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    Zitat von meru890
    Da hast du natürlich absolut Recht, umgekehrt gilt aber genau das Gleiche. Oder wie begründest du die Kursgewinne in diesem Ausmass von ETH, BTC etc. in diesem Jahr? Die Wertsteigerung an sich ist schon die Definition einer Bubble für mich.
    Dann gehst du von einem falschen Verständnis davon aus, was eine Blase ist. Die Kurssteigerung kann genausogut ihren Ursprung darin finden, dass wir es mit einem Asset zu tun haben, das bisher massiv unterbewertet war.

    Zitat von meru890
    Bitcoins haben beispielsweise gar keinen realen Gegenwert im Gegensatz zu Commodities wie Gold oder Aluminium.
    Auch das ist so nicht richtig. Was hat Gold schon für einen "echten Wert"? Ich kann es nicht essen. Ich kann mich damit nicht vor Kälte schützen. Ich könnte mir mit Goldbarren eine Unterkunft errichten, aber dafür gibt es andere, viel bessere Möglichkeiten.

    Warum so eine komische Argumentation? Weil es kaum ein Asset auf der Welt gibt, das noch einen "echten Wert" hat. Früher wurde Handel mit Ziegen und Kühen betrieben. Die hatten einen solchen echten Wert. Du konntest sie melken, züchten und verzehren.

    Gold und alle weitere Güter, die gehandelt werden, werden schon gar nicht mehr mit ihrem tatsächlichen Wert gehandelt. Sondern dem Wert, den wir diesen Gütern beimessen.

    Dazu das hier:



    Zitat von meru890
    Auch im Gegensatz zu zu Bonds und Aktien hat es keinen vorhersehbaren Cashflow um es ansatzweise zu bewerten. Könnte man jetzt natürlich auch über FIAT Geld sagen, aber der US Dollar hat einen Wert weil es die FED so vorgibt (der Bürger bezahlt Steuern in US Dollar etc.). Der Wert des Bitcoins ist das Vertrauen der Besitzer, er wird aber primär nicht für Zahlungen genutzt sondern als reines Spekulationsobjekt.
    Der Wert des Dollars ist auch durch Vertrauen bestimmt. "The full faith and credit" heißt es doch auf jeder Banknote. Wie viel ist dieses "full faith and credit" in Ländern wie Indien, Venezuela und vielen weiteren Staaten noch wert?

    Schau dir unbedingt dieses Video an:



    Zitat von meru890
    Und wenn sich Blasen bilden haben wir eben genau so hohe Volatilität. Bei Bitcoins gibt es auch keine Zinsen oder Dividenden oder andere Vorteile, wenn du welche hälst. Sehe Bitcoins ähnlich wie Kunst mit der künstlichen Verknappung: "Es wird Wert haben, solange die Leute glauben, dass es einen Wert hat". Aber habe natürlich auch keine "harten" Fakten, aber die Wertsteigerung, Volatilität und der Zweck der Käufe (reine Gier, geht nicht um die Technologie von BTC etc. für Anleger) und die Media Coverage sind schon besorgniserregend. Und wie schon erwähnt, kann gut sein dass die Kryptos noch weiter massiv steigen.
    Künstlich verknappt wird vieles, dem die Allgemeinheit großes Vertrauen entgegenbringt. Diamanten zum Beispiel.

    FInde gerade keine bessere Quelle, aber es war erst verganene Woche in den Nachrichten: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/07/diamanten-verknappung-des-angebots-stabilisiert-den-preis/

    Bei Bitcoin ist es aber keine künstliche Verknappung. Es ist ein deflationäres System. Das ist etwas vollkommen anderes. Es wird nichts künstlich zurückgehalten. Gefolgt wird den marktwirtschaftlichen Lehren der Knappheit. Angebot und Nachfrage sind darauf auslegt zu steigen und dann ein stabiles System herbeizuführen. Niemand weiß, ob das klappt, weil es sowas bisher nicht gab.

