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Akzeptanz von behinderten Menschen

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    Akzeptanz von behinderten Menschen

    Abend RM,

    fast jeder sollte schon einmal in der Situation gewesen sein, einem behinderten Menschen (egal ob geistlich oder körperlich) begegnet zu sein.

    Wie verhaltet ihr euch ihnen gegenüber? Ist es euch peinlich, werdet ihr nervös oder könnt ihr erst gar nicht mit behinderten Menschen umgehen?

    Ich persönlich finde, dass die Akzeptanz in Deutschland einfach nur schrecklich ist. Mein FSJ habe ich in einer Behinderteneinrichtung gemacht und da ich einen schwer körperlich behinderten Menschen in meiner näheren Verwandtschaft habe, kann ich das meiner Meinung nach recht gut beurteilen.

    Es gibt doch nichts Schlimmeres für behinderte Menschen, als ständig auf der Straße nur angeschaut zu werden. Bei meinem FSJ habe ich alleine mehrere Monate gebraucht, um überhaupt zu verstehen, wie jeder dieser Menschen tickt, was ich ihnen gegenüber sagen darf und wie man jedem einzelnen am Besten begegnet. Diese Menschen sind so verschieden, können aber gleichzeitig so verdammt liebenswert sein, wenn man sie als normale Menschen akzeptiert.

    Wie seht ihr das?

    #2
    Mir (wie sicher vielen anderen auch) fehlt einfach die Erfahrung im Umgang mit körperlich/geistigen eingeschränkten Menschen, somit verhaltet man sich automatisch unnatürlich, wenn man mit ihnen zu tun hat.

    Ich zb überleg mir dann immer, wie ich mich am besten normal verhalte, aber allein der Gedankengang zeigt ja schon, dass ich unsicher im Umgang mit diesen Personen bin und dass ich nicht genau weiß wie ich damit umgehen soll. Und das wird sich sicher auch erst ändern, wenn ich regelmäßigen Umgang mit diesen Personen habe.

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      #3

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        #4
        *akzeptanz

        ich behandele behinderte menschen genauso wie normale menschen. mache da keine unterschiede

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          #5
          Hab zivi in ner behindertenwerkstatt der lebenshilfe gemacht. no problem

          Zitat von lilalu
          Diese Menschen sind so verschieden, können aber gleichzeitig so verdammt liebenswert sein, wenn man sie als normale Menschen akzeptiert.

          Wie seht ihr das?
          genau so

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            #6
            Alleine der Versuch sich der Person anzupassen zeigt doch, dass man diese Person nicht "genauso wie jeden anderen Meschen behandelt".

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              #7
              Zitat von Zoddom
              Hab zivi in ner behindertenwerkstatt der lebenshilfe gemacht. no problem
              Ich kenne auch jemanden, der Zivi dort gemacht hat. Leider hat er sich bei seinen Kumpels, um cool zu wirken, über diese Menschen lustig gemacht und Sachen erzählt, die absoluter no-go sind. Finde es sehr schade, wenn jemand dort arbeitet, aber nicht wirklich Bindung zu diesen Menschen aufbauen kann.

              Als ich damals mit dem FSJ aufgehört habe und mir meine Gruppe etliche selbst gebastelte Geschenke gemacht haben, das hat mich echt umgehauen. Ich besuche sie alle 3 Monate und bin immer wieder erstaunt, wie herzlich begrüßt ich werde und wie alle mich noch kennen.

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                #8
                Als ich Zivi gemacht habe, musste ich die Behinderten mitm Bus zur Werkstatt fahren, wo sie Vogelhäuser gebaut haben.

                Hab teilweise nicht richtig lenken können vor lachen, die sind echt immer für nen Brüller gut. Deswegen bin ich auch pro Behinderte. Finds klasse, wie die in die Gesellschaft integriert werden!

                mfg

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                  #9
                  Zitat von lilalu
                  Bei meinem FSJ habe ich alleine mehrere Monate gebraucht, um überhaupt zu verstehen, wie jeder dieser Menschen tickt, was ich ihnen gegenüber sagen darf und wie man jedem einzelnen am Besten begegnet.
                  Da haste schon nen Grund gegeben, wo für viele Menschen ein Problem im Umgang liegt. :/

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                    #10
                    Zitat von lilalu
                    ...Ich persönlich finde, dass die Akzeptanz in Deutschland einfach nur schrecklich ist...

                    Es gibt doch nichts Schlimmeres für behinderte Menschen, als ständig auf der Straße nur angeschaut zu werden...
                    Mehr sagst du nicht was so schrecklich ist. Ist für mich ein bissel mager. Wenn da in der Stadt jemand mit nem Einrad her fährt wird wird der denk ich mal überdurchschnittlich angeschaut. Wenn ne hübsche Frau nice gekleidet durch die Stadt läuft wird sie sicherlich überdurchschnittlich angeschaut. Wenn ein Behinderter durch die Stadt geht und somit auch aus dem allgmeinen Bild raussticht ist das mit Sicherheit nichts schlimmes und mit Sicherheit nicht ungewöhnliches, wenn er angeschaut wird. Und das hat nichts mit der Behinderung zu tun, sondern damit, dass er auffällig anders zur Masse ist, wie der Einradfahrer und die hübsche Frau!

