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]Hamlet -Shakespeare (im Original)
das größte Romanwerk von Thomas Mann: Joseph und seine Brüder
die beiden Klassiker von Machiavelli: der Fürst und die Discorsi
Huis clos (frz) - Jean Paul Sartre
die Kunst des Krieges - von Sunzi
ich, claudius - Kaiser und Gott
Res Gestae Divi Augusti von Augustus (versuch die lateinisch-griechische Ausgabe zu lesen)
Der Idiot von Dostojewski (am besten in russisch)
wenn du evtl was anspruchsvolles suchst, kannst du dich an "der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil probieren, aber der ist dann schon etwas für Fortgeschrittene, fang lieber mit den einfachen Klassikern an
Du kannst altertümliches Englisch, Französisch und Russisch im Original lesen?
tom sawyer: lesenswert
der graf von monte christo: "
der alchemist: "
hermann hesse (siddharta, narziß und goldmund): "
der fänger im roggen: muss man nicht lesen
]Hamlet -Shakespeare (im Original)
das größte Romanwerk von Thomas Mann: Joseph und seine Brüder
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Huis clos (frz) - Jean Paul Sartre
die Kunst des Krieges - von Sunzi
ich, claudius - Kaiser und Gott
Res Gestae Divi Augusti von Augustus (versuch die lateinisch-griechische Ausgabe zu lesen)
Der Idiot von Dostojewski (am besten in russisch)
wenn du evtl was anspruchsvolles suchst, kannst du dich an "der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil probieren, aber der ist dann schon etwas für Fortgeschrittene, fang lieber mit den einfachen Klassikern an
Du kannst altertümliches Englisch, Französisch und Russisch im Original lesen?
für die, die wirklich gut englisch können, kann ich nur a portrait of the artist as a young man, dubliners und ulysses von James Joyce empfehlen (Ulysses am besten mit einem annotations-begleitbuch). Es ist wirklich unglaublich, wie Joyce mit Sprache arbeitet, unterschiedlich Stile vereint etc. und dabei unterhaltsam bleibt. Die short stories aus Dubliners sind sogar recht einfach verständlich.
Ich möchte noch auf Siegfried Kracauer hinweisen. Der hat zwar in erster Linie soziologische Schriften und Kritiken für den Feuilleton, aber auch zwei Romane verfasst und ist - soweit ich das beurteilen kann - leider in Vergessenheit geraten. Er war ein Freund und Kollege von Adorno, Benjamin etc, also ein intellektuelles Schwergewicht.
Die Romane heißen "Ginster" und "Georg" und sind auch als historische Werke (erster Weltkrieg) interessant!
Es ist wirklich unglaublich, wie Joyce mit Sprache arbeitet, unterschiedlich Stile vereint etc. und dabei unterhaltsam bleibt. Die short stories aus Dubliners sind sogar recht einfach verständlich.
ich bevorzuge schriften, deren inhalt mich fasziniert mehr, als die der sprache. eventuell sollte dazwischen unterschieden werden?!
Die Leiden des jungen Werther - Johann Wolfgang von Goethe
Frühlings Erwachen - Frank Wedekind
Raabe Baikal - Thomas Strittmatter
Die werden wir nämlich in der Berufsoberschule lesen. Ich persönlich habe ehrlich gesagt noch kein Buch dieser Art gelesen. Deshalb frage ich einfach mal so spontan: Gibt es "Anfänger Literatur"? Ich lese nämlich normal nur (Psycho)Thriller.
