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Jurastudium - Voraussetzung

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    #46
    sheldor, das ding ist, dass das von bl zu bl unterschiedlich sein dürfte. das beste ist, wenn du dir die jeweiligen unis raussuchst und denen einfach mal ne mail schreibst.

    ansonsten rate ich dir dringend auf justus zu hören. ich weiß nicht, wie alt du bist, aber Abi + Studium + Ref. um dann evtl. nur einen durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Abschluss zu haben, wäre mir persönlich zu viel Risiko. Überlege es dir also gut.

    Ansonsten wende dich mal an Mundharmonika. Der studiert zur Zeit neben seinem Beruf noch Jura und scheint das ziemlich gut zu meistern. Also unmöglich ist es nicht. Ich will nur sagen: überlege es dir ganz genau.

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      #47
      Jura Studium
      zu wissen, dass man zusammengesetzte Nomen im Deutschen nicht getrennt schreibt, wäre schon mal ein Anfang

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        #48
        hi,

        ich nutze mal diesen thread, da sich ja langsam eine lösung auftut, für eine frage: ist es realistisch nachfolgende liste selbstständig zu lernen und, wenn ja, welche literatur empfiehlt sich für die einzelnen bereiche, Örecht und BGB AT ausgenommen?

        hier die liste

        ich bin nämlich im moment dabei abzuwägen, ob ich, als ausländischer jurist, den anerkennungsweg + ref in deutschland mache oder eine vorbereitungsschule + eingangswettbewerb + anwaltsschule(2jahre) im ausland.

        danke schonmal!

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          #49
          Auf den ersten schnellen Blick: die Liste deckt so viel ab, dass man gleich Jura studieren könnte (müsste). Wie lange hast du Zeit?

          Bücher

          Schuldrecht AT: Joussen (etwas unbekannter, aber mein Favorit) oder Looschelders

          Schuldrecht BT: Looschelders

          Sachenrecht: Vieweg/Werner oder Wolf/Wellenhofer

          Familen- und Erbrecht: irgendein Skript, im Zweifel von Juriq (die sind generell okay)

          Handels- und Gesellschaftsrecht: ebenso

          ZPO: Musielak oder halt irgendein Skript (ZPO auch eher wichtig für die mdl. Prüfung)

          Arbeitsrecht: keine Ahnung

          Strafrecht AT: Rolf Schmidt (jaja, steinigt mich) und Rengier (von Wessels/Beulke rate ich persönlich ab, da die gerne mal ihre eigene Meinung als h.M. darstellen bzw. andere Ansichten gänzlich weglassen afair)

          Strafrecht BT: ebenso

          StPO: Skript von Juriq o.ä. aber gerade StPO wirst du zu 98% nur in der mdl. Prüfung brauchen. Es kann sein, dass im schriftl. Examen ne kleine StPO-Frage gestellt wird. Fokus drauf legen würde ich aber nicht.

          Sonstige Bücher, die ich empfehlen kann:

          Bürgerliches Recht: Eine nach Anspruchsgrundlagen geordnete Darstellung zur Examenvorbereitung von Medicus/Petersen. Das ist aber nur was für Profis. Ohne Vorkenntnisse überlebt man das Buch nicht und selbst mit ist das eigentlich nur eine Feinkostabteilung.

          StGB - Studienkommentar von Joecks. Das war mein erstes Strafrechtsbuch. Eine schöne Kombination aus Kommentar und Lehrbuch. Die gängigen Streitstände werden kurz und präzise dargestellt und Schemata zu den wichtigsten Tatbeständen geliefert.

          Grundsätzlich kann man auch immer mal einen Blick in die Rolf Schmidt Teile werfen, wenn man gar nichts mehr rafft, unabhängig vom Rechtsgebiet. Skript hin, Skript her, die Dinger haben mir das ein oder andere mal geholfen wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

          PS bist du sicher, dass du dir nichts zu Staatsorganisationsrecht und Verwaltungsrecht angucken müsstest?

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            #50
            Überlegs dir halt. Sei Dir bewusst, dass Du die Fähigkeit haben solltest, über einen sehr sehr langen Zeitraum selbstständig zu lernen, selbstständig Deinen Arsch hochzukriegen und diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Ferner ist die Notenstruktur recht undankbar.

            Das Studum an sich ist locker-easy, das Grundstudium ein Witz, das Hauptstudium noch easy & machbar, aber die Paukerei fürs Examen bringt wirklich extreme Einbußen der Lebensqualität mit sich. Das würden Dir 95% meines Bekanntenkreises bestätigen.

