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No offense und dein Mitgefühl für die niederen Gehaltsklassen in allen Ehren, aber ich bleibe dabei: Du setzt die Prioritäten falsch bzw. verallgemeinerst sie falsch. Ein-, zweimal im Jahr exotischen Urlaub machen zu können ist nicht die einzige Definition eines glücklichen Lebens.
Als Gegenbeispiel konkret auf den Urlaub bezogen: Wir machen meistens in 'ner größeren Gruppe Urlaub und mieten für zwei Wochen irgendwo in der Pampa ein eher mittelluxoriöses Haus und Abfahrt. Kostet nicht viel, und ist mir deutlich lieber als exotische Dörfer in Thailand zu besichtigen. Oder wir gehen irgendwo in 'ner Gruppe paddeln oder mieten ein Floß. Muss nicht deine Vorstellung von Urlaub sein, aber funktioniert super auch mit weniger Geld und macht Spaß.
Ich für meinen Geschmack würde eher sagen: Wenn mein Urlaub die Hightlights in mein Leben bringen soll, dann sollte ich mein Leben überdenken. Und wenn mein Urlaub mich für meine Arbeit entschädigen muss, dann meine Berufswahl.
Oh, und 6k (bzw. 3k pP) sind schon ziemlich fett. Habe nur wenige Leute in meinem Bekanntenkreis, die entsprechend verdienen. Und ja, als alter Linker bin ich auch für eine gerechtere Einkommensverteilung, selbst wenn ich von der nicht profitiere. Aber das hat irgendwie mit deinem Bild von Lebensglück wenig zu tun.
@keira: Keine Ahnung, was du mir sagen willst. :D
Mein Urlaub entschädigt mich nicht für meine Arbeit und mein Leben ist auch so schön. Trotzdem sind schöne Reisen einfach ein Highlight. Kann sein dass du sowas nicht nachvollziehen kannst, wenn du noch nie wirklich mal 4 Wochen Neuseeland zb gemacht hast. Daran erinnere ich mich einfach ewig und nicht an eine floßfahrt 100 km von meiner Haustür entfernt. Da ist dann halt jeder anders aber ich möchte am Ende meines Lebens an solche großen Reisen denken, weil sie mir einfach richtig viel geben.
Wie viel scheiße hier einfach gelabert wird.
Und wie man sich mit 6k Netto Einkommen mit ca. 30 (gehe ich mal von aus) nicht ein Haus leisten kann, geht nicht in meinen Kopf. Was macht ihr sonst im Monat? 20x Auswärts essen? Da kannst selbst noch einiges an die Seite legen pro Monat
Leisten geht schon nur ist es super teuer einfach. Kaufst halt für ne halbe Million ein Reihenhaus. Das ist schon heftig finde ich.
Ich würde die Lebensqualität weniger an der Anzahl der Urlaube bemessen, sondern eher wie meine Arbeit gewürdigt und entlohnt wird und ob der Aufwand im Verhältnis zum Entgelt steht. Zurzeit buckeln sich viele mit unbezahlten Überstunden den Rücken krumm und haben am Ende des Monats bissl mehr als 1000 Euro übrig. Je nach Wohnung und Wohnort bleibt nach der Miete nicht mehr allzu viel Spaß übrig. Ganz zu schweigen davon, wenn man Kinder hat.
Viele Leute arbeiten, um von Monat zu Monat irgendwie überleben zu können und das finde ich brutal und falsch. Gerade wenn es Branchen sind, die benötigt werden, damit die Maschine weiterläuft.
Ein Hauskauf/bau ist auch eher Luxus und bringt in den meisten Fällen kaum Rendite auf das eigene Leben hochgerechnet. Vor allem wenn man es durch Fremdkapital finanziert hat und teuer (vor allem im Moment) bauen lässt.
Wer für das Alter vorsorgen will, der sollte sein Geld eher mal clever anlegen statt sich ein Haus zu bauen/kaufen.
Was ich aber sehr interessant finde, und da verstehe ich Paul schon, ist dass wir Deutschen kaum Vermögen besitzen, im Vergleich also sogar "ärmer" als Italiener, Spanier, Griechen sind.
Das liegt an unserer netten Politik, die leider Einkommen extrem hart besteuert, ich meine mit 3k ist man nicht unbedingt reich, zahlt aber schon den max. Steuersatz. Im Gegensatz dazu, bleiben Vermögen unbesteuert :(
Zweitens sind die Vermögen dann geringer, wenn größere Ersparnisse angesichts der guten institutionellen Rahmenbedingungen und der sozialen Absicherung gar nicht mehr so nötig sind. Abgesehen von den Superreichen ist Vermögen kaum Selbstzweck, sondern vor allem Vorsorge. Im Sozialstaat ist die Ausbildung der Kinder jedoch kostenlos, und die Bewohner sind gegen die meisten Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit, Alter oder Tod gut versichert. Müssten wir ohne diese Versicherungen auskommen, wären wir gezwungen, nur schon für den Invaliditätsfall mehrere Jahreslöhne als Puffer auf die hohe Kante zu legen.
Vereinfacht gesagt: Wir müssen als Deutsche nicht so zwanghaft Vermögen bilden wie ärmere Länder auf Grund des Sozialstaats und darüber hinaus wäre es klug all die Ansprüche, die man irgendwann mal bekommt in die heutige Beurteilung der Unterschiede einfließen zu lassen
Wenn harald über "Gerade wenn es Branchen sind, die benötigt werden, damit die Maschine weiterläuft." redet, sehe ich da eher nicht die 3K Netto Jobs sondern viele die weitaus weniger haben. Und da der Anspruch zwei exotische Reisen pro Jahr und eine Haus in guter Lage eher ein weit entfernter Traum sind. Ja das ist tatsächlich ein Problem.
Klick mal auf die erste Grafik, sind irgendwie zwei Grafiken im selben Link, sorry.
ah. da gehts aber um finanzvermögen. da des deutschen liebste anlage die immobilie ist, hätte ich uns da auch nicht weit vorne erwartet. hierzulande hält doch die minderheit aktien o.ä.
Wenn harald über "Gerade wenn es Branchen sind, die benötigt werden, damit die Maschine weiterläuft." redet, sehe ich da eher nicht die 3K Netto Jobs sondern viele die weitaus weniger haben. Und da der Anspruch zwei exotische Reisen pro Jahr und eine Haus in guter Lage eher ein weit entfernter Traum sind. Ja das ist tatsächlich ein Problem.
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