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Moot Courts - Erfahrungen (Jura)

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    Moot Courts - Erfahrungen (Jura)

    Moin,

    ich wollte mal fragen, ob hier jemand von euch persönliche Erfahrungen oder von Dritten über die Teilnahme an einem Moot Court wie dem Jessup oder Vis Moot Court hat.
    Habe erst vor ein paar Tagen davon erfahren und finde diese Möglichkeit sehr interessant,
    wäre auch bereit dafür ein Semester einzuplanen.

    Wer nicht weiß was ein Moot Court ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Moot_Court

    #2
    nimm es auf jeden fall mit, wenn es dein zeitplan zu lässt. bei mir war das leider nicht möglich. unterschätze auf keinen fall den zeitaufwand. allerdings rate ich dir doch sehr davon ab extra dafür "ein semester einzuplanen".

    diese moot courts sind zweifelsohne eine ganz witzige ablenkung vom studium. man macht mal etwas anderes, als bloß stures pauken und arbeitet im team. das macht sehr viel spaß, aber unterm strich bleibt ansonsten von diesen moot courts recht wenig. viele gehen mit zu großen erwartungen an die sache heran, weil sie den anpreisungen der fakultäten erliegen.

    je nachdem, wie sehr sich der aktuelle dekan um die ganze sache schert, wird mal mehr, mal weniger realitätsverzerrend die werbetrommel gerührt. aber immer heißt es, man bekäme ganz tolle kontakte zu professoren, anwälten und richtern. das ist leider totaler quatsch - es sei denn, man könnte auch davon sprechen, dass man zu seinen profs in den vorlesungen total viel "kontakt" hatte. das maß an interaktion bleibt auf einem sehr geringen level und nach abschluss des projekts am semesterende hat es sich in den meisten fällen erledigt, wenn man nicht ohnehin durch wiss. mitarbeiter etc einen guten draht zum betreuenden lehrstuhl stand.

    also lass dich nicht blenden. lass dich von mir aber auch nicht davon abhalten, daran teilzunehmen, wenn du da wirklich lust drauf hast. es kommt aber letztlich auf deine motive an. wenn du dir nicht mehr erhoffst, als mal ins cisg reinzuschnuppern, ne menge spaß zu haben und dir beim betreuenden prof eventuell eine stelle als stud. hilfskraft zu erschlei-arbeiten, dann ist das ding genau das richtige. dafür aber ein semester nichts anderes machen? pure verschwendung.

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      #3
      Ich kann mich da nur Justus anschließen. Das richtige Motiv sollte, wie von Justus dargelegt, entscheidend sein. Man sollte aber nicht zu viel erhoffen, vor allem nicht ein Semester dafür "investieren".

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        #4
        Also bei meiner Uni wird wohl die Teilnahme an einem internationalen Moot Court zum Thema WTO Law angeboten. Das ganze wird auf Englisch abgehalten, was ich persönlich sehr ansprechend finde, da ich bei dieser Gelegenheit mein Englisch weiter gut ausbauen kann.

