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Nagut, wenn du die Preise realistisch findest kommen wir hier nicht zusammen.
realistisch ist ein interessantes Wort in dem Zusammenhang. Die Preise sind real und damit auch realistisch. Ein Preis ist ja die Übereinkunft von Zahlungsbereitschaft des Kunden und Zahlungserwartung des Verkäufers. Das der (quasi) ungebremste Markt hier zu einem gesamtgesellschaftlich unerwünschten Ergebnis führt ist jedoch genauso klar. Ergo muss also ein wirksamer Rahmen her. Um den abstecken zu können brauchen wir jedoch erstmal eine überprüfbare Zielgröße und deren Definition fällt mir ehrlich gesagt schwer.
Regulierungssysteme sind wiederum vielfältig denkbar. Feste Preisobergrenzen zum Beispiel. Natürlich ist auch eine Rendite-Regulierung möglich: z.B. Rendite bei Nutzungsdauer von X Jahren maximal Y%.
Es müssten schlichtweg gesetzte strenger eingehalten werden und sich drum gekümmert werden, dass bei neubauten-vergabe tatsächlich mal baugenossenschaften mit dem besten angebot für bezahlbaren-wohnraum den zuschlag bekommen.
Und nicht wie in Regensburg der Spezel vom Bürgermeister der ihm dann ne halbe mille zusteckt dafür. Sitzt btw genau für so ne kacke jetzt im Knast. Vor ca. nem Jahr passiert. War sogar schön in der nationalen presse. Polizei hat ihn schön ausm Bürgermeisterbüro abgeholt quasi.
Mal davon abgesehen kann man doch beschreiben, wieso die momentane situation beschissen ist. Man muss als Laie ja nicht für alles einen Lösungsansatz haben und nur dann ist kritik angebracht. Dafür gibt es experten die sich mit den wirtschaftlichen auswirkungen von mietschranken etc genauer auskennen.
Es geht ja einfach nur darum, dass du hier was laberst von wegen - naja mieten gehen halt hoch, ist fair weil Nachfrage/angebot. Wems nicht passt soll halt fahrrad fahren.
Und dann leuten mit lächerlicher polemik vorwerfen dass sie nur stinkig sind weil ihre mieten nicht kostenlos sind macht das ganze halt auch nicht wirklich "fruchtbarer"
es müssten grundstücke entwertet /ganz neu bewertet und runtergestuft werden damit es überhaupt möglich wäre häuser und wohnungen zu "fairen preisen" anzubieten - und das kann in einem kapitalistischen land nicht einfach so passieren .. lieber die enteignung fordern :mond:
hab ja auch nie gesagt es ist gut wie es ist es soll so bleiben - aber so wie es sich die nudel vorstellt ist es einfach nicht umsetzbar - alsob es hier 10 wege gäbe aus denen man nur auswählen bräuchte..
/E
die diskussion hier ist viel interessanter als der ölunfall vor 9 jahren den ich mir gerade reinfahren muss wo wir morgen einen ortstermin haben >_> :D hab fast noch nix geschafft
in der DDR hat man bis zum Ende für eine 4 Zi.Whg. (75qm²) 75 MARK !!! + Genossenschaftsanteile bezahlt.
Zwar lag das EInkommen im Durchschnitt bei 500-600 Mark, aber das waren mal Mietpreise.
das problem mit immobilien ist halt, dass ich sie nicht als reine kapitalanlage sehe, in gewisser weise ist es eine grundgesetzliche ungerechtigkeit, wenn jemand der voll arbeitet, wegen seines lohnes aufs land ziehen muss oder omi pünktlich zur rente ins "ghetto" ziehen muss
eventuell könnte man ja auch einen ansatz verfolgen, dass man sich mit der miete eben anteile am haus kauft?
finde ich für firmen auch ein interessanten ansatz, wenn mitarbeiter aktien zur einstellung kriegen und direkt an gewinnen beteiligt würden
das problem mit immobilien ist halt, dass ich sie nicht als reine kapitalanlage sehe, in gewisser weise ist es eine grundgesetzliche ungerechtigkeit, wenn jemand der voll arbeitet, wegen seines lohnes aufs land ziehen muss oder omi pünktlich zu rente ins "ghetto" ziehen muss
da würde dir wohl nie jemand widersprechen wobei das in sich selbst unglaublich komplexe themen sind die eigene threads für sich bräuchten .. renten und altersarmut + vollzeit arbeit zum mindestlohn sind keine ursachen die in verbindung mit immobilienpreisen stehen sondern sind eigene brennpunkte..
eventuell könnte man ja auch einen ansatz verfolgen, dass man sich mit der miete eben anteile am haus kauft?
Das wär nur bei sozialem Wohnungsbau möglich, da sich da kein Privateigentümer drauf einlassen würde und wie alle wissen gibt es eh nicht genügend Sozialwohnungen.
Gut, dann sind wir am Ende doch bei der Systemfrage gelandet, was ich vermeiden wollte. Mal wieder eine Stelle an der der Kapitalismus schlichtweg versagt.
in der DDR hat man bis zum Ende für eine 4 Zi.Whg. (75qm²) 75 MARK !!! + Genossenschaftsanteile bezahlt.
Zwar lag das EInkommen im Durchschnitt bei 500-600 Mark, aber das waren mal Mietpreise.
Ich würde noch einen weiteren Punkt in die Diskussion einführen wollen:
Wohnfläsche und Land gehörten zu DDR-Zeiten größtenteils der Gemeinschaft, d.h. im Moment entsteht in den neuen Bundesländern die erste Generation, welche tatsächelich "etwas" erben kann bzw. etwas zu vererben hat. In den alten Bundesländern sind wir mittlerweile schon in der 2. / 3. Erbgeneration. Das macht es für die Betroffenen natürlich weitaus leicherter Projekte wie Wohnungskauf, Hausbau, Studiumsfinanzierung oder andere größere Anschaffungen finanziell in Angriff zu nehmen. Steigende Miet- bzw. Grundpreise wirken sich ggf. auch weniger aus, da die eigenen im Besitz befindlichen Objekte gleichzeitig ebenfalls im Wert steigen sollten.
Wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege, lasse ich mich auch gern eines besseren belehren 8)
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