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Aufgrund des Professionalisierungsdrucks wirst du nur schwer um eine Journalistenschule rumkommen.
Bist Du Dir sicher, dass es sowas wie Professionalisierung überhaupt gibt? Ich finde, die Qualität der großen Tages- und Wochenzeitung, weit weg von BILD, Welt etc., lässt immer weiter nach und ist schon mehr als bedenklich. Mit Qualität hat das für mich nichts mehr zu tun. Deswegen würde ich Dir auch von dem Beruf abraten. Es sei denn, Du hast selbst keine sonderlich hohen Ansprüche an Dich und Deine Artikel. Was man da bei SPIEGEL, ZEIT etc. vorgesetzt bekommt, ist einfach immer öfter komplett unrecherchiert, inhaltlich an einigen, oft auch kritischen, Stellen faslch. Immer öfter liest man Meinungsmache, wirkliche Qualitätsartikel, an denen auch mal länger gearbeitet wird und die Themen auffassen, die keinen großen Aufschrei auslösen (ausgelöst haben), sieht man leider immer weniger. Und ich denke, immer mehr Verlage werden ihre Print-Sektion schließen, Blogger etc. gewinnen immer mehr ein Einfluss und der Journalismus verkommt total/es gibt nur wenige Stellen, an denen Du gut verdienst und wirklich auch Qualitätsarbeit liefern kannst. Und dementsprechend wird es immer schwieriger, an so eine Stelle zu kommen.
E: Was ich Dir raten würde. Schreib wirklich mal einen ordentlichen Artikel und schick den an alle möglichen Zeitungen. Eventuell wird er online abgedruckt. Olli hat das ja schon angesprochen: Solche Publikationen können Dir später bei der Bewerbung viel bringen vielleicht geht es ohne sogar nicht. Natürlich gilt auch hier: Je besser die Zeitung, desto mehr Wert hat der Artikel. Bei ZEIT-online kann man auch Leserartikel einreichen. Wenn ich mich nicht irre, werden manche von denen speziell hervorgehoben.
Okay, danke. Ich denke nicht, dass ich später einfach nur ein "rasender Reporter" sein will/werde, da ich mir was wert bin und später auch mal eine Familie ernähren will ;).
Diverse Artikel habe ich ja hier auch schon geschrieben, aber die kann ich wohl nicht als "Leseprobe" verwenden? ^^ Oder meine Interviews etc. pp.
Journalist so ziemlich der beschissenste Job den man machen kann :P Dafür, dass man auch mal bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten muss, ist der Verdienst einfach scheisse. Und wenn du später mal Familie hast, wirste die auch nicht oft zu Gesicht bekommen ;x
Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.
grundsätzlich gilt, dass man fast überall geld verdienen kann, wenn man richtig gut ist. dass du aber vom "täglichen schmierblatt" zur welt aufsteigen kannst, weil du "der beste" bist, kannst du getrost abhaken.
im journalismus sind leider nicht nur ein guter schreibstil, sondern eben auch reputation, praktika, fortbildungen, erfahrungen und oft ein volontariat bei einem halbwegs bekannten blatt notwendig.
auch wenn ich bezweifle, dass du irgendwann wirklich mit dem schreiben über esports deine brötchen verdienen können wirst, würde ich dir nicht unbedingt davon abraten in die richtung zu gehen.
die frage ist doch, ob du damit leben kannst, die nächsten 40 jahre tagtäglich etwas zu tun womit du zwar mehr geld verdienst, das dich aber nicht erfüllt.
und wie gesagt, man kann auch im journalismus gut verdienen, solange man den beruf nicht mangels alternativen ergriffen hat, sondern aus überzeugung.
