Yo, jetzt ist es so weit und ich mache in knapp elf Jahren readmore (ich glaube) erstmalig auch mal einen Hilfethread auf. Da hier doch ein sehr breites Berufs- und Fähigkeitenspektrum unterwegs ist, hoffe ich, dass hier vielleicht die ein oder andere coole Anregung von eurer Seite kommt - die ich dringend gebrauchen kann, weil ich mich geistig ein bisschen in einer Sackgasse befinde und einfach nicht so genau weiß, wie ich da ohne externe Hilfe rauskommen kann. Wäre sehr cool, wenn es v.a. ernstgemeinte Antworten oder Vorschläge gibt. Ist nicht meine Art hier um Hilfe zu fragen und wäre unglücklich, wenn das alles komplett für die Katz wäre.
Kurz zu den Begleitumständen: Ich arbeite im weitesten Sinne in den digitalen Medien im journalistischen Umfeld. Das ist ein extrem hartes Pflaster mit für Akademiker lausiger Bezahlung, hoher Fluktuation, ziemlich uncoolen Arbeitszeiten und relativ hohem Druck, weil man relativ viel Personal für relativ wenige Festanstellungen hat. Ich bin einer dieser (vor allem im meinem Alter) extrem wenigen Festangestellten, kriege ein für mein Alter in der Branche ordentliches Gehalt und trage schon jetzt relativ viel Verantwortung.
Aufgrund einer Vielzahl an Faktoren (zwischenmenschliche, unternehmensstrukturelle, inhaltliche - will da jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen) bin ich schlicht und ergreifend nicht mehr glücklich mit dem was ich mache. Ich arbeite extrem extrem hart, kriege dafür (vergleichsweise) extrem wenig zurück ohne Chance auf absehbare Besserung und arbeite gleichzeitig in einem Umfeld, das einem nicht gerade vor Freude jauchzend morgens aus dem Bett aufstehen lässt, weil man was cooles arbeiten darf.
Das größte Problem für mich ist aber: Ich erfülle, blöd gesagt, mit meinem Job weder einen gesellschaftlichen Zweck noch werde ich von meinem Job so geistig herausgefordert, dass ich mich beständig weiterentwickeln kann. Beides sind für mich veritable Optionen. Mein Job ist in beiderlei Hinsicht definitiv nicht sinnstiftend - zumindest für mich nicht.
Ich bin mittlerweile absolut überzeugt davon, dass sich das ändern muss. Ich weiß aber schlicht und ergreifend nicht wie. Ich habe bisher einen schrägen, aber sehr linearen Lebenslauf gehabt, der mich ohne eine einzige Bewerbung zu einem globalen Unternehmen geführt hat - ohne dass ich dafür groß Vitamin B brauchte. Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und einen ordentlichen Job bis dahin gemacht. Dementsprechend habe ich keine Ahnung vom Arbeitsmarkt, keine Ahnung von den Möglichkeiten, die sich mir bieten und keine Ahnung, wie ich es anstelle, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und in eine Bahn zu lenken, die mich rundum zufriedener macht.
Ich will nicht mehr einfach nur vor mich hinarbeiten, ich will zumindest wieder etwas, wo ich mich herausgefordert fühle. Und da wäre der Punkt, wo ich dringend Hilfe, Tipps und Anregungen brauche. Einfach in meiner Branche zu bleiben ist kaum eine Option, weil wie gesagt die Festanstellungen extrem begrenzt sind und die Branche einfach arbeitnehmerfeindlich ist, die Selbständigkeit für mich (noch) keine Option ist, weil volatil und noch anstrengender und im Journalismus die Zahl an Jobs mit echtem gesellschaftlichen Mehrwert oder echter Herausforderung ohnehin stark begrenzt sind.
Das sind deswegen die Fragen, die ich mir aktuell Stelle:
1. Ganz blöd erstmal: Wo setze ich bei dieser Problematik zuerst an? What do?
2. Wie finde ich raus, welche Optionen es für mich gibt? Ich finde diese Jobseiten unfassbar unübersichtlich und da ich, was Interessen und Talente angeht, sehr breit aufgestellt und auch in puncto Location nicht wirklich wählerisch bin, wüsste ich nicht mal die richtigen Filterkriterien, um interessante Jobs zu finden.
