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Wichtigkeit von Politik und Nachrichten überschätzt?

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    Wichtigkeit von Politik und Nachrichten überschätzt?

    "Weltgeschehen: Diskussionen über Nachrichten, Politik und Kultur."

    Beziehe mich hier auf normale Privatmenschen, die evtl. ihre Reichweite durch Foren wie readmore oder Facebookfreundesliste bekommen. Nicht auf Promis, Profisportler, Musiker, Politiker, mit 1mio Reichweite bei sozialen Medien oder Möglichkeiten in Medien aufzutreten.

    Schon immer wurde auf readmore viel diskutiert. Zu Themen wie Politik, Kultur, Religion und Nachrichten gibt es regelmäßig Threads, die sich lange oben halten. Viele antworten mit langen Beiträgen, informieren sich in verschiedenen Quellen, lesen viel, versuchen zu erklären und setzen sich für ihre Meinung ein. Das trifft auch alles auf mich zu.

    Nicht nur das Kommentieren nimmt Zeit in Anspruch, auch die tägliche Recherche.

    In fast allen Fällen wird man keine Einigkeit finden, in den meisten Fällen gibt es auch keine richtige Lösung oder faktisch richtige Meinung. Es geht eigentlich fast immer um negative Informationen. Schlimme Dinge die passiert sind. Dinge die einem nicht passen, runterziehen. Fast nie positives, worüber man sich freut. Ein positiver Effekt findet also eher für niemanden statt. Meistens geht man mit der Meinung aus der Diskussion, die man von Beginn an hatte.

    Dazu kommt, der Einfluss den man hier im Forum hat, bei Facebook oder im echten Leben, auch bei Wahlen (z.b. 70% Wahlbeteiligung von 45.000.000 Wahlberechtigten) ist sehr gering, eher gar nicht messbar.

    Werden diese zwei Punkte unterschätzt? (Keine Einigkeit + keinen Einfluss --> keinen Nutzen)

    Noch schlimmer sind die Leute dran, die sich gar nicht mit einem Thema befassen. Ist mir oft beim US-Wahlkampf aufgefallen. Trotzdem fast täglich eine negative Stimmung verbreiten und auch sich selbst in eine negative Stimmung versetzen, weil sie einfach von irgendwoher die feste Meinung haben, Trump geht gar nicht und das würde ihr persönliches Leben vollkommen verschlechtern, obwohl sie in der Realität gar keinen Effekt spüren. Gehypte Themen dieser Art gibt es regelmäßig. Immer geht die Stimmung aber bergab, niemals sind es positive Dinge, über die sich diese Personen Tag für Tag auslassen.

    Warum sagt man nicht einfach #care? Nächste Wahl? #care! Terroranschlag? #care! Sich über negative Nachrichten informieren? #care. Probleme/Unstimmigkeiten mit Religionen oder Kulturkonflikten? #care! Wetter schlecht? #care! Trump gewählt? #care!

    Kann man was verändern, wenn man sich damit befasst, täglich recherchiert, versucht sich eine seriöse und sachliche Meinung zu bilden? Wie gesagt, der Effekt ist eher gar nicht messbar.

    Warum nicht einfach sein Ding machen. Sich mit fröhlichen Dingen beschäftigen. Man hat in Deutschland politisch und gesellschaftlich gesehen so mit die besten Rahmenbedingungen auf der Welt. Meckern hilft nicht. Also das machen woran man Freude hat und was man machen will. Sollte es dann gut laufen, kann man immer noch ein guter Mensch sein und spenden. Auch hier kann man es sich einfach machen. Für die Ärmsten der Armen, nach Afrika. Dann macht man die nächsten Jahre nichts falsch.

    Also warum diskutieren so viele so gerne über negative Dinge, informieren sich so gerne über negative Dinge, obwohl das Ergebnis keinen wirklichen positiven Effekt auf das eigene Leben hat?

    #2
    -> Offtopic

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      #3
      Finde deine Entscheidung, dich mehr mit positiven Dingen des Lebens zu beschäftigen, die Schwarzmalerei skurriler rechtspopulistischer Parteien in Zukunft zu ignorieren sowie für Afrika zu spenden, sehr positiv und unterstütze dich in diesem Ansinnen nach Kräften. Besonders positiv fand ich Impact und Kommunikation von Ärzte ohne Grenzen, WorldVision sowie der Christoffel Blindenmission, ich bin mir aber sicher, es gibt noch sehr viele andere Organisationen, die Gutes tun und die du unterstützen kannst.

