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    WAr eher im Sinne von "kein Ritual" gemeint ^^, gibt ja auch diese Kulte wo die Leute an der Luft getrocknet werden und zum Grab "gehen" etc.

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      Zitat von Adam West
      Zitat von BigZ das CillaS
      aha, Menschen wurden im Osten nicht begraben, sondern den Aasgeiern zum Fraß hingeworfen. diese untiere!
      Schonmal ein tibetanisches "Begräbnis" gesehen? Ziemlich heftig. Hab den Link mal weggelassen.
      :E

      "tibetan burial", wer sich weiterbilden will

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        Zitat von Adam West
        Spoiler: 
        Ich finde den heuchlerischen Umgang mit der Religion in unserer Gesellschaft ziemlich mühsam. Immer wieder wird sie als eine Notwendigkeit für die Erhaltung der Moral dargestellt; ihr Verschwinden wird mit einem Wertezerfall gleichgestellt. Dennoch hat sie für die meisten nur noch eine symbolische Bedeutung.

        Vor 2 Jahren ist mein Onkel verstorben. Er hatte während seiner gesamten Lebenszeit überhaupt keine Beziehung zur Reilgion und der Kirche. Als der Pfarrer/Priester während seiner Beerdigung dann ca. 1h über Gott und Jesus gelabert hat und uns gefühlte 100mal "Gott blabla dein Reich möge kommen blabla" sagen liess, wär ich am liebsten aufgestanden und hätte geschrien: "Halt doch jetzt mal die Fresse! Wir trauern hier um einen Menschen, der uns viel bedeuted hat. Wir möchten uns mit ihm und seinem Leben auseinandersetzen, und nicht mit irgendwelchen Geschichten aus einem Fabelbuch, die ihn einen Scheissdreck interessiert haben."


        Kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber was wäre denn deiner Meinung nach eine gute Alternative zur kirchlichen Bestattung?

        Ich sage hier ja nicht, dass man keine Kritik an der Kirche zulassen darf, insbesondere mit ihren inhaltlichen Aussagen. Aber darum gehts mir bei der Frage einfach gar nicht, ob ich nun Kirchensteuern zahlen soll, sondern ausschließlich darum, ob ich und die Gesellschaft etwas von den Einrichtungen der Kirche haben. Und um das zu bejahen muss man nicht fanatisch, nichtmal gläubig sein, sondern sich einfach mal zu Gemüte führen, welche Institutionen von der Kirche getragen werden.

        //e: Meinte jetzt eher den allgemeinen Ablauf und dass du eben einen Pastor hast, der da vor dem Grab seine Predigt hält. Hab aber noch nie eine nicht-kirchliche Bestattung erlebt. Weiß nicht wie das abläuft. Stells mir nur unglaublich schlimm vor, da als Familie allein ums Grab rum zu stehen.

        //e2: Ach diese Zahlenspiele kann man doch wie schon gesagt bei jeder Organisation als Totschlagargument frei nach Belieben bringen. Ich bin als Jugendlicher für Unicef und WWF Spenden sammeln gegangen. Was meinst du wie oft ich mir das anhören durfte?

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          Zitat von Der Ollie
          Kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber was wäre denn deiner Meinung nach eine gute Alternative zur kirchlichen Bestattung?
          du musst dich in deutschland doch nicht kirchlich bestatten lassen o_O

          friedhöfe gehören meisst den kommunen, kannst du selbst entscheiden wer da spricht.

          Zitat von Der Ollie
          Und um das zu bejahen muss man nicht fanatisch, nichtmal gläubig sein, sondern sich einfach mal zu Gemüte führen, welche Institutionen von der Kirche getragen werden.
          das stimmt eben so nicht ganz, diese ganzen institutionen werden nur zu einem geringen teil von der kirche getraden:
          Für öffentliche soziale Zwecke bleiben – selbst nach kirchlichen Angaben – nur höchstens 8 %, wahrscheinlich sogar nur 5 % der Kircheneinnahmen übrig, der Rest wird größtenteils für Kirchenbauten und Verwaltungszwecke verwendet.
          Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz – zwischen 85 und 100 Prozent – aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt.

