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Berufsbild Lehrer - Stellung in der Gesellschaft

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    Berufsbild Lehrer - Stellung in der Gesellschaft

    Moin zusammen!

    In dem "Einstiegsgehalt"-Thread musste ich Folgendes lesen:

    Zitat von hoppla
    Zitat von KADOZER
    Zitat von QTPie
    Lehrer kriegen 66k NETTO?? Klar, der Job ist wichtig. Aber die chillen ihr ganzes Leben und kriegen dafür so ne Stange Geld? Dachte als Gymnasiallehrer ist bei 50k Ende der Fahnenstange
    frau is gym lehrerin (funktionsstelle) und kommt auf 3,6k netto (ohne überstunden natürlich, die jeden monat anfallen) mit mehreren zulagen bei einer 25h woche - 66k netto is absoluter quatsch, wo hast du das her?

    und mit chilln is da auch nix wenn deine fächerkombi nicht musik und sport ist ... :p
    Das ist wieder das Paradebeispiel. Ohne "bezahlte Überstunden" hahah. Kenne so viele Lehrer die jedes mal wenns um Geld geht rumheulen wie die Weltmeister. Da fängt das lamentieren schon in der "harten" Zeit des Referendariats an. Die vielen Vorbereitungen und die pöhsen Eltern und die Kinder und die Kollegen und alles ist so schlimm.

    Die meisten können froh sein das sie Lehrer sind, denn dafür hats gereicht. Wenn ich mir dann noch den Urlaub im Jahr anschaue, muss ich mich bei manchen Diskussionen richtig zurückhalten.

    Das Argument der Fächerkombi ist auch total hinfällig. Gerade in Fächern wie Mathe, Physik etc. hast du weniger Aufwand bzw. keinen Mehraufwand. Aber nun gut, die Lehrer wissen es schon sehr gut zu verkaufen, dass sie angeblich die ärmsten Schweine der Nation sind.

    Wenn ich mir dann im Vergleich die Besoldungsstufen von Polizisten anschaue (bin selbst keiner und kennen nur einen), dann denke ich mir jedes Mal wieso man sich so etwas antut. Diese Berufsgruppe ist unterbezahlt.




    Ich bin selbst angehender Lehrer (Med.Pfleg. Berufsschullehramt (Gerontologie) + Politikwissenschaften) kurz vor dem 1. Staatsexamen. Ich bekomm jetzt schon regelmäßig dumme Sprüche auf Grund des Berufsbildes gedrückt, was ich echt schade finde. Meiner Ansicht nach hat der Lehrberuf einen viel schlechteren Ruf als den, den er verdient. Ob ein Lehrer überdurchschnittlich viel/wenig arbeitet, kann ich jetzt noch nicht einschätzen.

    Da die Diskussion im oben genannten Thread an falscher Stelle war, wollte ich einfach hier mal nach eurer Meinung fragen. Seht ihr die Sache so wie "hoppla", dass Lehrer überbezahlt sind und nur rumjammern, oder habt ihr eine gegenteilige Meinung? Würde mich über eine konstruktive Diskussion freuen.

    #2
    Bei den Fächern sind 20k angemessen

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      #3
      das ist mit allen sozialen berufen so, die von außen erstmal einfach erscheinen. lass den pöbel einfach rumstinken, im endeffekt waren es lehrer, die auch ihnen den einstieg in ihr berufsleben zu großen teilen ermöglicht haben und wenn es denn so einfach und schön ist, lehrer zu sein und ordentlich abzucashen, wieso machen es besagte personen dann nicht?
      hopplas meinung spiegelt die idiotie dieser denke wieder: er blendet (bewusst unbewusst) alles aus und konzentriert sich ausschließlich auf die 45 oder 90 minuten unterricht, die für ihn als außenstehenden erkennbar sind.

      Aber nun gut, die Lehrer wissen es schon sehr gut zu verkaufen, dass sie angeblich die ärmsten Schweine der Nation sind.
      solche meinungen kann man einfach nicht ernst nehmen.

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        #4
        Ist das eine ernst gemeinte Frage? Nein sie verdienen nicht zuviel.

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          #5
          nein

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            #6
            würde mich für kein geld der welt 25 stunden die woche vor pupertierende jugendliche stellen und ihnen irgendwas erklären müssen. :D

            dazu die eltern erst...
            also nein.

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              #7
              lehrer verdienen sehr gut, aber nicht zu viel

              Spoiler: 
              die freizeit ist was anderes

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                #8
                Zitat von dEr_RaPiErEr
                Bei den Fächern sind 20k angemessen
                :D

                Ja die Frage ist ernst gemeint. Mir gehts auch nicht um mich. Mir ist das Gelaber tatsächlich recht egal. Es scheint mir aber eine große Zahl an Personen zu geben (Siehe Einstiegsgehalt-Thread) die so denken. Daher ist es wohl ein tatsächlich bestehendes Problem, was sich auch direkt auf unsere Gesellschaft auswirkt.