    Und genauso wie bei Bitcoins, wird der Wert in Gold, Diamanten, Silber und anderen Kostbarkeiten nur dadurch bestimmt, was die Leute bereit sind, dafür zu zahlen.

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      Zitat von Der Ollie
      Zitat von gestalt
      Wäre halt besser, wenn es zu jedem Coin mal ne Kurzbeschreibung geben würde. Was sind die technischen Unterschiede und wie sticht er in der Masse heraus. Gab ja mal den Link mit Cryptocurrencies in 3 words, oder so. Aber ein wenig detailierter wäre schon cool.

      Und dass die Wertsteigerung von BTC Leute für die Idee dahinter, auch mit den gesellschaftlichen Implikationen, Interesse erzeugen soll find ich maximal utopisch. Die Breite Masse hat keine Lust sich 10min Videos anzugucken was jetzt ne Blockchain ist und wie alles dahinter funktioniert damit man versteht warum es denn dezentralisiert wird. Das haben die Leute auch früher schon bei anderen Technologien nicht gemacht. Die Interessieren eher wofür sie das benutzen können. Und momentan ist das neben Spekulation einfach nicht viel. Grad bei Geld gehts immer um Vertrauen, deswegen kannst auch nicht einfach sagen, "hey mit BTC brauchen wir keine Banken mehr und dein Geld wird sicher aufbewahrt". Wird sicher erstmal mit misstrauen beäugt.

      Ein viel größeres Problem ist doch noch immer die Aufbewahrung des Keys oder anderen Unlock informationen. Die breite Masse schafft es ja nichtmal nicht auf Phishing Mails reinzufallen, geschweige den private Backups von sensiblen Daten zu machen. Solchen Leuten kannst du auch nicht empfehlen ihr Geld auf nem Wallet zu halten.
      Nach Gesprächen mit meinen Eltern und anderen Leuten aus deren Generation kann ich diese Einschätzung überhaupt nicht teilen. Viele - mehr noch, als in unserer Generation - sehen große Probleme in "Big Data" und der Zentralisierung von Macht. Sie sehen auch, dass die Welt aktuell vor sehr großen Schwierigkeiten steht, auf die das derzeitige System keine Antwort findet. Das fängt an bei der Bankenrettung und geht bis hin zur Asylpolitik. Auch sehen sie, wie immer ungerechter Geld und damit Macht im Staat verteilt ist und dass dringen ein anderes System geschaffen oder zumindest eine Umverteilung stattfinden muss.

      Diese Generation ist nicht so vertrauensbesessen, wie du meinst. Sie hinterfragen mehr, als wir es tun, obgleich - oder vielleicht gerade weil - sie von diesem System 30-40 Jahre lang ausgebrannt wurden, indem sie der herrschenden Maxime der Profitmaximierung hinterhergeeilt sind.

      Wenn du die Ideen, die Hinter Bitcoin stecken, mit jemandem teilst, der in einem geteilten Deutschland unter dem Eindruck der RAF aufgewachsen ist, hat der für humanistische Ideale ein sehr viel ausgeprägteres Verständnis, als wir 90er-Kinder.
      Sicher nicht alle, aber wenn man sich anschaut, dass ca 45% konservativ gewählt haben in der diesjährigen Bundestagswahl, dann sind deine Eltern eher in der Minderheit? Auch noch der Bankenkrise hab ich eher gehört es wäre das sicherste sein Geld wieder im eigenen Haus zu verwahren. Also technologisch wieder einen Schritt zurück.

      Trotzdem werden deine Eltern sicherlich nicht von alleine Backups von ihren privaten Daten machen, einen Passwortmanager benutzen, geschweige den für etwaige sensible Accounts nen sicheres Passwort gewählt haben. Das macht der durchschnittliche Benutzer einfach nicht, weder die alten noch die unserer Generation. Kannst ja mal in deinem Freundeskreis rumfragen bei den nicht technisch versierten Leuten. Würd mich wundern, wenn einer konsequent eine der drei Sachen von selbst macht. Vor allem in Zeiten wo das am häufig gewählteste Passwort 12345 ist (oder 123456). Die Gesellschaft ist noch nicht bereit für die BTC Technologie, zumindest solange nicht bis dafür eine Lösung gefunden wurde die die Usability erhöht ohne die Sicherheit einzuschränken.
      Kannst dir auch mal USA vs. Deutschland angucken. In den USA bezahlen viele Leute mit Karte und da wird einfach nur durchgeswiped. In Deutschland sinds aus meiner Sicht gefühlt 50% Karte (mit Pineingabe) und 50% Bar. Die Leute werden kaum nen Schritt auf die Technologie machen, die Technologie muss den Schritt zu den Leuten machen.

