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    Zitat von scarfix Beitrag anzeigen

    Okay, dafür entschuldigung.

    Wie läuft das denn in der Physik? Meinst du mit Chef deinen Doktorvater? Wer betreut dich (sofern es das in der Physik überhaupt gibt)? Dein Doktovater oder ein PostDoc?
    Wie lange bist du denn Mitte nächsten Jahres dabei? Was sagt dein Promotionskomitee denn zu der ganzen Sache? Die sind ja für genau sowas da.
    Ich meine, wenn du eh keinen Bock mehr hast, dann adieu. Aber meinst du nicht, dass du das später bereuen könntest?
    Ja, mein Chef ist gleichzeitigt mein Doktorvater. Gleichzeitigt sitzen noch 2 Professoren von der Uni im Komitee. Gebe dir recht, dass cih die eigentlich hätte einschalten sollen. Vllt suche ich da nochmal das Gespräch, bei einem der beiden habe ich meine MA gemacht.
    Sehe aber trotzdem nicht, dass das groß was bringt. Hatten im Sommer Messzeit, die wegen fragwürdigen Entscheidungen meines Chefs nciht viel abgeworfen hat. So schnell kriegen wir jetzt auch keine mehr, müsste also mit den Ergebnissen irgendwas basteln. Da habe ich keine Lust drauf.
    Die Firma, bei der ich mich beworben habe, arbeitet in dem Bereich, in den ich sowieso nach dem Doktor wollte. Klar würde ich mit Titel vllt später mal mehr verdienen, aber jetzt gerade zum Einstieg suchen sie nicht unbedingt jemanden mit Doktor, weil sie dem vermutlich auch mehr zahlen müssten.
    Könnte das jetzt natürlich auch durchziehen irgendwie mit Hängen und Würgen, aber die Möglichkeit jetzt passt sehr gut. Werde da auf jeden auch nochmal ein paar Nächte drüber schlafen

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      habe mich jetzt testweise eine woche komplett vegan ernährt und fühle mich ziemlich gut damit. ist sogar leichter als gedacht und das essen schmeckt mir. habe bisher null verlangen nach fleisch o.ä.. werd das experiment wohl noch etwas laufen lassen.

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        Zitat von RhyminSimon9 Beitrag anzeigen

        Ja, mein Chef ist gleichzeitigt mein Doktorvater. Gleichzeitigt sitzen noch 2 Professoren von der Uni im Komitee. Gebe dir recht, dass cih die eigentlich hätte einschalten sollen. Vllt suche ich da nochmal das Gespräch, bei einem der beiden habe ich meine MA gemacht.
        Sehe aber trotzdem nicht, dass das groß was bringt. Hatten im Sommer Messzeit, die wegen fragwürdigen Entscheidungen meines Chefs nciht viel abgeworfen hat. So schnell kriegen wir jetzt auch keine mehr, müsste also mit den Ergebnissen irgendwas basteln. Da habe ich keine Lust drauf.
        Die Firma, bei der ich mich beworben habe, arbeitet in dem Bereich, in den ich sowieso nach dem Doktor wollte. Klar würde ich mit Titel vllt später mal mehr verdienen, aber jetzt gerade zum Einstieg suchen sie nicht unbedingt jemanden mit Doktor, weil sie dem vermutlich auch mehr zahlen müssten.
        Könnte das jetzt natürlich auch durchziehen irgendwie mit Hängen und Würgen, aber die Möglichkeit jetzt passt sehr gut. Werde da auf jeden auch nochmal ein paar Nächte drüber schlafen
        Paar Nächte drüber schlafen ist eine gute Idee.
        Nochmal mit dem Komitee reden ist eine sehr gute Idee.

        Ein Freund (Chemiker) von mir hatte nach drei Jahren "keine" Ergebnisse. Sollte keine Verlängerung bekommen und hat sich für Abbruch entschieden. Job gesucht. Mit dem Thema innerlich abgeschlossen. Keine Reue.
        Ganz anders eine Freundin (Biochemigerin) die aufgrund von Schwangerschaft und Elternzeit eine Unterbrechung drin hatte. Die war im Labor fertig und hatte schon paar Sätze geschrieben. Hat aber keine Zeit gefunden weiterzuschreiben. Hat sich viel zu lange gequält. Immer mal paar Offensiven gestartet, aber letztlich die Arbeit nicht fertig bekommen. Jetzt ist auch abgehakt, aber immer so ein „MUSS ICH NOCH IRGENDWIE ZUSAMMENSCHUSTERN“-Paket im Nacken zu haben war extrem nervenraubend.
        Fazit: Abbrechen ist immer möglich. Nach entsprechender Überlegung und Ausloten der Möglichkeiten lieber ein konkretes Ende hinstellen als ewig hadern und quälen.

