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    Zitat von der_finne Beitrag anzeigen

    Mal ganz ab davon wem die Bude gehört: Doch, die schaden Leuten (Angriffe auf Andersdenkende, random Sachschaden, etc.). Ich versuche immer erstmal alle Argumente anzuhören, aber da fällt es schwer, irgendwie Verständnis aufzubringen. Außerdem gilt wie immer "Don't hate the player, hate the system.". Der Padovicz bewegt sich ja scheinbar im Rahmen des rechtlich erlaubten. Persönlich find ich den Typen bzw. seine Unternehmensgruppe auch scheiße, würde dem aber nicht Steine an den Kopf werfen.

    Die Jungs in der Doku, die das Gewaltpotential aus dem Haus leugnen, kann man leider auch nicht ernst nehmen. "Höhö, keine Ahnung was mit den Steinen passiert, wir pflastern damit den Innenhof heheheh."
    Da bin ich skeptisch. Vermutlich gibt es dafür keine Quelle? Und ich meine nicht "da ist ein Schaden entstanden - das waren Linke" sondern "da ist durch diese Hausbesetzer ein Schaden entstanden"?

    Natürlich hast du in dem Umfeld ein breites Spektrum und mit Sicherheit auch gefährliche Leute in der Szene. Das darf nicht sein, da muss man gegen vorgehen. Diese Räumung trägt in dieser Richtung nichts bei. Die Leute sind noch da. Die Leute sind noch wie sie sind.

    Worum es mir geht: Hier wurde wiederholt vom armen, armen Besitzer gesprochen. Ich bin unsicher ob man die fragwürdigen Interessen eines Padovicz-Konglomerats mit massiven Polizeieinsatz durchsetzen sollte.

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      Zitat von panda yo Beitrag anzeigen
      Wurde doch schon auf Twitter verwiesen, wo man sich L34 anschauen kann, bevor es geräumt wurde. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
      habe die Twitterbilder gesehen - mir war schon klar, dass die Bilder teils Fake waren und teils übertrieben dargestellt wurden, vor allem nach so einer Räumung. Die gezeigten Bilder und gegebenen Informationen helfen da aber nur geringfügig, alleine 40 Hunde in der Hütte?! Okay.

      @noobhans: Nö, nicht Perlen vor die Säue. Hat mich wirklich interessiert. Ich verstehe ja, dass es Menschen gibt, die die "Gepflogenheiten" in Bezug auf Wohnraum ablehnen. Auch ich finde, dass 100. Edelstudentenwohnheim oder 1 Mio Quadratmeter Bürofläche in meiner Stadt schwachsinnig, wenn ich sehe, dass Studenten gleichzeitig unter Brücken campen, weil sie keine Unterkunft finden.

      Ich denke nur, dass es da andere Formen des Protests geben sollte, als den wir eben gerade gesehen haben. So 100% friedlich, wie das hier abgetan wird, war es eben nicht. So richtig vorbildlich haben sich die Bewohner auch nicht verhalten. Die Räumung kam auch nicht überraschend. Mich hat daher interessiert, ob es auch positive Beispiele gibt.

      Ich möchte da auch nicht überspitzt argumentieren. Aber mit "extremer Form des Protests", mit dem das hier teilweise legitimiert wird, kann man eben viel legitimieren. Mich würde wirklich interessieren, wo hier andere die Grenzen sehen.

      Zitat von Schmetterling Beitrag anzeigen
      Worum es mir geht: Hier wurde wiederholt vom armen, armen Besitzer gesprochen. Ich bin unsicher ob man die fragwürdigen Interessen eines Padovicz-Konglomerats mit massiven Polizeieinsatz durchsetzen sollte.
      Sollten vor dem Gesetz nicht alle gleich sein? Meine Oma hatte z.B. auch schon Mietnomaden in ihrer 3 Zimmer Butze, die von denen als Streichelzoo und Graffiti-Höhle benutzt wurde. Ist das nun auch extremer Protest gewesen oder war da die Räumung okay?
      Zuletzt geändert von AchimLuschet; 14.10.2020, 11:37.

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        einige posts hier sollte man direkt an den staatsschutz weiterleiten

        unfassbar teilweise

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          Zitat von pHNM Beitrag anzeigen

          sachbeschädigung und vertragsbruch sind keine "zu respektierenden meinungen", sondern straftaten. was das mit demokratie zu tun haben soll, ist mir schleierhaft.

          und bevor wir uns hier falsch verstehen: ich ordne mich selbst auch eher links-grün versifft ein.
          Ja, für mich halt legitim. Wolltest es ja hören.

