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    #61
    Zitat von inthy
    hey,
    hab mir jetzt nich alle antworten durchgelesen aber ich kann dir bissel was vom geschichtsstudium erzählen bzw. ich studiere deutsch und politik habe aber sehr viele kommilitonen die geschichte studieren und hocke mich da manchmal auch in vorlesungen rein:

    es ist seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr trocken. du startest natürlich nicht direkt mit irgendwelchen geilen ereignissen sondern darfst erstmal stinklangweilige hausarbeiten über irgendwelche landesverfassungen von 1496 verfassen, wozu du dann nichts machst als in die bib zu gehen und dir quellen zu suchen von irgendwelchen anderen leuten, das trägste dann zusammen.
    ich will dir das nicht ausreden aber du solltest dir im klaren sein, dass das weit nicht so spannend ist, wie in der schule, in der dir ein lehrer nur die halbwegs interessanten dinge vorträgt.

    zum rest: mach was dir spaß macht. wenn du kein bock auf informatik hast, mach was anderes, sonst wird das eh nichts. du hast keine motivation, bist nicht gut, willst nicht arbeiten und das wars dann. orientier dich um. 23 für ein studium ist nicht zu spät, ich hab kommilitonen die sind weit über 50 und gerade in geschichte sind das noch die jüngeren..
    Geschichtsstudium nur halb so spannend wie Geschichtsunterricht? Ok ich fand Geschichte in der Schule auch interessant und spannend. Dort geht es darum einen Überblick über geschichtliche Ereignisse zu bekommen, aber die spannende Frage nach dem Warum? kommt doch etwas kurz.
    In der Geschichtswissenschaft geht es gerade um die Motive, die Akteure zum handeln/nicht handeln bewogen haben. Um die Motive zu finden, musst du natürlich den "Tathergang" und die Umstände genauestens kennen, da ist dann auch Detailarbeit gefragt (sich also auch mit Verfassungen beschäftigen, aber wer macht bitte noch politische Geschichte, ist ja sehr oldschool)
    Vorlesungen sind in der Tat häufig eher langweilig, weil sie dir meistens nur Überblickswissen vermitteln. Die eigentliche Arbeit findet aber in den Seminaren statt, wo du, wie ich es erlebt habe, eigentlich sehr frei in deiner Themenwahl sein kannst.

    Noch zum TE: Gerade in Geschichte gibt es viele Leute, die bereits eine Ausbildung hinter sich haben und jetzt nochmal etwas für sich machen wollen, etwas was sie interessiert. Mit 23 bist du also noch nicht alt. Ich hab mehrere Kommilitonen, die mit mir angefangen haben, die um die 30 sind. Also wenn du dich dazu durchringst das Abi nachzuholen, studier ruhig Geschichte :)

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      #62
      bin ich froh, nicht bwl/jura studieren zu müssen.

      sich vorzustellen, dass die ganzen kommilitonen lauter lebenslaufhuren mit 0 intrinsischem interesse am eigentlichen stoff sind - grausam.

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        #63
        Zitat von SeekingAlpha
        bin ich froh, nicht bwl/jura studieren zu müssen.

        sich vorzustellen, dass die ganzen kommilitonen lauter lebenslaufhuren mit 0 intrinsischem interesse am eigentlichen stoff sind - grausam.
        Nur weil die nich Taxifahrer werden wollen, so wie du es gezwungenermaßen wirst. ollolool

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          #64
          @TE da ich anscheinend falsche Vorstellungen von eurem Schulsystem haabe, möchte ich meine Empfehlung zurück ziehen (also ganz neutral). Ich hab zu wenig Ahnung und möchte nichts falsches raten. Meine Erfahrung bezog sich nur auf Deutschland.

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            #65
            Uni > FH und zwar überall, gibt da leider keine 2 Meinungen

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              #66
              Zitat von heftYYYY
              Uni > FH und zwar überall, gibt da leider keine 2 Meinungen
              halt bitte die fresse! es kotzt nur noch an und es hat nichts mit Mooffs aktueller lage zu tun.

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                #67
                Zitat von affe
                Zitat von SeekingAlpha
                bin ich froh, nicht bwl/jura studieren zu müssen.

                sich vorzustellen, dass die ganzen kommilitonen lauter lebenslaufhuren mit 0 intrinsischem interesse am eigentlichen stoff sind - grausam.
                Nur weil die nich Taxifahrer werden wollen, so wie du es gezwungenermaßen wirst. ollolool
                autsch der diss tat sicherlich super weh. er hat doch recht, wer nur ein zweckstudium durchzieht wird niemals spaß an seinem berufswesen finden.

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                  #68
                  ich hab angst vorm älter werden :(

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                    #69
                    Zitat von heftYYYY
                    Uni > FH und zwar überall, gibt da leider keine 2 Meinungen
                    aha, danke für die fundierte Begründung!

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                      #70
                      Gerade wenn du etwas Geisteswissenschaftliches studierst, wüsste ich nicht, inwiefern es dir im Wege stehen sollte, dass du schon eine Ausbildung gemacht hast, bisschen Lebenserfahrung gesammelt hast und ein paar andere Zusatzqualifikationen gesammelt hast (es ist ja nicht so, dass du in den letzten vier Jahren in der Badewanne gesessen hast) in irgendeiner Form deiner beruflichen Qualifikation dafür im Wege stehen.

                      Für die Bewerbung als McKinsey-Trainee oder Fachanwalt in einer Großkanzlei stellen Brüche im Lebenslauf sicher ein recht großes Problem dar. Vermute aber mal, dass das nicht unbedingt das ist, wo du mit einem Geschichts- oder Politikstudium hinwillst.

