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Finanzen: Riesterrente

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    Finanzen: Riesterrente

    Hallo elitäre Freunde,

    da wir alle etwa der gleichen Altersschicht angehören und viele von euch mit Sicherheit meine Sorgen und Probleme teilen, wollte ich mir auf diesem Wege Rat holen. Bestimmt hat sich hier der ein oder andere schon mit der Thematik beschäftigt.

    Aktuell mache ich mir Gedanken über die Sinnhaftigkeit meiner Riesterrente. Während Ausbildung und Studium (insgesamt 5 Jahre) habe ich fleißig geriestert, weil meine Mutter das zu beginn der Ausbildung für ne prima Sache hielt. Seit ich voll beschäftigt bin, haben sich die Dinge etwas geändert. Seit kurzem gehöre ich in den erlauchten Kreis, der bei uns eine betriebliche Altersvorsorge machen kann. Die sieht derart aus, dass ich jeden Monat einen Gehaltsverzicht von 80 € mache. Da es sich hierbei um einen Bruttoverzicht handelt, habe ich effektiv vielleicht die Hälfte an tatsächlichem Liquiditätsabgang. D.h. ich zahle monatlich 80 € in die Altersvorsorge und mein Arbeitgeber legt nochmal 120 % drauf. Wären in diesem Fall 96 €. D.h. monatliche Einzahlung Altersvorsorge: 178 €.

    Und nun bin ich an dem Punkt, wo ich mich frage, ob sich mein Riestern überhaupt lohnt. Ich habe monatlich aktuell eine Rate von 60 €. Nach mehr oder weniger intensiver Recherche bin ich zu folgender Einschätzung gekommen: Die betriebliche Altersvorsorge ist eh nicht zu toppen und riestern ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

    Es gibt mit Sicherheit auch einige, die sich mit diesen Dingen besser auskennen. Daher wollte ich mal eure Einschätzung hören, wie sinnhaftig Riestern ist. Ich bin unverheiratet und kinderlos. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, meinen Vertrag zu kündigen und mir das Geld ausbezahlen zu lassen. Dass mir dabei die bisher bezogenen Zuschüsse und steuerlichen Vorteile abgezogen werden, ist mir natürlich bewusst. Würde am Ende trotzdem noch gut 3000 rausbekommen. Geld, dass ich gut gebrauchen und mit Sicherheit auch nett anlegen könnte.

    Freue mich auf eine nette informative Diskussion mit meinen RM-Homie. Nach Möglichkeit soll hierbei auf hilfreiche (pseudo-witzige) Tipps, wie bspw. die Investition in gefrorene Schweinehälften, verzichtet werden.

    Danke!

    #2
    würde die riester einfach beitragsfrei stellen. je nachdem wann du die gemacht hast hast du noch nen guten garantiezins, den du mit anderen (jetzt beginnenden) anlagen kaum garantiert haben wirst, risikolos erzielen wirst.

    und um deine betriebsrente sinnvoll bewerten zu können müsste man mehr details kennen, läuft das nur über den betrieb oder hängt da ne versicherung dahinter, wie läuft das wenn du mal die firma wechselst und son kram.

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      #3
      Also:

      Grundsätzlich ist die Riester-Rente der betrieblichen Altersvorsorge vorzuziehen = besser

      Warum ?
      Auf die bAV zahlst du nacher neben Steuern (die jetzt ja ""abgezogen"" werden weil es eine Entgeltumwandlung ist) noch Kranken + Pflegeversicherung im Alter. Das macht die bAV grundsätzlich schlechter als die Riester Rente. Da niemand weiß wie hoch diese Sätze dann (im Rentenalter) sind ist das ein zusätzliches Risiko.

      Da dein Arbeitgeber sich beteiligt ist das ganze aber nicht mehr ganz so einfach zu sagen. Je mehr dein AG dazu tut, desto besser wird die bAV.
      Da hier dein AG sehr viel dazu tut wird hier die bAV deutlich besser sein als die Riester-Vorsorge (hab ich jetzt nicht berechnet aber dürfte ziemlich sicher bei den Größenordnungen so sein).

      OT:
      Riester ist auch nicht nur für Familien und Geringverdiener gut,
      da du neben der Förderung vom Staat, ja auch deine Beiträge noch steuerlich geltend machen kannst und etwas über deine Steuererklärung (die du denke ich mal machst) wiederbekommst.