            Da Du ja bereits ein wenig in der Materie drin bist, werden Dir sicherlich einige Ausführungen bekannt vorkommen, beim (1./2.) Examen wirst du trotzdem im Strahl kotzen, während das Grundstudium mit Deinen Vorkenntnissen sicherlich ein Durchmarsch wird.

            Teste Deine Leidensfähigkeit Bruder.

            e: zu den Büchern: Mein Tipp, guck Dir die verschiedenen erstmal in der Bib an und entscheide dann, was Dir liegt (während des Studiums). Das was CRZ so geposted hat war mal gar nix für mich. (Ausnahme: Medicus. Ganz stark.)

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              #51
              meine befürchtung ist, wie auch schon der ein oder andere oben gesagt hat, lohnt sich der aufwand am ende?
              vor allem im worst case, wenn ich es nicht schaffen sollte setz ich nochmals viele viele jahre in den sand.

              im allgemeinen in diesem Beruf zu bleiben und mich da einfach fortzubilden ist für mich fast unvorstellbar.
              zunächst die chronische unterbezahlung gegen die sich mittlerweile schon anfangen die berufsschullehrer zu wehren.. und wir alle wissen, was passieren muss bevor jemanden fremdes leid interessiert (va lehrer) ;)
              und eben diese schwelle des juristen und alle "peons" darunter sowie die einschränkung im berufsalltag.

              in der lehre bekommt man ein einblick, wie man fälle löst, ich hatte mich generell immer gewundert, wieso ich sowas können muss, weil ichs ja nie selbst anwenden darf aber als ichs dann endlich richtig verstanden habe wies funktioniert (nachdem es mir ein jurist erklärt hat) hat es mir angefang ein riesen spaß zu machen. die diskussion in der prüfungsvorbereitung mit anwälten über die ansicht und lösung des falles. ich könnt das den ganzen tag machen

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                #52
                doppelpost

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                  #53
                  Zitat von strolch
                  Überlegs dir halt. Sei Dir bewusst, dass Du die Fähigkeit haben solltest, über einen sehr sehr langen Zeitraum selbstständig zu lernen, selbstständig Deinen Arsch hochzukriegen und diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Ferner ist die Notenstruktur recht undankbar.
                  Das Studum an sich ist locker-easy, das Grundstudium ein Witz, das Hauptstudium noch easy & machbar, aber die Paukerei fürs Examen bringt wirklich extreme Einbußen der Lebensqualität mit sich. Das würden Dir 95% meines Bekanntenkreises bestätigen.
                  Da Du ja bereits ein wenig in der Materie drin bist, werden Dir sicherlich einige Ausführungen bekannt vorkommen, beim (1./2.) Examen wirst du trotzdem im Strahl kotzen, während das Grundstudium mit Deinen Vorkenntnissen sicherlich ein Durchmarsch wird.
                  Teste Deine Leidensfähigkeit Bruder.
                  e: zu den Büchern: Mein Tipp, guck Dir die verschiedenen erstmal in der Bib an und entscheide dann, was Dir liegt (während des Studiums). Das was CRZ so geposted hat war mal gar nix für mich. (Ausnahme: Medicus. Ganz stark.)
                  Den kann ich so nur zu stimmen. Dass er man sich die Bücher vorne anschauen sollte, habe ich mal als selbstverständlich angenommen :P

                  welche Bücher würdest du empfehlen?

                  Der Medicus ist ein überragendes Buch, aber zum Grundlagen lernen meiner Meinung nach völlig ungeeignet. Er ist halt, wie gesagt, etwas für Feinschmecker. Wobei man auch bei dem vorsichtig sein muss. Er hat z.B. zu diesen leidigen Anweisungsfällen im Bereicherungsrecht geschrieben, dass die neuen §§ 675u ff. (?) BGB totaler Mumpitz wären und man Studenten nicht erwarten darf, dass sie das im Examen auf die Kette kriegen. Das sieht der Rest der Welt halt anders und ich habe das schon mehre Male in Probeklausuren gesehen.