                      Nach den momentanen Beiträgen würde ich dir weder pauschal zu-, noch pauschal abraten. Von Berufsperspektiven auszugehen ist auch eher schwierig, weil ich gerade erlebe, dass Absolventen von geisteswissenschaftlichen Studiengängen hierhin und dorthin gespült werden (arbeitslos ist aber keiner, den ich kenne - sofern man bereit ist, seinen wie auch immer gearteten "Ich will die Welt verändern"-Idealismus abzulegen, kommt man immer irgendwo unter und sei es im Personalwesen).

                      Gegen deinen ursprünglichen Plan, das Abitur an der Abendschule nachzuholen und nebenbei zu arbeiten (sofern es nichts Fachfremdes ist oder du im Lager rumstehst), spricht aber in meinen Augen überhaupt nichts. Vielleicht sind es auch ein paar andere Variablen, die dir die Freude an dem, was du da getan hast, verhagelt haben; Arbeitsumfeld, die Firma, die Projekte, whatever. Ich denke, du bist dir der Sache, dass das mit dem Abi nebenbei keine leichte Sache wird, wohl bewusst und solltest das ruhig mal machen.

                      Der Ollie schrieb:
                      Spoiler: 
                      Leute, wacht mal bitte auf. Die Länder stellen auf G8 um, die Wehrpflicht wird ausgesetzt, es sprießen immer weitere "Elite"-Universitäten aus dem Boden, die europäischen Nachbarn (Spanien, Italien und bald auch Frankreich, wenn dagegen nichts unternommen wird) stecken in einer der größten Arbeitsmarktkrisen seit dem zweiten Weltkrieg. Der Kampf um einen Arbeitsplatz - auch in Deutschland - wird dementsprechend so harrsch geführt, wie noch nie. Durch immer weiteres Aufweichen der Privatsphäre (nicht zuletzt durch uns selbst. Facebook lässt grüßen) verwischen die Grenzen zwischen "Was darf eine Firma von dir verlangen?" und "Was nicht?". Und ihr redet das allen Ernstes noch schön? Vielleicht mögt ihr das nicht wahr haben, aber jede Entscheidung, jedes Quäntchen eures Lebenslaufs, wird ausgequetscht.
                      Und das ist pure Hybris. Wie das auf dem europäischen Markt aussieht, mag ich nicht beurteilen, aber soziostrukturell haben wir hier wesentlich drängendere Probleme als eine hohe Akademiker-Arbeitslosigkeit.

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                        #71
                        Natürlich wird das nicht einfach. Soweit ich mich informiert habe müsste ich sogar das Latinum und vorzugsweise Französischkenntnisse haben. Das wird auf jeden Fall eine harte Nummer. Aber ich habe mich von sowas noch nie abschrecken lassen und bin mir bewusst dass ich mich nach Arbeit, Abendschule und am WE mit dem Stoff befassen muss.

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                          #72
                          Dass du jetzt was anderes machen willst, und du eine abgeschlossene Ausbildung hast, ist doch eher positiv als negativ. Du bist jetzt 19, du hast noch nichts verpasst. In so jungen Jahren schon eine Ausbildung in der Tasche haben ist doch super.

                          Wenn du sagst, dass du es absolut nicht weitermachen möchtest, dann solltest du wirklich deinem Herzen folgen und was Anderes anfangen, zumal du ja nicht einmal alt bist, dir steht weiterhin alles offen.

                          Die Frage ist bloß, ob du darauf jetzt nochmal Bock hast, sprich Abitur nachholen und dann nochmal studieren - das wird sicherlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

                          Du müsstest halt komplett dahinter stehen und weiterhin Interesse haben, wenns mal nicht so spaßig ist, stelle mir nämlich beide Studiengänge mehr oder weniger trocken vor, heißt nicht, dass es nicht interessant ist. Naja und der Arbeitsmarkt steht dir mit deiner Ausbildung glaube ich offener als mit einem Geschichtsstudium.



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                            #73
                            Zu dieser Diskussion Fh - Uni habe ich einen ganz Interessanten Link gefunden.
                            http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/uni-contra-fachhochschule-wo-studiert-man-besser-a-577419.html

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                              #74
                              Zitat von tsuauffaellig
                              Zu dieser Diskussion Fh - Uni habe ich einen ganz Interessanten Link gefunden.
                              http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/uni-contra-fachhochschule-wo-studiert-man-besser-a-577419.html
                              12.09.2008

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                                #75
                                Zitat von Mooff
                                Natürlich wird das nicht einfach. Soweit ich mich informiert habe müsste ich sogar das Latinum und vorzugsweise Französischkenntnisse haben. Das wird auf jeden Fall eine harte Nummer. Aber ich habe mich von sowas noch nie abschrecken lassen und bin mir bewusst dass ich mich nach Arbeit, Abendschule und am WE mit dem Stoff befassen muss.
                                Bei uns ist es so, dass du am Ende deines Bachelorstudiums dein großes Latinum vorweisen musst, wenn du Geschichte studierst. Hast du das nicht, kriegst du deinen Bachelor nicht. Dieses Latinum ist übrigens auch der Grund dafür, warum manche das Geschichtsstudium abbrechen. Kleine Hintertür, zumindest bei uns an der Uni, ist, wenn man Handelslehrer also Geschichte + Wirtschaftswissenschaften studiert, da entfallen alle Lateinveranstaltungen und somit auch das Latinum. Ob das generell so gehandhabt wird, weiß ich nicht.

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