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ich merke einfach seit langer zeit, dass es nur noch sehr wenige gläubige christen gibt. alle sind getauft, haben konfirmation und dergleichen durchgelaufen (wegen des geldes zum teil; absolute frechheit finde ich sowas). ich bin auch niemand, der seinen glauben exzessiv auslebt und jede woche in die kirche geht, eigentlich geh ich vllt 1-2 mal im jahr zur messe, aber das ist ja auch kein merkmal eines gläubigen christen.
ich find den werteverfall unserer gesellschaft einfach nur erschreckend, ob der jetzt aufgrund der religionsverdrossenheit entsteht oder unabhängig davon, ändert nichts daran, dass die ethischen leitlinien, die die religionen uns lehren, eine grundsäule unseres staates und unserer verfassung sind.
Du schaust das vom falschen und meiner Meinung nach zu konservativen Standpunkt aus an. Konfirmation/Firmung geschieht bei uns (je nach Gemeinde unterschiedlich) so zwischen 12-18. Oft geschieht das in einem Alter, in dem man sich noch nicht "emanzipiert" hat, sprich in dem man das ganze gar nicht hinterfragt. Ausserdem, so war es zumindest bei mir, habe ich mich nur firmen lassen, weil meine Grossmutter dies unbedingt wollte, bzw. sie enttäuscht gewesen wäre, wenn ich das nicht getan hätte.
Ein enger Verbund zwischen Religion und Staat, wie ihn du ansprichst ist nicht nur konservativ sondern auch gefährlich. Wir sind in einer Zeit, in der die Bürger eines Landes nicht nur aus einer Konfession stammen. Die Zuordnung eines Staates zu einer Religion bzw. umgekehrt fördert Konflikte und hemmt die Liberalisierung.
@Rabe
Wenn du deine Aussage auf die Entwicklung Europäischer Staaten beziehst, gebe ich dir recht. Wenn du aber von heute ausgehst muss ich verneinen, Aufklärung ist wichtiger als das Christentum, da egal wer wo und wie, seine eigene Meinung zu bilden und auch mal Sachen zu hinterfragen ist wichtig für jeden.
wer sich bei einem kirchlichen begräbnis über die ausgelebte gläubigkeit des pfarrers aufregt, soll seinen verdammten heuchlerarsch aus diesem gebäude bewegen.
LOL, die Kirche hat es geschafft das Wertesystem in Europa fast ein Jahrtausend lang zu KONSERVIEREN, vor der Industrialisierung gabs ja mal wohl nen Witz an "sozialen" Einrichtungen. War das nicht einer der Gründe, warum sich eure Witzkirche vor nen paar Hundert Jahren gespalten hat? Weil diese christlichen Werte so exzerziert wurden. haha.
Man hat ja gesehen wie gut es den Menschen unter Herrschaft der Kirche ging.
Der Grund warum wir heute diese Sozialsysteme haben, waren Leute wie Kant und Marx, die gesamte Arbeiterbewegung, dises verbrecherischen Sozialdemokraten von damals, die doch tatsächlich gemeint haben, Wohlstand wäre für alle da, nicht nur für diejenigen die ihn schon haben.
Ich finde den heuchlerischen Umgang mit der Religion in unserer Gesellschaft ziemlich mühsam. Immer wieder wird sie als eine Notwendigkeit für die Erhaltung der Moral dargestellt; ihr Verschwinden wird mit einem Wertezerfall gleichgestellt. Dennoch hat sie für die meisten nur noch eine symbolische Bedeutung.
Vor 2 Jahren ist mein Onkel verstorben. Er hatte während seiner gesamten Lebenszeit überhaupt keine Beziehung zur Reilgion und der Kirche. Als der Pfarrer/Priester während seiner Beerdigung dann ca. 1h über Gott und Jesus gelabert hat und uns gefühlte 100mal "Gott blabla dein Reich möge kommen blabla" sagen liess, wär ich am liebsten aufgestanden und hätte geschrien: "Halt doch jetzt mal die Fresse! Wir trauern hier um einen Menschen, der uns viel bedeuted hat. Wir möchten uns mit ihm und seinem Leben auseinandersetzen, und nicht mit irgendwelchen Geschichten aus einem Fabelbuch, die ihn einen Scheissdreck interessiert haben."
