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Berufliche Zukunft - Zweitstudium Jura

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    #31
    Meine Frau hatte damals schon im ersten Studium gemerkt, dass das nicht das richtige für sie ist. Nach erfolgreichem Studium und 10 Jahren arbeiten hat sie dann mit 30 gekündigt und nochmal studiert.
    Sie macht gerade ihren Bachelor, hat schon die Mastergarantie (hat schon 2 Module vorgezogen) und will an der Uni noch ihren Doktor machen.
    Also mit 24 ist das noch locker drin, sie hat den Schritt mit 30 gewagt. Ihre Eltern waren sehr skeptisch. Aber ich hab ihr immer gesagt, dass sie es machen soll, ich steh ihr schon bei und fütter uns beide durch. Bisher klappt alles. Haben jetzt ein Haus in der Nähe meiner Arbeit und ihrer Uni gebaut. Also noch bereut keiner was.

    Ich würde dir raten es zu machen!

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      #32
      zweites Studium? Sicher. Aber warum Jura? Mach was Ehrliches, wie aufn Strich gehen oder Putzen.

      Mal im Ernst:
      Meine Angetraute hat Physik studiert, weil in der Schule nen Lehrer gehabt, ders drauf hatte auch komplizierte Themen rüberzubringen. Studium fand sie intererssant, aber als es dann an die Diplomarbeit ging, wars damit vorbei. Tagelang in nem dunklen Labor vor nem Laser sitzen und Messen, Zahlenreihen durchrechnen und wieder von vorn. Da wär sie fast durchgedreht. Sie hats zwar durchgezogen und hat sich das Diplom mit ner Bestnote eingekrallt, aber die Verzweiflung war groß, weil was macht man jetzt mit dem wissenschaftlichen Studium, wenn man wirkliche "Wissenschaft" also vor nem Versuchsaufbau kellern etc nicht leiden kann.
      Mittlerweile ist sie ins Management von ner großen Firma eingestiegen und damit glücklich. Viel mit Leuten zu tun, ne Menge organisieren, null kellern. Vom Studium sagt sie, hat sie aber die Art an Probleme ranzugehen. Seh ich...

      Lass dir durch den Kopf gehen, wo deine Stärken sind, was du gerne machst. Was magst du an deinem momentanen Job, was nicht. Eventuell lohnt sich der Schritt vom Techniker zum Projektmanager oder mehr so in Richtung der Organisator-Schiene.
      Der Schritt von E-Technik auf Jura ist schon ein großer. Das Studium ist heftig und zu einem guten Teil trocken wie die Wüste. Will also gut überlegt sein, für sowas muss man meiner Meinung nach echt der Mensch sein. Überleg dir, was an Jura dich reizt. Behalt auch im Hinterkopf, dass du Jura eventuell etwas idealisiert siehst, weil dein momentaner Job dich anbricht.
      Womit du aber auf jedne Fall Recht hast, ist: Wenn dein Job dir nicht passt, dann wirds Zeit für eine Veränderung. Das Leben ist zu kurz bzw das Arbeitsleben zu lang um jeden Tag was zu tun, was einem auf die Eier geht.

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        #33
        achso und solltest du dich für das studium entscheiden, werde ich dir ein skype-gespräch aufzwingen, was arbeits-, struktur- und lernmethoden von den ersten semestern bis zur examensvorbereitung angeht und beantwortet auch gern alle sonstigen fragen. mit der richtigen methode verringert man das frustpotential schonmal erheblich.

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          #34
          Ich würde mich erstmal einschreiben. Exmatrikulieren kannst du dich dann immernoch und wenn die Uni kulant ist bekommst du sogar noch die Studiengebühren zurück. Wenn nicht hast du 200-300€ in den Sand gesetzt, das wirst du wohl verkraften können, oder?

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            #35
            Nochmal so lange studieren ? Und dann auch noch sowas krankes wie Jura? Also für Jura muss man schon nen leichten Schaden haben, um das durchzuziehen. Was die sich an Stoff reinballern müssen, is nicht normal. Für mich wär das nix.

            Hast du mal nachgedacht, einfach beruflich was zu ändern ? Eigene Firma oder Imker, oder Förster oder sich einfach mal "fachfremd" bewerben ? Kenne Leute, die haben Soziologie studiert und sind jetzt Kameramann (ohne zusätzliche Ausbildung wohl gemerkt). Ich mein, so ein Diplom sagt den Arbeitgebern doch schonmal "der Junge kann was und ist selbstständig lernfähig".

            Oder ins Ausland? In Asien freuen sie sich über deutsche Ingenieure! Irgendwo, wo's schön Strand und gutes Essen gibt! Und wo der Lebensunterhalt so günstig ist, dass du jeden Monat nen tausender zurücklegen kannst.