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        #4
        Zitat von stry
        Finde deine Entscheidung, dich mehr mit positiven Dingen des Lebens zu beschäftigen, die Schwarzmalerei skurriler rechtspopulistischer Parteien in Zukunft zu ignorieren sowie für Afrika zu spenden, sehr positiv und unterstütze dich in diesem Ansinnen nach Kräften. Besonders positiv fand ich Impact und Kommunikation von Ärzte ohne Grenzen, WorldVision sowie der Christoffel Blindenmission, ich bin mir aber sicher, es gibt noch sehr viele andere Organisationen, die Gutes tun und die du unterstützen kannst.
        Gefaild, noch mal lesen. Danke.

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          #5
          Ich glaube du hast eher gefailed. Danke.

          Wenn du wirklich glaubst Wahlen, kulturelle Konflikte, etc. hätten kein Einfluss auf dein Leben und du keinen Einfluss auf diese Dinge tust du mir Leid.

          in den meisten Fällen gibt es auch keine richtige Lösung oder faktisch richtige Meinung.
          Was den nun Fakten oder Meinungen? In vielen Fällen gibt es Fakten, die den aktuellen Wissenstand entsprechen, die müssen aber nicht zwangsläufig zu einer Meinung passen. Wenn Fortuna über besonders kriminelle Ausländer schwadroniert entspricht dies nicht der aktuellen Faktenlage (amtliche Statistiken, etc.) ist aber trotzdem seine Meinung. Wenn du meist Höckes Rede sei nicht rassistisch und rechtsextrem gewesen und dann mit Eugenik begründest (noch immer ein dickes lol dafür) ist es deine Meinung aber vollkommen fern der Fakten. Macht also schon mal keinen Sinn.

          Noch schlimmer sind die Leute dran, die sich gar nicht mit einem Thema befassen.
          Finde ich auch schlimm. Aber wie kommst du darauf andere Leute als uninformiert zu bezeichnen. Gerade du solltest doch hier als gutes Beispiel herhalten. Zensur, Klimawandel, Eugenik, Flüchtlingspolitik, Recht um mal ein paar Themen in den Raum zu werfen. Dazu die ständige Abwesenheit von Belegen. Verschwörungstheorien kommen dann noch on top.

          Warum hast du, zu gewissen Themen, so eine grundsätzlich negative Stimmung? Fang doch bei dir an.

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            #6
            U.a. Sensationsgeilheit.
            Negative Dinge sind oft spektakulärer und reizen eher als die typische Glücksgeschichte.

            Hat sicher auch etwas psychologisches, da warten wir aber mal auf ne ordentliche Meinung.

            Deinen vorletzten Absatz finde ich interessant. Genau so handhaben es sehr viele bisher. Jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt an dem sie selbst betroffen sind. Siehe Flüchtlingskrise. Lange einen Crap über Politik gegeben, jetzt ganz groß dabei mit rechter Einstellung, weil man kein Bock auf die ganzen Ausländer in seinem Kiez hat.

            @Harry, du überinterpretierst das alles etwas. Grundsätzlich würde ich fast zu Duke tendieren. Wahlen haben persönlich kaum impact auf mein eigenes Leben. Zumindest lange nicht merkbar. Die groben relevanten Rahmenbedingungen werden für mich immer irgendwo gleich bleiben, ein Job, eine Wohnung, Freunde, Familie. Nur die kleineren Stellschrauben verändern sich entsprechend und wirken natürlich schon irgendwo auf mich ein (Mindestlohn, Atomkraft, Mietpreisbremse etc.). Sei es direkt oder indirekt. Jedoch lange nicht in dem Maße wie es mich persönlich in meinem Handeln beeinflusst.

            Nochmal kurz nach editiert. Hier geht es nur um meine Person und ich schreibe auch nicht, dass das meine Einstellung ist. Ich könnte aber so handeln, wenn ich wollte.

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              #7
              Von wegen Trump hat keinen Effekt auf mich: durch seinen 'Muslim ban' kann ein Mitarbeiter von uns jetzt nicht auf Dienstreise in die USA, und ich muss stattdessen hin, obwohl ich in der Zeit eigentlich Urlaub machen wollte :(

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                #8
                Zitat von stry
                Finde deine Entscheidung, dich mehr mit positiven Dingen des Lebens zu beschäftigen, die Schwarzmalerei skurriler rechtspopulistischer Parteien in Zukunft zu ignorieren sowie für Afrika zu spenden, sehr positiv und unterstütze dich in diesem Ansinnen nach Kräften. Besonders positiv fand ich Impact und Kommunikation von Ärzte ohne Grenzen, WorldVision sowie der Christoffel Blindenmission, ich bin mir aber sicher, es gibt noch sehr viele andere Organisationen, die Gutes tun und die du unterstützen kannst.

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                  #9
                  Zitat von stuntschaf
                  Von wegen Trump hat keinen Effekt auf mich: durch seinen 'Muslim ban' kann ein Mitarbeiter von uns jetzt nicht auf Dienstreise in die USA, und ich muss stattdessen hin, obwohl ich in der Zeit eigentlich Urlaub machen wollte :(
                  Man muss immer schauen im welchen Maße. Diese Zeit ist halt ein Bruchteil von deinem Leben und würde ich nicht als Wegweisend für den Rest bezeichnen.