Naja, man kann Sprache und Inhalt häufig nicht so recht trennen. Die sprachliche Gestaltung korrespondiert gerade in der modernen Literatur mMn stark mit dem Inhalt, man denke an Kafka oder Brecht, bei Joyce gilt das sicherlich auch (das Nebeneinander verschiedener Stile als Zeichen dafür, dass es keine einfachen, abgeschlossenen Erklärungen, kein wirkliches richtig oder falsch mehr gibt / zu geben scheint? Also auch eine Reflexion der aufkommenden Theorie der Multiperspektivität? Oder sogar eine Vorwegnahme der "postmodernen Beliebigkeit"? Das sind jetzt nur meine bescheidenen Interpretationsansätze für die mich vermutlich bald ein Germanistikstudent schelten wird)
Einer meiner liebsten Autoren, Ödön von Horváth, legt beispielsweise ganz wunderbar durch die Sprache seiner spießbürgerlichen Figuren deren beschränkte Weltsicht offen. Da heißt es etwa (bin nicht sicher, ob es tatsächlich "Major" ist) "O, der Herr Major sein ein Gourmand" (er meint Gourmet) - der armselig scheiternde Versuch, sich einen bildungsbürgerlichen Duktus zu geben, der ja doch nur Fassade ist und hinter dem sich Aggression und Dummheit zu verbergen suchen.
@über mir
Als "Anfänger" sollte man vermutlich Werke wählen, die sich problemlos lesen lassen. Da kann ich zum Beispiel Horváth empfehlen, weil er viel mit der Umgangssprache arbeitet und die Werke sich deshalb nicht so sperrig lesen wie beispielsweise die von Joyce oder Kafka.
Andere, die mit spontan einfallen: Brecht, Max Frisch, Hesse (nicht unbedingt Siddhartha oder Das Glasperlenspiel)
Überhaupt sind Autoren der Neuen Sachlichkeit gut zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Literatur%29#Vertreter
Auch Realisten lesen sich mMn recht einfach, auch wenn die zum Einen zeitlich weiter von uns entfernt liegen und zum Anderen ihre Werke noch sprachlich verklären. Fontane zum Beispiel liegt mir sprachlich überhaupt nicht, die Franzosen (Flaubert, Balzac, Stendhal) sehr viel mehr. Ein weiterer Vorteil des Realismus ist, dass die Autoren (vor allem Balzac) gewissermaßen Chronisten ihrer Zeit waren. Man kann sehr viel über das 19. Jahrhundert erfahren. Dasselbe gilt auch für die Naturalisten, da kann ich Zola empfehlen.
Da es auch lesenswerte Literatur abseits der "Klassiker" gibt hier (m)eine Auswahl aus dem 20. Jhd.
Bolano - Die wilden Detektive, 2666
Cortazar - Rayuela
Borges - Fiktionen (Kurzgeschichten, aber genial)
Faulkner - The Sound and the Fury
Joyce - A Portrait of the Artist as a Young Man
Robert Walser - Jakob von Gunten
Sartre - Der Ekel
Camus - Der Fremde
Hemingway - The Sun also Rises
Kerouac - On the Road
Heller - Catch-22
Ellis - Less Than Zero
Fitzgerald - Tender is the Night
Nabokov - Lolita
DeLillo - Mao II
Pynchon - Gravity's Rainbow
Wallace - Infinite Jest
Celine - Reise ans Ende der Nacht
Breton - Nadja
Perec - Das Leben Gebrauchsanweisung
Döblin - Berlin Alexanderplatz
Kafka - Alles, insb. auch die Kurzgeschichten
Die Leiden des jungen Werther - Johann Wolfgang von Goethe
Frühlings Erwachen - Frank Wedekind
Raabe Baikal - Thomas Strittmatter
Die werden wir nämlich in der Berufsoberschule lesen. Ich persönlich habe ehrlich gesagt noch kein Buch dieser Art gelesen. Deshalb frage ich einfach mal so spontan: Gibt es "Anfänger Literatur"? Ich lese nämlich normal nur (Psycho)Thriller.
Leiden des jungen W. und Frühlings Erwachen sind halt klassische Schulbücher, da sie kurz sind und einen verhältnismäßig engen Lebensweltbezug zu den Schülern aufweisen. Sie sind auch absolut in Ordnung, gerade von Frisch finde ich aber gibt es besseres. Allen voran Homo Faber, gefolgt von Andorra.
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