            Oder versuchen, auf 30Stunden runter zu gehen und einfach mehr vom Leben haben. Ka, kommt natürlich alles auf deine finanziellen Vorstellungen drauf an. Aber du hörst dich so an, als ob dir der Spaß am Leben wichtiger ist, als $$$$

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              #36
              Hast du dir das mit dem Patentanwalt mal überlegt?

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                #37
                Zitat von Justus
                achso und solltest du dich für das studium entscheiden, werde ich dir ein skype-gespräch aufzwingen, was arbeits-, struktur- und lernmethoden von den ersten semestern bis zur examensvorbereitung angeht und beantwortet auch gern alle sonstigen fragen. mit der richtigen methode verringert man das frustpotential schonmal erheblich.
                yt video pls x(

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                  #38
                  Also grundsätzlich spricht nichts dagegen nochmal zu studieren. Im schlimmsten Fall lässt du es halt bleiben und arbeitet wieder. Fuck durchfrisierte Biographie. Du hast auch den unschätzbaren Vorteil, dass du nicht diesen kranken Druck hast, im Zweifel nach 5 Jahren Studium nur mit einem Abi in der Hand dazustehen.

                  Das Grundstudium kann man auch gut mit Arbeit verbinden, wenn man wirklich will. Das ist aber hart und erfordert ein wenig Disziplin. Aber wie max schon gesagt hat: die meisten verballern ihre Zeit mit chillen und feiern. Ich habe die ersten 4 Semester quasi gar nichts gemacht. Man kann also, wenn man es ein wenig plant, auf jeden Fall nebenher arbeiten. Was meiner Einschätzung nach auf keinen Fall funktionieren wird, ist die Examensvorbereitung und Beruf. Und da ist gar nicht mal die Zeit das Problem, sondern die Psyche. Und unterschätze nicht, wie abartig lange es dauert bis du so ein ganz kleines Licht am Ende des Tunnels siehst. Man glaubt nicht, wie belastend die Dauer des Studiums sein kann.

                  Und vergiss auch nicht, dass dir ein 4-Punkte-Abschluss i.d.R. (Ausnahmen soll es gegeben haben) quasi nichts bringt. Da muss ich flex recht geben. Es hilft dir hier herzlich wenig mit erfolgreichen Juristen zu sprechen, Stichwort Survivorship bias.

                  Kurz zum Lernen: fang früh an und mach kontinuierlich was, dann wird dir nichts passieren. Und verlass dich nicht auf vorgefertigte Lernmethoden. Jeder hat seine eigene Art zu lernen. Worauf du dich aber einstellen musst, egal wie du lernst, ist, dass du viel lesen, schreiben und wiederholen musst. Für Tipps zum Lernen allgemein solltest du dich an Justus wenden, ich glaube, der hat das ganze perfektioniert.

                  Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn du dich für Jura entscheidest.

                  /e weil max es angesprochen hat: du brauchst keine besonderen Fähigkeiten für ein erfolgreiches Jurastudium (beruflicher Werdegang erstmal ausgenommen). Du kannst dir nicht vorstellen, was für völlig retadierte Vollidioten ein gutes Examen bekommen haben. Die sind die personifizierte Einfältigkeit und kriegen normalerweise keinen vernünftigen Satz raus, hauen aber trotzdem 9 Pkt. raus. Es schadet natürlich nicht, wenn du lesen und schreiben kannst.
                  Mit Profs. zu reden halte ich überflüssig. Die führen kein assessment mit dir durch und jeder wird dir was anderes erzählen. Mehr als: "in Jura kommt es auf x,y an und lernen sie kontinuierlich." wird unterm Strich eh nicht bleiben. Und mehr ist nicht notwendig. Es gibt keine Schablone anhand der man erkennen kann, ob jemand gut sein wird oder nicht in Jura. Ich habe sowieso nie verstanden, wieso sich so viele um sowas bei Jura eine Platte machen. Das ist keine Hexenkunst, für die man geboren sein muss. Und da du ja schon ein anspruchsvolles Studium gepackt hast, wirst du auch Jura packen, wenn du Bock drauf hast. Talent und Fleiß lassen sich ganz gut ausgleichen.

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                    #39
                    @so4p: Hast du dir denn schon eine Fachrichtung ausgesucht, in welche du gehen willst? Hast du evtl. mal an ein berufsbegleitendes Studium gedacht? An der FOM kann man z. B. Wirtschafts- oder Steuerrecht studieren.

