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    #31
    Zitat von s1lv
    Zitat von paparatzi
    Hallo Elite,

    ich bin wieder neugierig und würde gerne von euch wissen, ob ihr Job-bedingt irgendwelche Skrupel hab.

    Würdet ihr ggf. einen gut bezahlten Job nicht annehmen, weil ihr mit den Machenschaften und dem Image des Arbeitgebers nicht einher geht?

    Oder vielleicht weil euer potenzieller Arbeitgeber Kunden hat die euch nicht passen?

    In wie weit würdet ihr für Geld eure eigenen Ansichten im Job zurückschrauben?

    Bin interessiert.

    - papa
    Bin völliger Überzeugungsarbeitnehmerin. Ich muss davon überzeugt sein, dass die Firma und damit auch mein Anteil helfen, für Kunden etwas besser zu machen. Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre. Das ist z.B. eine Branche, wo ich wohl kaum glücklich werden würde bzw. ich würde mich dort vermutlich gar nicht erst bewerben, außer man würde mir glaubhaft vermitteln, dass sie komplett anders agieren.
    Aber Telekommunikationsdienste teurer zu vermarkten als nötig ist ok?
    Nette Doppelmoral.

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      #32
      Zitat von ncole
      Zitat von s1lv
      Zitat von paparatzi
      Hallo Elite,

      ich bin wieder neugierig und würde gerne von euch wissen, ob ihr Job-bedingt irgendwelche Skrupel hab.

      Würdet ihr ggf. einen gut bezahlten Job nicht annehmen, weil ihr mit den Machenschaften und dem Image des Arbeitgebers nicht einher geht?

      Oder vielleicht weil euer potenzieller Arbeitgeber Kunden hat die euch nicht passen?

      In wie weit würdet ihr für Geld eure eigenen Ansichten im Job zurückschrauben?

      Bin interessiert.

      - papa
      Bin völliger Überzeugungsarbeitnehmerin. Ich muss davon überzeugt sein, dass die Firma und damit auch mein Anteil helfen, für Kunden etwas besser zu machen. Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre. Das ist z.B. eine Branche, wo ich wohl kaum glücklich werden würde bzw. ich würde mich dort vermutlich gar nicht erst bewerben, außer man würde mir glaubhaft vermitteln, dass sie komplett anders agieren.
      Aber Telekommunikationsdienste teurer zu vermarkten als nötig ist ok?
      Nette Doppelmoral.
      woher willst du wissen ob es teurer als nötig ist?

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        #33
        Zitat von krötenfresse
        Zitat von chilla
        hab vor kurzem ne Masterarbeit vom EWI über Erneuerbare Energien abgelehnt, weil sie Atomstromnah sind und meine Arbeit auch in die Richtung ausgelegt werden sollte. Zugegebenermaßen wurde mir die Entscheidung sehr leicht gemacht, weil ich auch n Angebot vom Fraunhofer habe. BTW CSB!
        gratz!

        Zitat von wmNzR
        Da ich da eh nichts dran ändern kann, ist mir tatsächlich, um ehrlich zu sein gänzlich egal.
        Das klingt traurig :( Sehe ich anders. Aber vielleicht bin ich einfach noch zu unerfahren/unrealistisch/idealistisch.
        Soll nicht altklug klingen, aber genau das könnte es sein.

        Ich bin knapp über 30 und habe mittlerweile in einige Unternehmen Einblick bekommen. Da war z.B. VW dabei, was nach aussen hin total super ist (Abgasgeschichte mal aussen vor), aber wenn man dann merkt wie krass der Betriebsrat dort ist und wie sehr die guten Leute darunter leiden, dass die schlechten immer durchgezogen werden müssen, dann macht mich das einfach betroffen. Kann den ein oder anderen verstehen, dass er dann auch weniger tut, weil das immer ein Kampf gegen Windmühlen ist.

        Nicht 100% ontopic aber ich finde so etwas einfach traurig

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          #34
          ich finde bei corporate social responsibility muss man schon sehr genau hinsehen, damit man nicht in einem corporate greenwashing projekt landet.

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            #35
            Der zweite Thread von dir, papa, bei dem ich als TE Vazy vermute. Ich mache mir langsam Sorgen!

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              #36
              Zitat von krötenfresse
              Zitat von s1lv
              Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre.
              Glaub mir, wenn es nur das wäre... In der Branche tut sich original die Hölle auf.

              e: Ohne Muschi sein zu wollen. Bin schon heulend von der Arbeit gekommen, nachdem ich Dinge erfahren habe (daran mitgewirkt habe ohne es zu wissen).
              rück raus mit den stories junge

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                #37
                Zitat von DerEchteLego
                Zitat von krötenfresse
                Zitat von wmNzR
                Da ich da eh nichts dran ändern kann, ist mir tatsächlich, um ehrlich zu sein gänzlich egal.
                Das klingt traurig :( Sehe ich anders. Aber vielleicht bin ich einfach noch zu unerfahren/unrealistisch/idealistisch.
                isso! aufwachen ! werd erwachsen !!!1!11einself

                mir ist es aber auch immer mehr egal. wenn die tätigkeiten passen, würd eich auch in ein "verwerfliches UN" gehen.
                Irgendwer macht es ja trotzdem. Dann kannst auch du derjenige sein, der davon profitiert. Habe zwar teilweise auch Bedenken bei einigen Sachen, aber wie gesagt: Irgendwer macht es trotzdem.

