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    #31
    Noch eine Frage an dich Krishna,

    von meiner Mutter eine Bekannte hat Chemie studiert (also schon ein paar Jährchen her) und hatte auch Chemie als LK am Gymi und meinte halt, dass sie mit der Schulchemie garnichts anfangen konnte und seehr viel lernen musste.
    Und jetzt halt dein Post als genaues Gegenteil.

    Hat sich das Chemiestudium so sehr geändert in den letzten Jahren, ist die Bekannte einfach dumm (denk ich mal nicht) oder haste dein Abi mit 0,7 bestanden?

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      #32
      Zitat von Krishnamurti
      Spoiler: 
      Bei uns sind die ersten 2/3 Semester Chemie einfach langweilig. Dort werden dir die Grundlagen beigebracht, die du entweder eh schon kennst oder sie werden auf einem Niveau gelehrt, welches auch Grundschüler verstehen würden.

      1. Semester:

      AC-Vorlesung/Grundpraktikum: Vorlesung ist ein einziger Witz. Ist halt mit den ganzen Lehrämtern / Biochemikern / Biologen. Deshalb sitzt das Niveau da ganz ganz tief im Keller... Im Grundpraktikum lernst du den Umgang mit den Chemikalien und die grundlegendsten Apparaturen, wobei die Versuche wirklich sehr langweilig sind.

      PC-Vorlesung/Praktikum: Das interessanteste im ersten Semester. Wir haben dort eine Einführung in die Thermodynamik, Ionen in Lösung und ins Atommodell bekommen. War schon etwas anspruchsvoller, weil die Chemiker hier auch ausnahmsweise mal unter sich sind. Im Praktikum machst du auch interessantere Versuche, wo du zu jedem Versuch ein 15-seitiges Protokoll schreiben musst. Ist sehr nervig, aber man lernt, wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen, was sehr hilfreich ist später.

      Mathe: Richtig einfach. Machst eigentlich nur Diff, komplexe Zahlen, BISSCHEN Stochastik, lineare Algebra. Hauptaugenmerk liegt auf Diff mit mehreren Variablen, wobei du nur rechnen musst. Herleitungen sind egal...daher auch kein richtiges Mathe eigentlich.

      Physik: Mechanik, Elektrizitätslehre, Magentismus, bisschen Wellen. Erneut mit Bioloen und so weiter, daher sehr einfach gehalten.

      Leider kein OC im ersten Semester bei uns, SSB!

      Ab dem dritten Semester beschäftigst du dich wirklich mit der reinen Chemie. Dann hast du kein Mathe und Physik mehr (außer Theoretische Chemie) und du weißt, wofür du eigentlich studierst.

      Insgesamt macht das Studium sehr viel Spaß und vielleicht ist an anderen Unis der Einstieg auch besser geregelt. Lies dir am besten die Modulpläne durch, damit du weißt, was auf dich zu kommst und nimm nicht sofort die erst beste Uni ;)

      bei uns ein wenig anders in Rostock.
      Unser Stundenplan sieht von den Fächern her so aus:
      Anorganische Chemie - Stoffchemie, wir gehen im Prinzip das ganze PSE durch, dazu gibts bei uns immer ziemlich lustige Vorlesungen und Experimente, aber das dürfte auch stark an unserem Prof liegen, der 10 Jahre lang Sprengstoffchemie in München gemacht hat :D

      Allgemeine Chemie - Mit Abstand das langweiligste bislang. Bindungstheorien, Strukturen und vor allem viel Wiederholung von der Anorganik.

      Stöchiometrie: Yoa, alles mögliche rechnen. pH-Werte, Gleichgewichte, Löslichkeiten usw. Sehr einfach.

      Experimentelle Physik: Mit Endeffekt die komplette Schulphysik + ein wenig Zusatz in einem sehr kurzem Zeitraum. Vom Verständnis her einfach, wenn man in der Prüfung keine Formelsammlung oder Aufschriten benutzen darf allerdings ekelig lernintensiv für meinen Geschmack.