      Kommentar


        Zitat von gestalt
        Spoiler: 
        Zitat von Der Ollie
        Zitat von gestalt
        Wäre halt besser, wenn es zu jedem Coin mal ne Kurzbeschreibung geben würde. Was sind die technischen Unterschiede und wie sticht er in der Masse heraus. Gab ja mal den Link mit Cryptocurrencies in 3 words, oder so. Aber ein wenig detailierter wäre schon cool.

        Und dass die Wertsteigerung von BTC Leute für die Idee dahinter, auch mit den gesellschaftlichen Implikationen, Interesse erzeugen soll find ich maximal utopisch. Die Breite Masse hat keine Lust sich 10min Videos anzugucken was jetzt ne Blockchain ist und wie alles dahinter funktioniert damit man versteht warum es denn dezentralisiert wird. Das haben die Leute auch früher schon bei anderen Technologien nicht gemacht. Die Interessieren eher wofür sie das benutzen können. Und momentan ist das neben Spekulation einfach nicht viel. Grad bei Geld gehts immer um Vertrauen, deswegen kannst auch nicht einfach sagen, "hey mit BTC brauchen wir keine Banken mehr und dein Geld wird sicher aufbewahrt". Wird sicher erstmal mit misstrauen beäugt.

        Ein viel größeres Problem ist doch noch immer die Aufbewahrung des Keys oder anderen Unlock informationen. Die breite Masse schafft es ja nichtmal nicht auf Phishing Mails reinzufallen, geschweige den private Backups von sensiblen Daten zu machen. Solchen Leuten kannst du auch nicht empfehlen ihr Geld auf nem Wallet zu halten.
        Nach Gesprächen mit meinen Eltern und anderen Leuten aus deren Generation kann ich diese Einschätzung überhaupt nicht teilen. Viele - mehr noch, als in unserer Generation - sehen große Probleme in "Big Data" und der Zentralisierung von Macht. Sie sehen auch, dass die Welt aktuell vor sehr großen Schwierigkeiten steht, auf die das derzeitige System keine Antwort findet. Das fängt an bei der Bankenrettung und geht bis hin zur Asylpolitik. Auch sehen sie, wie immer ungerechter Geld und damit Macht im Staat verteilt ist und dass dringen ein anderes System geschaffen oder zumindest eine Umverteilung stattfinden muss.

        Diese Generation ist nicht so vertrauensbesessen, wie du meinst. Sie hinterfragen mehr, als wir es tun, obgleich - oder vielleicht gerade weil - sie von diesem System 30-40 Jahre lang ausgebrannt wurden, indem sie der herrschenden Maxime der Profitmaximierung hinterhergeeilt sind.

        Wenn du die Ideen, die Hinter Bitcoin stecken, mit jemandem teilst, der in einem geteilten Deutschland unter dem Eindruck der RAF aufgewachsen ist, hat der für humanistische Ideale ein sehr viel ausgeprägteres Verständnis, als wir 90er-Kinder.


        Sicher nicht alle, aber wenn man sich anschaut, dass ca 45% konservativ gewählt haben in der diesjährigen Bundestagswahl, dann sind deine Eltern eher in der Minderheit? Auch noch der Bankenkrise hab ich eher gehört es wäre das sicherste sein Geld wieder im eigenen Haus zu verwahren. Also technologisch wieder einen Schritt zurück.
        Ich rede ja nicht nur von meinen Eltern, sondern von dieser Generation im Allgemeinen. DIese Generation ist es, die die AfD stark gemacht hat. Durch Angst. Angst ausgelöst durch immer tiefer greifende Wirtschaftskrisen und dadurch ausgelöste Armut auf der ganzen Welt (was zur Flüchtlingskrise geführt hat). Diese Menschen verstehen es auf anhieb, dass es an der Macht der Banken und der Oberaufsicht des Staates über das Geldsystem liegt, dass die Teilung der Welt immer mehr voranschreitet.

