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Akzeptanz von behinderten Menschen

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    #16
    einfach eisz joinen

    da lernt man den umgang mit geistig behinderten

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      #17
      hab vor paar jahren zivi in einer hauptschule gemacht und nen behindeten betreut (der hatte muskelschwund und so nen e-rolli, die dinger wiegen gute 100kg mit akku). war extrem positiv überrascht, wie sich die schüler um ihn gekümmert haben und auch generell sind mir in 6 monaten keine merkwürdigen blicke o.ä. aufgefallen.

      mitten im unterricht hat es auf einmal geknallt und das eine rad von seinem rolli ist abgebrochen, sofort haben sich 10 leute angeboten mir zu helfen den jungen in den behindi-transporter zu bringen

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        #18
        Zitat von Duke
        Zitat von lilalu
        ...Ich persönlich finde, dass die Akzeptanz in Deutschland einfach nur schrecklich ist...

        Es gibt doch nichts Schlimmeres für behinderte Menschen, als ständig auf der Straße nur angeschaut zu werden...
        Mehr sagst du nicht was so schrecklich ist. Ist für mich ein bissel mager. Wenn da in der Stadt jemand mit nem Einrad her fährt wird wird der denk ich mal überdurchschnittlich angeschaut. Wenn ne hübsche Frau nice gekleidet durch die Stadt läuft wird sie sicherlich überdurchschnittlich angeschaut. Wenn ein Behinderter durch die Stadt geht und somit auch aus dem allgmeinen Bild raussticht ist das mit Sicherheit nichts schlimmes und mit Sicherheit nicht ungewöhnliches, wenn er angeschaut wird. Und das hat nichts mit der Behinderung zu tun, sondern damit, dass er auffällig anders zur Masse ist, wie der Einradfahrer und die hübsche Frau!

        Damit will die hübsche Frau leben, damit müssen gesunde Leute leben die gerne Einrad fahren, damit müssen gesunde Menschen leben die 2,10m groß sind und damit müssen auch Behinderte leben. Für Behinderte gibt es keine Extrabehandlung, ich denke das ist auch gut so! Ich denke wenn man selbst als Behinderter damit klar kommt, dann versteht man das genau so.

        Edit: Ob Festival oder Bus oder beim Fussball habe ich bisher immer Rücksicht und unaufgeforderte Mithilfe erlebt, wenn es um Behinderte geht. Ich selbst habe Rollstuhlfahrer, die zwar altersbedingt darauf angewiesen waren, aber das macht keinen Unterschied, zu Fußballspielen begleitet, in meiner Zivizeit. Du solltest deine Meinung mit dem "schrecklick" noch mal überdenken, oder andere Beispiele/Begründungen bringen!
        Seh ich auch so. Wer behauptet, dass ihm behinderte Leute nicht besonders auffallen lügt. Wenn ich da dann absichtlich weggucke, behandle ich ihn doch anders als andere Menschen, und das will ich ja eben nicht.

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          #19
          mein cousin ist seit seiner geburt im rollstuhl+ spastisch veranlagt.
          hatte 3 monate praktikum im seniorenbereich.

          kann obv locker damit umgehen

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            #20
            Zitat von lilalu
            Es gibt doch nichts Schlimmeres für behinderte Menschen, als ständig auf der Straße nur angeschaut zu werden.
            Das hört sich eher nach #aufschrei an. Sollen wir jetzt mit Behindertenscheuklappen durch die Gegend laufen? Wenn sie niemand anguckt dann wollen wir nichts von ihrer Existenz wissen, 1933 r3. Letztendlich helfe ich jeder Person, wenn sie im Alltag in Schwerigkeiten ist, behinderte Menschen sind das nun mal öfter und ich habe bisher keine erlebt, die sich darüber beschwert hätten (nach dem Motto "du hilfst mir doch nur weil ich behindert bin").
            [/quote]

            Dann ist es falsch rübergekommen. Wir hatten ein Projekt von einem FSJ-Seminar aus, da habe ich mich in einen Rollstuhl gesetzt und bin durch die Innenstadt gefahren. Wir sollten so tun, als ob wir z. B. in einem Geschäft nicht an ein Produkt kommen oder es nicht schaffen, die Bordsteinkante hochzufahren.

