der VfL Wolfsburg hat durchaus Macht. Das ist ein mehr als ernst zu nehmender Konkurrent, aber das ist keine Überraschung. Es war klar, dass VW großzügig sein wird, wenn es beim VfL anfängt zu laufen.
BILD: Wären Sie bereit, wie die Bayern auch mal 40 Millionen für einen neuen Topstar auszugeben?
Klopp: Wir haben hier beim BVB ganz sicher keine finanziellen Probleme aber es ist auch noch keiner zu mir gekommen und hat gesagt, wir müssen da mal etwas Geld los werden... Ich denke nicht in diesen Kategorien.
BILD: Warum nicht? Kohle ist doch vorhanden...
Klopp: Aber wir machen nichts vom Preisregal abhängig. Es ist nicht entscheidend, dass man wahnsinnig viel Geld ausgibt, sondern die richtigen Ideen entwickelt. Daran arbeiten wir.
BILD: Warum würden Sie Kevin Großkreutz mit zur WM nehmen?
Klopp: Weil er wahrscheinlich der vielseitigste Spieler ist, den wir im Moment in Deutschland haben und weil er der deutschen Nationalmannschaft in bestimmten Momenten total helfen könnte.
BILD: Themenwechsel: Michael Schumacher.
Klopp: Ich bin selbst ein leidenschaftlicher Skifahrer, und es hat mich sehr betroffen gemacht. Ohne Schumacher persönlich zu kennen, hat man dennoch das Gefühl, ihn gut zu kennen. Wir haben alle irgendwie eine Beziehung zu ihm. Ich habe sofort gedacht, so ein verdammtes Pech alle Skifahrer sind doch schon mal gestürzt. Eine schreckliche Geschichte.
BILD: Thema Thomas Hitzlsperger: Ist die Bundesliga nach dem Coming-Out reif dafür, dass sich mehrere Profis outen?
Klopp: Es ist leider auch ein Merkmal unserer Gesellschaft, dass, wenn sich ein junger Mensch einfach nur zu seiner Sexualität bekennt, das jetzt für so viel Wirbel sorgt.
BILD: Inwiefern?
Klopp: Weil es ein normaler Vorgang sein sollte. Dadurch, dass Hitzlsperger das getan hat, wird das Thema hoffentlich demnächst entspannter gesehen.
BILD: Was heißt das für die Zukunft?
Klopp: Ich glaube mittlerweile, dass es möglich ist, sich als Bundesliga-Profi zu outen. Für wen halten uns die Leute? Dass wir im Fußball die letzte Bastion für Homophobe sind? Sobald die ersten Wogen vorbei sind, wird sich vielleicht der ein oder andere auch zu diesem Schritt entschließen.
BILD: Können Sie sich eigentlich auch eine Trainerin in der Bundesliga vorstellen?
Klopp: Warum nicht? Es gibt eine Menge Frauen mit ganz viel Fußball-Sachverstand. Deshalb könnte dies sicher eines Tages der Fall sein.
Klopp: Der VfL Wolfsburg hat durchaus Macht. Das ist ein mehr als ernst zu nehmender Konkurrent, aber das ist keine Überraschung. Es war klar, dass VW großzügig sein wird, wenn es beim VfL anfängt zu laufen.
BILD: Wären Sie bereit, wie die Bayern auch mal 40 Millionen für einen neuen Topstar auszugeben?
Klopp: Wir haben hier beim BVB ganz sicher keine finanziellen Probleme aber es ist auch noch keiner zu mir gekommen und hat gesagt, wir müssen da mal etwas Geld los werden... Ich denke nicht in diesen Kategorien.
BILD: Warum nicht? Kohle ist doch vorhanden...
Klopp: Aber wir machen nichts vom Preisregal abhängig. Es ist nicht entscheidend, dass man wahnsinnig viel Geld ausgibt, sondern die richtigen Ideen entwickelt. Daran arbeiten wir.
BILD: Warum würden Sie Kevin Großkreutz mit zur WM nehmen?
Klopp: Weil er wahrscheinlich der vielseitigste Spieler ist, den wir im Moment in Deutschland haben und weil er der deutschen Nationalmannschaft in bestimmten Momenten total helfen könnte.
BILD: Themenwechsel: Michael Schumacher.
Klopp: Ich bin selbst ein leidenschaftlicher Skifahrer, und es hat mich sehr betroffen gemacht. Ohne Schumacher persönlich zu kennen, hat man dennoch das Gefühl, ihn gut zu kennen. Wir haben alle irgendwie eine Beziehung zu ihm. Ich habe sofort gedacht, so ein verdammtes Pech alle Skifahrer sind doch schon mal gestürzt. Eine schreckliche Geschichte.
BILD: Thema Thomas Hitzlsperger: Ist die Bundesliga nach dem Coming-Out reif dafür, dass sich mehrere Profis outen?
Klopp: Es ist leider auch ein Merkmal unserer Gesellschaft, dass, wenn sich ein junger Mensch einfach nur zu seiner Sexualität bekennt, das jetzt für so viel Wirbel sorgt.
BILD: Inwiefern?
Klopp: Weil es ein normaler Vorgang sein sollte. Dadurch, dass Hitzlsperger das getan hat, wird das Thema hoffentlich demnächst entspannter gesehen.
BILD: Was heißt das für die Zukunft?
Klopp: Ich glaube mittlerweile, dass es möglich ist, sich als Bundesliga-Profi zu outen. Für wen halten uns die Leute? Dass wir im Fußball die letzte Bastion für Homophobe sind? Sobald die ersten Wogen vorbei sind, wird sich vielleicht der ein oder andere auch zu diesem Schritt entschließen.
BILD: Können Sie sich eigentlich auch eine Trainerin in der Bundesliga vorstellen?
Klopp: Warum nicht? Es gibt eine Menge Frauen mit ganz viel Fußball-Sachverstand. Deshalb könnte dies sicher eines Tages der Fall sein.
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