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    ich glaube ich habe auf das problem oben schon hingwiesen.

    wie wäre es, wenn man der gegenseite vielleicht mal erklärt, warum auch täter rechte und eine würde haben, anstatt sie im mittelalter zu begrüßen, oder sich von der diskussion zu verabschieden weil es ja "in diesem Forum nicht mehr klappt"?

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      Zitat von Apfelholo
      ich glaube ich habe auf das problem oben schon hingwiesen.

      wie wäre es, wenn man der gegenseite vielleicht mal erklärt, warum auch täter rechte und eine würde haben, anstatt sie im mittelalter zu begrüßen, oder sich von der diskussion zu verabschieden weil es ja "in diesem Forum nicht mehr klappt"?
      wurde es doch bereits. jeder täter hat seine eigene vergangenheit und eigenen motive die man individuell einstufen muss.



      wenn du einfache antworten auf komplexe themen hast, wander doch in die usa aus und wähle trump. hast gute erfolgschancen dabei.

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        Halte mich nur an Weisheiten von Avatar Yangchen

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          Zitat von 3Green
          Ich bin erstaunt, wie viele hier so hoch und heilig von unserer Justiz sprechen.

          Ich akzeptiere unser Rechtssystem vollkommen und hatte bisher auch noch kein einziges Problem mit dem Gesetz. Aber dass ein System, in dem man mit viel Geld, Hinhaltetaktiken, Lügen usw. immer bevorteilt wird, etwas Erhabenes sein soll, kann ich nicht verstehen.
          Um es anschaulicher auszudrücken: Schaut euch mal die Anwälte von zweifellos schuldigen Straftätern an. Wie sie argumentieren und für ihren Mandanten das beste rausholen, obwohl sie selbst genau wissen, dass er schuldig ist. Sowas finde ich abartig. Ist natürlich darin begründet, dass es keine objektive und vollkommene "Gerechtigkeit" gibt, weil Menschen in einer bestimmten Epoche entscheiden, was gerecht ist und was nicht. Für mich ist die Justiz in dem Sinne nicht mehr wert als ein Schönheitsideal.
          So, jetzt dürfen mich Experten wie Ollie mit ihrem typischen Juristengeschwafel auseinandernehmen ;)
          Das hat nichts mit mangelndem Moralverständnis eines Verteidigers zu tun und ist auch nicht "abartig". Es geht grds. einfach darum, dass in einer Gesellschaft, in der alle Gewalt vom Staat ausgeht, jemand darauf achtet, dass diese Gewalt nicht missbraucht, sondern restriktiv ausgeübt wird. Wundert mich schon, dass die Wahrnehmung von Verfahrensrechten dir so "abartig" erscheint, die Kehrseite ist nämlich schlicht ein Polizeistaat.

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            Zitat von Hody von Saggschweiss
            Zitat von Apfelholo
            ich glaube ich habe auf das problem oben schon hingwiesen.

            wie wäre es, wenn man der gegenseite vielleicht mal erklärt, warum auch täter rechte und eine würde haben, anstatt sie im mittelalter zu begrüßen, oder sich von der diskussion zu verabschieden weil es ja "in diesem Forum nicht mehr klappt"?
            wurde es doch bereits. jeder täter hat seine eigene vergangenheit und eigenen motive die man individuell einstufen muss.



            wenn du einfache antworten auf komplexe themen hast, wander doch in die usa aus und wähle trump. hast gute erfolgschancen dabei.
            verstehe deinen post nicht. was soll dieser unsinn? das stört lediglich die sachliche diskussion.
            ebenso frage ich mich, was trump oder die usa mit dem thema zu tun haben sollen?

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              Zitat von Apfelholo
              ich glaube ich habe auf das problem oben schon hingwiesen.

              wie wäre es, wenn man der gegenseite vielleicht mal erklärt, warum auch täter rechte und eine würde haben, anstatt sie im mittelalter zu begrüßen, oder sich von der diskussion zu verabschieden weil es ja "in diesem Forum nicht mehr klappt"?
              Bekannteste Fall wo man von Selbstjustiz reden kann. War als der stellvertretende Polizeipräsident, den Entführer eines Jungen Folter angedroht hat, wenn er nicht sagt wo das Kind ist.
              Der Polizist kannte die möglichen Konsequenzen und hat sich trotzdem über geltendes Recht hinweg gesetzt. In der Hoffnung einen Menschen zu retten.
              Er wurde nachträglich bestraft, obwohl sehr viele gut fanden was er tat. Denn das Leben eines Opfers, wäre laut geltendem Recht weniger Wert gewesen als die körperliche Unversehrtheit, eines Täters.
              https://de.wikipedia.org/wiki/Daschner-Prozess

              Ich denke man kann sich einig sein, das Recht kennt nur Schwarz und Weiß. Was damit gemacht wird obliegt den verschiedenen Ansichten der Justizbehörden und geben dem Recht etwas Farbe.
              Macht es leider nicht einfacher.

