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Soziale Isolation?

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    #46
    Zitat von reanimation
    cyberpunk: Ich glaube die Ansicht, dass ich meine Traumfrau auch gammelnd zu Hause vor dem PC kennenlernen könnte, erscheint mir zu unrealistisch ;D.
    Aber beim regelmäßigen clubben? Du bist 22, hast dein ganzes Leben noch vor dir. Die meisten Beziehungen entstehen am Arbeitsplatz, Onlinedating gibts als letzte Ausflucht sonst auch noch. Es scheint wirklich so, als würde dich nicht die Isolation selber stören, sondern die Angst davor etwas zu verpassen.

    Wegen der Frau fürs Leben würde ich mir, besonders an deiner Stelle, weniger Sorgen machen. Wie gesagt, scheinst ja ein gewisses Charisma zu haben und fast jede dritte Beziehung entsteht am Arbeitsplatz. Etwas "verpassen" wirst du natürlich trotzdem, aber hier musst du dann eben deine Prioriäten setzen: Möchtest du mögliche viele Dinge erleben mit den Menschen die dich so wenig interessieren, oder möchtest du deine Ruhe haben? Diese beiden Vorhaben unter einen Hut zu bringen geht ja nur bedingt.

    Ich kann aber durchaus verstehen, dass du dich vllt. ein wenig "unsicher" fühlst. Auf Dauer alleine zu sein ist ja durchaus als unnormal anzusehen in unserer Gesellschaft, daraus können natürlich schonmal Zweifel resultieren. Wenn es wirklich nur das ist, kannst du dich aber dran gewöhnen. Sowas geschieht nicht über Nacht oder über eine Woche und es kann immer mal vorkommen, dass man sich trotzdem nach sozialem Umgang "sehnt", aber im Endeffekt ist es für viele Leute nunmal der angenehmere Weg. Wie gesagt, deine Traumfrau zu finden und eine Familie zu gründen, oder was auch immer dein "Traum" ist, ist davon erstmal unabhängig.

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      #47
      Hast du im Internet Menschen die dich mehr interessieren oder die du sogar eher als gute Freunde bezeichnen würdest? Oder hast du dort dasselbe Problem?

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        #48
        Zumal du immer irgendetwas verpassen wirst. Wenn du am Wochenende mit deinen Buddies die Clubs unsicher machst, was trinken gehst und Frauen kennenlernst, verpasst du währenddessen auch all die anderen Dinge, die du stattdessen machen könntest. So ist das nunmal im Leben.

        Ich kenne auch Menschen, die sind so gepolt, dass sie IMMER jeden Tag irgendwas machen müssen, tausend Leute kennenlernen müssen und immer menschlichen Umgang brauchen. Das könnte ich nicht... das wäre der pure Stress auf Dauer. Wenn man glücklich ist auch einfach mal alleine zu sein und auf den Rest zu scheissen, warum denn dann nicht?

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          #49
          Zitat von CP3
          Hast du im Internet Menschen die dich mehr interessieren oder die du sogar eher als gute Freunde bezeichnen würdest? Oder hast du dort dasselbe Problem?
          wo wir dabei sind. ich hab eigentlich alle freunde online kennengelernt. ich musste mich da auch nie verstellen und ich bin recht schwierig, wenn ich normal bin, auch wenn ich netter typ bin :/

          finds schwierig im rL die richtigen rauszupicken. beim inet war das vorselektiert und man hatte direkt welche mit ähnlichen interessen. meine reinen rL-freunde haben dann irgendwann angfangen zu clubben und das ist einfach gar nicht meine welt

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            #50
            @ cyberpunk: Es ist schwer zu beschreiben inwiefern ich mich "verstelle". Wahrscheinlich ist verstellen auch gar nicht der richtige Ausdruck. Ich kann nur sagen, dass ich das Gefühl habe, nicht ich sein zu können, weil ich eben anders bin, als die restlichen Leute, die mit dabei sind.

            Ich empfinde Ehrlichkeit in Freundschaften/Beziehungen auch als eine komplexe Angelegenheit. Jeder Mensch ist eben sich selbst am Nächsten und ich glaube, dass auch ein "bester Freund", nicht ehrlich sein würde, wenn bei ihm alles schlecht laufen würde und bei dir hingegen alles super. Es kommt eben darauf an wie man Ehrlichkeit definiert. Es gibt Menschen die sagen ihrer Freundin, dass ihr Outfit top aussieht, obwohl man es im Grunde völlig besch*ssen findet. Ist ein Mensch wirklich ehrlich, oder sagt er das nur, weil man mit ihm befreundet ist?

            Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe mit meiner Freundin Streit, sie redet mit ihrer besten Freundin, weil sie sich im Recht fühlt. Welche beste Freundin würde dann schon sagen: "Ne du, also ich finde ja dein Freund hat völlig recht."? War auch in der Vergangenheit immer eine Sache, die ich sehr problematisch fand. Neutralität ist in Freundschaften einfach nicht richtig gegeben. Es fällt mir schwer an dieses "jemand der in allen Lebenslagen zu mir hält", zu glauben, ich sehe das eher als "jemand der in allen Lebenslagen zu mir hält, weil er ja mit mir befreundet ist". Abgesehen davon denke ich, das Freundschaft nur dann entstehen kann, wenn man sich in irgendeiner Art am anderen bereichern kann und ich suche da eher etwas Anderes. Dieses bereichern bezieht sich übrigens nicht auf Geld oder Gegenstände, sondern eher auf Vorteile, die man durch die andere Person hat.

            @ Monk: Manchmal denke ich auch, dass eine Beziehung in meinem jungen Alter sowieso nicht besonders lange hält, Aber ab wann sonst? Sagen kann das eben niemand. Ist es lohnenswert überhaupt jetzt schon eine Frau kennen zu lernen? Eventuell ist auch das ein Faktor, der Desinteresse verursacht. Durch meine vier Beziehungen habe ich ja auch bemerkt, das irgendetwas immer zu Komplikationen geführt hat. Manchmal lächerliche Dinge, manchmal kompliziertere. Ich wünsche mir natürlich eine tolle Frau, aber ich habe eventuell auch ein bisschen den Glauben daran verloren. Jetzt wo mein Desinteresse gestiegen ist, ist das Kennenlernen natürlich zusätzlich schwieriger geworden. Ob im Internet oder in der Realität macht da glaub ich keinen großen Unterschied, da geb' ich dir recht.

            @ CP3: Interessante Frage, die ich schwer beantworten kann. Auch im Internet habe ich oft das Gefühl mich anpassen zu müssen, allerdings gibt es auch durch das Internet Menschen mit denen ich tolle und lustige Zeiten in Bezug auf's Zocken erlebt habe. Menschen die ich auch ungern missen würde, aber als richtige Freunde, würde ich das wahrscheinlich nicht bezeichnen. Ich denke da unterscheide ich zu sehr zwischen virtueller Realität und der echten.

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              #51
              Zitat von cyberpunK
              Zitat von 1974
              Falls möglich nimm dir mal ein Jahr Auszeit und geh auf Reisen. Dann lernst du Leute treffen die sicher auch für dich interessant sind und findest dich vielleicht auch. Betrifft sowohl deinen Beruf, als auch dein womögliches zukünftiges Umfeld.
              Falls du noch nicht viel gereist bist, wirst du dich wundern wie anders die Menschen bzw. deren Mentalität im Ausland sein kann :)
              Genau diese Vielfalt ist es doch, die helfen kann aus diesem sozialen Loch zu kommen. Also keine Ahnung - war noch nie so "sozial isoliert".

              Das Thema Reisen wäre ja sowieso durch aufgrund des Jobs.

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                #52
                @ 1974: Auf Seite 2 um 14:49 Uhr habe ich dir beschrieben, wieso so eine Reise für mich nicht möglich ist, vielleicht hast du das ja überlesen.

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                  #53
                  Versteh dein Problem ehrlich gesagt nicht bzw warum du dir deshalb so einen Kopf machst? Wenn du irgendwann unglücklich bist änderst du halt was aber atm scheint doch alles ok zu sein ?

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                    #54
                    Natürlich ist eine Freundschaft auch ein geben und nehmen. Man gibt eine gewisse Sicherheit / ein gewisses Vertrauen und erhält im optimalen Fall auch das selbe zurück.
                    Natürlich ist niemand immer zu 100% ehrlich, aber ich persönlich versuche hier was enge Freunde angeht auch kein Blatt vor den Mund zu nehmen und auch unangenehme Wahrheiten / meine Meinung auszusprechen. Genauso ist es mir wichtig, dass meine Freunde wissen, dass sie das selbe für mich tun können und ich nicht belogen werden will "um meine Gefühle zu schonen" oder so nen crap.
                    Im Endeffekt kann man alles auf egoistische Triebe zurückführen, aber ich sehe daran nichts schlimmes, wenn man es mag Personen zu haben, auf die man sich verlassen kann (wobei dies ein streitbarer Punkt ist, da man es wirklich immer erst weiß, wenn man wirklich darauf angewiesen ist). Man muss eben selbst abschätzen wem man hier in wie weit vertraut, denn wie schon vorher gesagt, ist niemand perfekt / handelt jeder irgendwo aus egoistischem Interesse. Damit muss man einfach klarkommen und es akzeptieren.