Journalist so ziemlich der beschissenste Job den man machen kann :P Dafür, dass man auch mal bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten muss, ist der Verdienst einfach scheisse. Und wenn du später mal Familie hast, wirste die auch nicht oft zu Gesicht bekommen ;x
Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.
grundsätzlich gilt, dass man fast überall geld verdienen kann, wenn man richtig gut ist. dass du aber vom "täglichen schmierblatt" zur welt aufsteigen kannst, weil du "der beste" bist, kannst du getrost abhaken.
im journalismus sind leider nicht nur ein guter schreibstil, sondern eben auch reputation, praktika, fortbildungen, erfahrungen und oft ein volontariat bei einem halbwegs bekannten blatt notwendig.
auch wenn ich bezweifle, dass du irgendwann wirklich mit dem schreiben über esports deine brötchen verdienen können wirst, würde ich dir nicht unbedingt davon abraten in die richtung zu gehen.
die frage ist doch, ob du damit leben kannst, die nächsten 40 jahre tagtäglich etwas zu tun, mit dem du zwar mehr geld verdienst, dass dich aber nicht erfüllt.
und wie gesagt, man kann auch im journalismus gut verdienen, solange man den beruf nicht mangels alternativen ergriffen hat, sondern aus überzeugung.
Genau das ist es ja. Ich mache ja momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker und bin mir mittlerweile bewusst, dass der Job zwar ganz okay ist, ich aber jetzt nicht nochmal eine solche Ausbildung anfangen würde. Das Schreiben und alles was dazu gehört, hat mich schon immer interessiert. Habe auch schon mit 10 Berichte (für mich) geschrieben. Über Wimbledon und alles, was dazu gehört.
Und ich möchte gerne etwas tun, was mir Spaß macht. Auch wenn ich dann vllt. (zumindest anfangs wahrscheinlich) trotzdem noch aufs Geld achten muss.
wie einige von euch evtl. wissen, arbeite ich ja auch hier als Redakteur (hauptsächlich SC2). Hatte schon immer Spaß am Schreiben, Recherchieren, Kommunizieren etc. Jetzt frage ich mich, ob ich später sowas hauptberuflich machen sollte (mache gerade noch eine Ausbildung zum Fachinformatiker). Da ich die Sache echt gerne mache und auch gern mal nachts bis um 2 Uhr an einem Interview sitze, dachte ich mir, kann ich sowas auch studieren?
Hab die Jungs von Google mal gefragt, da gibt es die unterschiedlichsten Meinungen.
Kommunikationswissenschaften? Medien-irgendwas? Journalistik?
Eure Empfehlungen / Meinungen / Erfahrungen?
Gruß
dyNa
Neein, du machst erstmal Fachinformatiker für Systemintegration Ausbildung zuende :D und dannach IT Konzern dick Kohle scheffeln !!!
Neein, du machst erstmal Fachinformatiker für Systemintegration Ausbildung zuende :D und dannach IT Konzern dick Kohle scheffeln !!!
Wie schon geschrieben- möglich wäre das wahrscheinlich, aber es erfüllt mich nicht. Weiß ja nicht, was du derzeit machst, aber ich kann mich nicht auf die Arbeit freuen. Will halt echt nen Job haben, wo ich wirklich gerne hingehe.
Bei uns an der Uni kann man Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaften studieren. Das Studium hat eig einen recht hohen Praxisanteil und ich denke, sowas in der Richtung könnte was für dich sein. Da gibts auch ein paar Studenten die machen ne eigene kleine Games-Sendung. Is also auch in der Richtung relativ offen das ganze.
kann mich dem gesagten nur anschließen: du wirst nicht über die lokalzeitung zu ner überregionalen (auch nicht der bild!) wechseln können, sondern kannst höchstens innerhalb der hierarchie des lokalblatts aufsteigen (wirst dann vllt irgendwann chefredakteur, bringt dir halt nicht viel). kenne einige leute, die ein voluntariat bei ner regionalzeitung gemacht haben und da einfach nicht wegkommen, obwohl sie ja quasi eine journalistenausbildung vorzuweisen haben (viele zusätzlich noch ein studium der publizistik/des journalismus) und jetzt als freie mitarbeiter oder im besten fall festangestellte redakteure im kaff versauern und von irgendwelchen lokalen "events" berichten dürfen...
