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Argumente für Religion

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    #46
    http://media.giantbomb.com/uploads/1/17025/1778756-oh_look__its_this_thread_again_super.jpg

    e: HERRGOTTNOCHEINS! wie geht das denn mit dem bilder einbinden :-

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      #47
      Zitat von Adeptus Astartes
      blem postete
      Zitat von JayJay
      Es muss ja nicht gleich einer der hellsten Köpfe des Jahrhunderts sein. Ein hoher Kleriker oder angesehener Theologe beispielsweise würde auch schon reichen.
      Wenn ihr glaubt, Gott ist Liebe, Gott ist gut, Gott ist dieses oder jenes, dann ist es eben dieser Glaube, der euch daran hindert zu verstehen, was Gott ist, was wahr ist.
      Jiddu Krishnamurti
      Eigentlich muss es schon ein "heller Kopf" sein, zumindest dahingehend, dass er etwas sagt, das auch argumentativ überprüfbar ist. Was Krishnamurti sagte, klingt zwar poetisch und er ist sicher angesehen, das macht die Aussage, dass ein Gott existiert, allerdings nicht wahr, da er hierfür kein Argument anführt. Ich bin nicht mal sicher, was das, was er sagt, bedeutet.
      das war auch keineswegs als argument für diesen gott über den hier alle reden gedacht, das hat krishnamurti auch nicht gemeint.

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        #48
        Ich habe nirgends Determinismus erwähnt, aber ich möchte hier auch nicht über Determinismus egal ob philosophisch und religiös oder physikalisch diskutieren.
        Alles was ich sagte ist : Das viele Gläubige an an einen Gott glauben, der die Vorraussetzung für den Urknall, das Leben auf der Erde usw. geschaffen hat und es eben nicht einfach nur Zufall war.
        Und natürlich, weiß man es (noch) nicht, aber genau deswegen nennt man es "Glauben". Eine allmächtige Kraft die das Gute schafft und belohnt ist eben etwas beruhigendes und selig sind die, die daran glauben können.

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          #49
          Zitat von LaMa
          Ich habe nirgends Determinismus erwähnt, aber ich möchte hier auch nicht über Determinismus egal ob philosophisch und religiös oder physikalisch.
          Alles was ich sagte ist : Das viele Gläubige an an einen Gott glauben, der die Vorraussetzung für den Urknall, das Leben auf der Erde usw. geschaffen hat und es eben nicht einfach nur Zufall war. Das kann man glauben oder eben nicht.
          Das Problem an dieser Ansicht ist, dass kein Erkenntnisgewinn damit verbunden ist. Es wirft nur noch mehr Fragen auf. Woher kommt Gott. Was ist Gott. Etc.
          Im Grunde ist diese Aussage genauso hilfreich wie:
          Magie hat das Leben und die Welt erschaffen.

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            #50
            Friendship is magic! (^3^/)

            Das Krishnamurti-Zitat ging wirklich über meinen Kopf hinweg. Ich nehme an, er hat dasselbe Verständnis von Religion und Gott wie Einstein, also für ihn bedeutet es eher ein Staunen.

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              #51
              Natürlich ist Gott etwas magisches, denn Magie ist doch definiert als eine Manipulation von etwas auf übernatürliche Weise.
              Ich behaupte ja auch nirgends, dass Gott und Religion eine Antwort oder auch DIE Antwort liefert - ich wüsste es auch nicht, denn ich glaubte nie.

              edit - hat schon jemand geschrieben.

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                #52
                Die einzige interessante Begründung für die Existenz Gottes die ich bisher lesen durfte war in Berkeley's Abhandlung über die Prinzipien der menschl. Erkenntnis.

