Zitat von Braunbär
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Was ist schlimmer? Tote Menschen inside.
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Evtl ist das falsch rübergekommen, aber ich meine damit weniger Gesetzestreue oder "Wert des Lebens", sondern eher das Selbstverschulden des eigenen Todes. Häufig versucht das Gesetz aber auch uns vor dem Tod zu schützen.
Je mehr jemand seinen Tod in meinen Augen selbst zu verschulden hat, desto gleichgültiger ist mir dieser Tod.
Dass ich da noch "objektiven" Kriterien suche um meine subjektive Meinung zu bestätigen, wie du es nennst, ist doch natürlich. Die eigene Meinung wird doch immer durch irgendwelche Kriterien gebildet. Die aktuell eigene Meinung ist aber auch keine entgültige Meinung, sondern entwickelt sich immer weiter und wurde von Geburt an durch äußere Einflüsse beeinflusst. Dies geschieht aber so unbewusst, dass man, wenn man seine aktuelle Meinung anderen erklären soll/möchte, darauf angewiesen ist sich objektive Bewertungskriterien zu suchen um die aktuell eigene Meinung zu begründen bzw. zu erklären.
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Ich denke da kann man "verästelt" drüber nachdenken, hier mal paar Gedankenwege
1. Sehe ich das emotional und werte nach Gefühl oder fürchte ich mich vor einer Antwort auf meine Wertung?
2. Sehe ich das rational und werte nach Logik und meinem bisherigen Wissen?
Wenn 1.
-> 1.1. Ich möchte aufgrund der emotionalen und/oder sozialen Konsequenzen/Inhalte keine offene Wertung abgeben (wohl häufigste Reaktion).
-> 1.2. Ich stehe dazu, wie ich die Sache emotional empfinde (z.B. finde Kinder in Afrika schlimmer als den Einzelfall auf dem Spielplatz) und stelle mich einem Urteil.
Wenn 2.
Ich überlege, inwiefern diese Tode Auswirkungen haben und wie ich diese Einschätze, versuche dabei möglichst wenig aus Erfahrungen oder Ideen zu argumentieren und möglichst viel auf psychologischer Basis, was natürlich schwierig ist.
So könnte ich beispielsweise sagen, dass Erwachsene zwar einerseits evtl. besser mit Tod umgehen können, andererseits aber auch eher zu Vergeltung (ob gerechtfertigt oder nicht) fähig sind und dadurch weiteres Leid verursachen.
Ich könnte sagen, dass Kinder ihre Traumata zwar mit in ihr Leben mitnehmen, aber immerhin ist kein junges Leben vorbei. Andererseits kann das auch ein langes leidvolles Leben werden.
Ich kann sagen, dass Einzelfälle, die auf Unfällen und ihren (Vergeltungs-)Folgen beruhen weniger tragisch sind, als strukturelles Versagen (Kinder in Afrika). Andererseits kann ich sagen, dass das strukturelle Versagen immerhin von jemandem zu verantworten ist und veränderbar ist, während Unfälle wohl immer ein tragischer und unvorhergesehener Teil unseres Leben bleiben werden.
Es bleibt also dabei:
In dem spezifischen Fall würde ich sagen, dass der Tod des Kindes, also der Unfall, aus meiner Sicht tragischer ist, weil nicht nur ein Mensch stirbt, sondern ein anderer PLUS seiner Angehörigen und denen des Kindes auch für immer unter diesem Unfall leiden werden. Bei einem bewussten Mord dagegen würde ich sagen, dass mit dem Mörder immerhin eine Person weniger tragisch überrascht wird... Ach naja, bei sowas eine Wertung abzugeben bleibt eigentlich hinfällig.Zitat von Ryan DeMarcokommt immer drauf an..
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KerraN
ich glaube dass keines "schlimmer" ist. ich meine, wenn z.b. ein bekannter von mir stirbt ist es fuer mich natuerlich schlimemr als wenn z.b. unzaehlige menschen in afrika sterben. allerdingst denken die leute in afrika genauso. "was interessieren mich fremde menschen?" :D
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