Überall sieht man JackWolfskin. Das Phänomen ist so auffällig, dass ein mir bekannter Däne wähnte, JackWolfskin sei die neue Uniform der Deutschen! Die Deutschen sehnen sich also nicht nur nach einem neuen großen Führer (vergleiche letzte Kolumne), die Deutschen haben sich auch schon eine neue Uniform besorgt.
Während weltweit die Menschen und besonders die Amerikaner am liebsten die Uniformen aus der Nazizeit auftragen, sind wir Deutschen zur Abwechslung mal einen Schritt weiter. Wir tragen “Outdoor”.
Die ersten die überhaupt solche Kleidung trugen, das waren Kraxel-Heinis und Wald-und-Wiesen-Freaks. Einst waren diese Leute Mangelware. Sie schliefen im schwedischen Winterwald und bestiegen hohe Alpenberge. Extreme Kleidung für extreme Leute. Jeder kannte so jemanden, nur richtig geheuer waren einem diese Menschen nie. Die ersten Nachahmer kamen aus den ökologischen Nischen der Landschaftsökologiestudenten und Umweltschutzaktivisten. Jeder von ihnen besaß zwar nur ein Paar Schuhe, aber das hat 300 Euro gekostet und war von Meindl.
Doch in letzter Zeit hat sich der Trend ausgeweitet. Das Nischendasein ist vorbei: Kleine und große Kinder, deren Eltern, Midlife-Krisisten, frisch verliebte und längst nicht mehr verliebte Paare im Partnerlook, Senioren, Müslifresser, Bettler, Camper, Sonntagsradfahrer, Banker, Professoren, schichtauf, schichtab und quer durch alle Stereotypen tragen die Deutschen Outdoor.
Jeder verlangt nach maximalem Schutz vor peitschendem Regen, vor durchtränkendem Körperschweiß, vor Glätte, Orkan, Taifun, Erdrütschen und -beben. Man will gewappnet sein. Fragt sich nur wogegen wirklich, denn die meisten dieser Katastrophen hat Deutschland gar nicht aufzubieten?
trololo
Während weltweit die Menschen und besonders die Amerikaner am liebsten die Uniformen aus der Nazizeit auftragen, sind wir Deutschen zur Abwechslung mal einen Schritt weiter. Wir tragen “Outdoor”.
Die ersten die überhaupt solche Kleidung trugen, das waren Kraxel-Heinis und Wald-und-Wiesen-Freaks. Einst waren diese Leute Mangelware. Sie schliefen im schwedischen Winterwald und bestiegen hohe Alpenberge. Extreme Kleidung für extreme Leute. Jeder kannte so jemanden, nur richtig geheuer waren einem diese Menschen nie. Die ersten Nachahmer kamen aus den ökologischen Nischen der Landschaftsökologiestudenten und Umweltschutzaktivisten. Jeder von ihnen besaß zwar nur ein Paar Schuhe, aber das hat 300 Euro gekostet und war von Meindl.
Doch in letzter Zeit hat sich der Trend ausgeweitet. Das Nischendasein ist vorbei: Kleine und große Kinder, deren Eltern, Midlife-Krisisten, frisch verliebte und längst nicht mehr verliebte Paare im Partnerlook, Senioren, Müslifresser, Bettler, Camper, Sonntagsradfahrer, Banker, Professoren, schichtauf, schichtab und quer durch alle Stereotypen tragen die Deutschen Outdoor.
Jeder verlangt nach maximalem Schutz vor peitschendem Regen, vor durchtränkendem Körperschweiß, vor Glätte, Orkan, Taifun, Erdrütschen und -beben. Man will gewappnet sein. Fragt sich nur wogegen wirklich, denn die meisten dieser Katastrophen hat Deutschland gar nicht aufzubieten?
trololo
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