wenn du zu ner überregionalen zeitung willst, MUSST du eigentlich die ausbildung an ner journalistenschule (haben soweit ich weiß alle aufnahmetests [z.b. der der henri-nannen-schule: http://www.journalistenschule.de/bewerbung/fragebogen.html, kannst dir ja mal anschauen, da steht auch, was die ausbildung alles umfasst und was sie sonst noch voraussetzen] und ein abgeschlossenes hochschulstudium ist zumindest wünschenswert) machen, plus natürlich entsprechende arbeitserfahrung haben.
kann mich dem gesagten nur anschließen: du wirst nicht über die lokalzeitung zu ner überregionalen (auch nicht der bild!) wechseln können, sondern kannst höchstens innerhalb der hierarchie des lokalblatts aufsteigen (wirst dann vllt irgendwann chefredakteur, bringt dir halt nicht viel). kenne einige leute, die ein voluntariat bei ner regionalzeitung gemacht haben und da einfach nicht wegkommen, obwohl sie ja quasi eine journalistenausbildung vorzuweisen haben (viele zusätzlich noch ein studium der publizistik/des journalismus) und jetzt als freie mitarbeiter oder im besten fall festangestellte redakteure im kaff versauern und von irgendwelchen lokalen "events" berichten dürfen...
wenn du zu ner überregionalen zeitung willst, MUSST du eigentlich die ausbildung an ner journalistenschule (haben soweit ich weiß alle aufnahmetests [z.b. der der henri-nannen-schule: http://www.journalistenschule.de/bewerbung/fragebogen.html, kannst dir ja mal anschauen, da steht auch, was die ausbildung alles umfasst und was sie sonst noch voraussetzen] und ein abgeschlossenes hochschulstudium ist zumindest wünschenswert) machen, plus natürlich entsprechende arbeitserfahrung haben.
war auch länger redakteur im esport bereich und habe gedacht, dass das was für mich wäre - am ende habe ich mich anders entschieden - denke nämlich, dass dieses nebenbei schreiben (2-3h am Tag) einfach was anderes ist als wirklich arbeiten (8-9h am Tag) ...
Neein, du machst erstmal Fachinformatiker für Systemintegration Ausbildung zuende :D und dannach IT Konzern dick Kohle scheffeln !!!
Wie schon geschrieben- möglich wäre das wahrscheinlich, aber es erfüllt mich nicht. Weiß ja nicht, was du derzeit machst, aber ich kann mich nicht auf die Arbeit freuen. Will halt echt nen Job haben, wo ich wirklich gerne hingehe.
ich freue mich nie auf die arbeit und werde mir nach der Ausbildung ein Betrieb suchen der GROß ist und wo mir das arbeiten spaß macht. Studieren kommt für mich nich in Frage habe leider nur Mittlere Reife mit 2.5
Hätte aber auch mehr bock was mit Pflanzen zu machen ( Biochemiker oder son kram )oder irgndwas anderes :X studieren an sich bestimmt mega funny. ( Hab spaß am lernen vorallem bei einem THema was mich interessiert ! )
habe damals ne ganze zeit bei der WAZ gearbeitet. erst wars ein praktikum und dann freier mitarbeiter, so neben der schule. da hat man recht oft mitbekommen, dass viele nicht zufrieden waren. niedriger lohn, kein sicherer arbeitsplatz, manchmal beschissene arbeitszeiten und der spaß bleibt auch oft fern.
ein interview mit einem 85-jährigen priester der mehr polnisch als deutsch spricht ist nicht so cool wie es klingt!!!
ne tolle erfahrung war, dass ich dort mit Vio zusammen gearbeitet habe, die ein halbes jahr später bei giga games angefangen hat :D
habe damals ne ganze zeit bei der WAZ gearbeitet. erst wars ein praktikum und dann freier mitarbeiter, so neben der schule. da hat man recht oft mitbekommen, dass viele nicht zufrieden waren. niedriger lohn, kein sicherer arbeitsplatz, manchmal beschissene arbeitszeiten und der spaß bleibt auch oft fern.
ein interview mit einem 85-jährigen priester der mehr polnisch als deutsch spricht ist nicht so cool wie es klingt!!!
ne tolle erfahrung war, dass ich dort mit Vio zusammen gearbeitet habe, die ein halbes jahr später bei giga games angefangen hat :D
Das nicht alles Gold ist, was glänzt, ist mir durchaus bewusst. Aber ich denke mal, dass du als Praktikant auch nicht die Tehmen bearbeiten konntest/durftest, die du gerne bearbeitet hättest, oder?