Dem stimme ich voll zu.
Werte müssen aus dem Inneren kommen, aus einer Art philantropen Intelligenz. Vielen Gläuben, die ich kenne, geht das auch ab. Die verschanzen sich lediglich hinter einer sakral verbrämten Selbstgerechtigkeit und sind dahinter genauso fettärschig wie der Durchschnittsatheist. (Davon abgesehen soll glauben, wer glauben will, das ist mir wumpe.)
Das mit dem Begräbnis läuft immer so. Ich kann's auch nicht verstehen, mir ging's auch jedes Mal unglaublich auf den Zeiger. Aber die gläubigen Menschen tröstet's halt, wenn sie sich ans Große ganze erinnern. Die Dramatik des Einzeltodes verblasst hinter dem unendlich-wunderbaren, universellen Masterplan.
@Der Ollie: Vor dem Hintergrund, dass die Kirche eine unglaublich reiche Institution ist und viele ihrer Gelder in Prunkbauten verbrät, fürchte ich ja, dass die karitative Tat der Kirchensteuer mit gewissen Reibungsverlusten behaftet ist.
Ansonsten: Der Kirche heute die Inquisition vorzuwerfen ist... naja... in solchen Maßstäben sind wir alle noch fanatische Mitglieder der Hitlerjugend.
Da ich kirchlich heiraten will werde ich nicht austreten. Wer einmal bei einer standesamtlichen Trauung dabei war weiß wie schlecht das ist. Da ich agnostiker bin passt das auch
wer sich bei einem kirchlichen begräbnis über die ausgelebte gläubigkeit des pfarrers aufregt, soll seinen verdammten heuchlerarsch aus diesem gebäude bewegen.
Was heisst hier die "ausgelebte Gläubigkeit des Pfarrers"? Ich und alle anderen Angehörigen waren da um Abschied von einem uns sehr wichtigen Menschen zu nehmen und nicht um uns irgendwelche Fabeln vorlesen zu lassen und irgendwelchen Gottheiten zu huldigen.
Ja klar, ist halt eine Kirche, aber genau das ist ja der Punkt auf den ich hinaus wollte: Leute, die eigentlich keinen Bezug mehr zur Religion haben, sollten auch dazu stehen, aufhören eine falsche Verbundenheit zu heucheln und vorallem keinen veralteten "Pflichten" mehr nachkommen, durch die die Kirche am Leben gehalten wird. Wenn erstmal kein Geld mehr für die Finanzierung der Kirchen da ist, können wir endlich mal über eine sinnvolle Nutzung im Sinne der Allgemeinheit unserer heutigen Gesellschaft sprechen. Meine Tante hat einfach den Dorfpfarrer für die Beerdigung angagiert, weil das so üblich ist. Aber wenn kein Bezug zur Religion mehr vorhanden ist, sollte man mit solchen Traditionen brechen.
Das einzige wo ich mir unsicher bin ist wenn man später mal in der Kirche Heiraten möchte. Du kannst immernoch in einer Kirche heiratenFinde das gehört zu einer Hochzeit irgendwie dazu?! Geht das dann nicht mehr?blabla
wer sich bei einem kirchlichen begräbnis über die ausgelebte gläubigkeit des pfarrers aufregt, soll seinen verdammten heuchlerarsch aus diesem gebäude bewegen.
Was heisst hier die "ausgelebte Gläubigkeit des Pfarrers"? Ich und alle anderen Angehörigen waren da um Abschied von einem uns sehr wichtigen Menschen zu nehmen und nicht um uns irgendwelche Fabeln vorlesen zu lassen und irgendwelchen Gottheiten zu huldigen.