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                Zitat von Judass_appeasement
                Zitat von Apfelholo
                ich glaube ich habe auf das problem oben schon hingwiesen.

                wie wäre es, wenn man der gegenseite vielleicht mal erklärt, warum auch täter rechte und eine würde haben, anstatt sie im mittelalter zu begrüßen, oder sich von der diskussion zu verabschieden weil es ja "in diesem Forum nicht mehr klappt"?
                Bekannteste Fall wo man von Selbstjustiz reden kann. War als der stellvertretende Polizeipräsident, den Entführer eines Jungen Folter angedroht hat, wenn er nicht sagt wo das Kind ist.
                Der Polizist kannte die möglichen Konsequenzen und hat sich trotzdem über geltendes Recht hinweg gesetzt. In der Hoffnung einen Menschen zu retten.
                Er wurde nachträglich bestraft, obwohl sehr viele gut fanden was er tat. Denn das Leben eines Opfers, wäre laut geltendem Recht weniger Wert gewesen als die körperliche Unversehrtheit, eines Täters.
                https://de.wikipedia.org/wiki/Daschner-Prozess

                Ich denke man kann sich einig sein, das Recht kennt nur Schwarz und Weiß. Was damit gemacht wird obliegt den verschiedenen Ansichten der Justizbehörden und geben dem Recht etwas Farbe.
                Macht es leider nicht einfacher.
                nicht das leben des opfers ist weniger wert als die unversehrtheit des täters, sondern die grundrechte, insb. der schutz der menschenwürde sind mehr wert als die chance, das kind vielleicht noch lebend zu bekommen.
                ich glaube du missinterpretierst, aber das versuche ich den diskussionsteilnehmern gerade nahezubringen.
                und dann kommt jemand mit trump um die ecke...

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                  im daschnerfall kann man nicht von selbstjustiz sprechen. trump wurde btw erwähnt, weil irgendwelche verbindungen/vergleiche hergestellt werden, die so einfahc nicht gehen und man sich zudem sehr oft im kreis dreht, weil lange beiträge bewusst überlesen oder einfach nicht verstanden werden.
                  bestes beispiel ist der vergleich der strafen bei kino.to und einer vergewaltigung oder jetzt, dass in o.g. fall nach deutschem recht das leben des opfers weniger wert als die körperliche unversertheit des täters gewesen wäre. das ist einfach unglaublich dumm und zusätzlich gefährlich (=TRUMP). dass das deutsche recht nur schwarz und weiß kennen würde und man sich zusätzlich "einig" darüber sein könne, ist dann nur die spitze des eisbergs: der nsu-prozess scheint vollkommen an ihm vorbeizugehen (ein beispiel von vielen).