        Ich würde das so sehen: Wenn wir (unser Team) Stellen ausschreiben sind ganz viele „frisch von der Uni“ (da zählen auch die mit Promotion rein!) und ein paar mit Berufserfahrung (mit und ohne Dr.).
        In der Regel laden wir eher Leute mit Berufserfahrung ein als „firsch von der Uni“. D.h. wenn Du jetzt in diese Firma gehst und zwei Jahre später etwas neues suchst, dann bist Du nicht mehr „frisch von der Uni“ und hast einem Anderen, der in den gleichen zwei Jahren noch fertig promoviert hat, einen Vorteil beim Kampf und die gleiche Stelle.
        Das ist natürlich nur EINE Sichtweise. Ich FÜR MICH tendieren auch zum Abschluss („was man hat, hat man“). Letzlich hast Du aber schon einen Master in der Tasche und wirst SO oder SO Deinen Weg gehen. :)
        Zuletzt geändert von Schmetterling; 21.11.2019, 08:45.

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          Zitat von RhyminSimon9 Beitrag anzeigen

          Spoiler: 
          Ja, mein Chef ist gleichzeitigt mein Doktorvater. Gleichzeitigt sitzen noch 2 Professoren von der Uni im Komitee. Gebe dir recht, dass cih die eigentlich hätte einschalten sollen. Vllt suche ich da nochmal das Gespräch, bei einem der beiden habe ich meine MA gemacht.
          Sehe aber trotzdem nicht, dass das groß was bringt. Hatten im Sommer Messzeit, die wegen fragwürdigen Entscheidungen meines Chefs nciht viel abgeworfen hat. So schnell kriegen wir jetzt auch keine mehr, müsste also mit den Ergebnissen irgendwas basteln. Da habe ich keine Lust drauf.
          Die Firma, bei der ich mich beworben habe, arbeitet in dem Bereich, in den ich sowieso nach dem Doktor wollte. Klar würde ich mit Titel vllt später mal mehr verdienen, aber jetzt gerade zum Einstieg suchen sie nicht unbedingt jemanden mit Doktor, weil sie dem vermutlich auch mehr zahlen müssten.
          Könnte das jetzt natürlich auch durchziehen irgendwie mit Hängen und Würgen, aber die Möglichkeit jetzt passt sehr gut. Werde da auf jeden auch nochmal ein paar Nächte drüber schlafen
          "irgendwas basteln" mit den Daten klingt natürlich auch nicht sehr vielversprechend. Schade, dass das für dich so läuft. Bei mir klappt natürlich auch nicht alles im Labor, aber der Betreuer/Doktorvater ist doch im Grunde genau dafür da um solche Situationen aufzufangen und einen so zu lenken, dass man die Promotion schafft. Bin da relativ froh, dass mein Doktorvater in der Hinsicht wirklich super ist (in anderen Bereichen dafür ne komplette Katastrophe).

          Dass du jetzt die Gelegenheit hast einzusteigen in dem Bereich, in den du eh willst, ist natürlich optimal. Aber Ich (als unerfahrener Arbeitnehmer) hätte immer Schiss, dass in 3-5 Jahren eine Stelle kommt die noch besser passt aber den Doktor voraussetzt (egal ob gerechtfertigt oder nicht). Und dann würde ich mir in den Arsch beißen. Ist natürlich eine komplett konstruierte Situation, dessen Wahrscheinlichkeit des Auftretens ich überhaupt nicht bewerten kann (bei Schmetterling klingt ja durch, dass es eher unwahrscheinlich ist).

          Gleichzeitig bin ich mir natürlich absolut bewusst, dass ein Durchquälen mitunter absolut toxisch für einen selbst ist. Hab die Phasen des Durchbeißens natürlich auch schon mehrmals durchlaufen und wollte hinschmeißen, habs aber im Endeffekt immer im Gespräch mit meinem Doktorvater klären können und sehe jetzt Licht am Ende des Tunnels.

          Bin kein Freund von solchen beschissenen Sprichwörtern, aber wie mein Betreuer zu sagen pflegt: "Eine gute Doktorarbeit fällt eben nicht vom Himmel."

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            für ärzte schon!

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              Touché. Ich bin natürlich von einer echten Doktorarbeit ausgegangen.

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                Zitat von scarfix Beitrag anzeigen
                Touché. Ich bin natürlich von einer echten Doktorarbeit ausgegangen.
                sehr gut <3

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                  Zitat von Schmetterling Beitrag anzeigen
                  Fazit: Abbrechen ist immer möglich. Nach entsprechender Überlegung und Ausloten der Möglichkeiten lieber ein konkretes Ende hinstellen als ewig hadern und quälen.
                  ...
                  In der Regel laden wir eher Leute mit Berufserfahrung ein als „firsch von der Uni“. D.h. wenn Du jetzt in diese Firma gehst und zwei Jahre später etwas neues suchst, dann bist Du nicht mehr „frisch von der Uni“ und hast einem Anderen, der in den gleichen zwei Jahren noch fertig promoviert hat, einen Vorteil beim Kampf und die gleiche Stelle.
                  Gerade das sind auch zwei Punkte, die mich momentan bei der Entscheidung bestärken.
                  Naja, Montag bin ich nen halben Tag bei der Firma zum Probearbeiten/Kennenlernen des Teams. Mal schauen, wie das läuft, aber bisher ist der Eindruck der Firma echt gut. Dazu kommt, dass ich schon ziemlich viele Kenntnisse, die sie brauchen, mitbringe. Dies schien nicht bei allen Bewerbern so zu sein.