                  Zitat von Sheldor
                  meine befürchtung ist, wie auch schon der ein oder andere oben gesagt hat, lohnt sich der aufwand am ende?
                  vor allem im worst case, wenn ich es nicht schaffen sollte setz ich nochmals viele viele jahre in den sand.
                  im allgemeinen in diesem Beruf zu bleiben und mich da einfach fortzubilden ist für mich fast unvorstellbar.
                  zunächst die chronische unterbezahlung gegen die sich mittlerweile schon anfangen die berufsschullehrer zu wehren.. und wir alle wissen, was passieren muss bevor jemanden fremdes leid interessiert (va lehrer) ;)
                  und eben diese schwelle des juristen und alle "peons" darunter sowie die einschränkung im berufsalltag.
                  in der lehre bekommt man ein einblick, wie man fälle löst, ich hatte mich generell immer gewundert, wieso ich sowas können muss, weil ichs ja nie selbst anwenden darf aber als ichs dann endlich richtig verstanden habe wies funktioniert (nachdem es mir ein jurist erklärt hat) hat es mir angefang ein riesen spaß zu machen. die diskussion in der prüfungsvorbereitung mit anwälten über die ansicht und lösung des falles. ich könnt das den ganzen tag machen
                  Du wirst auf jeden Fall extrem viel Zeit investieren müssen. Und wenn es dir gerade um gute Bezahlung geht, würde ich dann doch eher abraten. Wenn auch nur ein wenig schief geht und du am Ende nur mit 5 oder 6 Pkt. rauskommst, heißt es auch schon fast gute Nacht Marie was eine gute Bezahlung angeht. Du wirst sicher nicht verhungern, aber das ganz große Geld wird wohl nicht kommen.

                  Ich habe während eines Praktikums, dass ich Not gedrungen, in einer Zivilrechtskanzlei machen musste, einen Betreuer gehabt, der einen ähnlichen Weg wie du gegangen ist. Der hat nach dem Abi (gut das musste er nicht nachholen) eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht, gearbeitet und dann gemerkt, dass er lieber etwas mehr verdienen würde und Anwalt da doch gar nicht schlecht wäre. Er gammelt jetzt in einer Kanzlei rum, wo er Fälle macht, die mir schon auf den Wecker gegangen sind und verdient 1.600€ brutto (ich wünschte, das wäre ein Witz, aber ich habe die Gehaltsüberweisung an ihn gesehen).

                  Insgesamt würde ich dir abraten. Wenn du studieren willst, um gesichert gutes Geld zu verdienen, greif lieber zu etwas anderem.

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                    #54
                    dahingehend habe ich mich wohl ein bisschen falsch formuliert.
                    ich will das studium nicht machen bzw. ich will nicht anwalt werden um das große geld zu machen, ich will das machen weil ich denke, dass es mir sehr viel spaß machen wird und es insgeheim schon immer ein kleiner traum von mir war, der nun zunehmend gestalt annimmt.

                    die unterbezahlung war hinsichtlich der abgeschlossenen ausbildung.. ich geh nicht 40h arbeiten für 900€ und muss dann noch jemand den arsch und den kaffee hinterher tragen und jeder lagerarbeiter verdient mehr als und gibt sein gehirn am eingang ab. no offense aber ich hab auch da schon gearbeitet und weiß daher wies zb. in einem lager von rewe zugeht

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                      #55
                      Okay, dann habe ich das falsch verstanden :)

                      Wenn es wirklich dein Traum ist, go for it! Stell dich auf viel Schweiß, Blut und Tränen ein. Aber wenn der Brief mit den Examenergebnissen kommt, wirst du für einen Augenblick der glücklichste Mensch der Welt sein.

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                        #56
                        Was ich noch hinzufügen würde.

                        Bezieht sich jetzt auf den Spaß den du am Fälle lösen hast. Das hat mir im Ref jetz auch nen meisten Spaß gebracht, z.B. in der Kammer beim Verwaltungsrecht einfach mal über Rechtsfragen diskutieren oder tatsächliche Fragen erörtern oder als echter Staatsanwalt ne Verhandlung leiten, quasi die Praxis, ABER: das ist leider ein verschwindend kleiner Teil im Studium und auch im Ref. Weil da kriegst du erst das Handwerkzeug beigebracht und bist letzten Endes sehr eingeschränkt in deinen Möglichkeiten, da du vor allem Klausuren schreibst die halt einfach in recht festen Bahnen verlaufen. Und da musst dann ne ganze Menge konstruierten Shit machen, der dich 0 interessiert.
                        Theorie und Praxis sind dawirklich 2 verschiedene Schuhe. Und du schlägst dich erstmal jahrelang nur mit Theorie rum (gut ist halt nen Studium) bevor du dann iwann mal was von Bedeutung machst. Das hat sehr an mir genagt...


                        Aber ich stimme crz zu, wenn du da am Ende hinwillst und dich als leidensfähig einschätzt, dann tu es, aber mach dich drauf gefasst auch längere Zeit im Kreis zu kotzen.

