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    #31
    Zitat von kid
    Im Grunde ist fast alles, was für uns "normal" ist, überflüssig. Ich persönlich möchte wenig von dem missen, was ich habe. Worauf ich verzichten kann: Plastik
    Aha, und wie? In unserer heutigen von Verpackungs- und Wegschmeißwut geplagten Gesellschaft ist das mitunter die unrealistischste Verzichtsabsicht. Gl, Hf Da schaffts eher noch der Junkie zum Straight Edger zu werden.

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      #32
      würde nicht mal auf autobahnen ohne tempolimit verzichten wollen. verzichte eigentlich auf nix.

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        #33
        "Verzichte" auf ein Auto, da in der Großstadt nicht benötigt.
        "Verzichte" aufs immer neuste Elektronik.
        "Verzichte" seit einigen Monaten zum Großteil auf unfaire Kleidung.
        Verzichte zum Großteil auf Gemüse aus dem Discounter. Sehe dagegen meine regionale Gemüsekiste im Abo als Bereicherung.

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          #34
          Bewusster Konsum der breiten Masse ist ungefähr so wahrscheinlich wie eine politisch aufgeklärte breite Masse.

          Ich weiß nicht, ob ich bewusst auf etwas verzichte. Ich würde eher sagen, dass ich versuche, nicht zu verschwenderisch zu leben. Im Vergleich zu manchen bleibe ich damit sicherlich ein Verschwender, andere denken, ich würde auf etwas verzichten. Mir ist das, was nach uns kommt, durchaus wichtig, mein aktuelles Leben ist allerdings vorranging. Daher versuche ich, aus dem Moment das Maximum zu holen, ohne in 20 Jahren ein wirklich schlechtes Gewissen haben zu müssen.

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            #35
            Zitat von Narsilion
            "Verzichte" auf ein Auto, da in der Großstadt nicht benötigt.
            "Verzichte" aufs immer neuste Elektronik.
            "Verzichte" seit einigen Monaten zum Großteil auf unfaire Kleidung.
            Verzichte zum Großteil auf Gemüse aus dem Discounter. Sehe dagegen meine regionale Gemüsekiste im Abo als Bereicherung.
            Passt bei mir genau so.
            Aber man kann es nicht verzichten nennen, wenn man es eh nicht will/braucht.

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              #36
              Zitat von Monk
              versteh irgendwie hannah nicht. einerseits ist sie keine vegetarierin sondern isst einfach nur wenig fleisch, wegen der schlechten ökobilanz, aber andererseits würde es sie "ekeln", wenn ihr freund wurst aus dem discounter essen würde? das fleisch hat doch die gleiche ökobilanz oO
              Da muss ich dir leider widersprechen. Fleisch aus dem Discounter hat eine deutlich schlechtere Ökobilanz als das Fleisch welches Hannah isst.
              Hannah holt ihr Fleisch vom Bauern/Metzger von dem Sie weiß wie das Tier aufgewachsen ist. Es ist stark davon auszugehen das sie Massentierhaltung auf Grund ihrer Aussage meiden wird.
              Im Discounter bekommst du nur Fleischprodukte aus der Massentierhaltung. Hier werden die Tiere in riesigen Hallen gehalten, ernährt, "beheizt". Die Nahrung kommt per Schiff aus den USA und wir dort in der Wüste geerntet. Wie das geht? Indem man Wasser in die Wüste bringt z.B. mit einem Staudamm. Dort wird der Boden völlig zerstört da keine 3 Felderwirtschaft betrieben wird (Stichwort: Monokulturen). Der Transport von gezüchtetem Getreide aus den USA nach Deutschland ist auf Grund von wirtschaftlichen Abkommen und Interessen nicht einfach so zu unterlassen.
              Die Aufbereitung des Fleisches wird teils von Menschenhand gemacht, aber vieles läuft über Roboter und natürlich über Fliessbänder. Das abgepackte Fleisch muss natürlich noch zum Discounter und das wird mit LKWs durchgeführt.