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                    Das Problem ist doch einfach dass viele hier wirklich nicht differenziert genug an die Sache herangehen können und einfach ihren Unmut preisgeben, was natürlich auch in gewissermaßen absolut verständlich ist. Aber wichtig ist vorallem zu realisieren dass sich hinter dem vermeintlich comicbuchartigen bösen Vergewaltiger/Mörder letzten Endes auch oftmals nur ein Mensch mit menschlichen Motiven verbirgt. Gerade Ich kann da leider aus meiner eigenen Erfahrung sehr gut sprechen. Allein die Leute mit denen ich im Grundschulalter/frühen Realschulalter aufgewachsen bin, hatten später mit Strafen wie versuchten Totschlag und Teilnahme an einer Massenvergewaltigung zu tun. Um mal ein Beispiel zu nennen: Ich hatte damals einen Kosovo-Flüchtling namens (sagen wir mal) "Hubert"(frei erfunden) neben mir am Grundschultisch sitzen. Ich hatte von der Grundschul- bis zur Realschulzeit oftmals meine Streitereien und Schlägereien mit ihm, war trotzdem auf einer gewissenen Ebene mit ihm befreundet(kompliziert, Ich weiß). Oftmals war Ich aber tatsächlich der Schuldige - Ich war als Kind ein richtig rassistisches und homophobes Arschloch(sogar einen meiner besten Freunde der schwul ist, den hab ich damals ziemlich hart gemobbt) - man mags kaum glauen, aber er war objektiv betrachtet wirklich nett. "Hubert" und seine Familie hatten gerade wegen den "Einheimischen" wie mir wirklich kein leichtes Leben im Dorf. Dann kam der Tag als ich und meine Mitschüler an der Realschule Wind davon bekommen haben dass "Hubert" einer der Beteiligten an einer Massenvergewaltigung in meinem Dorf waren(Das ging damals wirklich viral bis zu Pro7 glaub ich). Das Traurige war, dass er tatsächlich nicht der Einzige war der daran beteiligt war, den ich aus meiner Kindheit kannte. Bis heute kenn ich nur die Gerüchte und die wenigen Fakten dieser Massenvergewaltigung die um unser Dorf kursierten. Viele würden jetzt sagen, aufs Schafott mit ihm, Hand ab, Kastration etc. und irgendwo kann ichs nachvollziehen, andererseits aber auch nicht. Die menschliche Psychologie ist einfach viel komplexer als das man so simpel ein Urteil über alles und jeden fällen könnte. Einige Jahre später begegnete ich ihn mit 17/18(kA mehr) mit einem damaligen Kumpel mit dem ich den Geburtstag zelebriert hatte und wir bereits am Abbauen der Festivitäten bei der Location waren. Das Interessante dabei ist, dass ich mir damals als ich es noch geschworen habe, mir und anderen geschworen hatte ihm jeden einzelnen Zahn rauszubuttern - aber als ich ihm begegnet bin... Ich... konnte es einfach nicht. Irgendwo ist da der alte kleine Grundschulfreund gewesen den ich noch aus den guten alten Zeiten kannte - und er war es irgendwie immer noch. Wir kamen also in Gespräch...
                    Er hatte damals zweieinhalb Jahre in Jugendhaftanstalt gesesssen und ist beinahe in Tränen ausgebrochen als er mir berichtete wie sehr er es bereute. Sie war betrunken, feierte mit und wurde im Laufe des Abends ohnmächtig - jede damals anwesende Person(7) nutzte die Situation caus. Man merkte einfach wie sehr er als Mensch im Arsch war und den einen großen Fehler den er im Volltrunk begangen hatte bereute. Als jemand der ihn vom Kindesalter kannte, bemerkte ich auch dass es es echt war. Will hier nichts relativieren, aber die Realität sieht nunmal nüchtern betrachtet komplett anders aus.

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                      im daschnerfall kann man nicht von selbstjustiz sprechen.
                      Wieso kann man das nicht? Er hat aus seiner Subjektiven Entscheidung, Objektives Recht willentlich gebrochen.

                      bestes beispiel ist der vergleich der strafen bei kino.to und einer vergewaltigung oder jetzt, dass in o.g. fall nach deutschem recht das leben des opfers weniger wert als die körperliche unversertheit des täters gewesen wäre. das ist einfach unglaublich dumm und zusätzlich gefährlich (=TRUMP). dass das deutsche recht nur schwarz und weiß kennen würde und man sich zusätzlich "einig" darüber sein könne, ist dann nur die spitze des eisbergs:
                      KP was Trump mit mir zutun hat soweit ich gelesen habe, ging das gar nicht an mich.

                      Wir diskutieren hier immer noch über Selbstjustiz. Das bedeutet der Vergleich mit Kino.to und Vergewaltigung liegt aufeine moralische Ansicht und worauf die Werte liegen könnten (sollten)
                      Meinetwegen können beide Täter 5 Jahre bekommen. Aber die Vielzahl an Bewährungen für Vergewaltigung (auch im Bezug auf den TE) ist einfach unmoralisch und ja offenbart sogar Abartigkeit der Juristen die solche Entscheidungen treffen, teilweise auch noch mit abstrusen Rechtfertigungen.

                      Und das Recht kennt nur Schwarz und weiß, weil es auf Papier festgelegt ist, wenn etwas nicht dadrin steht hat es keine juristische Bedeutung. Falls ein fehlen auffällt passiert entweder gar nix oder man versucht jeden erdenklichen Weg zu nehmen...
                      Man darf aber erwägen zwischen mindest und maximale Strafe und das ist die Farbe die ich meine.
                      Du darfst gerne anders über das Recht denken, es meinetwegen als farbenfrohes Kunstwerk betrachten, is mir egal.

                      der nsu-prozess scheint vollkommen an ihm vorbeizugehen (ein beispiel von vielen).
                      Der NSU Prozess ist doch ein tolles Beispiel für das Versagen des Staates, bei präventiv und repressiv. Es ist schon traurig genug das der Staat bei den Ermittlungen so dermaßen versagt hat. Jetzt kann man eben noch einen Anklagen, juhuu tolle Gerechtigkeit für all die Familien. Von Tätern die Jahrelang von der Polizei und co aus Inkompetenz geschützt wurden.

