Zitat von Der Ollie
Ich bin grad irgendwie so ein bisschen baff, was hier grad alles für Un (keine Wertung!) geschrieben wird. Da kommt einer und meint, dass man seinen ursprünglichen Beruf vor lauter Umschulungen nach 10 Jahren schon 3 Mal gewechselt haben wird (Jo, als Harzi vielleicht). Wieder andere schreiben von einem studienfachübergreifenden Durchschnittsalter von Erstsemestern. Dann wird einem 19-jährigen zu einem "Tapetenwechsel" geraten; er solle einfach erstmal in ein anderes Land ziehen, um sich neu zu orientieren und das Abi nachzuholen.
Leute, wacht mal bitte auf. Die Länder stellen auf G8 um, die Wehrpflicht wird ausgesetzt, es sprießen immer weitere "Elite"-Universitäten aus dem Boden, die europäischen Nachbarn (Spanien, Italien und bald auch Frankreich, wenn dagegen nichts unternommen wird) stecken in einer der größten Arbeitsmarktkrisen seit dem zweiten Weltkrieg. Der Kampf um einen Arbeitsplatz - auch in Deutschland - wird dementsprechend so harrsch geführt, wie noch nie. Durch immer weiteres Aufweichen der Privatsphäre (nicht zuletzt durch uns selbst. Facebook lässt grüßen) verwischen die Grenzen zwischen "Was darf eine Firma von dir verlangen?" und "Was nicht?". Und ihr redet das allen Ernstes noch schön? Vielleicht mögt ihr das nicht wahr haben, aber jede Entscheidung, jedes Quäntchen eures Lebenslaufs, wird ausgequetscht.
Und dann bist da noch du. Und dich möcht ich zwar am allerwenigsten damit angreifen, aber das ist so eine typische Liebelei. Eine "das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite"-Story. Du hast jetzt 4 Jahre laut deinen Aussagen eher weniger erfolgreich ("Meine Fachkenntnisse sind dementsprechend schlecht") mit Informatik verbracht. Da fragt man sich als Leser zunächst, ob du tatsächlich kein Interesse hast, oder ob du den Popo einfach zum Lernen nicht hochgekriegt und nun Bammel hast auf dem freien Arbeitsmarkt zu versagen (oder das vielleicht schon getan hast).
Dann interessierst du dich brennend für Geschichte. Was machst du dafür, wenn ich fragen darf? Liest du regelmäßig Fachbücher, oder schaust du nur gern Dokus. Jeder von uns hatte in der Schule Lieblingsfächer. Das heißt noch lange nicht, dass wir für ein Studium geeignet wären bzw. dass man davon reden könnte, es handle sich nicht um ein simples Hobby.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute so lange Interesse und Enthusiasmus für ein Fachgebiet mitbringen, bis es eskaliert. Und ein Studium ist nunmal dazu da, dieses Fachgebiet eskalieren zu lassen. Du wirst vollgestopft, bis du kurz davor bist zu kotzen. Wer kotzt, bricht ab. Wer sich gerade so halten kann, kommt bald wieder auf die Beine. Du kotzt im Moment wegen deiner Info-Ausbildung.
Was du jetzt also tun solltest: Mache dir klar und sei dabei ehrlich zu dir selbst, was genau dich daran hindert das Fach Info weiter zu belegen (also dementsprechendes zu studieren etc.). Kommst du _tatsächlich_ zu dem Schluss, dass du dich für _keine_ der dir groß gestaffelten (ich glaube mit Info hat man eine der weitgefächertsten Berufsauswahlmöglichkeiten überhaupt) Jobaussichten zusagt, dann überleg dir erstmal dein Matura nachzuholen, bevor du extra hier das deutsche Abi machst. Erkundige dich zeitgleich nach deinen Ausbildungsaussichten und was du tatsächlich später machen willst. Ich weiß nicht, was du dir unter dem späteren Beruf nach deinem Geschichtsstudium vorstellst, wenn du nach ein paar Semestern Geschichte nicht ohnehin wieder kotzt (um mal bei der Metapher zu bleiben).