      Mathe für Chemiker: Mir wurde immer gesagt, dass es nichts wildes ist in der Chemie. Momentan ekel ich mich aber wirklich, was eventuell am Prof liegt.
      Differential/Integralrechnung, sprich Partielle Integration, Partialbruchzerlegung, numerische Integration usw., Komplexe Zahlen, Taylorreihen bla bla. Ich sehe mich da nicht als Maß, weil ich immer eher so die Matheniete war, allerdings haben noch viele andere hier momentan Schwierigkeiten das alles aufen Schirm zu kriegen.

      Dann noch das Grundpraktikum. Bei mir bestehend aus:
      Glasarbeiten, Stofftrennung, Gleichgewichtsreaktionen, alles zu Säuren und Basen, Löslichkeit und Komplexgleichgewichte. Nichts was so wirklich spannend ist.

      PC und thermodynamik haben wir erst im 2 oder 3 semester.

      /edit: Zur Schulchemie.
      Ich weiß nicht so recht, wie ich es ausdrücken soll. Ich hab das Gefühl, dass es von Schule zu Schule und Bundesland zu Bundesland anders ist. Ich fühlte mich durch meine Schulchemie und mein darüber hinausgehendes Interesse an der Chemie mehr als gut gerüstet für den Kram im ersten Semester. Es ist für mich aber scheinbar wesentlich mehr Wiederholung als für viele andere.
      Jetzt sind gerade erst 20 von 91 bei uns durch das Abschlusstestat fürs Praktikum (Zulassung für allg. Chemie Prüfung) durchgerasselt, obwohl die Punktegrenze sowohl im 1. als auch im 2. Versuch drastisch reduziert wurden :D

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        #33
        TU Darmstadt:

        Chemie: relativ locker, man beginnt bei jedem Thema mit den Grundlagen und wird dann in den überschulischen Stoff durch die Hausaufgaben herangebracht. Hausis sind mit Vorlesung & Literatur easy.

        u.a. Themen: Zustandsformen-Gasgesetze-Lösungen, Atomaufbau-Atomorbitale, Periodensystem-Elektronenkonfiguration, Thermodynamik, Kinetik, Säure-Base-Elektrolyte-Löslichkeit

        Bspaufgaben: Tabellen ausfüllen (Nitrat-Ion, CO2, Calciumcaronat), Konzentrationen berechnen ( von idealen Gasen bzw. Fluiden), ist ziemlich viel rechnen, ein bisschen wie Physik in der Mittelstufe


        Mathe: Mathe geht größtenteils bei uns über den Abiturstoff hinaus. Leider haben wir nen relativ langweiligen Dozenten -__- aber OT. Themen sind Reihen ( konvergenz, divergenz usw.), Integrale ( Partielle/), Differenzieren, komplexe (imaginäre) Zahlen

        Bspaufgaben: Berechnen sie das Integral von (x^2+4x-4)/(x^2-2x-8). Alle sechsten Wurzeln von x ausrechnen. Ist die Funktion sin(x)/tan(x) divergent? Aufgabenstellungen sind sehr trocken, man sollte die Vorlesung zumindest im Internet ( die folien) verfolgen, sonst kommt man ziemlich schnell in Not.


        Physik: Physik haben wir mit den Chemikern. Die Vorlesungen isnd wirklich gut, unterhaltsam und lehrreich in einem. Im ersten Semester belegt man ein physikalisches Grundpraktikum, welches einem 2 Versuche pro Gebiet liefert ( Optik, Mechanik, Elektrizitätslehre, Wärmelehre und Kernphysik). Meiner Meinung nach für Erstis Zeitverschwendung, würde sie lieber im 3. Semester machen, wie viele andere. Man sollte sich lieber gut darauf vorbereiten, leider lässt einen die Versuchsbeschreibung da nicht zu selten im Stich. Wenn du einen lockeren Betreuer hast, erklärt er das meiste auch so, ein paar meinen wohl sie müssten es den doofen Erstis mal so richtig zeigen und erwarten (für erstiniveau) utopisches Zeug. Wollen dann aber "gütigerweise" dich durch das Kolloquium lassen. Ich kann dir dort nur ienen Tip geben: Besorg dir testierte Berichte!!