        nimm es auf jeden fall mit, wenn es dein zeitplan zu lässt. bei mir war das leider nicht möglich. unterschätze auf keinen fall den zeitaufwand. allerdings rate ich dir doch sehr davon ab extra dafür "ein semester einzuplanen
        Würde das ganz gerne machen, sobald ich (fast) scheinfrei bin und vor dem Schwerpunkt.
        Da meine Uni im Schwerpunkt (Europa-Internationales Recht) einige Wahlbereiche (Völkerrecht oder Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht) in die Richtung anbietet, von denen ich vermutlich einen wählen werde, käme mir das von der Thematik her ganz gut entgegen. Den Sprachschein und die Schlüsselqualifikation würde ich durch die Teilnahme am Moot Court erwerben.
        Je nach Zeitaufwand könnte ich eventuell noch eine große Hausarbeit/Klausur(mehr?) nebenbei schreiben, falls ich noch nicht scheinfrei bin oder mich bereits in den Schwerpunkt einlesen. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, nebenbei schon mit dem Schwerpunkt anzufangen, da die Teilnahme wohl doch einen gewissen Zeitaufwand erfordert, oder was meint ihr?
        Bei manchen Unis wird das ganze auch nicht als Fachsemester angerechnet, und trotzdem kann man nebenbei Prüfungsleistungen ablegen, muss ich mal herausfinden, wie das bei meiner Uni ist, glaube aber, dass es bei uns nicht so ist, zumindest hab ich noch nichts gefunden und damit würde man doch werben.
        je nachdem, wie sehr sich der aktuelle dekan um die ganze sache schert, wird mal mehr, mal weniger realitätsverzerrend die werbetrommel gerührt. aber immer heißt es, man bekäme ganz tolle kontakte zu professoren, anwälten und richtern. das ist leider totaler quatsch - es sei denn, man könnte auch davon sprechen, dass man zu seinen profs in den vorlesungen total viel "kontakt" hatte. das maß an interaktion bleibt auf einem sehr geringen level und nach abschluss des projekts am semesterende hat es sich in den meisten fällen erledigt, wenn man nicht ohnehin durch wiss. mitarbeiter etc einen guten draht zum betreuenden lehrstuhl stand.
        Also hier wird nicht unbedingt groß die Werbetrommel gerührt, ich habe es nur nebenbei mitbekommen.
        Nach den Online Berichten scheinen die das bis jetzt immer einigermaßen gut gemacht zu haben bei den Wettbewerben, mit teilweise sehr guten Ergebnissen, also denke ich, dass die Unterstützung (davon sprechen sie auf der Homepage zum Thema) vorhanden sein wird, in welchem Maße kann ich natürlich nicht einschätzen.
        Lustig, dass du das Thema des vermeintlichen Vitamin B's ansprichst.
        Ich hatte das persönlich gar nicht so wirklich auf dem Schirm, also für mich persönlich war das kein
        Beweggrund für das Interesse am Moot Court. Nur bleibt mir eben die Frage, ob es sich wirklich lohnen würde, da ich eigentlich auch gerne noch ein Auslandssemester machen würde (aber ebenfalls nicht bevor ich scheinfrei bin).

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          #5
          wenn es nur um sprachschein geht, kommst du durch das auslandssemester doch sowieso dran. auch die schlüsselquali ist leichter gemacht, als durch den stress im moot court.

          was den bezug zu den spben angeht: ja, der moot court ist eine werbeveranstaltung für ipr und artverwandtes. aber was du im moot court machst, stellt einen bruchteil der dort vermittelten inhalte dar. du gehst sehr tief in einen bestimmten fall. es geht um argumentationsmethodik, nicht um umfassende kenntnis des cisg. darüber hinaus würde ich mir 3 mal überlegen, echt den ipr-schwerpunkt zu nehmen. der hilft weder fürs examen (da nimmt man lieber den zivilr spb) noch lässt sich im beruf sonderlixh drauf aufbauen (da nimmt man lieber arbwitsrecht oder steuerrecht). wenns einem aber sonderlich liegt, bitte.

          wenn es nicht als fachsemester angerechnet wird - und das wird vom jpa abhängen - ist das ok. wenn doch, solltest du vor allem im hinblick auf den geplantes auslandssemeater deinen freischuss auf gar keinen fall gefährden. das ist die sache, wie bereits beschrieben, absolut nicht wert.

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            #6
            Nein, das geht nicht primär um die 2 Leistungsnachweise, da die Veranstaltungen, in den man die sonst erwerben kann, ja auch eher obligatorisch und nicht allzu fordernd sein sollen.
            Vielleicht dank für die differenzierte Sichtweise, habe noch nicht so einen weiten Überblick.
            Werde mir das aufjedenfall nochmal sehr stark überlegen.

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              #7
              also ich hab früher in ner ziemlich großen wirtschaftsrechtskanzlei mit superinteressanten klienten gearbeitet und mein chef hat so ne moot court-gruppe betreut. am ende hat er die beste aus der gruppe als rechtsanwaltsanwärterin aufgenommen und das halt in ner kanzlei, in der man ansonsten ohne vitamin b nicht reinkommt - an diese chance muss man halt auch immer denken :)

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                #8
                Kenne es nur durch meine Schwester die für 3 Jahre die Studenten gecoached hat an ihrer Uni. Vorher war sie Teilnehmerin und hat ihr immer sehr gut gefallen (obviously sonst wäre sie wohl nicht so lange Coach gewesen). Kommt natürlich auf die Uni und das Programm an aber sie war dadurch in ziemlich vielen städten NY, HK, Moskau & Europa sowieso. An Kontakten hat es sich sicherlich auch für sie gelohnt durch die ganzen sponsoring Events mit Großkanzelein etc. Ist auf jeden Fall zu empfehlen.

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