Schock für die togolesische Fußball-Nationalmannschaft. Zwei Tage vor Beginn des Afrika-Cups (10. bis 31. Januar) geriet das Team in einen schwerwiegenden Zwischenfall.
Der Bus mit Spielern und Verantwortlichen, darunter der bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehende Assimiou Toure, wurde an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Afrika-Cup-Gastgeber Angola von Maschinengewehren beschossen. Die ölreiche Region in der nordangolanischen Provinz Cabinda gilt als gefährlich, weil dort Rebellen seit geraumer Zeit für Unabhängigkeit kämpfen.
Nach Angaben des französischen TV-Senders Infosport sollen dabei mehrere togolesische Fußballer verletzt worden sein, einige davon schwer. "Wir hatten gerade die Grenze überquert, nachdem wir die Formalitäten hinter uns gebracht haben. Alles war gut, wir waren von Polizei umringt. Dann brach Maschinengewehrfeuer aus", erklärte der 30-jährige Angreifer vom FC Nantes. "Wir wurden mit automatischen Waffen wie Hunde beschossen und haben uns 20 Minuten lang unter unseren Sitzen versteckt gehalten", fügte er hinzu.
Bestätigt wurde indes der Tod des angolanischen Busfahrers, wie ein Sprecher des togolesischen Sportministeriums der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Ferner bestätigte der Vizepräsident des togolesischen Verbandes, Gabriel Ameyi, fünf weitere Verletzte - zwei Ärzte, einen Journalisten und zwei Spieler.
Bei den verletzten Spielern soll es sich laut Dossevi um Torhüter Kodjovi Obidale vom französischen Amateurklub GSI Pontivy und Verteidiger Serge Akakpo vom rumänischen Verein Vaslui handeln. "Einer von ihnen wurde von einer Kugel in den Rücken getroffen, der andere in die Niere", erklärte Dossevi der französischen Nachrichtenagentur afp. Mittlerweile wurden die Verletzten in ein Krankenhaus in Cabinda zu weiteren Behandlung gebracht.
Togos Superstar Emanuel Adebayor kam dagegen mit dem Schrecken davon. Er sei aufgrund der schrecklichen Geschehnisse erschüttert, aber unverletzt, erklärte am Abend sein Verein, Manchester City. Wie es Assimiou Toure von Bayer Leverkusen, war nicht bekannt. Die Verantwortlichen des Werksklubs versuchten zunächst vergeblich, Informationen aus erster Hand zu bekommen. "Wir haben versucht, Kontakt herzustellen, was uns bis jetzt nicht gelungen ist", sagte Bayers Pressesprecher Dirk Mesch dem Sportinformationsdienst am Freitagabend.
Togos Teilnahme am Afrika-Cup gerät in Frage
Togo, WM-Teilnehmer 2006 in Deutschland, soll am kommenden Montag mit dem Spiel gegen den deutschen WM-Gruppengegner Ghana in den Afrika-Cup starten. Ob das nach den heutigen Geschehnissen möglich sein wird, ist derzeit offen. Möglicherweise wird Togo auf einen Start bei dem Turnier verzichten. "Wir wollen nicht bei diesem Afrika-Cup spielen. Wir denken an unsere Teamkollegen. Von Kugeln getroffen zu werden, wenn man zum Fußball spielen kommt, ist widerlich", sagte Dossevi. Alaixys Romao vom französischen Erstligisten Grenoble Foot forderte gar eine komplette Absage des Turniers: "Wenn es möglich ist, sollte man das ganze Turnier boykottieren. Warum nicht gleich alle Spiele absagen. Wir wollen jedenfalls nur zurück nach Hause."
Von den Turnierverantwortlichen gab es bisher nur widersprüchliche Aussagen zu dem Thema. Zunächst wurde nur von einem geplatzten Reifen gesprochen, danach hatte man keinerlei Kenntnis von diesem Vorfall. Der angolanische Minister Antonio Bento Bembe, der für die Region Cabinda zuständig ist, verurteilte den Anschlag hingegen als "terroristischen Akt".