        Zitat von gestalt
        Trotzdem werden deine Eltern sicherlich nicht von alleine Backups von ihren privaten Daten machen, einen Passwortmanager benutzen, geschweige den für etwaige sensible Accounts nen sicheres Passwort gewählt haben. Das macht der durchschnittliche Benutzer einfach nicht, weder die alten noch die unserer Generation. Kannst ja mal in deinem Freundeskreis rumfragen bei den nicht technisch versierten Leuten. Würd mich wundern, wenn einer konsequent eine der drei Sachen von selbst macht. Vor allem in Zeiten wo das am häufig gewählteste Passwort 12345 ist (oder 123456). Die Gesellschaft ist noch nicht bereit für die BTC Technologie, zumindest solange nicht bis dafür eine Lösung gefunden wurde die die Usability erhöht ohne die Sicherheit einzuschränken.
        Genau daran, der Usability, wird ja gearbeitet. Deshalb sind wir ja noch sehr weit von der Massenadoption entfernt. Jeder, der jetzt einsteigt, wird gesamt betrachtet noch ein "early adopter" sein.

        Davon abgesehen sind Botcoins ein sehr gutes Instrument, damit Leute sich endlich über Sicherheit auseinandersetzen.



        Zitat von gestalt
        Kannst dir auch mal USA vs. Deutschland angucken. In den USA bezahlen viele Leute mit Karte und da wird einfach nur durchgeswiped. In Deutschland sinds aus meiner Sicht gefühlt 50% Karte (mit Pineingabe) und 50% Bar. Die Leute werden kaum nen Schritt auf die Technologie machen, die Technologie muss den Schritt zu den Leuten machen.
        Das liegt aber auch daran, dass sich der deutsche nicht gern auf die Finger schauen lässt. Sehr viele aus den 60er Jahren sind durch das geteilte Deutschland und die StaSi sehr dafür sensibilisiert, was sie von sich preisgeben. Das ist ja auch ein Grund dafür, dass Zentralbanken auf der ganzen Welt sich mehr und mehr für eine Abschaffung des Bargelds aussprechen. Es geht nicht um Kosten, nein es geht um Daten und Input. Was kaufst du wo ein? Wie viel Geld gibst du aus? Wir stehen noch ganz am Anfang des institutionellen Big Data.

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          Zitat von chrisor
          Ich finde das Blase/keine Blase gechatte echt amüsant.

          Schaut mal zu 2013 zurück oder 2014 oder 2015 oder 2016. Geht ganz einfach, müsst nur auf "1" bei den Seiten klicken. Gefühlt alle 6 Monate die gleichen Argumente und was ist bisher passiert? Vielleicht platzt sie 2018 bei 20k, 2025 bei 100mio oder nie?

          Damit will ich nicht sagen, dass 2018 die "Blase" nicht platzt, sondern lediglich, dass keiner von uns auch nur etwas Ahnung hat was in der Zukunft passieren wird.

          meru, deine Posts mit der gleichen Argumentation findest du halt schon über die letzten 5 Jahre verteilt :)
          Genau das ist es. Seit dem Beginn des Bitcoin labern sie von "kein innerer Wert", "kein Backing durch den Staat", "Ponzi Scheme", "Tulip Blase", "Blase wie beim Dotcom Boom", "wird crashen".

          Das Lustige ist, dass die Leute zu 99% wirklich null Plan von der Technologie und den Implikationen haben. Beurteilen den Bitcoin wie eine klassische Aktie, Währung, etc..