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                        Zitat von Der Ollie
                        Hätte gedacht mein letzter Post rettet die Diskussion noch. Aber was will man hier schon erwarten. Schade, dass sowas in diesem Forum nicht mehr klappt.
                        Schade eigentlich. Wenn man dich, sekedow und Apfelholo liest, dann merkt man einfach, dass ihr in dieser Richtung gebildet seid.

                        Leider folgt diese Diskussion dem typischen Diskussionsverhalten. Jeder will seine Meinung besteuern, aber hinterfragen ist nicht.

                        Ich hab hier einige Systemkritiker herausgelesen und die verstehe ich am wenigsten. Natürlich passieren in der Justiz auch eine Menge Fehler.

                        Wenn man aber nur um 2 Ecken weiter denkt und mal "simuliert" was passieren würde, wenn Selbstjustiz gesellschaftlich akzeptiert werden würde...

                        Ich hoffe einfach mal darauf, dass in den nächsten 50 Jahren endlich mal wieder mehr in Bildung investiert wird und solche Diskussionen unseren Nachfahren großteils erspart bleiben.

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                          Das Thema ist der Klassiker. Wenn man nicht betroffen ist kann man natürlich nach Recht und Ordnung argumentieren. Ich persönlich halte das auch für richtig aber wenn man selbst betroffen ist wage ich zu vermuten, dass es ganz anders aussieht. Emotion schlägt Logik halt immer. Deswegen ist es auch gut, dass den Betroffenen keine Entscheidung über sowas treffen können. Allerdings frage ich mich regelmäßig wenn ein Serienstraftäter bei Freilauf oder auf Bewährung frei kommt wieder ein Verbrechen begeht wie die verantwortlichen Richter usw. reagieren würden bzw. denken wenn es die eigene Tochter/Sohn betreffen würde. Dann würde sich nämlich zeigen ob sie wirklich von der Rechtsprechung bzw. Gesetzteslage überzeugt sind.

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                            Definitiv. Allerdings nehmen sich die Anhänger von Selbstjustiz den Predigern von Recht und Ordnung nicht viel. Am Ende reagiert jeder anders, einfach schon weils diese "klassischen" Taten die hier ständig erwähnt werden, zumindest meistens nicht in dieser einfachen zu beurteilenden Form gibt.

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                              Der Fall Daschner hat doch gerade gezeigt, dass die Justiz in diesem Lande funktioniert. Ja, er wurde bestraft, aber bei der Strafzumessung wurden alle Umstände berücksichtigt und es wurde ein sehr ausgewogenes Urteil getroffen.

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                                Ich hoffe einfach mal darauf, dass in den nächsten 50 Jahren endlich mal wieder mehr in Bildung investiert wird und solche Diskussionen unseren Nachfahren großteils erspart bleiben.
                                Daran merkt man wie einige Menschen, das menschliche Wesen betrachten.
                                Man braucht nur genug Argumente reindrücken und dann klappt das schon.
                                Es wird schon seit Ewigkeiten über Justiz oder Strafen gestritten. Selbst große Köpfer unserer Geschichte geben nur eine mögliche Antwort, aber keine Absolute. Empfehle dir dazu mal den Beitrag auf Wikipedia über die verschiedenen Ansichten von bekannten Philosophen.
                                Daher Frage ich dich, was hat ganze mit großer mit super Bildung zutun?
                                Nur weil du sagst das Argument ist besser als das andere ist es deshalb nicht richtiger.

                                Das ist genauso als würdest du Kapitalisten die ganze Zeit mit neo Liberalismus kommen. Das einzige Ergebnis ist, die finden es toll.
                                Genauso wenn du Linke Gruppierungen etwas über Marx erzählst die finden es toll. Und alles ist Korrekt was er sagt.
                                Einfach zu sagen die Menschen sind ungebildet, ist so ziemlich das schlechteste was ich hier gelesen habe.
                                Du gehörst auch zu der Sorte der glaubt durch Bildung ist der Weltfrieden möglich.

                                P.S ich bestreite nicht das Ollie oder andere mehr Wissen zum Thema Recht haben. Allerdings geht es hier eher um philophische Fragen bzw mehr um den Menschen als ganzes und was Gerechtigkeit bedeutet. Nicht nur das reine Recht.

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