Quelle: kicker.de
togo wird die teilnahme am afrika-cup nun voraussichtlich absagen. krasse sache :/
Der Bus mit Spielern und Verantwortlichen, darunter der bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehende Assimiou Toure, wurde an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Afrika-Cup-Gastgeber Angola von Maschinengewehren beschossen. Die ölreiche Region in der nordangolanischen Provinz Cabinda gilt als gefährlich, weil dort Rebellen seit geraumer Zeit für Unabhängigkeit kämpfen.
Nach Angaben des französischen TV-Senders Infosport sollen dabei mehrere togolesische Fußballer verletzt worden sein, einige davon schwer. "Wir hatten gerade die Grenze überquert, nachdem wir die Formalitäten hinter uns gebracht haben. Alles war gut, wir waren von Polizei umringt. Dann brach Maschinengewehrfeuer aus", erklärte der 30-jährige Angreifer vom FC Nantes. "Wir wurden mit automatischen Waffen wie Hunde beschossen und haben uns 20 Minuten lang unter unseren Sitzen versteckt gehalten", fügte er hinzu.
Bestätigt wurde indes der Tod des angolanischen Busfahrers, wie ein Sprecher des togolesischen Sportministeriums der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Ferner bestätigte der Vizepräsident des togolesischen Verbandes, Gabriel Ameyi, fünf weitere Verletzte - zwei Ärzte, einen Journalisten und zwei Spieler.
Bei den verletzten Spielern soll es sich laut Dossevi um Torhüter Kodjovi Obidale vom französischen Amateurklub GSI Pontivy und Verteidiger Serge Akakpo vom rumänischen Verein Vaslui handeln. "Einer von ihnen wurde von einer Kugel in den Rücken getroffen, der andere in die Niere", erklärte Dossevi der französischen Nachrichtenagentur afp. Mittlerweile wurden die Verletzten in ein Krankenhaus in Cabinda zu weiteren Behandlung gebracht.
Togos Superstar Emanuel Adebayor kam dagegen mit dem Schrecken davon. Er sei aufgrund der schrecklichen Geschehnisse erschüttert, aber unverletzt, erklärte am Abend sein Verein, Manchester City. Wie es Assimiou Toure von Bayer Leverkusen, war nicht bekannt. Die Verantwortlichen des Werksklubs versuchten zunächst vergeblich, Informationen aus erster Hand zu bekommen. "Wir haben versucht, Kontakt herzustellen, was uns bis jetzt nicht gelungen ist", sagte Bayers Pressesprecher Dirk Mesch dem Sportinformationsdienst am Freitagabend.
Togos Teilnahme am Afrika-Cup gerät in Frage
Togo, WM-Teilnehmer 2006 in Deutschland, soll am kommenden Montag mit dem Spiel gegen den deutschen WM-Gruppengegner Ghana in den Afrika-Cup starten. Ob das nach den heutigen Geschehnissen möglich sein wird, ist derzeit offen. Möglicherweise wird Togo auf einen Start bei dem Turnier verzichten. "Wir wollen nicht bei diesem Afrika-Cup spielen. Wir denken an unsere Teamkollegen. Von Kugeln getroffen zu werden, wenn man zum Fußball spielen kommt, ist widerlich", sagte Dossevi. Alaixys Romao vom französischen Erstligisten Grenoble Foot forderte gar eine komplette Absage des Turniers: "Wenn es möglich ist, sollte man das ganze Turnier boykottieren. Warum nicht gleich alle Spiele absagen. Wir wollen jedenfalls nur zurück nach Hause."
Von den Turnierverantwortlichen gab es bisher nur widersprüchliche Aussagen zu dem Thema. Zunächst wurde nur von einem geplatzten Reifen gesprochen, danach hatte man keinerlei Kenntnis von diesem Vorfall. Der angolanische Minister Antonio Bento Bembe, der für die Region Cabinda zuständig ist, verurteilte den Anschlag hingegen als "terroristischen Akt".
Quelle: kicker.de
togo wird die teilnahme am afrika-cup nun voraussichtlich absagen. krasse sache :/
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