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Journalismus studieren?

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    Journalismus studieren?

    Hallo zusammen,

    wie einige von euch evtl. wissen, arbeite ich ja auch hier als Redakteur (hauptsächlich SC2). Hatte schon immer Spaß am Schreiben, Recherchieren, Kommunizieren etc. Jetzt frage ich mich, ob ich später sowas hauptberuflich machen sollte (mache gerade noch eine Ausbildung zum Fachinformatiker). Da ich die Sache echt gerne mache und auch gern mal nachts bis um 2 Uhr an einem Interview sitze, dachte ich mir, kann ich sowas auch studieren?
    Hab die Jungs von Google mal gefragt, da gibt es die unterschiedlichsten Meinungen.
    Kommunikationswissenschaften? Medien-irgendwas? Journalistik?

    Eure Empfehlungen / Meinungen / Erfahrungen?

    Gruß
    dyNa

    #2
    Nicht Journalistik studieren. Grundsätzlich gilt: das Studieren, über das du später schreiben möchtest. Interessierst du dich für Kultur und möchtest darüber schreiben, studierst du Kulturwissenschaften und machst nebenher Praktika im Bereich Journalismus. Aber: Journalist sein heißt viel arbeiten, sehr flexibel sein bzgl. Arbeitszeiten, nicht viel Geld kriegen und nicht mal sicher sein, ob man überhaupt eine feste Arbeit bekommt. Freie Tätigkeiten sind da schon eher die Regel.

    Wenn's einem wirklich riesigen Spaß macht, kann man sich da vielleicht durchkämpfen, aber das wird nicht einfach. Alternativ würde ich vielleicht eher über Sachen wie Public Relations o.Ä. nachdenken und Kommunikationswissenschaften studieren (wenn du da 'n Platz kriegst).

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      #3
      Okay. Ja, dass es als Journalist nicht immer einfach ist, sich über Wasser zu halten, ist mir durchaus bewusst. Warum nicht Journalistik studieren? Ich brauche doch erstmal einen allgemeinen Einblick in die Welt des Journalismus. Oder bekomm ich den dann eher durch die Praktika?
      Welchen Bereich ich da genau abdecken will, weiß ich noch nicht.. eSports am Liebsten :D

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        #4
        Journalist so ziemlich der beschissenste Job den man machen kann :P Dafür, dass man auch mal bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten muss, ist der Verdienst einfach scheisse. Und wenn du später mal Familie hast, wirste die auch nicht oft zu Gesicht bekommen ;x

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          #5
          Aufgrund des Professionalisierungsdrucks wirst du nur schwer um eine Journalistenschule rumkommen. Keine Ahnung ob dort überall ein abgeschlossenes Studium Bedingung ist. Ein Zwei-Fach-Bachelor mit einem der drei genannten Richtungen wäre sicher nicht verkehrt, sofern das Medien-irgendwas nicht zu schmalspurig ist.

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            #6
            Zitat von razrrr
            Journalist so ziemlich der beschissenste Job den man machen kann :P Dafür, dass man auch mal bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten muss, ist der Verdienst einfach scheisse. Und wenn du später mal Familie hast, wirste die auch nicht oft zu Gesicht bekommen ;x
            Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
            Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.

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              #7
              Zitat von dyNa
              Zitat von razrrr
              Journalist so ziemlich der beschissenste Job den man machen kann :P Dafür, dass man auch mal bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten muss, ist der Verdienst einfach scheisse. Und wenn du später mal Familie hast, wirste die auch nicht oft zu Gesicht bekommen ;x
              Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
              Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.
              Also ich habe mal ein Praktikum bei der HAZ gemacht und die haben den Job garnicht empfohlen. Mit den Aufstiegschancen weiß ich jetzt gerade nicht so, ist schon ein wenig her. Und wenn du dann studierst und diese Praktika machst, verdienst du halt auch noch nichts und so 'nen Studium dauert auch extrem lange. Um bei der Welt zu schreiben, wirst du glaube ich ein wenig brauchen, das wird definitiv nicht von heute auf morgen gehen. Das Gehalt ist übrigens nicht schlecht, aber steht in keinem Verhältnis zur Arbeitszeit...

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                #8
                Zitat von dyNa
                Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
                Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.
                Wahrlich, ein raffinierter Plan!

                @ Topic: Bis Du die e-Sports-Kolumne der "Welt" betreuen kannst, vergehen wohl noch ein paar Jahre. Studiere lieber Kultur- und Medienkrams und entwickle Deine spezifischen e-Sports-Kenntnisse durch Mass Zocken nebenher weiter.

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                  #9
                  Zitat von Nichtversetzt
                  Zitat von dyNa
                  Naja, dafür hat man doch ganz gute Aufstiegschancen oder?
                  Ist klar, dass ich nix verdiene, wenn ich für das "Tägliche Schmierblatt" arbeite. Aber da kann man ja quasi "der Beste" sein und dann irgendwann für die Welt o.Ä. schreiben, dann sieht das mit dem Geld ja auch wieder anders aus.
                  @ Topic: Bis Du die e-Sports-Kolumne der "Welt" betreuen kannst, vergehen wohl noch ein paar Jahre. Studiere lieber Kultur- und Medienkrams und entwickle Deine spezifischen e-Sports-Kenntnisse durch Mass Zocken nebenher weiter.
                  :D keine schlechte Idee. Dass eSports irgendwo wirklich für einen Journalisten attraktiv werden, ist zwar nicht so unwahrscheinlich, aber wird mit Sicherheit noch dauern, darüber bin ich mir im Klaren.
                  Was ich noch gar nicht in Betracht bezogen habe:
                  Was ist mit TV oder Radio?

