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    #31
    Zitat von Uli
    Zitat von impi. gogo bisu.
    ich finde es positiv, wenn mütter für die sorgsame erziehung ihrer kinder finanziell belohnt werden. das eigene kind selbst zu erziehen ist meiner meinung nach um ein vielfaches besser, als es ddr-like ganztägig woanders hinzuschicken.
    Interessantes Frauenbild hast du. Mein Leben wurde auch ziemlich versaut durch die sozialistische Ganztagsbetreuung seit frühester Kindheit, aus mir ist gar nichts geworden :-(
    Stimmt, die Rolle der Frau wurde bei der Enstehung der Menschheit durch Zufall oder durch Schnick-Schnack-Schnuck bestimmt und sie ist absolut unwichtig, egal ob es Jahrtausende funktioniert hat. Heutzutage muss die Frau Karriere machen und die Kinder werden schon irgendwie mitgeschleift. Glaubst du das wird einfach wegkaschiert oder es könnte tatsächlich Folgen in der Entwicklung und dem Umgang der Kinder mit Mitmenschen haben?

    Wenn man sich den gesellschaftlichen Wandel und Zerfall von Sprache, Benehmen & Respekt in den letzten 20 Jahren anschaut, dann muss man einfach sagen, die Erziehung bleibt auf der Strecke, für die von jeher großteils die Frau zuhause verantwortlich war/ist.
    Mir ist klar, dass nun wieder einige Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage kommen und behaupten, dieses Bild der Frau ist (zwanghaft) veraltet und hat keinen Zweck mehr, doch man muss sich nur Studien anschauen oder einfach die Kinder von heute beobachten, die teils einfach viel zu wenig gefördert und gefordert wurden durch die Mutter, da jene keine Lust/Zeit haben.

    Ich bin auch nicht gegen neuen Entwicklungen und das Frauen auch Karriere machen, um Gottes Willen, alles schön und gut, doch mir missfällt, dass es mittlerweile als normal angesehen wird, dass Kinder wesentlich weniger Zeit mit ihren Müttern(Vätern) genießen dürfen und so getan wird, als hätte das keine gesellschaftlichen Konsequenzen. Es gibt eben auch die Kehrseite und die interessiert (noch) keinen, dabei muss man eben nur auf die Straße, in die Schule oder zu einem Unternehmen gehen, die Leute einstellen und sich die Fähigkeiten der neuen Generation anschauen und dann sag nochmal, dass es keinen Unterschied macht, ob Kinder ganztägig umsorgt werden oder ob sie auf der Straße oder in größeren Gruppen ohne individuelle Förderung aufwachsen.

    /e: Sorry für teils Off-Topic, doch es hat schon seinen Bezug. :D

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      #32
      Nur 2 Sätze dazu. Das ist Bullshit, denn grade die Kinder wo Eltern viel Zeit haben zB durch Arbeitslosigkeit sind viel öfter Vernachlässigt. Es geht nicht darum wie viel Zeit man für seine Kinder hat sondern welche Qualität diese Zeit hat.

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        #33
        Zitat von LaMa
        Nur 2 Sätze dazu. Das ist Bullshit, denn grade die Kinder wo Eltern viel Zeit haben zB durch Arbeitslosigkeit sind viel öfter Vernachlässigt. Es geht nicht darum wie viel Zeit man für seine Kinder hat sondern welche Qualität diese Zeit hat.
        Das ist Bullshit ist eine äußerst eloquente Antwort in einer Debatte, Hut ab.

        Ansonsten ist Arbeitslosigkeit eine komplett andere Baustelle und hat mit dem eigentlichen Thema/Problem erstmal nichts zutun.

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          #34
          Zitat von cetiN [in memory of cyx
          ]
          Zitat von LaMa
          Nur 2 Sätze dazu. Das ist Bullshit, denn grade die Kinder wo Eltern viel Zeit haben zB durch Arbeitslosigkeit sind viel öfter Vernachlässigt. Es geht nicht darum wie viel Zeit man für seine Kinder hat sondern welche Qualität diese Zeit hat.
          Das ist Bullshit ist eine äußerst eloquente Antwort in einer Debatte, Hut ab.

          Ansonsten ist Arbeitslosigkeit eine komplett andere Baustelle und hat mit dem eigentlichen Thema/Problem erstmal nichts zutun.
          Nein es ist keine andere Baustelle. Denn Kinder die nicht aus bildungsfernen Familien kommen, was dann auch oft bedeutet, dass beide Elternteile arbeiten können sich benehmen und widersprechen auch sonst deiner Argumentation.
          Kinder aus bildungsfernen Familien haben sehr viel bessere Chancen wenn sie schon früh in Krippen, im Kindergarten und später in der Schule betreut werden - niemand bestreitet, dass Kinder von ihren Eltern geliebt werden müssen, aber dafür muss keiner der Beiden den ganzen Tag zu Hause sein.

