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    SPSS / Statistik

    Hallo liebe Statistik-Freunde

    Ich habe vor kurzem eine große Umfrage für meine Masterarbeit gemacht. Dabei habe ich zu verschiedenen Kategorien teils mehrere Fragen gestellt (5-Punkt Likert Skala). Per Cronbachs Alpha habe ich die Kategorien bereits überprüft und an der ein oder anderen Stelle ein paar Änderungen vorgenommen, jetzt müsste es passen. Der nächste Schritt wäre nun, aus den Items pro Kategorie eine Variable zu machen. (Muss ich hier zuvor noch eine Faktoranalyse machen?)

    Beispiel: Ich habe zu Mitarbeiterzufriedenheit 5 Fragen gestellt. Damit habe ich natürlich auch 5 Antworten. Ich möchte aber nur einen Wert pro Datensatz zur Mitarbeiterzufriedenheit.

    Mein Plan war eigentlich, einfach den Mittelwert zu ziehen, aber ich weiß nicht, ob man das so einfach machen kann.
    Ich vermute, dass ich in der Masterarbeit begründen muss, warum ich die Variablen so zusammengefasst habe und da müsste ich mich vielleicht auf Literatur stützen. Kennt ihr da was? Wenn ja, lese ich es dort gerne nach! Ich habe leider nichts gefunden bisher.

    Also habe ich zwei Fragen:
    1. Wie fasst man mehrere Items in eine Variable zusammen (Summe, Mittelwert oder irgendeine Gewichtung?)
    2. Kann man das irgendwie begründen? Gibt es Literatur dazu, irgendjemand, der gesagt hat, dass es so sinnvoll ist?

    Ich hoffe, ihr könnt mir helfen und bedanke mich jetzt schon mal ganz herzlich dafür.

    #2
    Ich denke du kannst deine Skalenbildung zunächst theoretisch begründen. Im Sinne der rationalen Testtheorie. Wie hoch sind denn die Cronbach's Alpha Werte? Die Literatur wäre dann etwas zu Mitarbeiterzufriedenheit, ggf. von Wirtschaftswissenschaftlern oder Wirtschaftspsychologen, kenne da die theoretische Grundlage nicht besonders.

    Ich arbeite in SPSS immer mit der Syntax:

    "Compute Skala_Mitarbeiterzufriedenheit=mean(Item1,Item2,Itemx)."
    execute.

    Die kursiven Begriffe durch deine gewünschten/genutzten Variablennamen ersetzen. Anführungszeichen weglassen.
    Mean kannst du dann ersetzen durch z. B. sum oder weitere Transformationen (log etc.)

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      #3
      Grundsätzlich ist doch die Frage, wie du selbst die Fragen gewichtest? Sind alle Fragen ähnlich wichtig? Ob du jetzt die Summe oder den Mittelwert nimmst, ist von der Aussagekraft egal, würde ich meinen.

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        #4
        alpha von 0,84


        Ich habe mich dazu entschlossen alle gleichgewichtet zu betrachten. Ist es zulässig, wenn ich das arithmetische Mittel über alle Items bilde & dieses dann den Wert des neu gebildeten Faktors entspricht? Beispiel: Item a1-a5 -> (1+5+1+1+3)/5=2,2 (Ausprägung selbst gewählt).

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          #5
          Du hast aber mehr als nur die eine Kategorie in dem Beispiel oder? Was passiert denn wenn du eine Faktorenanalyse machst? Findet die in deinen Fragen genau deine Kategorien?

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            #6
            Zitat von CPT.AWESOME
            Du hast aber mehr als nur die eine Kategorie in dem Beispiel oder? Was passiert denn wenn du eine Faktorenanalyse machst? Findet die in deinen Fragen genau deine Kategorien?
            Wie meinst du das genau? Durch mein hohes alpha dachte ich, dass ich eine hohe interne Konsistenz habe. Aus diesem Grund habe ich keine Faktoranalyse gemacht.

            Was meinst du mit Kategorie genau?

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              #7
              Zitat von Herr Atik
              alpha von 0,84
              das ist erstmal gut


              Zitat von Herr Atik
              Ich habe mich dazu entschlossen alle gleichgewichtet zu betrachten. Ist es zulässig, wenn ich das arithmetische Mittel über alle Items bilde & dieses dann den Wert des neu gebildeten Faktors entspricht? Beispiel: Item a1-a5 -> (1+5+1+1+3)/5=2,2 (Ausprägung selbst gewählt).
              Im Prinzip ist das, was der Mean-Befehl in der Syntax macht. Also für jede VP/jeden Befragten das arithmetische Mittel der Items 1-5 bilden. Eine Gewichtung macht imo auch in den meisten Fällen keinen Sinn bzw. ist erstmal schwierig zu begründen.

              Ich denke mit Kategorien sind Skalen gemeint. Du hast ja hier 5 Items für deine Skala Mitarbeiterzufriedenheit. Hast du noch andere interessierende latente Konstrukte? z. B. Depressivität, Krankheitstage oder ähnliches? Dann könntest du in einer Faktorenanalyse nachweisen, dass die Items jeweils (nur) bzw. am höchsten auf den gewünschten Konstrukten laden.