              Hannah hingegen fährt mit dem Fahrrad zum Bauern. Der Bauer wenn er krasser Profiökobauer ist. Erntet Gras bzw. Heu selbst, am besten noch ohne Maschine (eher unwahrscheinlich). Damit ernährt er seine Tiere (überschaubare Anzahl). Er schlachtet selbst oder gibt das Tier in die Schlachtung zum Metzger (kein Fliessband nur ein Kühlhaus). Und Hanna nimmt das Fleisch mit heim.

              Zusammenfassend: Anbau von Getreide (Zerstörung von Natur), Transport des Getreides und des Fleisches (Verschmutzung der Luft), Massentierhaltung (Energiebedarf), Schlachtung der Tiere (Energiebedarf). Wenn wir ganz kritisch sind, der 5 Minuten Weg mit dem Auto zum Discounter von Herrn Müller.


              Zum Thema:

              Verzicht auf Fliegen...könnte ich niemals. Ich bin viel zu neugierig das ich mir die schnelle und effiziente Möglichkeit so viel zu bereisen wie nur geht nehmen lassen möchte. Wobei man sagen muss das der Durchschnittsmensch diese Option ja gar nicht so oft nutzt wie eigentlich Möglich. Fliegen ist definitiv Luxus.

              Ich persönlich verzichte auf ein Auto. Ich wohne in einer Großstadt. Hier gibt es quasi alles in der Nähe. Weite Wege sind mit guter Bahnanbindung leicht zu erreichen. Kurze Wege mit dem Fahrrad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur in besonderen Ausnahmen nutze ich ein Auto (Transport von schweren, großen Dingen)

              Ich verzichte auch auf bestimmte Produkte von denen ich weiß wie bzw. unter welchen Umständen Sie produziert werden oder welche Firmen hinter diesen Produkten stecken und ich mit der Philosophie der Firma nicht einverstanden bin.
              Bsp. Nestle, Hilfiger, A&F, Müller, McDonalds etc.

              Aber wie auch viele andere "lassen" sich manche Dinge nicht vermeiden, obwohl man es besser weiß. Bequemlichkeit und gesellschaftliche Erziehung treiben uns einfach dazu.

              Wichtig ist das das Bewusstsein geschaffen wird, bzw. weiter geschaffen wird. Leider ist nicht jeder offen dafür da verzicht mit einem negativen Gefühl/Gedanken verbunden wird.
              "Mir wird etwas weggenommen, was ich "brauche oder haben muss"."
              Dieser Gedanke ist meines Erachtens gerade in den jüngeren Generationen extrem weit verbreitet. Markenbewusstsein gilt als positive Eigenschaft in dieser Gesellschaft. Wer etwas Besitzt ist etwas. Dies führt dazu, dass gar nicht darauf geachtet wird wie der Besitz Hergestellt wurde. Wichtig ist nur das man es hat. Das man sich selbst und seiner Umwelt damit schadet ist den meisten gar nicht klar bzw. wollen Sie es auch nicht wissen. Denn sie haben genug andere Probleme und etwas was man nicht mag in kurzer Zeit schlecht zu machen ist immer einfacher als hier 10000 Zeilen zu schreiben die sowieso keiner liest.

              Massen dazu zu Bewegen auf Dinge zu verzichten ist nur dann möglich wenn sich Menschen wirklich direkt angegriffen fühlen und es sie unmittelbar betrifft. Was interessiert es einen neureichen Bänker (nur ein Beispiel bitte nicht drauf festnageln). Ob sein neuer XXXX€ Armani-Anzug (auch nur ein Beispiel) von kleinen Kindern in Bangladesh genäht wurde, wenn nicht sein Sohn unter den Arbeitern ist. Ihm ist wichtig, dass er beim nächsten Kunden einen guten, seriösen Auftritt hinlegen kann und das Ding nach viel Geld aussieht. Genau wie seine YYYY€ Fliegeruhr, auf der er sowieso nicht die Zeit abließt weil er ein Handy hat.