          Nichtmal jetzt, wo alle Welt von Digitalisierung spricht, checken sie, dass der Bitcoin digitales Geld bedeutet. Kein Fiatgeld in lokalen Währungen, das mittels extra Services (PayPal) versucht wurde zu digitalisieren. Sondern Geld das digital an sich ist und allen vorherigen Formen von Geld/Tauschmitteln überlegen ist:

          https://fee.org/articles/what-gave-bitcoin-its-value/

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            Zitat von Der Ollie
            Zitat von gestalt
            Spoiler: 
            Zitat von Der Ollie
            Zitat von gestalt
            Wäre halt besser, wenn es zu jedem Coin mal ne Kurzbeschreibung geben würde. Was sind die technischen Unterschiede und wie sticht er in der Masse heraus. Gab ja mal den Link mit Cryptocurrencies in 3 words, oder so. Aber ein wenig detailierter wäre schon cool.

            Und dass die Wertsteigerung von BTC Leute für die Idee dahinter, auch mit den gesellschaftlichen Implikationen, Interesse erzeugen soll find ich maximal utopisch. Die Breite Masse hat keine Lust sich 10min Videos anzugucken was jetzt ne Blockchain ist und wie alles dahinter funktioniert damit man versteht warum es denn dezentralisiert wird. Das haben die Leute auch früher schon bei anderen Technologien nicht gemacht. Die Interessieren eher wofür sie das benutzen können. Und momentan ist das neben Spekulation einfach nicht viel. Grad bei Geld gehts immer um Vertrauen, deswegen kannst auch nicht einfach sagen, "hey mit BTC brauchen wir keine Banken mehr und dein Geld wird sicher aufbewahrt". Wird sicher erstmal mit misstrauen beäugt.

            Ein viel größeres Problem ist doch noch immer die Aufbewahrung des Keys oder anderen Unlock informationen. Die breite Masse schafft es ja nichtmal nicht auf Phishing Mails reinzufallen, geschweige den private Backups von sensiblen Daten zu machen. Solchen Leuten kannst du auch nicht empfehlen ihr Geld auf nem Wallet zu halten.
            Nach Gesprächen mit meinen Eltern und anderen Leuten aus deren Generation kann ich diese Einschätzung überhaupt nicht teilen. Viele - mehr noch, als in unserer Generation - sehen große Probleme in "Big Data" und der Zentralisierung von Macht. Sie sehen auch, dass die Welt aktuell vor sehr großen Schwierigkeiten steht, auf die das derzeitige System keine Antwort findet. Das fängt an bei der Bankenrettung und geht bis hin zur Asylpolitik. Auch sehen sie, wie immer ungerechter Geld und damit Macht im Staat verteilt ist und dass dringen ein anderes System geschaffen oder zumindest eine Umverteilung stattfinden muss.

            Diese Generation ist nicht so vertrauensbesessen, wie du meinst. Sie hinterfragen mehr, als wir es tun, obgleich - oder vielleicht gerade weil - sie von diesem System 30-40 Jahre lang ausgebrannt wurden, indem sie der herrschenden Maxime der Profitmaximierung hinterhergeeilt sind.

            Wenn du die Ideen, die Hinter Bitcoin stecken, mit jemandem teilst, der in einem geteilten Deutschland unter dem Eindruck der RAF aufgewachsen ist, hat der für humanistische Ideale ein sehr viel ausgeprägteres Verständnis, als wir 90er-Kinder.


            Sicher nicht alle, aber wenn man sich anschaut, dass ca 45% konservativ gewählt haben in der diesjährigen Bundestagswahl, dann sind deine Eltern eher in der Minderheit? Auch noch der Bankenkrise hab ich eher gehört es wäre das sicherste sein Geld wieder im eigenen Haus zu verwahren. Also technologisch wieder einen Schritt zurück.
            Ich rede ja nicht nur von meinen Eltern, sondern von dieser Generation im Allgemeinen. DIese Generation ist es, die die AfD stark gemacht hat. Durch Angst. Angst ausgelöst durch immer tiefer greifende Wirtschaftskrisen und dadurch ausgelöste Armut auf der ganzen Welt (was zur Flüchtlingskrise geführt hat). Diese Menschen verstehen es auf anhieb, dass es an der Macht der Banken und der Oberaufsicht des Staates über das Geldsystem liegt, dass die Teilung der Welt immer mehr voranschreitet.