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                  #38
                  Zitat von VARMENDRION
                  1&1 bietet also den besten Service ohne Gewinnabsicht. Wieder was gelernt
                  Lesekomptenz: 6.

                  Auch wenn dein völlig provokanter Beitrag weder einen Funken ökonomisches Grundwissen noch generell Sinn besitzt:

                  Es gibt 2 Bewegungen in einem Unternehmen, wie der 1&1: Den Bestand aktiver Verträge um jeden Preis zu erhöhen und der Rest des Unternehmens, der die Prozesse für den Kunden hin zur Aktivierung bzw. hin zur störungsfreien Leitung betreut. Der Auftrag der Mehrheit des Unternehmens ist es also sicherzustellen, dass Prozesse so gut funktionieren, dass Kunden zu uns wollen bzw. bleiben wollen. Und ich arbeite in einem Bereich, der u.a. die Schnittstellen zwischen Vertrieb/Produktmanagement und kaufmännischem Support darstellt. Sprich, wir werden häufig befragt, wie sich diese und jene Vertriebsentscheidung auf die Kundenzufriedenheit, etc. auswirkt. Für mich genau der Bereich, wo ich arbeiten möchte, weil unsere Bedenken in Richtung Kunden eben auch angehört werden. Man gewinnt nicht jeden Kampf, aber wir gewinnen viele Kämpfe und das ist mir wichtig.

                  Übrigens gab es zuletzt mehrere Tests, wo 1&1 den besten Service von den ISPs hatte :D aber gut, dass du das weder weißt, noch dass es dich interessiert, sagt dein Beitrag mit jedem Buchstaben aus.

                  Zitat von ncole
                  Spoiler: 
                  Zitat von s1lv
                  Zitat von paparatzi
                  Hallo Elite,

                  ich bin wieder neugierig und würde gerne von euch wissen, ob ihr Job-bedingt irgendwelche Skrupel hab.

                  Würdet ihr ggf. einen gut bezahlten Job nicht annehmen, weil ihr mit den Machenschaften und dem Image des Arbeitgebers nicht einher geht?

                  Oder vielleicht weil euer potenzieller Arbeitgeber Kunden hat die euch nicht passen?

                  In wie weit würdet ihr für Geld eure eigenen Ansichten im Job zurückschrauben?

                  Bin interessiert.

                  - papa
                  Bin völliger Überzeugungsarbeitnehmerin. Ich muss davon überzeugt sein, dass die Firma und damit auch mein Anteil helfen, für Kunden etwas besser zu machen. Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre. Das ist z.B. eine Branche, wo ich wohl kaum glücklich werden würde bzw. ich würde mich dort vermutlich gar nicht erst bewerben, außer man würde mir glaubhaft vermitteln, dass sie komplett anders agieren.

                  Aber Telekommunikationsdienste teurer zu vermarkten als nötig ist ok?
                  Nette Doppelmoral.
                  Ich kenne unsere Gewinn-Margen Margen im DSL-Einkauf vs. DSL-Vertrieb. Du auch?

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                    #39
                    Zitat von OBVICIOUS
                    Zitat von krötenfresse
                    Zitat von s1lv
                    Ich könnte niemals z.B. in einer Pharmafirma arbeiten, bei der ich mithelfen soll, ein Medikament entweder als hilfreicher zu vermarkten, als es ist oder als teurer zu vermarkten, als es nötig wäre.
                    Glaub mir, wenn es nur das wäre... In der Branche tut sich original die Hölle auf.

                    e: Ohne Muschi sein zu wollen. Bin schon heulend von der Arbeit gekommen, nachdem ich Dinge erfahren habe (daran mitgewirkt habe ohne es zu wissen).
                    rück raus mit den stories junge
                    Nö, würde mich sonst strafbar machen. Sonst hätte ich die Stories schon an die BILD (xD) verkauft ;)

                    Aber abgesehen davon brauchs an dieser Stelle keine konkreten Beispiele, die meisten haben ohnehin ein negatives Bild von Pharma. Wollte damit nur nochmal unterstreichen, dass dieses Bild nichtmal über- sondern eher noch immer untertrieben ist.


                    Zitat von CR7
                    Irgendwer macht es ja trotzdem. Dann kannst auch du derjenige sein, der davon profitiert.
                    Wenn man keinen Bock auf Eigenverantwortung hat ist das ein super-universelles Gegenargument.