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            Macht euch um eure "Seele" keine Sorge. Wer aus der Kirche austritt zahlt ja immer noch über die Staatskirchenverträge Geld an EKD und KKD

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              Zitat von Der Ollie
              Zitat von Adam West
              Spoiler: 
              Ich finde den heuchlerischen Umgang mit der Religion in unserer Gesellschaft ziemlich mühsam. Immer wieder wird sie als eine Notwendigkeit für die Erhaltung der Moral dargestellt; ihr Verschwinden wird mit einem Wertezerfall gleichgestellt. Dennoch hat sie für die meisten nur noch eine symbolische Bedeutung.

              Vor 2 Jahren ist mein Onkel verstorben. Er hatte während seiner gesamten Lebenszeit überhaupt keine Beziehung zur Reilgion und der Kirche. Als der Pfarrer/Priester während seiner Beerdigung dann ca. 1h über Gott und Jesus gelabert hat und uns gefühlte 100mal "Gott blabla dein Reich möge kommen blabla" sagen liess, wär ich am liebsten aufgestanden und hätte geschrien: "Halt doch jetzt mal die Fresse! Wir trauern hier um einen Menschen, der uns viel bedeuted hat. Wir möchten uns mit ihm und seinem Leben auseinandersetzen, und nicht mit irgendwelchen Geschichten aus einem Fabelbuch, die ihn einen Scheissdreck interessiert haben."


              Kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber was wäre denn deiner Meinung nach eine gute Alternative zur kirchlichen Bestattung?

              Ich sage hier ja nicht, dass man keine Kritik an der Kirche zulassen darf, insbesondere mit ihren inhaltlichen Aussagen. Aber darum gehts mir bei der Frage einfach gar nicht, ob ich nun Kirchensteuern zahlen soll, sondern ausschließlich darum, ob ich und die Gesellschaft etwas von den Einrichtungen der Kirche haben. Und um das zu bejahen muss man nicht fanatisch, nichtmal gläubig sein, sondern sich einfach mal zu Gemüte führen, welche Institutionen von der Kirche getragen werden.

              //e: Meinte jetzt eher den allgemeinen Ablauf und dass du eben einen Pastor hast, der da vor dem Grab seine Predigt hält. Hab aber noch nie eine nicht-kirchliche Bestattung erlebt. Weiß nicht wie das abläuft. Stells mir nur unglaublich schlimm vor, da als Familie allein ums Grab rum zu stehen.

              Zum Glück gibt es heute ja auch Pfarrer, die genau wissen, dass viele Leute kaum einen Bezug zur Religion mehr haben, und die dies auch berücksichtigen. Bei der Beerdigung meines Grossvaters haben meine Eltern einen solchen Pfarrer gefunden und ich finde dieser hat eine sehr gute Arbeit gemacht. Alle Reden, die gehalten wurden, handelten vom Leben meines Grossvaters, die Leute wurden nicht zu unnötigen Gebeten gezwungen, es wurden keine Stellen aus der Bibel zitiert und das Umfelds des Vertorbenen wurde in die Trauerfeier miteinbezogen, was die Trauergemeinde auf eine gewisse Art zusammegeführt hat und das Trauern irgendwie offener, ehrlicher und auch einfacher gemacht hat... es war eine sehr befriedigende Art Abschied zu nehmen.

              Ich selber wünsch mir übrigens eine Trauerfeier auf einer offenen Wiese und eine Wikingerbestattung. Zweiteres ist wohl nicht möglich.


              Zum zweiten Teil: Es gibt heute genügend soziale Institutionen und Sozialwerke, die unabhängig von der Kirche sind.