            Zitat von gestalt
            Trotzdem werden deine Eltern sicherlich nicht von alleine Backups von ihren privaten Daten machen, einen Passwortmanager benutzen, geschweige den für etwaige sensible Accounts nen sicheres Passwort gewählt haben. Das macht der durchschnittliche Benutzer einfach nicht, weder die alten noch die unserer Generation. Kannst ja mal in deinem Freundeskreis rumfragen bei den nicht technisch versierten Leuten. Würd mich wundern, wenn einer konsequent eine der drei Sachen von selbst macht. Vor allem in Zeiten wo das am häufig gewählteste Passwort 12345 ist (oder 123456). Die Gesellschaft ist noch nicht bereit für die BTC Technologie, zumindest solange nicht bis dafür eine Lösung gefunden wurde die die Usability erhöht ohne die Sicherheit einzuschränken.
            Davon abgesehen sind Botcoins ein sehr gutes Instrument, damit Leute sich endlich über Sicherheit auseinandersetzen.


            Stimme dir soweit zu, der einzige Punkt den ich für illusorisch halten ist der obige. Leute interessieren sich JETZT immer noch nicht für Sicherheit. Trotz Ransomware und den ganzen Schlagzeilen. Die Leute interessieren sich trotz Big Data und anderen Datenkraken immer noch nicht für Privacy. Seit dem ich studieren hat sich aus dem Mainstream nichts getan, es ist und bleibt weiter ein Gebiet wo fast nur Informatiker oder informatikverwandte Menschen sich einbringen. Als Zuhörer oder als Beteiligte. Es gibt jetzt schon viele andere gute Gründe die greifbarer sind sich mit Security auseinanderzusetzen. Auch der Bitcoin alleine wird da nichts dran ändern. Deswegen sag ich ja, dass die Crypto vom direkten Nutzerinterface noch viel viel stärker abstrahiert werden muss. Es muss sich auf das Niveau von Bankkarte + Pin einpendeln (und nein eine Karte mit deiner Wallet Adresse und dann die EIngabe von nem 24,32,x-stelligen Private Key ist keine Lösung, wobie x > 32).
            Wenn Leute sich erst mit Security auseinandersetzen müssen um Bitcoin zu benutzen wird es nie den Mainstream erreichen.

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              Zitat von gestalt
              Spoiler: 
              Zitat von Der Ollie
              Zitat von gestalt
              Zitat von Der Ollie
              Zitat von gestalt
              Wäre halt besser, wenn es zu jedem Coin mal ne Kurzbeschreibung geben würde. Was sind die technischen Unterschiede und wie sticht er in der Masse heraus. Gab ja mal den Link mit Cryptocurrencies in 3 words, oder so. Aber ein wenig detailierter wäre schon cool.

              Und dass die Wertsteigerung von BTC Leute für die Idee dahinter, auch mit den gesellschaftlichen Implikationen, Interesse erzeugen soll find ich maximal utopisch. Die Breite Masse hat keine Lust sich 10min Videos anzugucken was jetzt ne Blockchain ist und wie alles dahinter funktioniert damit man versteht warum es denn dezentralisiert wird. Das haben die Leute auch früher schon bei anderen Technologien nicht gemacht. Die Interessieren eher wofür sie das benutzen können. Und momentan ist das neben Spekulation einfach nicht viel. Grad bei Geld gehts immer um Vertrauen, deswegen kannst auch nicht einfach sagen, "hey mit BTC brauchen wir keine Banken mehr und dein Geld wird sicher aufbewahrt". Wird sicher erstmal mit misstrauen beäugt.