3. Wie breit sind die Berufsfelder, die ich mit meinem Background ins Auge fassen kann?
4. Noch mal: What do?
Bin wirklich in einer für mich extrem neuen und unangenehmen Situation, entsprechend verspult ist der Text, bitte bei Verständnisproblemen nachfragen. Sorry noch mal dafür. Aber vielleicht kann ja auf der Basis schon mal jemand helfen. Bzw. Tipps geben, wie ich mir selbst helfen oder über externen Input an Hilfe kommen kann.
danke schon mal
Kurz zu den Begleitumständen: Ich arbeite im weitesten Sinne in den digitalen Medien im journalistischen Umfeld. Das ist ein extrem hartes Pflaster mit für Akademiker lausiger Bezahlung, hoher Fluktuation, ziemlich uncoolen Arbeitszeiten und relativ hohem Druck, weil man relativ viel Personal für relativ wenige Festanstellungen hat. Ich bin einer dieser (vor allem im meinem Alter) extrem wenigen Festangestellten, kriege ein für mein Alter in der Branche ordentliches Gehalt und trage schon jetzt relativ viel Verantwortung.
Aufgrund einer Vielzahl an Faktoren (zwischenmenschliche, unternehmensstrukturelle, inhaltliche - will da jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen) bin ich schlicht und ergreifend nicht mehr glücklich mit dem was ich mache. Ich arbeite extrem extrem hart, kriege dafür (vergleichsweise) extrem wenig zurück ohne Chance auf absehbare Besserung und arbeite gleichzeitig in einem Umfeld, das einem nicht gerade vor Freude jauchzend morgens aus dem Bett aufstehen lässt, weil man was cooles arbeiten darf.
Das größte Problem für mich ist aber: Ich erfülle, blöd gesagt, mit meinem Job weder einen gesellschaftlichen Zweck noch werde ich von meinem Job so geistig herausgefordert, dass ich mich beständig weiterentwickeln kann. Beides sind für mich veritable Optionen. Mein Job ist in beiderlei Hinsicht definitiv nicht sinnstiftend - zumindest für mich nicht.
Ich bin mittlerweile absolut überzeugt davon, dass sich das ändern muss. Ich weiß aber schlicht und ergreifend nicht wie. Ich habe bisher einen schrägen, aber sehr linearen Lebenslauf gehabt, der mich ohne eine einzige Bewerbung zu einem globalen Unternehmen geführt hat - ohne dass ich dafür groß Vitamin B brauchte. Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und einen ordentlichen Job bis dahin gemacht. Dementsprechend habe ich keine Ahnung vom Arbeitsmarkt, keine Ahnung von den Möglichkeiten, die sich mir bieten und keine Ahnung, wie ich es anstelle, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und in eine Bahn zu lenken, die mich rundum zufriedener macht.
Ich will nicht mehr einfach nur vor mich hinarbeiten, ich will zumindest wieder etwas, wo ich mich herausgefordert fühle. Und da wäre der Punkt, wo ich dringend Hilfe, Tipps und Anregungen brauche. Einfach in meiner Branche zu bleiben ist kaum eine Option, weil wie gesagt die Festanstellungen extrem begrenzt sind und die Branche einfach arbeitnehmerfeindlich ist, die Selbständigkeit für mich (noch) keine Option ist, weil volatil und noch anstrengender und im Journalismus die Zahl an Jobs mit echtem gesellschaftlichen Mehrwert oder echter Herausforderung ohnehin stark begrenzt sind.
Das sind deswegen die Fragen, die ich mir aktuell Stelle:
1. Ganz blöd erstmal: Wo setze ich bei dieser Problematik zuerst an? What do?
2. Wie finde ich raus, welche Optionen es für mich gibt? Ich finde diese Jobseiten unfassbar unübersichtlich und da ich, was Interessen und Talente angeht, sehr breit aufgestellt und auch in puncto Location nicht wirklich wählerisch bin, wüsste ich nicht mal die richtigen Filterkriterien, um interessante Jobs zu finden.
3. Wie breit sind die Berufsfelder, die ich mit meinem Background ins Auge fassen kann?
4. Noch mal: What do?
Bin wirklich in einer für mich extrem neuen und unangenehmen Situation, entsprechend verspult ist der Text, bitte bei Verständnisproblemen nachfragen. Sorry noch mal dafür. Aber vielleicht kann ja auf der Basis schon mal jemand helfen. Bzw. Tipps geben, wie ich mir selbst helfen oder über externen Input an Hilfe kommen kann.
danke schon mal
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