Klar, das ist jetzt entmutigend und ganz sicher nicht die Antwort, die du dir erhofft hast. Aber bevor ich dich mit den bereits geposteten Antworten einfach blauäugig durch die Welt laufen lasse, geb ich lieber wenigstens einen Teil meines Senfs dazu.
Leute, wacht mal bitte auf. Die Länder stellen auf G8 um, die Wehrpflicht wird ausgesetzt, es sprießen immer weitere "Elite"-Universitäten aus dem Boden, die europäischen Nachbarn (Spanien, Italien und bald auch Frankreich, wenn dagegen nichts unternommen wird) stecken in einer der größten Arbeitsmarktkrisen seit dem zweiten Weltkrieg. Der Kampf um einen Arbeitsplatz - auch in Deutschland - wird dementsprechend so harrsch geführt, wie noch nie. Durch immer weiteres Aufweichen der Privatsphäre (nicht zuletzt durch uns selbst. Facebook lässt grüßen) verwischen die Grenzen zwischen "Was darf eine Firma von dir verlangen?" und "Was nicht?". Und ihr redet das allen Ernstes noch schön? Vielleicht mögt ihr das nicht wahr haben, aber jede Entscheidung, jedes Quäntchen eures Lebenslaufs, wird ausgequetscht.
Und dann bist da noch du. Und dich möcht ich zwar am allerwenigsten damit angreifen, aber das ist so eine typische Liebelei. Eine "das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite"-Story. Du hast jetzt 4 Jahre laut deinen Aussagen eher weniger erfolgreich ("Meine Fachkenntnisse sind dementsprechend schlecht") mit Informatik verbracht. Da fragt man sich als Leser zunächst, ob du tatsächlich kein Interesse hast, oder ob du den Popo einfach zum Lernen nicht hochgekriegt und nun Bammel hast auf dem freien Arbeitsmarkt zu versagen (oder das vielleicht schon getan hast).
Dann interessierst du dich brennend für Geschichte. Was machst du dafür, wenn ich fragen darf? Liest du regelmäßig Fachbücher, oder schaust du nur gern Dokus. Jeder von uns hatte in der Schule Lieblingsfächer. Das heißt noch lange nicht, dass wir für ein Studium geeignet wären bzw. dass man davon reden könnte, es handle sich nicht um ein simples Hobby.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute so lange Interesse und Enthusiasmus für ein Fachgebiet mitbringen, bis es eskaliert. Und ein Studium ist nunmal dazu da, dieses Fachgebiet eskalieren zu lassen. Du wirst vollgestopft, bis du kurz davor bist zu kotzen. Wer kotzt, bricht ab. Wer sich gerade so halten kann, kommt bald wieder auf die Beine. Du kotzt im Moment wegen deiner Info-Ausbildung.
Was du jetzt also tun solltest: Mache dir klar und sei dabei ehrlich zu dir selbst, was genau dich daran hindert das Fach Info weiter zu belegen (also dementsprechendes zu studieren etc.). Kommst du _tatsächlich_ zu dem Schluss, dass du dich für _keine_ der dir groß gestaffelten (ich glaube mit Info hat man eine der weitgefächertsten Berufsauswahlmöglichkeiten überhaupt) Jobaussichten zusagt, dann überleg dir erstmal dein Matura nachzuholen, bevor du extra hier das deutsche Abi machst. Erkundige dich zeitgleich nach deinen Ausbildungsaussichten und was du tatsächlich später machen willst. Ich weiß nicht, was du dir unter dem späteren Beruf nach deinem Geschichtsstudium vorstellst, wenn du nach ein paar Semestern Geschichte nicht ohnehin wieder kotzt (um mal bei der Metapher zu bleiben).
Klar, das ist jetzt entmutigend und ganz sicher nicht die Antwort, die du dir erhofft hast. Aber bevor ich dich mit den bereits geposteten Antworten einfach blauäugig durch die Welt laufen lasse, geb ich lieber wenigstens einen Teil meines Senfs dazu.
wow
mehr gibts nicht zu sagen.Das ich das auf RM noch erleben darf
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