              Ein viel größeres Problem ist doch noch immer die Aufbewahrung des Keys oder anderen Unlock informationen. Die breite Masse schafft es ja nichtmal nicht auf Phishing Mails reinzufallen, geschweige den private Backups von sensiblen Daten zu machen. Solchen Leuten kannst du auch nicht empfehlen ihr Geld auf nem Wallet zu halten.
              Nach Gesprächen mit meinen Eltern und anderen Leuten aus deren Generation kann ich diese Einschätzung überhaupt nicht teilen. Viele - mehr noch, als in unserer Generation - sehen große Probleme in "Big Data" und der Zentralisierung von Macht. Sie sehen auch, dass die Welt aktuell vor sehr großen Schwierigkeiten steht, auf die das derzeitige System keine Antwort findet. Das fängt an bei der Bankenrettung und geht bis hin zur Asylpolitik. Auch sehen sie, wie immer ungerechter Geld und damit Macht im Staat verteilt ist und dass dringen ein anderes System geschaffen oder zumindest eine Umverteilung stattfinden muss.

              Diese Generation ist nicht so vertrauensbesessen, wie du meinst. Sie hinterfragen mehr, als wir es tun, obgleich - oder vielleicht gerade weil - sie von diesem System 30-40 Jahre lang ausgebrannt wurden, indem sie der herrschenden Maxime der Profitmaximierung hinterhergeeilt sind.

              Wenn du die Ideen, die Hinter Bitcoin stecken, mit jemandem teilst, der in einem geteilten Deutschland unter dem Eindruck der RAF aufgewachsen ist, hat der für humanistische Ideale ein sehr viel ausgeprägteres Verständnis, als wir 90er-Kinder.
              Sicher nicht alle, aber wenn man sich anschaut, dass ca 45% konservativ gewählt haben in der diesjährigen Bundestagswahl, dann sind deine Eltern eher in der Minderheit? Auch noch der Bankenkrise hab ich eher gehört es wäre das sicherste sein Geld wieder im eigenen Haus zu verwahren. Also technologisch wieder einen Schritt zurück.
              Ich rede ja nicht nur von meinen Eltern, sondern von dieser Generation im Allgemeinen. DIese Generation ist es, die die AfD stark gemacht hat. Durch Angst. Angst ausgelöst durch immer tiefer greifende Wirtschaftskrisen und dadurch ausgelöste Armut auf der ganzen Welt (was zur Flüchtlingskrise geführt hat). Diese Menschen verstehen es auf anhieb, dass es an der Macht der Banken und der Oberaufsicht des Staates über das Geldsystem liegt, dass die Teilung der Welt immer mehr voranschreitet.

              Zitat von gestalt
              Trotzdem werden deine Eltern sicherlich nicht von alleine Backups von ihren privaten Daten machen, einen Passwortmanager benutzen, geschweige den für etwaige sensible Accounts nen sicheres Passwort gewählt haben. Das macht der durchschnittliche Benutzer einfach nicht, weder die alten noch die unserer Generation. Kannst ja mal in deinem Freundeskreis rumfragen bei den nicht technisch versierten Leuten. Würd mich wundern, wenn einer konsequent eine der drei Sachen von selbst macht. Vor allem in Zeiten wo das am häufig gewählteste Passwort 12345 ist (oder 123456). Die Gesellschaft ist noch nicht bereit für die BTC Technologie, zumindest solange nicht bis dafür eine Lösung gefunden wurde die die Usability erhöht ohne die Sicherheit einzuschränken.
              Davon abgesehen sind Botcoins ein sehr gutes Instrument, damit Leute sich endlich über Sicherheit auseinandersetzen.




