Hallo Elite,
würde gerne euren objektiven Rat einholen - versuche mich so kurz wie möglich zu halten.
Arbeite als Projektingenieur in einem Tochterunternehmen. Bin jetzt mit meinem Chef für 3 Wochen dienstlich in den USA gewesen. Ursprünglich sollten es 2 Wochen sein; aufgrund unterschiedlichster "Probleme" musste verlängert werden (hab da mMn schon guten Willen gezeigt und die Woche verlängert). Jetzt will mein Chef, dass ich noch ne Woche dran hänge. Die Arbeit kann ich aber auch ohne Probleme von DE aus erledigen. Jeder Versuch mit ihm darüber zu diskutieren führte zu nichts. Habe mich teils sogar richtig mit ihm gezofft, zwar versucht das sachlich zu halten, ging aber nur bedingt (ich muss mir ja nicht alles gefallen lassen, oder?). Chef sagt, er könnte es nicht akzeptieren, wenn ich abreisen würde, er könnte mich aber nicht daran hindern.
Um die Situation besser einschätzen zu können: bin krank losgeflogen (selbst Schuld?) und hatte ziemliche Kreislaufprobleme in der ersten Woche (Jetlag, ...). Hier hatten wir aber nur kurze Kundentermine, die man tatsächlich auch alle telefonisch hätte erledigen können. Also ist mMn die erste Woche schon total umsonst gewesen.
Sind nach Woche 1 dann quer durchs Land zu einer unserer Baustellen. In der Gegend haben wir auch einen weiteren Interessenten. Chef auf die Baustelle, ich zum Interessenten und Anfrage aufnehmen / Angebot schreiben. Während mein Chef am Wochenende ausgeschlafen hat und nachmittags arbeiten wollte, habe ich auch die Wochenenden gearbeitet. Nachmittags haben wir dann natürlich alles andere als gearbeitet, gab ja noch so viel, was sich mein Chef in der Gegend angucken wollte..
Was mich so wütend macht: Privatleben bleibt auf der Strecke (Geburtstag Frau und Beerdigung Onkel konnte ich aufgrund der Verlängerung nicht wahrnehmen), wovon mein Chef auch weiß. Dann wird maßlos Zeit verplempert mit durch die Gegend fahren, um sich etwas Sinnloses anzuschauen (Kultur und so). Am Wochenende ausschlafen und nichts tun... Effektivität lässt grüßen...
Würdet ihr nach Hause fliegen oder die Woche dran hängen?
Habe mich dazu entschieden nach Hause zu fliegen.
Jetzt bekomme ich vom Chef des Mutterunternehmens eine Einladung zum Mitarbeitergespräch einen Tag nach meiner Ankunft in Deutschland. Da wird sich wohl mein Chef bei seinem Chef über mich beschwert haben.
Habe schon ein Gedächtnisprotokoll erstellt mit allem, was mir so eingefallen ist. Angefangen mit schlechter Reiseplanung über das uneffektive Arbeiten bis zu der Diskussion mit meinem Chef.
Was habe ich zu erwarten?
Danke für ernst gemeinte Antworten!
#1
------------------- UPDATE -------------------
Kann das Gespräch mit dem ChefChef noch nicht richtig einordnen; folgende Infos:
- Er war ziemlich mad (wahrscheinlich wird natürlich auch mein Chef ihm gesteckt haben, was er von mir erwartet hat und was ich in seinen Augen geleistet habe)
- Ich habe mich an euren Rat gehalten und nichts von Spaßreise in der ersten Woche gesagt (das kam lustiger Weise von ihm)
- Generell habe ich mich versucht loyal meinem derzeitigem Chef gegenüber zu verhalten mit 1, 2 Seitenhieben
ChefChef fragt mich, ob ich noch bei meinem derzeitigem Chef bleiben will.
Meine Antwort: Kann mir besseres vorstellen (diplomatischer ausgedrückt). Dann meinte er, dass er mein Potential sehen würde und eine Stelle im Kopf hätte (im Mutterunternehmen). Alles weitere binnen zwei Wochen.
würde gerne euren objektiven Rat einholen - versuche mich so kurz wie möglich zu halten.