            Es haben mich so viele Leute angestarrt, aber kaum jemand hat mir geholfen. Selbst als ich an der Kasse den genauen Cent Betrag passend gezahlt habe, hat sich die Verkäuferin nicht getraut mich anzuschauen und als ich ihr einen schönen Tag gewünscht habe, hat sie mir hinterhergeschaut (hatten jeweils 2 Leute mit die alles beobachten haben).

            Eben diese haben mir auch gesagt, ich habe meine Rolle super gespielt. Ähnliche Erfahrungen haben auch die anderen aus dem Seminar gemacht, die auch in der Innenstadt unterwegs waren. Das meine ich mit "angeschaut werden".

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              #21
              Zitat von lilalu
              Bei meinem FSJ habe ich alleine mehrere Monate gebraucht, um überhaupt zu verstehen, wie jeder dieser Menschen tickt, was ich ihnen gegenüber sagen darf und wie man jedem einzelnen am Besten begegnet.
              Verstehe jetzt nicht genau wofür du mehrere Monate gebraucht hast. Arbeite seit knapp 4 Jahren in einem Altenheim wo ich Zivi gemacht habe und dort sind auch geistig behinderte Kollegen sowie körperlich behinderte Bewohner und habe sie von Anfang an so behandelt wie jeden anderen in meinem Umfeld auch. Würde ich umgekehrt auch erwarten.

              Wenn ich mit einen von denen mit dem Rollstuhl in der stadt unterwegs bin, ist mir bisher auch nichts besonders negativ aufgefallen in Sachen "Akzeptanz"

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                #22
                ich muss ehrlich zugeben, es ist einfach ein komisches gefühl, wenn man in eine situation mit einem behinderten menschen kommt. man wird automatisch überhöflich, ähnlich wie bei sehr alten menschen

                aber bis auf die üblichen situation in öffentlichen verkehrsmitteln habe ich eigentlich auch keine erfahrung damit gemacht. ist bei uns in der verwandtschaft auch niemand behindert, von daher fehlt wie schon gesagt erfahrung

                ansonsten ist dieses anstarren oder gar mit dem finger zeigen natürlich extrem unhöflich.

                ich war vorgestern in einer bar, dort hat ein kellner gewisse ticks gehabt... allerdings kamen die erst spät zum vorschein (denke mal die medikamente haben nachgelassen). weiß jetzt auch garnicht ob das so direkt als behinderung gilt, jedenfalls als er uns später nochmal bediente und sein gesicht unkontrolliert zuckte war ihm das furchtbar peinlich. ehrlich gesagt war ich dann aber so beeindruckt, dass ein mensch mit solchen handicap so einen nebenjob macht (war ziemlich jung, denke mal student), dass ich ihm das auch gesagt habe.

                da war er gleich erleichtert, viel entspannter und wirklich dankbar

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                  #23
                  Ich finde das sehr viele Menschen in Deutschland sehr hilfsbereit und offen für behinderte sind. Es sind mir immer wieder so kleine aktionen z.b. in der bahn aufgefallen wo menschen als beispiel einen blinden an die hand genommen haben und ihn beim ein/aussteigen oder hinsetzen geführt haben und den weg beschrieben haben.

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                    #24
                    Ich hab während des Studiums auf 400 Euro Basis für das Rote Kreutz gearbeitet und 2 mal pro Woche einen, nach einem Autounfall, schwerbehinderten zur Wassertherapie gefahren. Das war vom umziehen, duschen und mitbaden das volle Programm. Im Nachhinein muss ich sagen, dass mir das wirklich sehr leicht gefallen ist. Er war zwar, was den geistigen Zustand anging, immer zwischen Erwachsenem und 12jährigem gefangen, ich würde aber dennoch sagen, dass es einen Unterschied zwischen geistiger und körperlicher Behinderung gibt, zumindest was mich angeht. Mir würde denke ich die Empathie für geistig schwer behinderte Menschen fehlen. Das soll nicht heißen, dass ich mit ihnen nicht auskommen würde, nur hätte ich Angst die Verantwortung für sie zu übernhemen.
                    Ich glaube außerdem, dass ein paar wenige behinderte Menschen, alle anderen in Verruf bringen können. Ich mag es nicht wenn man permanent auf Mitleid besteht. Sicherlich haben sie ein größeres Päckchen zu tragen als andere, allerding sollte Toleranz immer auf Gegenseitigkeit beruhen. Wenn jemand also nicht so gut mit behinderten Menschen zurecht kommt sollten diese dafür auch Verständnis aufbringen können, solange sie dadurch keine Nachteile erhalten.