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                      #40
                      Zitat von f l e X Q Z
                      Zitat von Max ist KhYr0n
                      Wenn du die Chance hast, red mit Menschen die (...) am besten (erfolgreiche Anwälte oder erfolgreiche Richter) sind.
                      Sehe ich anders. Meiner Meinung nach sollte er lieber mit den Leuten sprechen, die ein 0815-Dasein als Jurist fristen. Welchen Effekt soll es haben, sich die Geschichten der hellsten Kerzen auf der Torte anzuhören? Dann doch lieber die Basis befragen, die aus erster Hand von all den unschönen Dingen, den Hindernissen und Enttäuschungen des Berufes berichten kann.
                      Das folgende ist vermutlich an Arroganz kaum zu überbieten, sorry: Man sollte in meinen Augen von den Besten lernen und nicht von denjenigen, die es schlecht angestellt haben. Zudem wissen erfolgreiche Leute, auf welche Eigenschaften es ankommt, was auf Glück zurückzuführen ist etc pp.

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                        #41
                        Zitat von Max ist KhYr0n
                        Zitat von f l e X Q Z
                        Zitat von Max ist KhYr0n
                        Wenn du die Chance hast, red mit Menschen die (...) am besten (erfolgreiche Anwälte oder erfolgreiche Richter) sind.
                        Sehe ich anders. Meiner Meinung nach sollte er lieber mit den Leuten sprechen, die ein 0815-Dasein als Jurist fristen. Welchen Effekt soll es haben, sich die Geschichten der hellsten Kerzen auf der Torte anzuhören? Dann doch lieber die Basis befragen, die aus erster Hand von all den unschönen Dingen, den Hindernissen und Enttäuschungen des Berufes berichten kann.
                        Das folgende ist vermutlich an Arroganz kaum zu überbieten, sorry: Man sollte in meinen Augen von den Besten lernen und nicht von denjenigen, die es schlecht angestellt haben. Zudem wissen erfolgreiche Leute, auf welche Eigenschaften es ankommt, was auf Glück zurückzuführen ist etc pp.
                        bin da auch eher bei flex. aus erfahrungswerten anderer lässt sich schwer lernen, weil sie zu einzelfallabhängig sind. dann doch lieber den lernaspekt beiseite schieben und sich einfach geschichten aus der "tristen praxis" anhören, um zu sehen, ob man sich damit identifizieren kann.

                        ich hab vor allem zu anfang des studiums immer das gespräch mit guten juristen/studenten gesucht und muss sagen, das im endeffekt sehr, sehr wenig greifbares dabei rum kam. zum einen, weil man manche fehker einfach selbst machen muss. zum anderen, weil ratschläge nunmal subjektiver natur sind.

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                          #42
                          Ich kann diese Erfahrungen überhaupt nicht teilen. Die einzigen wertvollen Tipps habe ich von guten/sehr guten Leuten bekommen (bspw in den ersten Semestern einfach Fälle knüppeln, konsequent auf Probleme zusteuern, sich nicht unnötig klein machen wegen fehlender geiler Noten). Ich gehe davon aus, dass man fähig ist, selbst einzuschätzen welche Tipps für einen wertvoll sind ("ich habe immer von 2-6 Uhr gelernt weil es am ruhigsten ist, dürfte nicht jedermanns Sache sein).

                          Mir geht es aber auch weniger ums Studium. Das wird er auf die Reihe kriegen oder nicht, dafür muss man nicht großartig im Vorfeld labern. Wie CRZ es sagt, das ist kein Hexenwerk.

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                            #43
                            @ Rasta - hat sie denn keine Praktika gehabt, wo sie mal Messreihen gemacht hat und gekellert? Gehört doch normalerweise dazu? Hab mich nur gewundert, meist merkt man das doch schon zwischendrin bei Gelegenheiten und interessiert mich

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                              #44
                              vielen dank für die ganzen meinungen! echt krass.

                              wie bereits erwähnt, bin eigentlich wirklich schon mit einem bein in leipzig. ;]
                              aber die ganze finazielle geschichte nagt halt noch. ist der einzige punkt wo ich mir unsicher bin.

                              werde mich sonntag nochmal hinsetzen und alles durchgehen und hier nochmal ausführlich antworten. muss mich jetzt erstmal fertig machen. geht zum stadtfest. (falls wer auch in dresden ist das wochenende, kann er sich ja melden auf ein bier. hehe)

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                                #45
                                Ich sag mal so bezüglich Zweitjob:
                                Du kannst als Elektrofachkraft in jeder Butze arbeiten, von zu Hause aus programmieren oder als Werkstudent in größeren Firmen Schichten kloppen. Allerdings würde ich an der Uni einfach Tutorien halten als Hiwi, bei uns kriegste ab Bachelor 13€/stunde und bekommst Vorbeiretung und Nachbereitung bezahlt. Und son bisschen Umlaufanalyse oder Boolsche Algebra kannste auch ohne Vorbereitung machen.

                                edit: Also ganz ehrlich, es gibt überall kleine Elektroläden die Sachen reparieren, Quasi in jedem Musikhandel oder sonst wo.

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