An denjenigen, der das eben mit der Journalistenschule geschrieben hat: Link geht nicht.
habe damals ne ganze zeit bei der WAZ gearbeitet. erst wars ein praktikum und dann freier mitarbeiter, so neben der schule. da hat man recht oft mitbekommen, dass viele nicht zufrieden waren. niedriger lohn, kein sicherer arbeitsplatz, manchmal beschissene arbeitszeiten und der spaß bleibt auch oft fern.
ein interview mit einem 85-jährigen priester der mehr polnisch als deutsch spricht ist nicht so cool wie es klingt!!!
ne tolle erfahrung war, dass ich dort mit Vio zusammen gearbeitet habe, die ein halbes jahr später bei giga games angefangen hat :D
Das nicht alles Gold ist, was glänzt, ist mir durchaus bewusst. Aber ich denke mal, dass du als Praktikant auch nicht die Tehmen bearbeiten konntest/durftest, die du gerne bearbeitet hättest, oder?
An denjenigen, der das eben mit der Journalistenschule geschrieben hat: Link geht nicht.
mit 15/16 jahren eine 3/4 seite nur über computerspiele zu füllen war schon so ziemlich nah an dem dran, was man sich in dem alter erhofft hat :D
ich muss dazu sagen, dass ich am anfang viel für den jugend-bereich geschrieben habe und dort teilweise narrenfreiheit hatte. der vorteil daran war auch, dass ich mit sehr jungen redakteuren arbeiten durfte, was schon extrem viel spaß gemacht hat.
vor allem hatte ich selbst als praktikant die freiheit zu sagen "ich habe die und die idee.. darüber würde ich gerne schreiben".. je nach idee und was ich delivern konnte, durfte ich es dann auch umsetzen.
Große Tageszeitung geht eigentlich immer nach Schema F: Normales, fachspezifisches Studium mindestens bis zum Bachelor abschließen, währenddessen über Praktika Erfahrungen sammeln, dann bei einer renommierten Journalistenschule (v.a. in Hamburg oder München) bewerben und hoffentlich angenommen werden. Ist der Schritt getan, hast du eigentlich über die Connections, die dir dadurch geöffnet werden den Zugang zu guten Verlagen so gut wie in der Tasche.
Der Weg ändert jedoch nix am für die Dauer der Ausbildung (Normales Studium, Journalistenschule, Volontariat sind einige Jahre) enttäuschenden Gehalt und der - auch bei einer großen Zeitung - fehlenden Garantie, in absehbarer Zeit interessante Themen oder auch nur akzeptable Arbeitszeiten, geschweige denn eine Festanstellung zu bekommen. Würde an deiner Stelle wenn dann auf redaktionelle Arbeit im Internet setzen, ist flexibler und zukunftssicherer, wenn sie langsam mal rausfinden, wie man mit dieser Art des Journalismus auch ordentlich Geld verdienen kann. Oder du schließt dich gleich der dunklen Seite der Macht an und arbeitest in der Medien-, PR-, KW-Welt als Redakteur. In den großen Medienstädten in Deutschland hast du drölftausend Agenturen, die alle Personal brauchen. Spannend ist die Arbeit da aber auch zu 95% nicht.
: Ganz zu schweigen davon, dass der total verklausulierte Weg in den überregionalen Journalismus einfach nur ekelhaft ist und teilweise von Opportunisten und Vitamin B-vollgestopften Flachpfeifen nur so wimmelt.
: Ganz zu schweigen davon, dass der total verklausulierte Weg in den überregionalen Journalismus einfach nur ekelhaft ist und teilweise von Opportunisten und Vitamin B-vollgestopften Flachpfeifen nur so wimmelt.
Hast du das nicht in jedem Berufsfeld in gewisser Art und Weise?
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