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                #37
                Ich lebe einmal, und da dann zu verzichten ist schwer..!

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                  #38
                  Sehr guter Post, macman, vielen Dank dafür.

                  Wie auch davor schon festgehalten wurde, es gibt nicht nur Konsumwahn und völligen Verzicht, aber sich einfach mal bewusster machen, was hinter dem Konsumgut steckt, bringt schon einiges.

                  Ich versuche so gut es geht die Wegwerf-Mentalität einzuschränken, vor allem Kleidung wird lange getragen und nicht jeden Sommer eine komplett neue Garnitur gekauft.
                  Bei Lebensmitteln ist das natürlich weit schwerer, da ja alles aus Hygiene-Gründen x-mal abgepackt wird und man darauf auch nicht verzichten kann, bin hier auch noch auf keine Lösung gekommen.
                  Jedoch konnte ich zumindest ein Ding umstellen, was meinen Einkauf betrifft. Wenn ich nicht gerade mit dem Rucksack unterwegs war, wurden fast immer Tragetaschen genommen, meist aus Papier, weil Plastik ja schlecht für die Umwelt ist. Leider auch sehr falsch, Papier Tragetaschen haben erst dann eine bessere Ökobilanz als die aus Plastik, wenn man sie mind. 3x zum einkaufen benutzt, da die Herstellung aufwendiger ist. Für Stofftaschen wurde sogar der Faktor 5 genannt. Die beste Ökobilanz ergibt sich also, indem man Tragetaschen weit häufiger nutzt. Vor allem die kleinen gratis Sackerl an der Kassa sollen irrsinnig furchtbar sein.

                  Habe das Glück, 10 Minuten von Wien entfernt zu leben und bin dennoch nur 5 Minuten mit dem Rad beim nächsten Bauernhof, wo ich mir Kartoffeln, Karotten und anderes Gemüse, Eier und auch Fleisch kaufen kann, ohne dass diese tausende Lebensmittel-Kilometer hinter sich haben oder die Tiere unter nicht akzeptablen Bedingungen gelebt haben und vermutlich auch getötet wurden. Das heißt natürlich nicht, dass ich komplett auf Fleisch und Gemüse aus dem Supermarkt verzichte, beispielsweise vieles an Obst bekomme ich nirgends anders. Versuche aber dennoch, den Konsum exotischer Früchte gering zu halten.

                  Übrigens. Posts die darauf abzielen, dass "bewusster lebende" Menschen sich ja überlegen fühlen, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Bisher hat doch niemand etwas vorgeschrieben oder jemanden kritisiert, nur weil er auf nichts verzichten möchte, insofern sollte sich doch auch niemand angegriffen fühlen?!

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                    #39
                    Wurdet ihr Stoffwindeln oder Pampers benutzen für eure Kinder?

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                      #40
                      Zitat von MATZE1MAIKE
                      Wurdet ihr Stoffwindeln oder Pampers benutzen für eure Kinder?
                      Können die was? Da ich in naher Zukunft keine Kinder haben werde, hab ich mich damit noch nicht wirklich auseinandergesetzt :)

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                        #41
                        macman postete
                        Hannah hingegen fährt mit dem Fahrrad zum Bauern. Der Bauer wenn er krasser Profiökobauer ist. Erntet Gras bzw. Heu selbst, am besten noch ohne Maschine (eher unwahrscheinlich). Damit ernährt er seine Tiere (überschaubare Anzahl). Er schlachtet selbst oder gibt das Tier in die Schlachtung zum Metzger (kein Fliessband nur ein Kühlhaus). Und Hanna nimmt das Fleisch mit heim.
                        und dann wacht man aus der rosaroten welt wieder auf...
                        meinst du "der bauer erntet das heu selbst ohne maschine" wirklich ernst??

                        klar ist das irgendwo eine wunschwelt - aber wo gibt es denn überhaupt noch bauern, die das ganze futter selber anbauen und kein soja&co dazukaufen? und dazu noch in fahrradreichweite?