          ​​​​​​Wie vor 3 Seiten schon gesagt, der Diskurs hat einfach keinen Mehrwert im Internet. Ich repektiere Hans für die Mühe und Akribie, aber es gibt einen Grund warum ich seit 10 Jahren nicht mehr in die Weltgeschenssektion schaue.

          ​​​​​​Sprecht mich gern auf der nächsten JHV aufs Thema an.

          Ich bleibe ne angepasste Zecke. :P

          Kommentar


            Zitat von sOdaH Beitrag anzeigen
            Sollten vor dem Gesetz nicht alle gleich sein? Meine Oma hatte z.B. auch schon Mietnomaden in ihrer 3 Zimmer Butze, die von denen als Streichelzoo und Graffiti-Höhle benutzt wurde. Ist das nun auch extremer Protest gewesen oder war da die Räumung okay?
            Hat deine Oma euer halbes Dorf aufgekauft, die entsprechenden Wohneinheiten entmietet, mit staatlichen Mitteln dürftig renoviet? Waren das ihre Mittel um auf dem Rücken eurer Dorfgemeinschaft fett abzukassieren? Falls dem so ist, sollten zunächst ihre Machenschaften durchleuchtet werden. Wenn sie aktiv Wohnraum in eurem Dorf vernichtet hat, dann ist der Protest der Mieter ein Symptom und nicht die Wurzel allen Übels (= deine Oma).

            Andernfalls war die Räumung aus meiner Sicht iO.

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              mit extrem linken und rechten hat ein diskurs eigentlich nie einen sinn, da es beide seiten mit gesetzen und abmachung nicht so genau nehmen, aber die opferkarte wird sofort gezückt und geweint

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                Zitat von noobhans Beitrag anzeigen

                Nee, da hast du was grundlegend falsch verstanden. Ich erwähne ja explizit Aktivismus als reformistischen Ansatz, also "kämpfen für eine bessere Welt" über den Weg der Institutionen.
                Ist für mich aber der völlig falsche Ansatz. Man muss versuchen Akzeptanz in der breiten Bevölkerung zu schaffen, für ein Miteinander, nur so kann man "Für eine bessere Welt" kämpfen. Das aktuelle Vorgehen ist eher ziemlich egoistisch und man betrachtet nur sich selbst. Nur die eigene Position ist die einzig Wahre. Das hat nichts mit einem Kampf für eine bessere Welt zu tun. Man schürt nur Wut und Hass, selbst in Leipzig verliert die linke Szene immer mehr an Zustimmung. Wie sagt man so schön.. Das Ziel rechtfertiget nicht die Mittel!
                Zuletzt geändert von Trollface1337; 14.10.2020, 11:52.

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                  Zitat von Schmetterling Beitrag anzeigen

                  Hat deine Oma euer halbes Dorf aufgekauft, die entsprechenden Wohneinheiten entmietet, mit staatlichen Mitteln dürftig renoviet? Waren das ihre Mittel um auf dem Rücken eurer Dorfgemeinschaft fett abzukassieren? Falls dem so ist, sollten zunächst ihre Machenschaften durchleuchtet werden. Wenn sie aktiv Wohnraum in eurem Dorf vernichtet hat, dann ist der Protest der Mieter ein Symptom und nicht die Wurzel allen Übels (= deine Oma).

                  Andernfalls war die Räumung aus meiner Sicht iO.
                  Natürlich hat sie das nicht. Allerdings spielen alle Faktoren, die du da beschrieben hast, keine Rolle, sollten sie sich in einem rechtlichen Rahmen bewegen. Wenn nein, gibts dagegen Rechtsmittel. Ein (vermeintlich) random Haus zu zerstören und zu belagern gehört nicht dazu. Die eigenen Verfehlungen mit den Verfehlungen anderer zu rechtfertigen ist äußerst fragwürdig.

                  /e: siehe was Trollface sagt.

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                    Zitat von nudel Beitrag anzeigen

                    Ja, für mich halt legitim. Wolltest es ja hören.

                    ​​​​​​Wie vor 3 Seiten schon gesagt, der Diskurs hat einfach keinen Mehrwert im Internet. Ich repektiere Hans für die Mühe und Akribie, aber es gibt einen Grund warum ich seit 10 Jahren nicht mehr in die Weltgeschenssektion schaue.