Ja klar, ist halt eine Kirche, aber genau das ist ja der Punkt auf den ich hinaus wollte: Leute, die eigentlich keinen Bezug mehr zur Religion haben, sollten auch dazu stehen, aufhören eine falsche Verbundenheit zu heucheln und vorallem keinen veralteten "Pflichten" mehr nachkommen, durch die die Kirche am Leben gehalten wird. Wenn erstmal kein Geld mehr für die Finanzierung der Kirchen da ist, können wir endlich mal über eine sinnvolle Nutzung im Sinne der Allgemeinheit unserer heutigen Gesellschaft sprechen. Meine Tante hat einfach den Dorfpfarrer für die Beerdigung angagiert, weil das so üblich ist. Aber wenn kein Bezug zur Religion mehr vorhanden ist, sollte man mit solchen Traditionen brechen.
Naja, dann liegt das Problem doch eindeutig an deiner Tante, oder? Der Pfarrer macht halt seinen Job, nämlich ein christl. Begräbnis. Wer das nicht will, kauft halt keinen Pfarrer ein.
Ist bei anderen Dienstleistern doch genauso. Miete mir auch keine Volksmusiker für die Party und rege mich dann auf, wenn die ihre Mucke spielen und kein Metal.
Meine Tante hat einfach den Dorfpfarrer für die Beerdigung angagiert, weil das so üblich ist. Aber wenn kein Bezug zur Religion mehr vorhanden ist, sollte man mit solchen Traditionen brechen.
Naja, dann liegt das Problem doch eindeutig an deiner Tante, oder? Der Pfarrer macht halt seinen Job, nämlich ein christl. Begräbnis. Wer das nicht will, kauft halt keinen Pfarrer ein.
Ist bei anderen Dienstleistern doch genauso. Miete mir auch keine Volksmusiker für die Party und rege mich dann auf, wenn die ihre Mucke spielen und kein Metal.
Sagt er das nicht auch selber? Scheint ihm schon klar zu sein, bzw. ist das ja genau dafür ein Beispiel was er eigtl bemängelt. .
Mit Traditionen brechen ist ja leider nicht so einfach getan wie gesagt
wer sich bei einem kirchlichen begräbnis über die ausgelebte gläubigkeit des pfarrers aufregt, soll seinen verdammten heuchlerarsch aus diesem gebäude bewegen.
Was heisst hier die "ausgelebte Gläubigkeit des Pfarrers"? Ich und alle anderen Angehörigen waren da um Abschied von einem uns sehr wichtigen Menschen zu nehmen und nicht um uns irgendwelche Fabeln vorlesen zu lassen und irgendwelchen Gottheiten zu huldigen.
Ja klar, ist halt eine Kirche, aber genau das ist ja der Punkt auf den ich hinaus wollte: Leute, die eigentlich keinen Bezug mehr zur Religion haben, sollten auch dazu stehen, aufhören eine falsche Verbundenheit zu heucheln und vorallem keinen veralteten "Pflichten" mehr nachkommen, durch die die Kirche am Leben gehalten wird. Wenn erstmal kein Geld mehr für die Finanzierung der Kirchen da ist, können wir endlich mal über eine sinnvolle Nutzung im Sinne der Allgemeinheit unserer heutigen Gesellschaft sprechen. Meine Tante hat einfach den Dorfpfarrer für die Beerdigung angagiert, weil das so üblich ist. Aber wenn kein Bezug zur Religion mehr vorhanden ist, sollte man mit solchen Traditionen brechen.
Naja, dann liegt das Problem doch eindeutig an deiner Tante, oder? Der Pfarrer macht halt seinen Job, nämlich ein christl. Begräbnis. Wer das nicht will, kauft halt keinen Pfarrer ein.
Ist bei anderen Dienstleistern doch genauso. Miete mir auch keine Volksmusiker für die Party und rege mich dann auf, wenn die ihre Mucke spielen und kein Metal.
Ja, klar. Hab ich auch nie bestritten.
Meiner Tante war das übrigens auch sehr unangenehm (weiss ich von meiner Mutter).
Muss auch sagen, dass dies verglichen mit anderen Beerdigungen sehr extrem war und heute passen zum Glück viele Pfarrer die Trauerzeremonie sehr genau den Wünschen der Trauernden an. Man muss halt nur den Mut haben und diese auch äussern.
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