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            #35
            danke lama. ich wollte ihn wieder quotieren mit der aussage, dass das bullshit ist :D

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              #36
              Ich bin eben ein Freund klarer Worte :)

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                #37
                Zitat von cetiN [in memory of cyx
                ]
                Wenn man sich den gesellschaftlichen Wandel und Zerfall von Sprache, Benehmen & Respekt in den letzten 20 Jahren anschaut, dann muss man einfach sagen, die Erziehung bleibt auf der Strecke, für die von jeher großteils die Frau zuhause verantwortlich war/ist.
                diesen gesellschaftlichen wandel beklagen die menschen seit tausenden von jahren mein freund.

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                  #38
                  ich wäre ja sehr für eine generelle anwesenheitspflicht und für eine kürzung der bezüge bei unentschuldigtem bzw unbegründetem fehlen

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                    #39
                    Zitat von EpicBeardMan
                    ich wäre ja sehr für eine generelle anwesenheitspflicht und für eine kürzung der bezüge bei unentschuldigtem bzw unbegründetem fehlen
                    Der Gesetzgeber hat zumindest deinen letzten Wunsch trotz des heutigen Abbruchs der Sitzung rückwirkend für die letzten (zumindest vier) Jahre in §14 AbgG normiert:

                    "An jedem Sitzungstag wird eine Anwesenheitsliste ausgelegt. Der Präsident bestimmt im Benehmen mit dem Ältestenrat, welche Tage als Sitzungstage gelten und in welcher Zeit die Anwesenheitsliste ausgelegt wird. Trägt sich ein Mitglied des Bundestages nicht in die Anwesenheitsliste ein, werden ihm 50 Euro von der Kostenpauschale einbehalten. Der einzubehaltende Betrag erhöht sich auf 100 Euro, wenn ein Mitglied an einem Plenarsitzungstag sich nicht in die Anwesenheitsliste eingetragen hat und nicht beurlaubt war."

                    Ersteres erscheint mir hingegen nicht sachgerecht. Man mag es nicht glauben, aber der Job der Abgeordneten besteht tatsächlich nicht nur darin im Bundestag zu sitzen und Reden zu halten/zu hören.

                    Edit: Das "rückwirkend" war selbstredend ironisch. Das Gesetz gibt es schon ewig.

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                      #40
                      50 bzw 100 euro abzug...hmm wird wohl niemand ernsthaft treffen so eine "strafe" :D

                      Die Abgeordnetenentschädigung beträgt ab 1. Januar 2012 monatlich 7.960 €

                      Kommentar


                        #41
                        Zitat von EpicBeardMan
                        50 bzw 100 euro abzug...hmm wird wohl niemand ernsthaft treffen so eine "strafe" :D

                        Die Abgeordnetenentschädigung beträgt ab 1. Januar 2012 monatlich 7.960 €
                        Die Arbeiten ja auch viel und haben durchaus eine hohe Verantwortung?

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                          #42
                          Zitat von EpicBeardMan
                          50 bzw 100 euro abzug...hmm wird wohl niemand ernsthaft treffen so eine "strafe" :D

                          Die Abgeordnetenentschädigung beträgt ab 1. Januar 2012 monatlich 7.960 €
                          Du wolltest nur eine Kürzung :) Die gibt es. Jetzt bitte nicht gierig werden. Und wie gesagt: im Plenum sitzen ist tatsächlich nur ein sehr kleiner Teil der Abgeordnetentätigkeit. Sagt ja auch niemand, dass Berufsgruppe xy nicht arbeitet, nur weil man sie nicht den ganzen Tag dabei im Fernsehen beobachten kann.

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                            #43
                            Betreuungsgeld find ich erst mal nicht schlecht.

                            Die Münze hat ja zwei Seiten:
                            1.Darf es nicht sein, dass es finanziell rentabel ist, dass das Kind zu Hause bleibt.
                            2.Darf es nicht sein, dass aus finanziellen Gründen das Kind NICHT zu Hause ist.


                            zu 1)
                            Das Geld soll dem Kind zu Gute kommen.Ein Missbrauch muss erst mal vom Bürger ausgehen, also im Extremfall der berühmt berüchtigte H4 Clan, der munter Kinder zeugt, die zu Hause in einem Zimmer hausen und das Betreuungsgeld den Bier und Tabak Konsum der Eltern bezahlt.
                            Einzelfälle.Das dem mündigen Bürger zu unterstellen bzw. von einem allgemeinen Missbrauch auszugehen, ist falsch.Um dafür einigermaßen zu garantieren, gibt es immer noch Jugendamt etc.pp.
                            Kurz gesagt es liegt an uns, das sinnvoll einzusetzen.