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                austreten, np

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                  tritt ruhig aus wenn du es nicht brauchst oder nicht glaubst / vom positiven Wirken der Kirche überzeugt bist.

                  sollte es dir in 30 jahren mal so richtig beschissen gehen, kannst ja wieder angekrochen kommen und von kirchlichen karitativen einrichtungen profitieren. das schöne am christlichen glauben ist das immerwährende Verzeihen und Wiederaufnehmen von schwarzen Schafen. (ist btw nicht sarkastisch gemeint)

                  da mir persönlich die kirche schon soviel gegeben hat, werd ich auch brav meine kirchensteuer zahlen.

                  Gegenfrage: wenn du dem Staat keine Steuern zahlen müsstest, würdest du es wohl auch nicht tun? man muss immer daran denken, was sich dann ändern würde. Analog die Kirchensteuer.

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                    Zitat von clickclickdead
                    Fürs Heiraten kannst du auch einfach wieder eintreten und danach sofort wieder austreten. Hat mein Vater damals auch so gemacht.
                    Warum heirate ich kirchlich, wenn ich mit der Religion nichts am Hut habe? Manchmal versteh ich es einfach nicht...

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                      Weil man als Mann bei der Hochzeit nichts zu melden hat ;p
                      Und wenn Frau kirchlich heiraten möchte, dann ist das so ;)

                      Kommentar


                        Zitat von Furu
                        Weil man als Mann bei der Hochzeit nichts zu melden hat ;p
                        Und wenn Frau kirchlich heiraten möchte, dann ist das so ;)
                        scheinst nen großes selbstbewusstsein zu haben

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                          Zitat von VillacherBier
                          50 Euro im Monat?

                          Was verdienst du denn bitte?
                          Du musst net sonderlich viel verdienen. Bei mir sind es 2011 auch insgesamt 500€ gewesen.

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                            Zitat von DerKiLLa
                            Zitat von VillacherBier
                            50 Euro im Monat?

                            Was verdienst du denn bitte?
                            Du musst net sonderlich viel verdienen. Bei mir sind es 2011 auch insgesamt 500€ gewesen.
                            Übel. Wie kann man nur freiwillig soviel Kohle abdrücken....

                            Man kann die Kriche ja super finden (ich find sie scheisse), aber dann spendet man doch lieber freiwillig, wie es grade passt...

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                              Zitat von hawtness
                              tritt ruhig aus wenn du es nicht brauchst oder nicht glaubst / vom positiven Wirken der Kirche überzeugt bist.

                              sollte es dir in 30 jahren mal so richtig beschissen gehen, kannst ja wieder angekrochen kommen und von kirchlichen karitativen einrichtungen profitieren. das schöne am christlichen glauben ist das immerwährende Verzeihen und Wiederaufnehmen von schwarzen Schafen. (ist btw nicht sarkastisch gemeint)

                              da mir persönlich die kirche schon soviel gegeben hat, werd ich auch brav meine kirchensteuer zahlen.

                              Gegenfrage: wenn du dem Staat keine Steuern zahlen müsstest, würdest du es wohl auch nicht tun? man muss immer daran denken, was sich dann ändern würde. Analog die Kirchensteuer.
                              heißt ich als atheist bin sowieso schon verloren? Junge, versuch mal nachzudenken bevor du was schreibst

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                                Zitat von hawtness
                                Gegenfrage: wenn du dem Staat keine Steuern zahlen müsstest, würdest du es wohl auch nicht tun? man muss immer daran denken, was sich dann ändern würde. Analog die Kirchensteuer.
                                Wenn keiner Kirchensteuer zahlen würde hätte die Kirche ein Problem. Wäre doch gut, oder? Dann bliebe mehr Geld für karitative Institutionen, die kein Geld brauchen, um Kirchen zu bauen und so Zeug sondern alles Geld dort anwenden, wo es wirklich was hilft.

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