Arbeite als Projektingenieur in einem Tochterunternehmen. Bin jetzt mit meinem Chef für 3 Wochen dienstlich in den USA gewesen. Ursprünglich sollten es 2 Wochen sein; aufgrund unterschiedlichster "Probleme" musste verlängert werden (hab da mMn schon guten Willen gezeigt und die Woche verlängert). Jetzt will mein Chef, dass ich noch ne Woche dran hänge. Die Arbeit kann ich aber auch ohne Probleme von DE aus erledigen. Jeder Versuch mit ihm darüber zu diskutieren führte zu nichts. Habe mich teils sogar richtig mit ihm gezofft, zwar versucht das sachlich zu halten, ging aber nur bedingt (ich muss mir ja nicht alles gefallen lassen, oder?). Chef sagt, er könnte es nicht akzeptieren, wenn ich abreisen würde, er könnte mich aber nicht daran hindern.
Um die Situation besser einschätzen zu können: bin krank losgeflogen (selbst Schuld?) und hatte ziemliche Kreislaufprobleme in der ersten Woche (Jetlag, ...). Hier hatten wir aber nur kurze Kundentermine, die man tatsächlich auch alle telefonisch hätte erledigen können. Also ist mMn die erste Woche schon total umsonst gewesen.
Sind nach Woche 1 dann quer durchs Land zu einer unserer Baustellen. In der Gegend haben wir auch einen weiteren Interessenten. Chef auf die Baustelle, ich zum Interessenten und Anfrage aufnehmen / Angebot schreiben. Während mein Chef am Wochenende ausgeschlafen hat und nachmittags arbeiten wollte, habe ich auch die Wochenenden gearbeitet. Nachmittags haben wir dann natürlich alles andere als gearbeitet, gab ja noch so viel, was sich mein Chef in der Gegend angucken wollte..
Was mich so wütend macht: Privatleben bleibt auf der Strecke (Geburtstag Frau und Beerdigung Onkel konnte ich aufgrund der Verlängerung nicht wahrnehmen), wovon mein Chef auch weiß. Dann wird maßlos Zeit verplempert mit durch die Gegend fahren, um sich etwas Sinnloses anzuschauen (Kultur und so). Am Wochenende ausschlafen und nichts tun... Effektivität lässt grüßen...
Würdet ihr nach Hause fliegen oder die Woche dran hängen?
Habe mich dazu entschieden nach Hause zu fliegen.
Jetzt bekomme ich vom Chef des Mutterunternehmens eine Einladung zum Mitarbeitergespräch einen Tag nach meiner Ankunft in Deutschland. Da wird sich wohl mein Chef bei seinem Chef über mich beschwert haben.
Habe schon ein Gedächtnisprotokoll erstellt mit allem, was mir so eingefallen ist. Angefangen mit schlechter Reiseplanung über das uneffektive Arbeiten bis zu der Diskussion mit meinem Chef.
Was habe ich zu erwarten?
Danke für ernst gemeinte Antworten!
#1
Spoiler:
------------------- UPDATE -------------------
Kann das Gespräch mit dem ChefChef noch nicht richtig einordnen; folgende Infos:
- Er war ziemlich mad (wahrscheinlich wird natürlich auch mein Chef ihm gesteckt haben, was er von mir erwartet hat und was ich in seinen Augen geleistet habe)
- Ich habe mich an euren Rat gehalten und nichts von Spaßreise in der ersten Woche gesagt (das kam lustiger Weise von ihm)
- Generell habe ich mich versucht loyal meinem derzeitigem Chef gegenüber zu verhalten mit 1, 2 Seitenhieben
ChefChef fragt mich, ob ich noch bei meinem derzeitigem Chef bleiben will.
Meine Antwort: Kann mir besseres vorstellen (diplomatischer ausgedrückt). Dann meinte er, dass er mein Potential sehen würde und eine Stelle im Kopf hätte (im Mutterunternehmen). Alles weitere binnen zwei Wochen.
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