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    Angeregt durch deuce mache ich jetzt mal 'nen "Ich bin verzweifelt"-Thread auf.

    Die Sache ist folgende. Da ich mich mit ca. 14 entscheiden musste welchen Bildungsweg ich gehe, und absolut keinen Blick für die Zukunft hatte, entschied ich mich für Informatik. Nach 4 Jahren an der Berufsschule (1 Jahr "gearbeitet") habe ich jetzt endlich meine Ausbildung als Fachinformatiker in der Tasche. Ich weiß allerdings schon seit längerem dass ich diesen Berufsweg nicht gehen will. Sei es Programmierer, Administrator, Netzwerktechniker etc., es langweilt mich fast zu Tode. Meine Fachkenntnisse sind dementsprechend schlecht, da ich mich nie wirklich dafür interessiert, geschweige denn zu Hause einfach mal aus Spaß etwas programmiert hätte.

    Stattdessen interessiere ich mich eher für Dinge wie Geschichte oder religiöse und politische Lehren. Geschichte war auch so ziemlich das einzige Fach wofür ich mich jemals richtig begeistern konnte. Da war die Vorfreude schon immer recht groß. (Schule und Studium natürlich ein riesen Unterschied. Aber Interesse in Schule und Freizeit an Geschichte waren und sind groß)

    Jedenfalls ist es nun leider so dass ich kein/e Matura/Abitur habe. Heißt studieren, sei es Geschichte oder etwas anders, kann ich vergessen. Die einzig logische Konsequenz wäre also Abitur nachholen. Mir kommt es allerdings langsam so vor als ob ich mit meinem Leben 0 vorankomme. Ich wollte nächstes Jahr eigentlich nach Deutschland ziehen und Informatik studieren. (Bin derzeit in Südtirol. Meiner Meinung nach wenig Bildungsangebote, schlechter Arbeitsmarkt, hohe Mietpreise und im Großen und Ganzen ein Ort für Senioren.) Aber ein Studium obwohl null Interesse an der Materie besteht ist wohl das Sinnloseste was man machen kann.

    Das Problem bzw. der Zwiespalt:

    Einerseits habe ich mir fest vorgenommen endlich von hier wegzuziehen um mein Leben voranzutreiben. Andererseits bin ich sehr unentschlossen ob es schlau wäre nach Deutschland zu ziehen um gleichzeitig zu Arbeiten und an der Abendschule mein Abitur zu machen. Ich bin momentan sowas von ratlos was ich machen soll. Geschichte o.ä. studieren wäre für mich auf jeden Fall ein Ziel das ich gerne erreichen würde. Allerdings mache ich mir da Sorgen um Berufsaussichten und Alter. (Mit 23 anfangen zu studieren, ich weiß nicht) Jedenfalls musste ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben und hoffe auf die geballte Kompetenz des Forums. Vielleicht kommt dabei was rum, sonst auch egal. Bin gerade etwas zu durcheinander um 'nen sinnvollen, verständlichen Text zu schreiben.

    #2
    Zitat von Mooff
    Einerseits habe ich mir fest vorgenommen endlich von hier wegzuziehen um mein Leben voranzutreiben. Andererseits bin ich sehr unentschlossen ob es schlau wäre nach Deutschland zu ziehen um gleichzeitig zu Arbeiten und an der Abendschule mein Abitur zu machen. Ich bin momentan sowas von ratlos was ich machen soll. Geschichte o.ä. studieren wäre für mich auf jeden Fall ein Ziel das ich gerne erreichen würde. Allerdings mache ich mir da Sorgen um Berufsaussichten und Alter. (Mit 23 anfangen zu studieren, ich weiß nicht) Jedenfalls musste ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben und hoffe auf die geballte Kompetenz des Forums. Vielleicht kommt dabei was rum, sonst auch egal. Bin gerade etwas zu durcheinander um 'nen sinnvollen, verständlichen Text zu schreiben.
    Und genau das ist dein Problem. Entscheide dich oder such dir etwas, was dir bei der Entscheidung hilft (professionelle Beratung). Aber rumzueiern, weil du nicht weißt, was du machen sollst, ist das schlimmste wo gibt.