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                          #57
                          Jura ist das neue BWL!

                          Zur Thematik, für das herkömmliche Jura-Studium (Abschlüsse: Staatsexamen, Bachelor/Master) musst du wohl dein Abi nachholen, da dies nur an einer Uni möglich ist.

                          Allerdings gibts auch noch andere Studiengänge die zumindest mit Recht zu tun haben :D die an ner FH, also mit Fachabi, studiert werden können, soweit mir das bekannt ist:

                          - Eine Ausbildung zum Rechtspfleger (FH, Praxisphasen)

                          - Wirtschaftsrecht

                          Aber nagelt mich nicht darauf fest, kann mich auch irren :D

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                            #58
                            kurz zur lehrbuchdiskussion: alles hat im studium sein bestimmtes zeitfenster. ich habe seit dem 4. semester nicht 1 mal in ein klassisches lehrbuch geschaut und lerne zu 90% aus skripten/rep-unterlagen und 10% aus kommentaren.

                            der medicus ist dabei eine eigene welt. und ich finde je öfter man über ihn diskutiert, desto mehr läuft man gefahr, das wesentliche aus den augen zu verlieren: basics, basics, basics. lieber den grundstoff komplett belastbar verinnerlicht haben, als den medicus seite für seite auswendig lernen um anschließend bei der anwendung mangels grundverständnis zu scheitern.

                            deshalb kann ich crz-s feinschmecker-these nur wiederholen und muss ganz klar hinzufügen: in vielen fällen schadet der medicus mehr, als er nützt. und viele sehen das nicht und wollen es nicht sehen, weil der medicus zu einem verdammten statussymbol verkommen ist. hört man manche leute reden, könnte man meinen, man sollte sein studium ohne medicus gleich hinschmeißen. das stimmt schlichtweg nicht. der medicus ist im vergleich zu gängigen skripten kompakter, problemorientierter und durch seine kompaktheit schlichtweg billiger. ~25€ für ein buch im vergleich zu mind. 8 skripten a ~18€. das macht die skripten aber nicht schlechter, sondern anders.

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                              #59
                              LMU München #beste

                              Hier ein paar Perlen:
                              "Wer endgültig gescheitert ist, kann Hilfe nur noch vom Arbeitsamt/Jobcenter bekommen, wo es dem Vernehmen nach eine eigene Arbeitsgruppe für endgültig Durchgefallene gibt."

                              "Ebenfalls von den folgenden Bemerkungen nicht angesprochen sind gescheiterte Freischützen, die sich nicht ordentlich vorbereitet hatten; sie haben die verdiente Quittung für einen eklatanten Missbrauch von Verfahrensrechten bekommen und müssen sich eben jetzt auf ihren Hosenboden setzen."

                              "Wer in Kalkutta auf der Straße geboren wird, hat es wesentlich schlechter erwischt. Irgend etwas müssen Sie sich zurechtlegen (anderes Studienfach, Ausbildung an einer Wirtschaftsschule oder –akademie, Versicherungs- oder Banklehre…), ganz gleich was, jedenfalls brauchen Sie einen Ausbildungsabschluss."


                              Und solche Leute sagen auch, das alles schlechter als 1,0 wertlos wäre.

                              /e Ich nehme alles zurück. Der Mann ist grandios!

                              "Sofern Sie eine schlechte Note als Ziel haben, ist es hilfreich, möglichst monoton zu formulieren. Vor allem ist es dann ratsam, in Gutachten-Klausuren den Satz „Fraglich ist...“ mindestens hundertmal, jedenfalls aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verwenden („Fraglich ist zunächst, ob ein Anspruch aus § 433 Abs. 1 BGB einen Kaufvertrag voraussetzt“)."

                              aus "Wie schreibe ich eine schlechte BGB-Klausur?"

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                                #60
                                so..

                                für einen platz an ner FOS sieht es schon mal nicht schlecht aus. allerdings hilft er mir ja nun nicht sonderlich..
                                oder ist eine möglichkeit bekannt über die FOS ein anderes studium zu beginnen (bachlor of laws zb) und darüber dann ins jurastudium zu kommen?

                                anderer weg ja nun über den 2 bildungweg, welcher aber 3 jahre dauert, dann hätte ich ein richtiges abitur.

                                ist natürlich ein hoher zeitaufwand, welcher mich auch erstma ziemlich weit weg bringt, von dem bereich der mich interessiert und motiviert.

                                werde wahrscheinlich wirllich nicht drum herum kommen, einzelne unis anzuschreiben und direkt danach zu fragen..

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