                  An Alle nochmal: Mit Sicherheit kein "einfacher" Job, mit regelmaessigem und gesichertem Einkommen, das weiß ich.

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                    #10
                    Stand auch vor dem Studium vor dieser Entscheidung. Habe mich aufgrund der bereits genannten Gründe bewusst dagegen entschieden. Der Markt ist übersättigt mit Leuten "die einfach Spaß am Schreiben" haben und es ist in der Tat - wie hier auch schon gesagt wurde - nur möglich diese Richtung über fachspezifische Publikationen einzuschlagen, wenn man nicht den Rest seines Lebens beim lokalen Tageblatt Artikel über Taubenzucht- und Kleingärtnervereine bringen möchte.

                    Defacto sind die meisten Journalisten Quereinsteiger aus wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Studiengängen. Mir hat man damals jedenfalls geraten, auf keinen Fall Journalismus bzw. Medienwissenschaften zu studieren. Eventuell hat sich das mittlerweile geändert. Würde diesbzgl. einfach mal bei den Personalstellen der Unternehmen anrufen, für die du dich später interessieren würdest. Die haben mir diese Frage jedenfalls gern beantwortet und waren recht freundlich. Ist auch nicht ausgeschlossen, dass diese "Irgendwas mit Medien"-Studiengänge mittlerweile en vogue sind - wobei ich bezweifle, dass sich da in den letzten 2 Jahren groß was getan haben wird.

                    //e: Hinter vorgehaltener Hand: Solange dein Stil sich sehen lassen kann, du die journalistische Handhabe beherrschst, regelmäßig Testartikel (huehuehue Testikel) schreibst und Zusatzqualifikationen (Praktika, Fortbildungen, freiberufliche Arbeit) en masse sammelst, ist deinem späteren Arbeitgeber absolut egal, was auch immer du vorher studiert hast.

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                      #11
                      Das Problem ist ja, dass ich noch nicht so genau weiß, in welche Richtung ich was machen will, sondern nur weiß, dass ich sowas gerne machen würde.. :S Beim Radio / TV zu arbeiten wäre natürlich noch besser, denke ich.

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                        #12
                        Das Problem ist hier gibt es denke ich keinen allgemeingültigen Musterweg, könntest Ollis Vorschlag mal umsetzen und bei den Institutionen wo du später gerne arbeiten würdest mal anrufen, denke die können dir am ehsten weiterhelfen. Bist ja noch recht Jung ansonsten probieren nen Praktikum beim TV / Radio Whatever zu machen sollte dir auch weiterhelfen nen Gefühl dafür zu bekommen wie die meisten Leute da gelandet sind.

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                          #13
                          Zitat von EntertheVoid
                          Das Problem ist hier gibt es denke ich keinen allgemeingültigen Musterweg, könntest Ollis Vorschlag mal umsetzen und bei den Institutionen wo du später gerne arbeiten würdest mal anrufen, denke die können dir am ehsten weiterhelfen. Bist ja noch recht Jung ansonsten probieren nen Praktikum beim TV / Radio Whatever zu machen sollte dir auch weiterhelfen nen Gefühl dafür zu bekommen wie die meisten Leute da gelandet sind.
                          Jo, das ist ne gute Idee, denke ich. Werde mir das auf jeden Fall mal zu Herzen nehmen und mich mal weiter informieren.

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                            #14
                            Kommunikationswissenschaften hat rein gar nichts mit Journalismus zu tun. Kenne viele Leute die das studieren und dann eher Richtung Umfragen, Marktanalysen gehen.

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                              #15
                              Zitat von Narsilion
                              Aufgrund des Professionalisierungsdrucks wirst du nur schwer um eine Journalistenschule rumkommen.
                              Bist Du Dir sicher, dass es sowas wie Professionalisierung überhaupt gibt? Ich finde, die Qualität der großen Tages- und Wochenzeitung, weit weg von BILD, Welt etc., lässt immer weiter nach und ist schon mehr als bedenklich. Mit Qualität hat das für mich nichts mehr zu tun. Deswegen würde ich Dir auch von dem Beruf abraten. Es sei denn, Du hast selbst keine sonderlich hohen Ansprüche an Dich und Deine Artikel. Was man da bei SPIEGEL, ZEIT etc. vorgesetzt bekommt, ist einfach immer öfter komplett unrecherchiert, inhaltlich an einigen, oft auch kritischen, Stellen faslch. Immer öfter liest man Meinungsmache, wirkliche Qualitätsartikel, an denen auch mal länger gearbeitet wird und die Themen auffassen, die keinen großen Aufschrei auslösen (ausgelöst haben), sieht man leider immer weniger. Und ich denke, immer mehr Verlage werden ihre Print-Sektion schließen, Blogger etc. gewinnen immer mehr ein Einfluss und der Journalismus verkommt total/es gibt nur wenige Stellen, an denen Du gut verdienst und wirklich auch Qualitätsarbeit liefern kannst. Und dementsprechend wird es immer schwieriger, an so eine Stelle zu kommen.

                              E: Was ich Dir raten würde. Schreib wirklich mal einen ordentlichen Artikel und schick den an alle möglichen Zeitungen. Eventuell wird er online abgedruckt. Olli hat das ja schon angesprochen: Solche Publikationen können Dir später bei der Bewerbung viel bringen – vielleicht geht es ohne sogar nicht. Natürlich gilt auch hier: Je besser die Zeitung, desto mehr Wert hat der Artikel. Bei ZEIT-online kann man auch Leserartikel einreichen. Wenn ich mich nicht irre, werden manche von denen speziell hervorgehoben.

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