    E: Die "Sorge" mit dem "mit 23 anfangen zu studieren"... Junge :x Und wenn du mit 30 studierst. Solange du deinen Job mehr als ordentlich machst, interessiert dein Alter nicht. Mein Bruder hat grade auch erst Angefangen zu studieren und ist nun auch 23 geworden. Ein Freund von mir hat mit 22 angefangen.

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      #3
      keine ahnung, was du jetzt hören willst. aber mit 23 anfangen zu studieren ist definitiv nicht zu alt.

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        #4
        hey, ich bin schon im zweiten studium und schleife es nur vor mich hin (22yo) weil ich keine ahnung hab was ich wirklich als berufsweg (sprich: mein leben lang) machen will.

        "trotz abi" wäre ich für ne lehre oder sonstwas zu 100% offen, aber hab einfach keine erfüllende perspektive. deshalb gammel ich 24/7 rm und schreibe ssbs.


        hf

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          #5
          Ja mir fällt es schwer da einen Schlussstrich zu ziehen. Ich habe immerhin 4 Jahre in diese Ausbildung investiert. Sie jetzt quasi selbst wertlos zu machen fällt mir sehr schwer. Aber bringt ja nichts wenn mich das Berufsfeld langweilt und unglücklich macht.

          Was ich hören weil weiß ich auch nicht genau. Die einzig logische Entscheidung wäre nach Deutschland ziehen, Abitur machen und Studieren. Ich habe mich dermaßen selbst auf Informatik getrimmt dass mir dieses "Alles über Bord werfen" schwer fällt. Ich könnte mir in den Arsch treten dass ich nicht einfach die Matura gemacht habe. Bin jetzt 19 und habe keine relevanten Abschlüsse wenn ich mich gegen Informatik entscheide. Das zu akzeptieren macht es so schwer gerade.

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            #6
            19 ist doch kein Alter. Und glaub es mir: So schwer der Schritt jetzt auch erscheinen mag, du wirst nachher, wenn du die Sache durchgezogen hast, mit gutem Gewissen zurückblicken können. Dass du das schon seit 4 Jahren quasi nur durchziehst, ist natürlich ärgerlich und sollte dir eine Lehre sein. Aber solange du die Lehre nun daraus ziehst und für dich eine Quintessenz aus diesen 4 Jahren ziehen kannst, sind sie eben nicht einfach nur sinnlos gewesen.

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              #7
              Ein Tapetenwechsel wäre doch ein Anfang. Neue Leute kennen lernen heißt neue Perspektiven kennen lernen. Da draußen sind so viele Menschen, die Dinge treiben, von denen man nicht einmal gewusst hat, dass es so etwas gibt oder dass jemand den Mut aufbringen kann es durchzuziehen.

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                #8
                Und wieso angeregt durch mich? :D

                Ach okay, verstanden.

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                  #9
                  Besser mit 23 (so alt, trololol :D) anfangen zu studieren und dann drei/fünf Jahre sich in etwas vertiefen, was einem wirklich Spaß macht und im besten Fall danach glücklich im Beruf zu sein, statt den Rest deines Lebens etwas zu tun, was dich überhaupt nicht interessiert und du keine Erfüllung findest.

                  Stelle mir wenig schlimmeres vor, als sein Leben lang etwas zu machen, was einen einfach nur abstößt. Zum Glück gibt es immer Möglichkeiten der Bildung und Umorientierung.

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                    #10
                    Also erstmal seltsam, dass viele hier noch denken man übt einen Beruf noch "sein ganzes Leben aus". Diese Zeiten haben wir (zum Glück) hinter uns. Gleichermaßen ist es heute nicht mehr tragisch die berufliche Bahn zu wechseln oder gar Lücken im Lebenslauf zu haben.