                        außerdem gehe ich von dem aus, was im artikel steht und nicht was man sich sonst noch so ausdenkt. und da ist die einfache rechnung "lokaler bauer = gut, discounter = böse" eben falsch, da die meisten bauern genauso kraftfutter aus übersee einkaufen und die ökobilanz, dank der kürzeren transportwege, nur minimal besser ist, als bei massentierhaltungen (übrigens können dank der hygiene richtlinien der EU viele bauern nicht mehr selber schlachten, so kommen auch beim lokalen bauern oft noch transportwege dazu)

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                          #42
                          Zitat von Monk
                          macman postete
                          Hannah hingegen fährt mit dem Fahrrad zum Bauern. Der Bauer wenn er krasser Profiökobauer ist. Erntet Gras bzw. Heu selbst, am besten noch ohne Maschine (eher unwahrscheinlich). Damit ernährt er seine Tiere (überschaubare Anzahl). Er schlachtet selbst oder gibt das Tier in die Schlachtung zum Metzger (kein Fliessband nur ein Kühlhaus). Und Hanna nimmt das Fleisch mit heim.
                          und dann wacht man aus der rosaroten welt wieder auf...
                          meinst du "der bauer erntet das heu selbst ohne maschine" wirklich ernst??

                          klar ist das irgendwo eine wunschwelt - aber wo gibt es denn überhaupt noch bauern, die das ganze futter selber anbauen und kein soja&co dazukaufen? und dazu noch in fahrradreichweite?

                          außerdem gehe ich von dem aus, was im artikel steht und nicht was man sich sonst noch so ausdenkt. und da ist die einfache rechnung "lokaler bauer = gut, discounter = böse" eben falsch, da die meisten bauern genauso kraftfutter aus übersee einkaufen und die ökobilanz, dank der kürzeren transportwege, nur minimal besser ist, als bei massentierhaltungen (übrigens können dank der hygiene richtlinien der EU viele bauern nicht mehr selber schlachten, so kommen auch beim lokalen bauern oft noch transportwege dazu)
                          reicht das nicht? wenn man dann noch die widerwärtigen bedingungen der massentierhaltung gegenrechnet, ist das doch schon eine äußert lohnenswerte alternative.

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                            #43
                            Zitat von reudigekatze
                            Ich finde das ist einfach wieder zu extrem, es gibt nicht nur den total übertriebenen Konsum und völliger Konsumverzicht. Ein gesunder Mittelweg sollte es sein. Wenn man mal reisen will, dann soll man das tun, wenn man Fleisch essen will, dann soll man Fleisch essen... aber alles eben in Maßen! Kompletter Verzicht ist doch komplett überzogen, wieso sollte man sich nicht auch einen kleinen Luxus leisten, schließlich lebt und arbeitet man auch dafür.
                            genau meine Einstellung, man kann halt alles in beide Richtungen übertreiben, übertriebener Konsum oder das Verhalten der Studenten aus den Spiegel Artikel.

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                              #44
                              Das nennt ihr verzichten? Was ist Verzicht für euch überhaupt?

                              So viele Leute hier schreiben, dass sie auf ein Auto "verzichten", weil sie keines benötigen. Ist das wirklicher Verzicht? Könntet ihr euch überhaupt ein Auto leisten?

                              Ein wirklicher Verzicht ist es in meinen Augen nur, wenn man etwas eigentlich gerne hätte oder tun würde und auch die Mittel dazu hätte aber bewusst darauf verzichtet, weil man es für besser hält, wegen ethischen und moralischen Beweggründen. Zum Beispiel kein Fleisch zu essen zum Wohl der Tiere, obwohl es einem schmeckt. Oder auf das Fliegen zu verzichten, obwohl man gerne andere Kontinente sehen würde.

                              Sonst kann jeder kommen und sagen, dass er auf all das verzichtet, was ihm eh nicht wichtig ist oder er sich nicht leisten kann. Das wäre witzlos.

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                                #45
                                Verzichte auf teure Produkte.

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