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Ich denke, das mit den Investments ist natürlich auch eine Frage der Größe des Investments. Womöglich ist es dem Investor auch möglich, ein bis dahin als unethisch gesehenes Unternehmen umzukrempeln. zB Vermeidung von Kinderarbeit, ökologisch verträgliche Produktion etc.
Das trifft jetzt nicht den normalen Aktionär oder kleine Fonds die in gigantische Unternehmen investieren, für PE mag es durchaus möglich sein.
Was mich interessieren würde: Wir haben in der Vorlesung das Beispiel durchgespielt, dass ein Fondmanager von seinem Auftraggeber einen sozial verantwortlichen Fond führen soll und nun zwei der Unternehmen sich in eine falsche Richtung bewegen. Allerdings hat er aufgrund seiner winzigen Größe keinen wirklichen Einfluss durch die Androhung eines Verkaufs. Der einzige Einfluss, den er nutzen könnte, ist, wenn er als Benchmark für sozialverträgliche/ethische Investments steht und damit sein Deinvestment andere Anleger ebenfalls zum Verkauf triggern würde. Jetzt meine Frage: Gibt es solche Unternehmen bzw. Fonds, die genau sowas tun? Ich denke, damit könnte man wirklich etwas ändern, bisher ist mir aber nichts bekannt. (Hoffe, das war verständlich. Kurzform: Gibt es jemanden, zu dem andere Anleger blicken, wenn sie ethisch korrekte Investments treffen wollen und der dadurch einen erhöhten Einfluss auf Unternehmen hat?)
bin mir nicht ganz sicher ob ich dich richtig verstehe, aber ich gehe davon aus, dass die nachhaltigen fonds sich selbst die grenzen auferlegt haben und grenzwerte bzw. benchmark festgesetzt haben in ihrer satzung.
bei "negativem" entwickelt ist ein deinvest in mehreren stufen mit sicherheit erforderlich (sofern möglich)
Natürlich haben die sich Grenzen selbst auferlegt. Allerdings könnten sie noch "mehr Gutes" tun, wenn sich andere an ihnen ein Beispiel nehmen und sie damit praktisch zur Benchmark für ethisch korrektes Investment werden. Und mehr Einfluss hätten sie auch, da sie trotz kleinem Anteil für mehr Leute sprechen.
also die großen nachhaltigkeitsfonds sind durchaus benchmark für die kleiner gegründeten.
jedoch machen wir uns bitte nichts vor. das ist nichts anderes als ein geschäftsmodell (investmentmodell). dort geht es um performance und gewinnmaximierung genauso wie in jedem anderen fonds.
bin mir sicher, dass die manager dort nicht vordergründig das tun weil sie nachhaltigkeit und grüne investments so geil finden.
haben neulich ein ähnliches gespräch gehabt über das thema rüstungsindustrie. eine sparte des unternehmens, in dem ich arbeite, stellt laser für die rüstungsindustrie her (Avionik, Zielführung, Abwehr,etc.). Es ging dann darum, ob man sich vorstellen könne, dahin zu wechseln, also alles nur theoretisch. bin zu dem schluss gekommen, dass die arbeit einfach zu interessant und die herausforderung zu verlockend wäre, um sowas abzulehnen. der umzug ins ausland wäre die größere überwindung, als der fakt, dass es fürs militär wäre.
Würde wohl ähnlich denken. Kann es nicht erklären, da ich Krieg natürlich nicht unterstütze, aber das Interesse an der Arbeit, die Herausforderung und sicherlich auch der finanzielle Anreiz wären dann doch sehr verlockend. Keine Ahnung warum, aber für mich habe ich eine rote Linie gezogen, wenn es um das massenhafte Abschlachten von Tieren geht (Küken usw.). Da hätte ich schon Skrupel, wenn ich so nah dran wäre. Rüstungs- oder Pharmaindustrie wären wohl weniger das Problem.
also die großen nachhaltigkeitsfonds sind durchaus benchmark für die kleiner gegründeten.
jedoch machen wir uns bitte nichts vor. das ist nichts anderes als ein geschäftsmodell (investmentmodell). dort geht es um performance und gewinnmaximierung genauso wie in jedem anderen fonds.
bin mir sicher, dass die manager dort nicht vordergründig das tun weil sie nachhaltigkeit und grüne investments so geil finden.
Kann mir durchaus vorstellen, dass es da kleinere Fonds im dreistelligen Millionenbereich gibt, die weniger Druck von ihren Anlegern bekommen und deren Manager selbst so investieren wollen. Wird aber wirklich eine verschwindend kleine Menge sein.
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