                    Damit will die hübsche Frau leben, damit müssen gesunde Leute leben die gerne Einrad fahren, damit müssen gesunde Menschen leben die 2,10m groß sind und damit müssen auch Behinderte leben. Für Behinderte gibt es keine Extrabehandlung, ich denke das ist auch gut so! Ich denke wenn man selbst als Behinderter damit klar kommt, dann versteht man das genau so.

                    Edit: Ob Festival oder Bus oder beim Fussball habe ich bisher immer Rücksicht und unaufgeforderte Mithilfe erlebt, wenn es um Behinderte geht. Ich selbst habe Rollstuhlfahrer, die zwar altersbedingt darauf angewiesen waren, aber das macht keinen Unterschied, zu Fußballspielen begleitet, in meiner Zivizeit. Du solltest deine Meinung mit dem "schrecklick" noch mal überdenken, oder andere Beispiele/Begründungen bringen!

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                      #11
                      Bei nem Zivi/FSJ/Sozialdienst whatever passiert denk ich beides.
                      Auf der einen Seite verliert man dieses "instant Mitleid" wenn man einen Behinderten sieht, weil man sie als echte Menschen kennen und respektieren lernt.

                      Auf der anderen Seite muss man mit denen sein Tagwerk verrichten, und wenn dann da halt einer mal schwerer als gewöhnlich von Begriff ist kann einen der "downie" auch mal aufregen. Meiner Meinung nach auch irgendwo ein Teil der Integration, solange man nicht anfängt sich unfair zu verhalten.

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                        #12
                        Bin in der Grundschule in eine sogenannte i-Klasse gegangen und habe so relativ früh den Umgang mit behinderten Menschen "gelernt". Zudem ist mein Cousin geistig/körperlich behindert und trotzdem eines der nettesten Menschen, die ich kenne.

                        Immer gut gelaunt, wenn er seine Verwandten sieht und ist freundlich zu jedem. Es ist etwas schwierig mit ihm sich zu unterhalten, weil er sehr schnell und undeutlich redet. Ich forder ihn dann meistens auf langsamer zu sprechen, muss das auch mehrmals wiederholen, aber dann kann man sich über seine Themen unterhalten. Auch wenn es immer dieselben sind :)

                        Mir macht es absolut nichts aus und ich kann Leute nicht verstehen, die sich nicht darauf einlassen können.

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                          #13
                          Zitat von FLAMONGO
                          Ist die englische version jetzt cooler oder das ende anders?

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                            #14
                            Zitat von Uwe on the Rocks
                            Als ich Zivi gemacht habe, musste ich die Behinderten mitm Bus zur Werkstatt fahren, wo sie Vogelhäuser gebaut haben.

                            Hab teilweise nicht richtig lenken können vor lachen, die sind echt immer für nen Brüller gut. Deswegen bin ich auch pro Behinderte. Finds klasse, wie die in die Gesellschaft integriert werden!

                            mfg
                            Dito. Habe viel Spaß mit denen gehabt, echt extrem lustige Sachen auch angestellt. Hab mehreren Sprichwörte beigebracht wie: "Schlag vorn Hals" und so weiter. Wenn er das dann immer gesagt hat, war es einfach richtig lustig.

                            Die Integration wird meiner Meinung nach aber zu wenig gefördert. Klar, gibt es Werkstätten in denen behinderte Menschen arbeiten können, aber selbst diese können nur mithilfe von extremen Zusatzzahlungen überleben. Finde es immer schön zu wissen, wenn ein Unternehmen etwas bei einer Werkstatt für behinderte Menschen kauft, obwohl es vielleicht ein paar Cent pro Stück teurer ist.

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                              #15
                              Zitat von Julian
                              Mir (wie sicher vielen anderen auch) fehlt einfach die Erfahrung im Umgang mit körperlich/geistigen eingeschränkten Menschen, somit verhaltet man sich automatisch unnatürlich, wenn man mit ihnen zu tun hat.
                              Das trifft es eigentlich ganz gut. Wenn du eine behinderte Person wie jede andere behandelst trittst du nur in Fettnäpfchen. Dann siehst du ironischerweise noch mehr wie einer aus, der sich über die Person lustig machen will.


                              E: Siehe hier:



                              Zitat von lilalu
                              Es gibt doch nichts Schlimmeres für behinderte Menschen, als ständig auf der Straße nur angeschaut zu werden.
                              Das hört sich eher nach #aufschrei an. Sollen wir jetzt mit Behindertenscheuklappen durch die Gegend laufen? Wenn sie niemand anguckt dann wollen wir nichts von ihrer Existenz wissen, 1933 r3. Letztendlich helfe ich jeder Person, wenn sie im Alltag in Schwerigkeiten ist, behinderte Menschen sind das nun mal öfter und ich habe bisher keine erlebt, die sich darüber beschwert hätten (nach dem Motto "du hilfst mir doch nur weil ich behindert bin").


                              E: Es hört sich auch eher so an, als würdest du mehr die Integrierung der Behinderten in die Gesellschaft thematisieren wollen, "Akzeptanz" (wie es im Topic steht) ist für mich schon noch eine kleine Spezifizierung.

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