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Ich habe das Gefühl, dass diesen Leuten "weniger" Plattform gegeben wird als früher. Und wenn es nur daran liegt, dass es inzwischen ein viel größeres Medienangebot gibt. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch schnell auch der Eindruck entsteht, dass es früher besser war, weil damals die Meinungsmacher ein Sprachrohr bekommen haben.
Man sieht ja aber auch beim Rückgang von Printmedien (nicht nur von den Auflagen sondern auch qualitativ), dass sowas vom Leser offenbar immer weniger nachgefragt wird. Ein paar Seichte Artikel zu diesem und jenem, mal eine Meinung, ein offener Brief und eine Kolumne über 1000 Zeichen und dann reicht das auch.
Wen haben wir überhaupt noch? ernste frage? einfach mal die letzten 200 jahre verpennt... die gesellschaft hat die wesentlichen großen durchbrüche hintersich. Teil der Geschichte ist auch das schriftsteller zu lebzeiten nie die aufmerksamkeit bekommen die sie nach dem tod bekommen. Außerdem hinsichtlicht gedichte etc, verlagert sich alles vom schriftlichen ins gesprochene um. Gute dichte und denker werden heute musiker als nur gedichte zu schreiben. Damit lässt sich nunmal geld verdienen. Cobain hatte vor seinem tod schon einen hype aber danach ist er krass gestiegen, selbe bei elvis, lennon und wie sie alle heißen.
Und du solltest bedenken das früher lesen und schreiben auf hohem niveau was besonderes war, heute kann jeder lesen und schreiben und einen auf philosoph machen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du diesen Mist auch nur ansatzweise glaubhaft findest und hoffe inständig darauf, dass du mal wieder vergessen hast, deinen Text zu kontrollieren.
Isso das ernsthafte musiker meinungsmacher sind über den rest kann man gerne reden. Und sowas wie Kant aldo ein Schriftsteller der sämtliche Bevölkerung wach rüttelt gibt es nicht mehr und wird es in der westlichen Welt lange nicht mehr geben
Seine Äußerungen vor allem zur EU waren maßgeblich für die Veränderungen in der Union hinsichtlich der Verrechtlichung verantwortlich. Man kann nur hoffen, dass uns dieser Mann noch erhalten bleibt.
Precht da auch nicht im selben Atemzug zu nennen ist nicht weniger als eine Beleidigung.
Ansonsten ist die Ökonomisierung der Welt wirklich nicht von der Hand zu weisen. Dazu empfehle ich sehr folgenden Artikel: http://www.zeit.de/2013/39/wahlen-konsumenten-macht - steht (leider) viel wahres drin, das man sich definitiv bewusst machen sollte.
Starker Artikel. Drückt aus, was ich bisher nur gefühlt habe und nicht in Worte fassen konnte. Ich habe, wie viele, auch das Gefühl, dass die Demokratie und Politik momentan nur sehr wenig bewegt - und das nicht nur in Deutschland. Die Unterscheidung zwischen Staatsbürger und Konsument hatte ich so noch nicht gezogen, macht aber durchaus Sinn.
Also ich finde erst mal, dass der Startpost (und andere) das Wort Meinungsmacher in einem positiven Kontext verwenden, den ich so nicht sehe.
Und so glaube ich auch nicht, dass sich ein ..."echter"...Intellektueller selber als Meinungsmacher sieht oder als solcher fungiert .
Meinungsmache zeichnet sich doch gerade dadurch aus, dass filetiert, manipuliert und auch einseitig recherchiert wird, eben um in einer zunehmend vernetzten Informationswelt überhaupt noch eine einfache Meinung machen zu können.
Nun könnte man sagen, dass das doch toll ist und wenn von jeder Richtung Meinungsmacher dabei sind, kann man sich ja das richtige raussuchen. Auf der anderen Seite kann man sich natürlich auch fragen, ob man das unter heutigen Gesichtspunkten überhaupt noch braucht.
Und genau das zeigt ja auch der Thread. "Wo ist Deutschlands Meinungselite"..Tja wo ist sie denn, wer ist sie und wenn man das schon kaum beantworten kann, braucht man sie?
e: Natürlich kann man an der Stelle auch etwas ausschweifen, den Begriff Meinungsmacher auf eine ganz andere Personengruppe beziehen und eventuell auch zu dem Fazit kommen, dass die Meinungsmacher nicht in der Öffentlichkeit stehen, sondern die Personen sind, die entscheiden, was in die Zeitung kommt und Ausrichtung der Redaktion vorgeben.Damit wäre dann der durchschnittliche Journalist die Speerspitze der modernen Meinungsmache.
Was mich dann wieder zu meiner Behauptung bringt, dass die Meinungsmacher heute gerade nicht mehr unter den "Intellektuellen" zu suchen sind (was auch immer man unter "Intellektuellen" versteht).
Deinen Einwand halte ich für mehr als legitim. Andererseits würde ich nicht unbedingt zustimmen, dass Vordenker heute gar nicht erst den Anspruch haben, über ihre Fachkreise hinaus Leute zu aktivieren. Gut, kommt sicher auf den Einzelfall an.
Ich hatte im Übrigen gar nicht die Intention, den Begriff 'Meinungsmacher' positiv zu besetzen. Ganz bewusst habe ich sogar 'Intellektueller' in meinem Eingangspost nicht verwendet, um nicht die gedankliche Tiefe eines Publizisten als Maßstab zu nehmen, sondern seine gesellschaftliche Relevanz (siehe #12). Es geht also keinesfalls um die Helden unserer Zeit. Einzige von mir vorgenommene Einschränkung: Es sollte jemand aus der schreibenden Zunft sein. In gewisser Weise steckt da sicherlich die Frage dahinter, ob der Archetyp des beobachtenden Intellektuellen nicht durch den interessengetriebenen Praktiker ersetzt wird.
Genau hiermit begründe ich den Wunsch nach relevanten 'Meinungsmachern', und nicht etwa darin, dass sie meiner Meinung nach besser durchdachte Standpunkte verträten. Ohne jetzt Frank Schirrmacher über den grünen Klee loben zu wollen, würde ich durchaus sagen, dass man Leute wie ihn braucht, eben weil sie genug publizistischen Einfluss besitzen, um Themen ins Rampenlicht zu rücken (völlig egal, welche). Die Feststellung: "Aber wen haben wir denn jetzt noch?" war Anlass dieses Threads.
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