                    ​​​​​​Sprecht mich gern auf der nächsten JHV aufs Thema an.

                    Ich bleibe ne angepasste Zecke. :P
                    mich würds halt echt interessieren :>

                    Kommentar


                      Zitat von Dr. Wok Beitrag anzeigen
                      mich würds halt echt interessieren :>
                      Dann musst du wohl mit deinem R8 auf die nächste JHV kommen

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                        peter fox wohnt auch in ner genossenschaft, habt mal 1 wenig respekt!

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                          Zitat von LORD Beitrag anzeigen
                          peter fox wohnt auch in ner genossenschaft, habt mal 1 wenig respekt!
                          kann menschen, die vom kapitalismus profitieren, einfach nicht als linke ernst nehmen. tagsüber als consultant abkassieren, nach feierabend dann gegen das eigene geschäftssystem auf die straße XD

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                            Zitat von sOdaH Beitrag anzeigen

                            kann menschen, die vom kapitalismus profitieren, einfach nicht als linke ernst nehmen. tagsüber als consultant abkassieren, nach feierabend dann gegen das eigene geschäftssystem auf die straße XD
                            sollte tagsüber lieber n haus besetzen wa?

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                              Zitat von Trollface1337 Beitrag anzeigen

                              Ist für mich aber der völlig falsche Ansatz. Man muss versuchen Akzeptanz in der breiten Bevölkerung zu schaffen, für ein Miteinander, nur so kann man "Für eine bessere Welt" kämpfen. Das aktuelle Vorgehen ist eher ziemlich egoistisch und man betrachtet nur sich selbst. Nur die eigene Position ist die einzig Wahre. Das hat nichts mit einem Kampf für eine bessere Welt zu tun. Man schürt nur Wut und Hass, selbst in Leipzig verliert die linke Szene immer mehr an Zustimmung. Wie sagt man so schön.. Das Ziel rechtfertiget nicht die Mittel!
                              Sorry, aber da reden wir immernoch aneinander vorbei. Dein erster Absatz beschreibt in etwa, was man unter Aktivismus versteht. Dazu gibt es aktuelle Beispiele, etwa den Mietendeckel in Berlin, oder Initiativen wie "dw enteignen". Es gibt aber auch in der Geschichte Beispiele wo das geklappt hat, etwa in der Anti-Atomkraft-Bewegung (die allerdings auch eine militante Komponente hatte), die sich in u.a. in Form der Grünen auch institutionalisiert hatte. Das sollte, wenn ich dich richtig einordne, schon der richtige Weg für dich sein und nicht "der völlig falsche Ansatz". Da geht es nämlich um Mehrheiten, Gesetzte, Initiaven, Parteien und so weiter.
                              Google bitte mal nach "Reformismus vs Revolution", wenn dich das interessiert..
                              "Das aktuelle Vorgehen" gibt es so überhaupt nicht, weil "die linke Szene" in erster Linie ein ziemlich zerstrittener Haufen ist, der nur in wenigen Punkten einen Konsens gefunden hat.

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                                Zitat von sOdaH Beitrag anzeigen
                                Natürlich hat sie das nicht. Allerdings spielen alle Faktoren, die du da beschrieben hast, keine Rolle, sollten sie sich in einem rechtlichen Rahmen bewegen. Wenn nein, gibts dagegen Rechtsmittel. Ein (vermeintlich) random Haus zu zerstören und zu belagern gehört nicht dazu. Die eigenen Verfehlungen mit den Verfehlungen anderer zu rechtfertigen ist äußerst fragwürdig.

                                /e: siehe was Trollface sagt.
                                Ja, das ist Fakt und und das will ich auch nicht wegargumentieren. Ich hatte versucht meine Sicht anhand deines Oma-Beispiels klar zu machen. Ich glaube, dass Padovicz und Co. durch ihre Machenschaften
                                1.) der Gesellschaft mehr schaden als die Hausbesetzer und
                                2.) direkt und unmittelbar zum Besetzen von Häusern beitragen.

                                Klar kann man da 1000 Bullen hinschicken, die den Laden leer machen. Aus rechtlicher Sicht ist damit alles knorke. Faktisch hat man aber für niemanden etwas verbessert. Der Einsatz geht auf deinen und meinen Nacken.

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