                            zu 2)
                            Da liegt überhaupt nichts an uns.Der Niedriglohnsektor wächst, Arbeitsplätze werden unsicherer und dass ein Verdiener 3 oder sogar 4 und mehr Leute angemessen durchfüttern kann, ist heute der Ausnahmefall.Daraus resultiert, dass beide Elternteile, einer Voll und einer mindestens Teilzeit arbeiten muss, der Nachwuchs also weniger Kontakt zu seinen Eltern hat.Generation "alleine vorm Fernseher".
                            Ein Betreuungsgeld könnte den Effekt abschwächen und die Familie fördern.


                            Finde ich also durchaus sinnvoll oder einen ricthtigen Schritt, da 1) was mit Eigenverantwortung zu tun hat und 2) halt (leider/unnötigerweise) eine Entwicklungstendenz eines kaputten Systems.


                            ps: Ich lese hier das schöne Wort "bildungsfern".Die Existenz dieser Schicht wurde scheinbar schon akzeptiert, und besser noch, in komplettes Selbstverschulden verklärt.Respekt.

                            Betreuungsgeld (und weitere Maßnahmen) könnten mal der erste Schritt sein, diese bildungsfernen Schichten zu ENTfernen über die nächsten 2 Generationen.Denn bildungsfern ist kein Attribut, dass zwangsläufig vorhanden sein muss.Jeder kann gebildet sein, das hat damit, dass nicht jeder IQ >110 hat nichts zu tun, sondern ist in erster Linie mal Resultat äußerer Einflüsse.

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                              #44
                              Zitat von cetiN [in memory of cyx
                              ]
                              Wenn man sich den gesellschaftlichen Wandel und Zerfall von Sprache, Benehmen & Respekt in den letzten 20 Jahren anschaut, dann muss man einfach sagen, die Erziehung bleibt auf der Strecke, für die von jeher großteils die Frau zuhause verantwortlich war/ist.
                              "Sie [die Jugend, sic] hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte." - Sokrates.

                              Solche Platitüden gab es schon immer und wird es immer geben. Die Jugend ist dies, die Jugend ist das. Und immer sei es ein Phänomen der jeweiligen Zeit. Tatsächlich gibt es nicht "die Jugend". Dafür ist die Gesellschaft viel zu heterogen. Thema Shell-Studie!

                              Insofern hätte das Gesetz schon seine Berechtigung. Wenn das Betreuungsgeld nämlich Familien unterstützt, die ihre Vorstellung von Kinderbetreuung verwirklichen wollen - zuhause.

                              Das Problem an dem ganzen ist nur, dass das Gesetz wohl leider eher sozial schwache Familien adressiert, obwohl es das nicht soll. Und die sind ja nun nicht für gute Kinderbetreuung bekannt (verallgemeinert!).

                              Auf der anderen Seite scheint es auch schwer umsetzbar zu sein, eine Mindesteinkommensgrenze festzulegen, damit sozialschwache Familien eben nicht vom dem Gesetz adressiert werden. Von der Frage der Ungleichbehandlung mal abgesehen, brauchen einkommensstarke Familien eher kein Betreuungsgeld, da sie die Betreuung der Kinder zuhause ohnehin machen würden. Die würden einfach einen Mitnahmeeffekt nutzen. Stärken würde das Gesetz aber nicht wirklich etwas.

                              Also steht am Ende die Frage: Was soll das Gesetz, wenn einkommensstarke sie eigentlich nicht brauchen und einkommensschwache tendentiell eher nicht davon Gebrauch machen sollten (wieder verallgemeinert!)?

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                                #45
                                Zitat von gerdikurt

                                Um dafür einigermaßen zu garantieren, gibt es immer noch Jugendamt etc.pp.
                                Kurz gesagt es liegt an uns, das sinnvoll einzusetzen.


                                ps: Ich lese hier das schöne Wort "bildungsfern".Die Existenz dieser Schicht wurde scheinbar schon akzeptiert, und besser noch, in komplettes Selbstverschulden verklärt.Respekt.
                                Selbstverständlich haben wir bildungsferne Familienn. Und selbstverständlich hat das mit Intelligenz nichts zu tun. Aber es gibt einfach Familien in denen der Fernseher das Vorlesen oder Bücher im allgemeinen ersetzt und wenn die Eltern ihr Kind nicht fördern können ist es die Aufgabe des Staates.
                                Eben um gegen ein Festsitzen in diesem Milieu vorzugehen ist es für solche Kinder besonders wichtig früh gefördert und gefordert zu werden und nicht nur, polemisch ausgedrückt, zu Hause die Zeit mit Papa, Pokemon und Playstation zu verbringen.

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