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                      #25
                      Zitat von Jude Lawl
                      Zitat von lilalu
                      Bei meinem FSJ habe ich alleine mehrere Monate gebraucht, um überhaupt zu verstehen, wie jeder dieser Menschen tickt, was ich ihnen gegenüber sagen darf und wie man jedem einzelnen am Besten begegnet.
                      Verstehe jetzt nicht genau wofür du mehrere Monate gebraucht hast. Arbeite seit knapp 4 Jahren in einem Altenheim wo ich Zivi gemacht habe und dort sind auch geistig behinderte Kollegen sowie körperlich behinderte Bewohner und habe sie von Anfang an so behandelt wie jeden anderen in meinem Umfeld auch. Würde ich umgekehrt auch erwarten.

                      Wenn ich mit einen von denen mit dem Rollstuhl in der stadt unterwegs bin, ist mir bisher auch nichts besonders negativ aufgefallen in Sachen "Akzeptanz"
                      Ich hatte eine sehr schwierige Gruppe, in der empfindliche behinderte Menschen waren, bei denen jedes Wort z. B. einen Agressionsanfall auslösen konnte. Und davon gab es 20 Stück, jede Person musste anders behandelt werden, damit es nicht ausartet. Mein Chef hat mehr als 10 Jahren dort gearbeitet und trotzdem wurde der Raum schon mehrmals aufgrund eines Anfalls verwüstet.

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                        #26
                        bekannte von freunden zu uns ist geistig und körperlich behindert, ihre mutter hat kontergan(?) genommen. total netter mensch, war anfangs aber auch recht zögerlich und ängstlich ihr gegenüber, einfach weils total ungewohnt ist. sind aber auch nur menschen, die eben etwas anders sind, aber mehr auch nich

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                          #27
                          http://videos.t-online.de/dreister-abschlepp-betrug/id_62058734/index

                          Passendes Video ;)

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                            #28
                            Zitat von anderson
                            *akzeptanz

                            ich behandele behinderte menschen genauso wie normale menschen. mache da keine unterschiede
                            Ich nicht, und du hoffentlich auch nicht. Behinderte sind gleichwertig, deswegen behandle ich sie aber nicht gleich.

                            Wenn eine Blinde vor mir ewig lange an der Kasse braucht und die Kassiererin drölfzig Sachen fragt, dann bin ich da nachsichtig und überleg mir, wie lächerlich meine Probleme dazu sind.
                            Wenn ein geistig Behinderter anfängt rumzustressen und handgreiflich wird, dann wird der nicht sofort plattgemacht.
                            Gibt ja wohl noch x andere Beispiele, in denen ich an Behinderte einen anderen Maßstab anlege als an gesunde Menschen.

                            Es sind eben nicht "alle gleich".

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                              #29
                              Zitat von chup1n
                              mein cousin ist seit seiner geburt im rollstuhl+ spastisch veranlagt.
                              hatte 3 monate praktikum im seniorenbereich.

                              kann obv locker damit umgehen
                              mir fällt grad ein, dass ich schon ziemlich unmenschlich werde, wenn ich auf jemanden mit extremem sprachfehler treffe.
                              gab darüber mal eine doku von stern-tv glaub ich und ich hab mich so krass weggeschmissen von lachen... hatte anschließend eine in meiner klasse mit selbigem fehler und immer wenn sie vorlesen sollte musste ich aus der klasse :((

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                                #30
                                also ich hab vor 1 1/2 jahren n bfd bei der lebenshilfe gemacht, dadurch 'n für mich passenden bereich gefunden und mache zZ die schulische HEP ausbildung im ersten jahr. nach dem bfd hat die lebenshilfe mir neben der vollzeitschule n 400€ job angeboten wo ich jetzt seit ca. 4 monaten arbeite.

                                und ich verhalte mich einfach korrekt. ich gehe einfach immer ganz normal und offen auf die persönlichkeiten zu - man erkennt, wenn man erstmal eine gewisse extrovertiertheit entwickelt hat, eigentlich nach 1-2 sätzen "womit man es zu tun hat" und darauf baut man einfach auf, versucht zugang zu finden und setzt sich mit der person auseinander. je nach dem muss man grenzen aufzeigen - klar, aber generell geht es um n respektvolles, gechilltes miteinander in dem alle so zufrieden wie möglich miteinander leben.

                                P.S: wurde gerade wegen "bist du behindert?" verwarnt

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