              Ich würde keine Faktorenanalyse machen. Das macht man meistens eher wenn man Faktoren hinter ungeordneten Variablen finden möchte (z. B.: Ich habe eine Auflistung von 200 Symptomen und möchte schauen ob diese bestimmten Faktoren - z. B. Aggressivität, Ängstlichkeit - zugeordnet werden können). In der Regel macht man sich ja Gedanken zu den Items bevor man seine Befragung startet. Also würde ich theoretisch begründen und anhand des Alphas argumentieren, das interne Konsistenz gegeben ist.

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                #8
                Vielen Dank für deine Ausführung. Dann mache ich das auch so!
                Eine letzte Frage habe ich noch.

                Ich habe 2 Gruppe: A-> Hat Angebot genutzt, B -> Hat Angebot nicht genutzt.
                Ich möchte nun die Motive in eine Rangfolge bringen der beiden Gruppen. Dazu habe ich 7 Items, die ein verbalisiertes Motive (zB Gewinnmotiv = Geld sparen) beinhalten. Auch hier wird in fünfstufiger Likert gemessen. Welches statistisches Werkzeug bietet sich hier an?
                Ich möchte zum Schluss eine Aussage machen, welches Motiv das dominierende Motiv ist.

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                  #9
                  Zitat von Herr Atik
                  Zitat von CPT.AWESOME
                  Du hast aber mehr als nur die eine Kategorie in dem Beispiel oder? Was passiert denn wenn du eine Faktorenanalyse machst? Findet die in deinen Fragen genau deine Kategorien?
                  Wie meinst du das genau? Durch mein hohes alpha dachte ich, dass ich eine hohe interne Konsistenz habe. Aus diesem Grund habe ich keine Faktoranalyse gemacht.

                  Was meinst du mit Kategorie genau?
                  Du hast jetzt hier nur ein alpha berichtet. Dann sieht das so aus, als ob du nur eine Skala hast. Ich würde das jetzt so verstehen, dass aus einer Skala auch nur eine Kategorie entsteht, z.B. Mitarbeiterzufriedenheit. Wenn du jetzt aber noch andere Kategorien hast, wie „Respekt vor dem Vorgesetzten“ müsste es für diese Kategorie ein weiteres alpha geben. Da man nicht direkt davon ausgehen kann, dass die Items zwischen den Kategorien hoch miteinander korrelieren, aber hoffentlich hoch innerhalb der Kategorien -> hohes alpha für jede Kategorie.

                  Letztendlich klingt es ja so, als ob du verschiedene Skalen hast und jedem Probanden auf jeder Skala einen Wert zuordnen möchtest. Da musst du dann für jede Skala ein alpha berechen und nicht einfach über alle Variablen.

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                    #10
                    Zitat von CPT.AWESOME
                    Zitat von Herr Atik
                    Zitat von CPT.AWESOME
                    Du hast aber mehr als nur die eine Kategorie in dem Beispiel oder? Was passiert denn wenn du eine Faktorenanalyse machst? Findet die in deinen Fragen genau deine Kategorien?
                    Wie meinst du das genau? Durch mein hohes alpha dachte ich, dass ich eine hohe interne Konsistenz habe. Aus diesem Grund habe ich keine Faktoranalyse gemacht.

                    Was meinst du mit Kategorie genau?
                    Du hast jetzt hier nur ein alpha berichtet. Dann sieht das so aus, als ob du nur eine Skala hast. Ich würde das jetzt so verstehen, dass aus einer Skala auch nur eine Kategorie entsteht, z.B. Mitarbeiterzufriedenheit. Wenn du jetzt aber noch andere Kategorien hast, wie „Respekt vor dem Vorgesetzten“ müsste es für diese Kategorie ein weiteres alpha geben. Da man nicht direkt davon ausgehen kann, dass die Items zwischen den Kategorien hoch miteinander korrelieren, aber hoffentlich hoch innerhalb der Kategorien -> hohes alpha für jede Kategorie.

                    Letztendlich klingt es ja so, als ob du verschiedene Skalen hast und jedem Probanden auf jeder Skala einen Wert zuordnen möchtest. Da musst du dann für jede Skala ein alpha berechen und nicht einfach über alle Variablen.
                    Ich habe einen Fragebogen mit mehreren Abschnitten. Pro Abschnitt 5 Fragen zu einem Themenbereich (zB. Vertrauen, Umwelteinstellung, Gütergebundenheut, etc.). Pro Abschnitt, als für die 5 Fragen habe ich jeweils ein alpha errechnet. Also insgesamt so viele Alphas, wie ich auch "Faktoren" über die jeweiligen Items bilden möchte :)

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                      #11
                      Alles klar, dann hast du alles richtig gemacht!

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                        #12
                        Sicher, dass das deine Masterarbeit ist?

                        Prinzipiell nimmt man ja nicht "irgendwelche" Fragen, sondern leitet diese aus der Theorie ab. Daher man auf Basis derer Zusammenfassung das auch machen. Da dein Cronbachs Alpha hoch genug ist hast du praktisch die Theorie belegt.

                        Was spricht denn zusätzlich gegen eine Faktorenanalyse? Wird deine Ergebnisse nur bestätigen bei entsprechdem CA.

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