      Auszahlen lassen - kA das musst du wissen. würde ich persönlich nicht empfehlen.

      Was du bei der bAV aber beachten solltest, dass du vor Rentenbeginn an das Kapital nicht rankommst. GAR nicht. Man kann also überlegen neben der bAV vielleicht nen kleinen normalen Sparvertrag zu machen, damit man im Fall der Fälle an die Kohle ran kommt. Oder halt Tagesgeld oder sonstwas.

      bei fragen versuche ich hier auf der Arbeit weiter drauf zu schauen :)

      Mfg


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        #4
        Bisher habe ich Steuererklärung immer gemacht und auch die Beiträge auch geltend gemacht. Mich pisst es nur an, dass ich bei 2000 netto soviele Abgaben habe :) Mein Bank-Berater hat gemeint, dass 10 % des Netto durchaus normal sind. Komme allerdings nicht ganz an die 10 % ran, weshalb es mit Sicherheit nicht zu viel ist. D.h. BAV, RR, BUV (mit gekoppeltem Sparvertrag). Vielleicht wäre es das Klügste, meine Riesterei einfach weiter zu betreiben?! Verheiratet und mit Kindern wird das ja nochmal besser oder?

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          #5
          Alle Tests und Vergleiche von Zeitschriften und Experten haben gezeigt, dass man die Riesterrente nicht wirklich einordnen kann. Es ist stark vom Einzelfall abhaengig, ob sie einen Vorteil oder eher einen nachteil bildet.

          Aber grundsaetzlich wuerde ich nicht nur auf ein Pferd setzen. Niemand weiß, wie die Rentensituation in 30 Jahren ist und auch nicht, welche Versicherungen es in 30 Jahren noch gibt (eine Versicherung kann schließlich auch in die Insolvenz gehen). Deshalb wuerde ich mich, sofern es finanziell machbar ist, lieber doppelt absichern.

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            #6
            Zitat von [Irian
            ]
            Also:
            (...)
            OT:
            Riester ist auch nicht nur für Familien und Geringverdiener gut,
            da du neben der Förderung vom Staat, ja auch deine Beiträge noch steuerlich geltend machen kannst und etwas über deine Steuererklärung (die du denke ich mal machst) wiederbekommst.

            (...)

            Habe neulich einen ausführlichen Beitrag in der ARD gesehen, nach diesem sich Riester für Geringverdiener nahezu überhaupt nicht lohnt bzw. es Ungewiss ist, ob und in welchem Ausmaß es sich lohnt.

            Von Riester profitieren vor allem die Vertriebsleute und die großen Versicherer - und das nicht zu knapp! Es ist unfassbar, wie viel Kohle die damit machen.
            Ein weiterer Minuspunkt von Riester ist, dass man das Geld in kleinen Raten ausgezahlt bekommt. Da kann es schon mal sein, dass man 85-90 Jahre alt werden muss (je nach Vertrag), damit sich Riester überhaupt armortisiert.

            Die Sparstrumpfvariante im Gegensatz zu Riester den Nachteil, dass dieser irgendwann leer sein kann. Riester wird kontinuierlich weitergezahlt....

            Über die bAV kann ich mich nur unzureichend äußern, da ich schlicht unzureichende Kenntnisse darüber habe.


            Zusammenfassend ist eine Entscheidung sehr schwierig und vor allem individuell zu treffen. Jede Form hat seine Vor- und Nachteile. Rechne dir deine Abzüge aus Riester und bAV mal aus und entscheide dann, obs zu viel für dich ist.

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              #7
              Zitat von Cletus Spuckler
              Bisher habe ich Steuererklärung immer gemacht und auch die Beiträge auch geltend gemacht. Mich pisst es nur an, dass ich bei 2000 netto soviele Abgaben habe :) Mein Bank-Berater hat gemeint, dass 10 % des Netto durchaus normal sind. Komme allerdings nicht ganz an die 10 % ran, weshalb es mit Sicherheit nicht zu viel ist. D.h. BAV, RR, BUV (mit gekoppeltem Sparvertrag). Vielleicht wäre es das Klügste, meine Riesterei einfach weiter zu betreiben?! Verheiratet und mit Kindern wird das ja nochmal besser oder?
              Mein "Chef" (bin Selbstständig, daher "") hat mal gesagt - Altersvorsorge (ich ziehe die BU da mal mit rein, da wichtig) muss weh tun. Wenn es nicht weh tut, macht mann zu wenig.