                  Letztlich ist es dann tatsächlich so, dass Berufserfahrung+VitaminB>Titel, es sei denn, man möchte später mal wirklich in eine leitende Position (muss ich nicht unbedingt). Dazu besteht immer noch die Option, die Arbeit dann begleitend/in der Freizeit noch zu Ende zu bringen. Nur so als Möglichkeit.

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                    Vampire Weekend waren so toll <3

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                      Heute mal früher ins WE starten und morgen gibt's eine All American Thanksgiving Party.
                      Bin gespannt, was die Amis da so auffahren. :)

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                        Zitat von RhyminSimon9 Beitrag anzeigen

                        Gerade das sind auch zwei Punkte, die mich momentan bei der Entscheidung bestärken.
                        Naja, Montag bin ich nen halben Tag bei der Firma zum Probearbeiten/Kennenlernen des Teams. Mal schauen, wie das läuft, aber bisher ist der Eindruck der Firma echt gut. Dazu kommt, dass ich schon ziemlich viele Kenntnisse, die sie brauchen, mitbringe. Dies schien nicht bei allen Bewerbern so zu sein.

                        Letztlich ist es dann tatsächlich so, dass Berufserfahrung+VitaminB>Titel, es sei denn, man möchte später mal wirklich in eine leitende Position (muss ich nicht unbedingt). Dazu besteht immer noch die Option, die Arbeit dann begleitend/in der Freizeit noch zu Ende zu bringen. Nur so als Möglichkeit.
                        Für Leitungsfunktionen brauchst Du andere Skills. Das lernst Du nicht in der Promotion (auch nicht durch Betreuung von Studenten). Du kannst entweder Leute anleiten ("Manager of Managers") oder hast eine Vision bzw. bist ein Motivator ("Leader"). Keine gesunde Firma wird für eine Leitungsstelle einen Dr. vorschreiben. Entweder Du bist es - oder Du bist es nicht. Entweder es gibt jemanden der besser geeignet ist - oder es gibt ihn nicht.
                        VIEL wichtiger ist, dass die richtigen Leute Dich kennen und schätzen.


                        Edit: Ich will natürlich niemanden die Promotion madig reden. Was man da lernt, ist Gold wert. Das kann einem niemand nehmen. Und es ist (je nach Mensch) eine Party die niemals endet, während alle anderen schon irgendwo knechten.
                        Zuletzt geändert von Schmetterling; 22.11.2019, 11:20.

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                          Gebe mal meinen Senf dazu, weil ich mich vor kurzem dazu entschieden hab zu promovieren. Mir ist die Entscheidung dazu relativ leicht gefallen. Mein Master war recht forschungslastig und durch mehrere Praktika in der Forschung unterschiedlicher Unternehmen habe ich das Gefühl sehr genau zu wissen, was auf mich zu kommt. Sehe es sogar als Erleichterung mehrere Jahre an einem Thema zu arbeiten. Bisher war es so, dass nach ~6 Monaten an einem Thema Schluss war und ich erst dann das Gefühl hatte so richtig loslegen zu können. Während des Doktors kann man dann auf seiner Arbeit aufbauen und muss nicht immer bei Null anfangen. Auf das komplette Arbeitsleben gesehen sind die ~4 Jahre Promotion eh vernachlässigbar und ich bin mir sicher, dass ich es bereue wenn ich es nicht mache. Die Bezahlung ist vergleichbar mit nem normalen Entwicklergehalt eines Uniabsolventen. Danach stehen einem dann halt Türen offen, die mit Master trotz 4 Jahren Berufserfahrung verschlossen bleiben. Die Möglichkeit weiter zu "networken" durch Praktika und auf Konferenzen darf man auch nicht unterschätzen.

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                            ich weiß nicht, ob ihr es kennt, aber es gibt ein weises sprichwort: "leben und leben lassen". nun ist der inhalt dieses sprichwortes mir sehr nah und ich würde auch niemals die entscheidung an sich kritisieren, aber ich gebe zu bedenken, dass es heißt "LEBEN und LEBEN lassen" und nicht "arbeiten". mit diesen worten, möge euer chakra flussaufwärts fließen.
                            Zuletzt geändert von alltookeira; 22.11.2019, 15:52.

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                              mir ist "Leben und Arbeiten lassen" viel lieber

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                                Die Physik Doktoren lassens krachen. Eine Party die niemals endet.

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