                  E: dennoch natürlich ungünstig für dich, wobei ich gerne mal in die USA fliegen würde auf Kosten der Firma. :D

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                    #10
                    Klar, für mich ärgerlich, aber nicht lebenswegweisend. Für ihn, der jetzt nicht fahren darf, aber vielleicht schon. Kann keine Kontakte knüpfen, seine Arbeit nicht vorstellen, wird dadurch nicht so wahrgenommen. Vermutlich wird er deswegen nicht am Hungertuch nagen, aber es ist schon eine Auswirkung, die man definitiv merkt.

                    Das Beispiel USA ist übrigens ein ganz gutes, wenn es um die Wichtigkeit von Wahlen geht, da es dort traditionell eher eng zu geht. Trumps Politik hat nämlich jetzt schon einen erheblichen Einfluss auf viele US-Amerikaner. Du würdest es sicher auch nicht so lustig finden, wenn du nicht mehr nach Kuba fucken fliegen könntest, weil du danach zuhause nicht mehr reinkommst.

                    Es ist absolut gefährlich, sich von Wahlen fernzuhalten, weil man der Meinung ist, dass es ja eh nichts ändert.

                    Es geht btw für mich nur nach Houston. Mega ätzende Stadt und ich war schon mal da :/

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                      #11
                      Papa, die Dinge die du beschreibst sind ja auch eher Mittel der gemäßigten Parteien.

                      Aber nehmen wir nun mal die AfD: "das Experiment Euro geordnet zu beenden", sollte die Lebenswirklichkeit für einige Menschen in Deutschland stark verändern. Gerade in den Grenzgebieten.
                      "Staatliche Institutionen wie Krippen, Ganztagsschulen, Jugendämter und Familiengerichte greifen zu sehr in das Erziehungrecht der Eltern ein.", gerade in dern Kinderbetreuung dürfte sich einiges für Familien oder gar Alleinerziehende ändern.
                      Die Liste ließe sich beliebig erweitern: Abtreibung, Genderforschung, Klimaschutz

                      Auch wenn einen einzelne Punkte persönlich nicht betreffen gibt es eben genug Menschen die massiv davon betroffen sind. Daher halte ich die Einstellung #care für fatal.

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                        #12
                        Genau das meine ich doch. Es muss einen nicht unbedingt selbst betreffen. Es ist durchaus möglich sich nicht darum zu kümmern und trotzdem ein Leben zu führen nach seinen Vorstellungen. Sofern man zum Großen Ganzen gehört und keine Randgruppe ist etc.

                        Wie gesagt, ich bin auch niemand mit /care Einstellung. Ich will nur vor Augen führen, dass es durchaus möglich ist so zu leben.

                        Auch alles was du genannt hast, wären theoretisch alles nur Stellschrauben in meinem Leben. Wenn ich wollte, könnte ich jederzeit mich absolut raus halten, was Politik angeht. Unabhängig davon welche Partei regiert.

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                          #13
                          Viele antworten mit langen Beiträgen, informieren sich in verschiedenen Quellen, lesen viel, versuchen zu erklären und setzen sich für ihre Meinung ein. Das trifft auch alles auf mich zu.
                          interessante selbstreflektion

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                            #14
                            Zitat von noobhans
                            Viele antworten mit langen Beiträgen, informieren sich in verschiedenen Quellen, lesen viel, versuchen zu erklären und setzen sich für ihre Meinung ein. Das trifft auch alles auf mich zu.
                            interessante selbstreflektion
                            Hahaha :D

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                              #15
                              Zitat von paparatzi
                              Auch alles was du genannt hast, wären theoretisch alles nur Stellschrauben in meinem Leben. Wenn ich wollte, könnte ich jederzeit mich absolut raus halten, was Politik angeht. Unabhängig davon welche Partei regiert.
                              Gewagte These. Ich weiß zwar nicht als was du arbeitest, aber was passiert, wenn wir eine Regierung bekommen, unter der die Wirtschaft einfach mal dramatisch abstürzt (siehe z.B. ein Gedankenspiel hier). Deine Firma bekommt keine Aufträge mehr und du wirst gekündigt. Wäre das auch nur eine Stellschraube?

                              Btw, generell bin ich auch der Meinung, dass man nicht über jede Meldung, die reinkommt, grübeln sollte und gleich Pessimismus schieben muss. Man muss aber definitiv das große Ganze im Blick behalten, informiert bleiben und sich im Rahmen der Möglichkeiten (minimum: Wählen gehen) dafür einsetzen, dass wir eben in einer vernünftigen Situation bleiben.

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