              Stimmt leider, merke ich bei mir auch ;)

              Wie Raybeez sagt würde ich auch immer splitten, was du ja auch schon machst.
              Ich mache es bei mir im Moment in ne Rürup Rente, Private Rente, Fondssparplan + BU.
              Dürfte allerdings noch mehr sein leider
              mache Momentan

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                #8
                Zitat von p4rc van Bommel
                Zitat von [Irian
                ]
                Also:
                (...)
                OT:
                Riester ist auch nicht nur für Familien und Geringverdiener gut,
                da du neben der Förderung vom Staat, ja auch deine Beiträge noch steuerlich geltend machen kannst und etwas über deine Steuererklärung (die du denke ich mal machst) wiederbekommst.

                (...)

                Habe neulich einen ausführlichen Beitrag in der ARD gesehen, nach diesem sich Riester für Geringverdiener nahezu überhaupt nicht lohnt bzw. es Ungewiss ist, ob und in welchem Ausmaß es sich lohnt.

                Von Riester profitieren vor allem die Vertriebsleute und die großen Versicherer - und das nicht zu knapp! Es ist unfassbar, wie viel Kohle die damit machen.
                Ein weiterer Minuspunkt von Riester ist, dass man das Geld in kleinen Raten ausgezahlt bekommt. Da kann es schon mal sein, dass man 85-90 Jahre alt werden muss (je nach Vertrag), damit sich Riester überhaupt armortisiert.

                Für wirkliche Geringverdiener die nacher eh H4 bekommen lohnt sich gar KEINE Altersvorsorge. Weil Jedes Einkommen im Alter auf den H4-Satz angerechnet wird.
                Dieses Argument regt mich in den Berichten immer hart auf, weil es den Eindruck vermittelt Altersvorsorge würde gar keinen Sinn machen und die Leute davon abhält überhaupt was zu tun. Oder Sie schieben es so lange auf bis es wirklich nichts mehr bringt weil zu wenig Zeit da ist.

                Kosten sind bei uns (und bei den großen Gesellschaften - Ausgenommen eventuell Strukkis wie AWD und OVB) für alle Produkte gleich. Also macht das wenig unterschied was man macht.

                Riester sieht gesetzlich gesehen ne Rentenzahlung vor - man kann sich aber 30% des Kapitals auszahlen lassen wenn man möchte ohne den Vertrag zu schädigen.

                edit:
                Dafür ist es halt eine garantierte LEBENSLANGE Rentenzahlung.

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                  #9
                  einfach mal nen Blick in die Familienbücher: Werden deine Opas/Uropas etc. älter als ~82 lohnt sich ne Riester :-)

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                    #10
                    jau, aber im Endeffekt lohnt sich Riester für die Versicherer am meisten...

                    man sollte auf jeden Fall mehrgleisig fahren....vielleicht noch nicht im jungen Alter, wo einem jeder Euro wehtut. Aber später auf jeden Fall!

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                      #11
                      ich arbeite bei einer versicherung und mein chef meint riester verkaufen wir nicht, weil es scheiße ist.

                      / nicht alles gelesen, werd später schauen, dass ich mehr schreibe warum etc.

                      gibt auf jedenfall andere dinge, die sich mehr lohnen in sachen altersvorsorge
                      wenn du wirklich gut vorsorgen möchtest und das geld über hast
                      berufsunfähigkeit, lebensvers., private rentenvers.

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                        #12
                        Schau mal unter http://www.tarife24.com/riesterrente/, hier bekommst du ganz sicher weitere hilfreiche Tipps.

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                          #13
                          @ winterlich - gewöhn dir an das thread-alter + lastpost alter zu lesen bevor du hier einen 1 1/2 jahre alten gülle-thread hochholst......

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                            #14
                            winterlich bitte bannen, postet in alle threads nur irgendwelche links wahrscheinlich auf seo seiten. danke admins!

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                              #15
                              was bist du denn für ein troll :D

                              kannst du mir mal sagen wer für deine rente 2050+ zahlen soll?

                              [image]http://tfw.cachefly.net/snm/images/nm/pyramids/gm-2050.png[/image]

                              die türkischen fachkräfte vom rütli campus?:D

                              die rente is so sicher wie die ddr wirtschaftlich gesund war.

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