              Stimme dir soweit zu, der einzige Punkt den ich für illusorisch halten ist der obige. Leute interessieren sich JETZT immer noch nicht für Sicherheit. Trotz Ransomware und den ganzen Schlagzeilen. Die Leute interessieren sich trotz Big Data und anderen Datenkraken immer noch nicht für Privacy. Seit dem ich studieren hat sich aus dem Mainstream nichts getan, es ist und bleibt weiter ein Gebiet wo fast nur Informatiker oder informatikverwandte Menschen sich einbringen. Als Zuhörer oder als Beteiligte. Es gibt jetzt schon viele andere gute Gründe die greifbarer sind sich mit Security auseinanderzusetzen. Auch der Bitcoin alleine wird da nichts dran ändern. Deswegen sag ich ja, dass die Crypto vom direkten Nutzerinterface noch viel viel stärker abstrahiert werden muss. Es muss sich auf das Niveau von Bankkarte + Pin einpendeln (und nein eine Karte mit deiner Wallet Adresse und dann die EIngabe von nem 24,32,x-stelligen Private Key ist keine Lösung, wobie x > 32).
              Wenn Leute sich erst mit Security auseinandersetzen müssen um Bitcoin zu benutzen wird es nie den Mainstream erreichen.
              Der springende Punkt ist ja: sobald es um Geld geht, werden viele Leute von ihrem früheren Verhalten abweichen. Ich sehe es an allen, die mit online-banking arbeiten. Aueinmal ist man ultra-versessen auf 2fa, weil man es vom Sparkassen-Authentikator kennt. Zum online-banking werden nur die "Safety Browser" diverser Antiviren-Programme genutzt und Passwörter werden auf einem USB-Stick gespeichert (das ist allerdings imho hirnrissig).

              Will sagen: Gib den Leuten etwas, das bares Geld wert ist und du wirst staunen, wie es plötzlich in ihrem Kopf rattert.

              //e: Das kann man gar nicht mit Alltagsverhalten herbeiführen. Wir sind nicht versessen auf unsere Privatsphäre, weil das keine Maxime unserer Gesellschaft mehr ist. Aber weil es in einem kapitalistischen System um Geld und mehr Geld (und.. noch viel.. mehr Geld!!) geht, werden die Leute erst darauf bedacht, etwas zu sichern und zu beschützen, wenn etwas in ihren Augen Kostbares auf dem Spiel steht - Geld.

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                so dann kann ich erstmal alle bitcoins investieren und danach die neuwagen für €€€ verkaufen :D

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                  Noch kein: LEUTE JETZT PLATZT DIE BLASE FUDFUDFUD???

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                    stellar ist bei bitfinex nicht oder?

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                      https://coinmarketcap.com/currencies/stellar/#markets

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                        Meine persönlichen Überlegungen zu NEM (XEM):

                        Bitcoin soll ja so eine Art Gold sein. Es kann aber voraussichtlich nicht eine Währung werden, weil eine Transaktion 10x solange dauert wie ein XEM-coin (oder auch IOTA). Das würde aber bedeuten, dass diese potentiellen Währungen niemals so wertvoll werden können wie ein BTC, weil sie ja gerade dazu gedacht sind zu fluktuieren und nicht als Wertanlage gehalten zu werden. Das Cap ist natürlich vorhanden, wenn man überlegt, dass es 7 Mrd Menschen gibt. Aber ich frage mich, ob man überhaupt übermäßig viel Gewinn macht, wenn man die Währung der Zukunft kennen würde?!


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                          Iota hat auch limited supply, ist aber im hinblick auf eine währung kein problem

                          Kommentar


                            Zitat von Karaokekid
                            Iota hat auch limited supply, ist aber im hinblick auf eine währung kein problem
                            kannst du das ausführen? Meinst du, weil die Währungen jeweils 5-6 Nachkommastellen haben und man dann nicht mit 1,2,5 "Euro" zahlt, sondern das Eis dann 0,0002 XEM kostet?

                            Kommentar


                              Können wir uns bitte von dem Narrativ verabschieden, dass Bitcoin keine schnellen und kostengünstigen Transaktionen kann? Das stimmt nämlich nicht.

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                                Zitat von Der Ollie
                                Können wir uns bitte von dem Narrativ verabschieden, dass Bitcoin keine schnellen und kostengünstigen Transaktionen kann? Das stimmt nämlich nicht.
                                Ich hab lediglich gesagt, dass XEM 10 so schnell ist. Das muss aber nicht heißen, dass BTC langsam ist. Ich stells mir aber wie einen Kabelanschluss vor. Je mehr Menschen das nutzen, desto langsamer wird es.

                                Kommentar

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