        Bspaufgaben: Ein Damm staut das Wasser 15m hoch. Auf 12 Meter Höhe ist eine Öffnung, die durch ienen Pfropfen verschlossen ist. Welche Kraft wirkt auf den Pfropfen? Sie reisen mit 0,7c durch das All und passieren dort ienen ruhenden Beobachter. Sie beide gucken dabei aus Fenstern, die bei v=0 70cm lang sind. Wie groß sind die Fenster des jeweils anderen im eigenen Bezugssystem?
        Die Hausis sind nicht einfach, kommen aber aus dem Alltag. Ist also nicht viel Mühe, sich in sie hereinzuverstzen und machen weitaus mehr Laune als die Matheaufgaben.


        MaWi: Erstes Semester ist Kristallografie. Nicht sehr ansprechend, man sollte aber bei den Vorlesungen dabei sein. Im ersten Semester gibt es 4 Praktika: Zugversuch, Thermoschock, Debye-Scherrer und die Abhängigkeit der elektr. Leitfähigkeit von der Temperatur.

        Aufgaben: Wir sehen eine Kristallstruktur ( bzw. eine symmetrische Anordnung von Fahnen) und sollen die elementarzellen sowie die Symmetriepunkte ermitteln. Auch ein Fallbeispiel aus dem Debye-Scherrer-Versuch kommt des öfteren ran.


        Da ich nicht direkt zu den Aufgaben linken kann schicke ich dir ein paar originalexemplare per Mail als Anhang, wenn du möchtest.

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          #34
          Zitat von inthy
          Zitat von BiG
          Zitat von inthy
          Zitat von BiG
          Dass man für Philosophie Latein und Griechisch brauch ist schonmal quatsch (Es gibt alle Quellen in GUTER deutscher Übersetzung). Man sollte allerdings Englisch und vllt wenn man sich auf bestimmte Philosophen konzentriert Französisch können.

          Philosphie ist generell ein guter Begleiter bei jeder Naturwissenschaft, denn wenn richtig studiert hilft dir die Philosophie mit dem Umgang und Verständniss der Naturwissenschaften sehr.

          Nicht umsonst umfasste früher das Philosophiestudium einen großen naturwissenschaftlichen Teil.

          EDIT:
          Nebenbei noch, ein Philosophiestudium ist auch was anderes als in der Freizeit oder in der Schule ein paar Texte zu lesen. Es ist deutlich umfangreicher.
          Ich hab das vielleicht falsch formuliert aber um an der Uni Philosophie studieren zu können (Zumindest ist das in BaWü so und ich schätze auch in den anderen Bundesländern) braucht man das Latinum/Graecum. Das meinte ich.
          Ah okay, in NRW brauch man das nicht, habe aber eh das Latinum :)

          Wie sicher bist du dir da?
          eigentlich ziemlich 100%tig

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            #35
            ich missbrauch mal den Thread hier für meine Frage. Und zwar hab ich eine Aufgabe die wie folgt lautet:

            Ein Aluminium-Einkristall wird so orientiert, dass die Normale auf die Gleitebene
            mit der Richtung der angelegten Zugspannung einen Winkel von 28.1° einschließt. Drei
            mögliche Gleitrichtungen schließen mit der Richtung der angelegten Zugspannung Winkel
            von 62.4°, 72.0° und 81.1° ein.
            a) Welche der drei ist die bevorzugte Gleitrichtung
            b) Berechnen Sie die kritische Schmid-Spannung C für Aluminium, wenn der Beginn der
            plastischen Verformung bei einer Zugspannung von 1.95 MPa (280 psi) beobachtet
            wird.

            Jetzt wäre für mich interessant zu wissen welchen Winkel ich für b benutze? den größten? Alle?^^

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