                    Spoiler: 
                    Wie gesagt, mir ist bewusst, dass sehr viel Idealismus in mir steckt. Vielleicht werde auch ich diesen irgendwann verlieren. Wenn man sich über Jahre/Jahrzehnte engagiert. Energie, Kraft und Zeit in Dinge steckt, die sich dadurch tatsächlich nicht einen Millimeter bewegen. Aber solange erfreue ich mich daran, an manchen moralischen Vergehen bewusst nicht teilzunehmen. Und wenn sich dadurch Missstände auch nur diesen einen Millimeter zum Besseren ändern, ist es mir aktuell Einschränkungen in meinem Alltag wert.

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                      #40
                      Zitat von krötenfresse
                      Zitat von CR7
                      Irgendwer macht es ja trotzdem. Dann kannst auch du derjenige sein, der davon profitiert.
                      Wenn man keinen Bock auf Eigenverantwortung hat ist das ein super-universelles Gegenargument.


                      Spoiler: 
                      Wie gesagt, mir ist bewusst, dass sehr viel Idealismus in mir steckt. Vielleicht werde auch ich diesen irgendwann verlieren. Wenn man sich über Jahre/Jahrzehnte engagiert. Energie, Kraft und Zeit in Dinge steckt, die sich dadurch tatsächlich nicht einen Millimeter bewegen. Aber solange erfreue ich mich daran, an manchen moralischen Vergehen bewusst nicht teilzunehmen. Und wenn sich dadurch Missstände auch nur diesen einen Millimeter zum Besseren ändern, ist es mir aktuell Einschränkungen in meinem Alltag wert.
                      Das ist bei mir nicht anders. Ich habe auch meine Ideale und habe über lange Zeit viel Zeit und Energie in Dinge gesteckt, für die ich mich einsetzen wollte. Ich mache das auch immer noch. Aber ich mache eben auch Dinge, die ich vor einigen Jahren vielleicht nicht gemacht hätte, weil ich sie für nicht richtig oder nicht förderlich erachte. Es ist ja nicht so als könnte ich diese Dinge verhindern, da es wie gesagt sonst einfach jemand anders macht. Das bedeutet ja nicht, dass ich durch die Gegend laufe und Leute schädige. Das heißt auch nicht, dass ich alles mitmache. Aber vermutlich mehr als früher.

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                        #41
                        Keine Ahnung über was ihr hier jetzt diskutiert, der eine redet vom Leid der "guten" Mitarbeiter, der andere von teurer als nötigen Produkten, der andere von Profitmaximierung durch Kinderarbeit.

                        Das sind natürlich schon deutliche Unterschiede und mir fällt schwer zu interpretieren auf was sich die Leute hier beziehen wenn es heißt "man kann ja eh nichts ändern", "irgendeiner machts ja eh" oder "Hauptsache Lohn & Arbeitskollegen stimmen".

                        Ja, es gibt keinen Menschen (bzw. Unternehmen) der "perfekt" moralisch handelt, aber das heißt ja noch lange nicht dass alles erlaubt ist.
                        Ich will gar keine konkrete Grenze ziehen ab wann Unmoral nicht mehr tolerierbar ist, aber sobald es z.B. in Richtung Bedrohung von anderen Menschenleben geht sollte eigentlich auch beim Letzten die Grenze erreicht sein, wer hier mit Scheinargumenten kommt wie oben hat nicht weniger als sein Gewissen verkauft und ist aktiver Unterstützer der Bedrohung/Ausbeutung, und eben nicht nur passiv wie es das "ich kann ja eh nichts ändern"-"Argument" erscheinen lässt.

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                          #42
                          Zitat von CR7
                          Das ist bei mir nicht anders. Ich habe auch meine Ideale und habe über lange Zeit viel Zeit und Energie in Dinge gesteckt, für die ich mich einsetzen wollte. Ich mache das auch immer noch. Aber ich mache eben auch Dinge, die ich vor einigen Jahren vielleicht nicht gemacht hätte, weil ich sie für nicht richtig oder nicht förderlich erachte. Es ist ja nicht so als könnte ich diese Dinge verhindern, da es wie gesagt sonst einfach jemand anders macht. Das bedeutet ja nicht, dass ich durch die Gegend laufe und Leute schädige. Das heißt auch nicht, dass ich alles mitmache. Aber vermutlich mehr als früher.
                          Beim Schreiben solcher posts musst Du doch merken, dass das totaler Selbstbetrug ist

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                            #43
                            Nö. Mir ist klar, dass ich früher einige Dinge anders gemacht hätte, aber das war's auch. Ideale sind schön und ich habe welche, aber sofern ich den Großteil dieser Ideale nicht 'zerstöre', kann ich damit leben.

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                              #44
                              Dann tut mir das sehr leid für dich

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                                #45
                                hab generell skrupel davor, nen job zu habeN

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