Zitat von buffy
Ankündigung
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Keine Ankündigung bisher.
Skrupel bei der Jobwahl
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Solange mich die Machenschaften des Konzerns nicht direkt direkt beeinflussen bzgl. Auswirkungen auf mein tägliches Leben haben sehe ich das gelassen.
Wichtigste ist in erster Linie das Gehalt bzw. Aufstiegs/Weiterbildungsmöglichkeiten, da kann man schonmal an anderen Ecken ein bisschen sparen.
Arbeitsumfeld muss aber natürlich auch passen.
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kommt natürlich auf die position an.Zitat von paparatziJetzt mal ohne Scheiß, würdet ihr für Geld nicht bei RM arbeiten? :D
Bin mir bei manchen nicht sicher, ob das ein Witz ist.
zu keiras anschlußfrage: ich würde definitiv mehr versuchen in den bereich business and human rights reinzukommen. leider sind die stellen, auf die ich mich aufgrund meiner qualifikation bewerben kann, nicht sehr interessant für mich. hatte mal ein cooles angebot für field investigator und supplychain, aber leider ist es daran gescheitert, dass ich keine anwaltszulassung in indien bekommen habe, obwohl ich das (recht einfachen) bar exam bestanden hatte. natürlich gute organisation mich erst mitmachen zu lassen und mich dann als ineligible zu erklären.
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Fällt mir schwer, darauf zu antworten. Wollte natürlich im Grunde echt nur provizieren und habe auch, vollkommen richtig erkannt, an dem Vergleich von ISP keinerlei Interesse (weil ich keinen verwende), aber so wie du es formuliert hast, widersprichst du dir halt. Hilft auch nix, wenn du mir Lesekompetenz oder ökonomisches Grundwissen absprechen willst.Zitat von s1lvLesekomptenz: 6.Zitat von VARMENDRION1&1 bietet also den besten Service ohne Gewinnabsicht. Wieder was gelernt
Auch wenn dein völlig provokanter Beitrag weder einen Funken ökonomisches Grundwissen noch generell Sinn besitzt:
Spoiler:
Es gibt 2 Bewegungen in einem Unternehmen, wie der 1&1: Den Bestand aktiver Verträge um jeden Preis zu erhöhen und der Rest des Unternehmens, der die Prozesse für den Kunden hin zur Aktivierung bzw. hin zur störungsfreien Leitung betreut. Der Auftrag der Mehrheit des Unternehmens ist es also sicherzustellen, dass Prozesse so gut funktionieren, dass Kunden zu uns wollen bzw. bleiben wollen. Und ich arbeite in einem Bereich, der u.a. die Schnittstellen zwischen Vertrieb/Produktmanagement und kaufmännischem Support darstellt. Sprich, wir werden häufig befragt, wie sich diese und jene Vertriebsentscheidung auf die Kundenzufriedenheit, etc. auswirkt. Für mich genau der Bereich, wo ich arbeiten möchte, weil unsere Bedenken in Richtung Kunden eben auch angehört werden. Man gewinnt nicht jeden Kampf, aber wir gewinnen viele Kämpfe und das ist mir wichtig.
Übrigens gab es zuletzt mehrere Tests, wo 1&1 den besten Service von den ISPs hatte :D aber gut, dass du das weder weißt, noch dass es dich interessiert, sagt dein Beitrag mit jedem Buchstaben aus.
Ich kenne unsere Gewinn-Margen Margen im DSL-Einkauf vs. DSL-Vertrieb. Du auch?Zitat von ncoleSpoiler:Zitat von s1lvBin völliger Überzeugungsarbeitnehmerin. Ich muss davon überzeugt sein, dass die Firma und damit auch mein Anteil helfen, für Kunden etwas besser zu machen. Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre. Das ist z.B. eine Branche, wo ich wohl kaum glücklich werden würde bzw. ich würde mich dort vermutlich gar nicht erst bewerben, außer man würde mir glaubhaft vermitteln, dass sie komplett anders agieren.Zitat von paparatziHallo Elite,
ich bin wieder neugierig und würde gerne von euch wissen, ob ihr Job-bedingt irgendwelche Skrupel hab.
Würdet ihr ggf. einen gut bezahlten Job nicht annehmen, weil ihr mit den Machenschaften und dem Image des Arbeitgebers nicht einher geht?
Oder vielleicht weil euer potenzieller Arbeitgeber Kunden hat die euch nicht passen?
In wie weit würdet ihr für Geld eure eigenen Ansichten im Job zurückschrauben?
Bin interessiert.
- papa
Aber Telekommunikationsdienste teurer zu vermarkten als nötig ist ok?
Nette Doppelmoral.
Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist, dass du sagst, du arbeitest im Kundenservice bzw. deine Arbeit hat damit zu tun, den Nutzen für den Kunden zu erhöhen. Das ist dir wichtig und darum hast du ein gutes Gefühl bei der Arbeit.
Das ist aber doch losgelöst vom Preis, den das eigentliche Produkt dann hat. Du reduzierst das hier auf DSL. 1&1 bietet nun aber mehr an als DSL-Verträge (wenn ich das jetzt nicht vollkommen falsch im Kopf hab). Meinetwegen mag es keine Marge beim Vertrieb von DSL-Leitungen geben und es darf gerne das größte Verlustgeschäft ever für 1&1 sein – das bedeutet dann trotzdem nicht, dass das Unternehmen andere Produkte nicht "teurer verkauft als es nötig wäre".
Und wenn du dann die Pharma-Industrie und ihre Mitarbeiter erst einmal so krass über einen Kamm scherst und kollektiv verurteilst, dann wundere dich nicht, wenn ich dir deine Doppelmoral am Beispiel deines Arbeitgebers aufzeige. Bestimmt machst du hervorragende Arbeit bei 1&1 und bringst deinen Kunden einen Vorteil, nichtsdestotrotz verfolgt das Unternehmen eine Gewinnabsicht und wird daher seine Produkte teurer verkaufen als es notwendig wäre. Ebenso wie bestimmt auch Produkte größer angepriesen werden als sie eigentlich sind.
Jetzt mag man darüber sinnieren, welche Marge noch angemessen und ist und wann Unternehmen ihre Kunden ausnehmen/ihre Hilflosigkeit ausnutzen – das hast du aber nicht gesagt :D Und auf mehr wollte ich mit meiner Pöbelei gar nicht hinaus :D
Mich würde jetzt allerdings mal ganz ehrlich interessieren, was eure Hauptunterstellung gegenüber Pharmaunternehmen ist. Hab mich damit so eingehend beschäftigt wie mit 1&1 aus demselben Grund: Bin kein Kunde und habe daher bisher kein Interesse gehabt.
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Hm, was dann mit Verlegung der Arbeit in Regionen mit niedrigeren Kosten fürs "Humankapital"? Da wird womöglich der Prozess als solcher nicht verbessert, aber billiger, und der Gewinn und die gezahlten Steuern gehen auch hoch. In der Theorie zumindest.Zitat von Der OllieIch ernenne mich mal kurz selbst zur Spokesperson der Moralfags.Zitat von michiSpoiler:bin da ehrlich gesagt ziemlich unbefangen, solang arbeitsumfeld und bezahlung stimmt. spätestens ab >500 mitarbeiter ist es eh so gut wie unmöglich, ein völlig moralisch "gutes" unternehmen zu finden. jedenfalls in der IT. ich entwickel software für unternehmen, die vorhandene prozesse optimiert und häufig geld einspart, statt mehr umsatz generiert.
wie sparen die unternehmen durch meine software einen großteil an geld? sie entlassen die mitarbeiter, die die arbeit vorher ineffiziente/kostenintensiverr gemacht haben und bin indirekt am jobverlust beteiligt.
ist das schon moralisch verwerflich für manche moralfgs hier?
Nein, dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Das ist eben der wirtschaftliche Fortschritt, den eine Gesellschaft ertragen muss und kann. Prozessoptimierung, die einhergeht mit Chancengleichheit und freier Bildung, ist wünschenswert. Und je mehr ein Unternehmen spart, desto mehr Umsatz kann generiert werden, desto mehr Steuern fließen/Arbeitsplätze entstehen/Wohlstand wird verbreitet.
Spoiler:
Moralfags sind nicht rückschrittig oder übertrieben sozialistisch. Zumindest begreife ich mich nicht so. Aber ich stehe zu einer gleichberechtigten, zwischen Arbeit und Leben ausgewogenen Gesellschaft, die die Umwelt schont und sich nicht auf Kosten anderer bereichert. Und genau das ist die Minimalvoraussetzung an mein zukünftiges Unternehmen.
//e: Achso und Respekt an noobhans. Wäre ich du, dann wäre ich jetzt wohl gebannt (berechtigt).
Würde der Moralfag dann auch Unternehmen wie Starbucks, Google oder Apple ausschließen, die Steuern sparen wollen (und das ist vllt noch viel zu nett ausgedrückt)?
E: Und um selbst noch etwas beizutragen. Ist natürlich auch ein Thema, über das ich nachdenke. Es gibt nunmal viele Unternehmen, die verwerfliche Sachen machen entgegen meiner Werte, auf der anderen Seite machen sie aber auch gute Sachen. Finde es sehr schwer, da eine Grenze zu ziehen, was noch okay ist und was zuviel.
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