                    Um es kurz zu machen, ist ein "echter" Freund in meinen Augen keiner, der es nötig hat wegen Kleinigkeiten vor mir rumzulügen um mich zu schonen, sondern jener, welcher mir knallhart auch ehrlich die Meinung ins Gesicht sagt, auch wenn sie mir nicht schmeckt.

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                      #55
                      Naja, fühlst du dich denn wirklich einsam?

                      Ich halte von diesen ärztlichen Diagnosen nichts, aber ich kenne selbst Menschen die das "Asperger-Syndrom" haben sollen.

                      Also das kam mir so beim Lesen in den Sinn, denn die Personen die ich mit dem Asperger-Syndrom kenne, sind auch sehr Intelligent und sagen von sich, dass sie Probleme damit haben die Emotionen anderer zu deuten, und sie bezeichnen sich auch als Egomanen.

                      Das mit Intelligent habe ich aus deiner kleinen Schul-Story geschlossen.
                      Egomanen - Keinesfalls negativ gemeint

                      Wie auch immer, dass kam mir wie gesagt nur beim Lesen so in den Sinn, ich urteile nicht, vielleicht diene ich dir damit.

                      Alles Liebe.

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                        #56
                        Das mit den Unterhaltungen kann ich verstehen. Meistens ist es sowieso nur ein gegenseiter Monolog, selten ein wirklicher Dialog.

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                          #57
                          ich glaube du nimmst du selbst zu ernst/wichtig, wodurch dann das mangelnde interesse an den mitmenschen, die nur "who the hell cares" - zeug tun, entsteht. die meisten denken wahrscheinlich im gegenzug genau dasselbe von dir, v.a. die frauen :)

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                            #58
                            Zitat von reanimation
                            [...]Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass mich 99 % meiner menschlichen Mitbürger einfach überhaupt nicht interessieren. Ich weiß nicht über was ich mich mit den meisten Menschen unterhalten sollte und oft frage ich mich, wieso ich das überhaupt tun sollte[...]
                            Das hat völlig gereicht um das Problem zu erkennen. Ich habe das schon so oft von Menschen, die kaum soziale Kontakte haben oder größere Gruppen scheuen, gehört.
                            Es ist nichts weiter als persönliche Eitelkeit und Arroganz (no offense, betrifft mich oft genug genauso) sowie ein wenig Angst, dass man von der Gruppe abgewiesen wird.

                            Mit der Aussage, dass einen die anderen nicht interessieren hat man eine wunderbare Ausrede und schmeichelt sich auch noch selbst. Man ist ja schließlich der kluge, missverstandene Mensch.


                            Warum solltest du das "überhaupt" tun? Ja nee ne... warum solltest du dich dazu herablassen mit anderen Menschen zu kommunizieren? Muss man sich deine Aufmerksamkeit und dein Interesse erst verdienen oder was?
                            Wo das hinführt, siehst du ja: du fühlst dich isoliert. Das wäre wohl der Hauptgrund, warum das "überhaupt" tun sollte.


                            Also: auch wenn es Überwindung kostet, einfach mal ein Herz fassen und go for it.

                            P.s. und manchmal hat man halt einfach keinen Bock auf Menschen. Aber das darf nicht zur Gewohnheit werden.

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                              #59
                              Zitat von arcana
                              ich glaube du nimmst du selbst zu ernst/wichtig, wodurch dann das mangelnde interesse an den mitmenschen, die nur "who the hell cares" - zeug tun, entsteht. die meisten denken wahrscheinlich im gegenzug genau dasselbe von dir, v.a. die frauen :)
                              hab ich beim lesen auch gedacht
                              /e: und das was crz schreibt

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                                #60
                                @ Lightbeing: Kein Problem, ich fühle mich nicht wirklich schnell von so einer Aussage beleidigt. Egoman trifft in gewisser Weise natürlich zu. Mit den Krankheiten bzw. Persönlichkeitsstörungen habe ich mich auch schon beschäftigt und finde viele Eigenschaften die sich überschneiden. Aber wenn das wirklich so sein sollte, wäre das wahrscheinlich schon irgendwann erkannt worden.

                                @ j0hnnyb0b: Ja, eine tragische Sache. Hat mein ganzes Leben zerstört ;( ;D.

                                @ arcane: Ich würde nicht sagen, dass ich am "Sheldon-Syndrom" leide ;), ich empfinde andere nicht als unwichtig. Ich akzeptiere andere so, wie sie sind, allerdings kann ich in den meisten Fällen eben kein großartiges Interesse aufbauen. Genauso wie du kein Interesse für sagen wir Modellflugzeuge aufbringen kannst, ist das eben bei mir mit vielen anderen Mitmenschen so.

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