                    Das wichtigste ist, einen Traum zu haben, eine Vision auf die man hinarbeitet. Wenn in dieser Vision Geld keine übergeordnete Rolle spielt, dann bist du in der Entscheidungsfindung schon einmal deutlich freier.

                    Wenn du gerne Geschichte studieren willst, dann mach es. Kannst ja nebenbei etwas in einer IT-Firma jobben, dann war die Ausbildung auch nicht umsonst. Für ein Studium brauchst du vor allem eines: Leidenschaft für das Fachgebiet. Natürlich kann man es auch so schaffen, aber mit deutlich mehr Lernaufwand, Frust und schlechter Laune.

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                      #11
                      Du wirst so viel Zeit in deinem Beruf verbringen, mach etwas was dich glücklich macht!
                      Außerdem hast du mit deiner Ausbildung schon mal ne Grundlage für die besten Nebenjobs/Teilzeitjobs überhaupt, Geld neben Schule/Studium zu verdienen wird für dich relativ einfach.

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                        #12
                        Mach dir keine Sorgen wegen Zukunftsperspektive, irgendwas findet man immer. Ein Freund von mir studiert Geschichte in Stuttgart und hat nun eigentlich sehr attraktive Arbeitsmöglichkeiten gefunden. Natürlich sind diese seltener, heißt aber nicht dass es sie nicht gibt :)

                        Er hatte auch Zweifel ob er wirklich Geschichte studieren soll, hat es aber letzten Endes doch noch gemacht und es seit dem keinen Tag mehr bereut (sollte vorher Elektrotechnik studieren: zukunft aber kein interesse)

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                          #13
                          zwei freunde von mir sind 26 und haben jetzt angefangen zu studieren.

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                            #14
                            23 ist eigentlich ein normales Durchschnittsalter im Erstsemester. Lange nicht jeder studiert direkt nach dem Abitur, bei uns gibts sogar welche die ü30 sind (ehemalige Krankenwagenfahrer/Pfleger etc).

                            Würde dir wohl dazu raten dein Abitur nachzuholen, danach steht dir alles offen. Vor allem bist du heute viel weiser als du es mit 14 warst und kannst deinen zukünftigen Berufsweg besser einschätzen. Lass deinen Informatikkram hinter dir, wenn es dir überhaupt keinen Spaß macht wirst du später so oder so damit aufhören, weils nicht mehr auszuhalten sein wird und dann bist du wirklich evtl. "zu alt" ;) Noch bist du 19 und mit einem guten Abitur in der Tasche kannst du aus dir machen was du willst und glücklich werden.

                            Auf gehts, Tapetenwechsel! Peter Fox - Alles neu :)

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                              #15
                              Also 23 ist definitiv nicht zu alt, um mit dem Studium zu beginnen. Allerdings klingt es für mich teilweise so, als wüsstest du nie genau, was du machen möchtest. Ich meine, du verbringst 4 Jahre damit (muss man das in Südtirol), Fachinformatiker zu werden, obwohl es dir kein Spaß macht offenbar. Und trotz der Tatsache, dass du den Beruf nie ausüben willst und eigtl. gar nichts mit den Themen anfangen kannst, möchtest du dann Informatik studieren, für das du dich aber eigtl. auch nicht interessierst.

                              Für mich klingt es so - ohne dich beleidigen zu wollen oder sowas - als ob du dir oftmals einfach den "leichtesten" Weg aussuchst und es dir zunächst relativ einfach machst, bevor es dein Leben unnötig erschwert.

                              Ich an deiner Stelle würde mir ein klares Ziel vor Augen setzen, das du auch wirklich erreichen willst. Und wenn du das hast, dann fallen dir andere Dinge sicher auch leichter. Dann musst du eben mal den Arsch hoch bekommen, dein Abi machen und dann voll angreifen. Also am Alter sollte es definitiv nicht liegen, eher an deiner Einstellung.

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