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                  #9
                  Es gibt halt solche und solche. Ich musste schon einige Lehrer kennenlernen, die ihr Gehalt tatsächlich nicht wert waren... auch wenn ich damit Vorurteile schüre aber ich musste Mittfünfziger Lehrer oft mit den Fächern Sport, Geschichte oder Politik etc. erleben, die ihren Job echt scheisse machen. Sich nicht auf neue Anforderungen einstellen wollen, sich nicht weiterbilden, Kinder permanent nur schlecht reden usw. Die kriegen ein ziemlich gutes Gehalt, obwohl sie ihren Job meines Erachtens nicht (mehr) ordentlich machen. Der Großteil der Lehrer (meine Kollegen z.B.) stecken aber extrem viel Herzblut in ihren Job. Bilden sich ständig weiter, kümmern sich um jedes persönliche Schicksal, scheuen auch keine Auseinandersetzungen mit Eltern, bereiten sich ausführlichst vor (und reflektieren auch sehr gut). Für die ist die Bezahlung ordentlich aber auch nicht berauschend, wenn man sich mal die Verantwortung vor Augen hält, die sie tagtäglich haben. Das beginnt mit der einfachen Aufsichtspflicht und endet mit der Entscheidung über Bildungs- und damit auch Lebenswege.
                  Der Lehrerjob ist in unserer Gesellschaft leider nicht sehr hoch angesehen. Das ist in anderen Ländern anders und dementsprechend wird Ihnen dort auch ein höheres Gehalt (im Vergleich zu anderen Berufen) zugesprochen.

                  Ich bin selbst Lehrer an einer Privatschule. Ich verdiene bei weitem nicht das, was meine verbeamteten Studienfreunde z.B. in Hamburg verdienen. Ich heul nicht rum - ich komme klar und ich habe den Vorteil mein Gehalt auch verhandeln zu können.

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                    #10
                    Stimme hoppla zu, polizisten und pflegekräfte oder andere soziale berufe verdienen zu wenig wenn man es mit lehrern vergleicht. Bin der meinung das gehalt eines lehrers ist angemessen und finde eher die rahmenbedingungen (immer öfter nur befristet, lehrermangel und dadurch viele überstunden etc.) verbesserungswürdig. Auch dass lehrer immer weniger fort und weiterbildungen bezahlt bekommen, sollte nicht sein. Das budget bei den schulen ist oft ziemlich knapp.

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                      #11
                      Nur gut, dass diejenigen, die sich hier als Lehrer outen, nicht Deutsch als Fach unterrichten.

                      Persönlich halte ich Lehrer weder für über- noch für unterbezahlt. Die qualitativen Unterschiede sind in dem Berufsbild einfach so enorm, dass es hart ist, eine gerechte Entlohnung zu finden. Gleichzeitig ist eine flächendeckende Beurteilung der Qualität des Unterrichts kaum durchführbar.
                      Ich meine, dass ich neulich etwas gelesen habe über ein "Benotungssystem" für Referendare in Bayern. Da bewerten die Schüler den Unterricht und dabei scheint es erstaunlich objektiv abzulaufen (Was man von Schülern ja nicht unbedingt erwarten würde).
                      Es ist vermutlich irrsinnig und bietet auch viel zu viel Missbrauchspotential, aber in einer idealen Welt wäre ein Bonussystem für Lehrer ne feine Sache. Aber wirklich in dem Sinne, dass gute Lehrer belohnt werden und nicht so, dass schlechte Lehrer bestraft werden.

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                        #12
                        Zitat von junkhead
                        Es gibt halt solche und solche. Ich musste schon einige Lehrer kennenlernen, die ihr Gehalt tatsächlich nicht wert waren... auch wenn ich damit Vorurteile schüre aber ich musste Mittfünfziger Lehrer oft mit den Fächern Sport, Geschichte oder Politik etc. erleben, die ihren Job echt scheisse machen. Sich nicht auf neue Anforderungen einstellen wollen, sich nicht weiterbilden, Kinder permanent nur schlecht reden usw. Die kriegen ein ziemlich gutes Gehalt, obwohl sie ihren Job meines Erachtens nicht (mehr) ordentlich machen. Der Großteil der Lehrer (meine Kollegen z.B.) stecken aber extrem viel Herzblut in ihren Job. Bilden sich ständig weiter, kümmern sich um jedes persönliche Schicksal, scheuen auch keine Auseinandersetzungen mit Eltern, bereiten sich ausführlichst vor (und reflektieren auch sehr gut). Für die ist die Bezahlung ordentlich aber auch nicht berauschend, wenn man sich mal die Verantwortung vor Augen hält, die sie tagtäglich haben. Das beginnt mit der einfachen Aufsichtspflicht und endet mit der Entscheidung über Bildungs- und damit auch Lebenswege.
                        Der Lehrerjob ist in unserer Gesellschaft leider nicht sehr hoch angesehen. Das ist in anderen Ländern anders und dementsprechend wird Ihnen dort auch ein höheres Gehalt (im Vergleich zu anderen Berufen) zugesprochen.

                        Ich bin selbst Lehrer an einer Privatschule. Ich verdiene bei weitem nicht das, was meine verbeamteten Studienfreunde z.B. in Hamburg verdienen. Ich heul nicht rum - ich komme klar und ich habe den Vorteil mein Gehalt auch verhandeln zu können.
                        Schnaufte.

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                          #13
                          Gibts ne Begründung oder einfach mal in den Raum geworfen?

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                            #14
                            verantwortungsargument ist in der tat lächerlich. das a13 äquivalent im ÖD hat in anderen bereichen wesentlich mehr verantwortung. beispielsweise leiter einer polizeiwache oder führer einer kompanie

                            E: sind sogar nur A12er

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                              #15
                              Wie kann man Lehrern denn bitte absprechen, dass sie eine Verantwortung tragen?
                              Mal abgesehen von der täglichen Verwantwortung bei der Beaufsichtigung der Schülerinnen und Schüler, tragen sie eine Verantwortung für die Ausbildung und Förderung der Schüler und für die Ausschöpfung der vorhandenen, individuellen Potenziale.
                              Die Schüler stellen nuneinmal die Zukunft dieses Landes dar, auch wenn sich das komplett abgedroschen anhört.

                              Wenn das keine Verantwortung ist, dann weiß ich auch nicht. Und nein, ich bin kein Lehrer...

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