                Kommentar


                  #53
                  Zitat von Raybeez
                  Zitat von JayJay
                  @getinmycarigotcandy x_o:
                  Danke, aber das sind ja doch eher die Einstiegsargumente. Jeder, der sich nur annähernd mit dem Thema auseinander gesetzt hat, hat die schon zig mal gehört.
                  Das sind aber die wichtigsten und staerksten Argumente. Religion macht vielen Menschen das Leben leichter und macht sie zu (nach unseren Maßstaeben) besseren Menschen. Bessere Argumente kann es gar nicht geben.
                  da ich die suche nach wahrheit als ideal ansehe, könnte es durchaus bessere argumente geben, z.b. beweise oder indizien, die auf eine existenz einer höheren macht hindeuten.

                  abgesehen davon ist das weder ein wichtiges, noch ein starkes argument. religion macht menschen eher zu schlechteren menschen.
                  sollen wir wetten, dass die kriminalitätsrate unter gläubigen höher ist als unter atheisten? was ist mit eigentliche guten und fürsorglichen eltern, die ihre kinder verstoßen oder misshandeln, weil sie vom "rechten" glauben abgefallen sind? passiert ständig bspw. im bible belt.
                  "Ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, dafür bedarf es der Religion." Steven Weinberg

                  natürlich kann religion auch positiv wirken, aber man sollte sich schon das große ganze ansehen. man kann an fast allem auch etwas gutes finden, wenn man denn möchte. es macht die herrschaft der kpd in china und ihre menschenrechtsverletzungen nicht zu einer guten sache, dass sich das land wirtschaftlich enorm weiterentwickelt hat. und rechtfertigt es das regime in nordkorea, dass dieses kindern ermöglicht, wundervoll klavier zu spielen?

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                    #54
                    Religionen basieren auf Überlieferungen. Die einen stellen diese in Frage, die anderen glauben an sie.

                    Im Endeffekt ist das Wort "Glaube" das Zentrum der großen Religion, weshalb du "Argumente" (im Sinne von wissenschaftlich belegten Aussagen) nur im Zusammenhang mit Aussagen aus einer bestimmten Überlieferung finden wirst (Bspw.: Im Buch XYZ steht geschrieben, dass dies und jenes passieren wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigten dies nun, als letztens blablabla).
                    Das wird für dich wiederrum nicht ernst zu nehmen sein, wenn du solchen Aussagen von Anfang an keine Chance gibst.

                    Hängt also von dir ab, welche Aussagen du als intelligent akzeptierst und welche nicht. Deshalb solltest du einfach selbst suchen.

                    Tüdelü

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                      #55
                      Dankeschön an supri! Sowas in der Art hatte ich mir erhofft. Werde ehrlich gesagt wahrscheinlich nicht die Geduld aufbringen, mich durch ein ganzes Buch von Ratzi zu quälen, weil ich Angst hab, dass es reine Zeitverschwendung ist, insofern wären mir kurze Artikel, Zusammenfassungen oder Videos lieber, aber ich denke, das trifft dennoch den Punkt.
                      Spoiler: 
                      Zitat von supri
                      Joseph Ratzinger - Einführung in das Christentum

                      Negativ: Ist mit logischen Fehlschlüssen, aus der Luft gegriffenen Annahmen und falschen oder gedehnten Definitionen voll.

                      Positiv: Ist gut aufgebaut, schwafelt nicht gar so elendig wie in seinem Jesusbuch, kann man also ganz gut lesen.

                      Katholischer Erwachsenenkatechismus - Das Glaubensbekenntnis der Kirche

                      Negativ: Gehört auf den Index, so krank ist das stellenweise

                      Positiv: Gehört auf den Index, so krank ist das stellenweise

                      Bin katholisch getauft, deshalb diese Perspektive.

                      Für Deismus, der sich sehr gut argumentieren lässt: Spinoza - Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen Glück
                      http://www.archive.org/stream/baruchdespinoza01schagoog#page/n20/mode/2up

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                        #56
                        Also ich studiere Relgionswissenschaften im Nebenfach und geh da eher kulturwissenschaftlich an die sache ran. Das solltest du vielleicht auch tun, denn über die theologische schiene wirst du für dich wahrscheinlich kein "sinnvolles" argument für religion/glauben finden. Ich weiß nicht ob du da Argumente findest, aber es verändert sicherlich deine sichtweise auf religion.

                        Hier eine kleine Auswahl von Leuten mit einem funktionalistischen Religionsbegriff:

                        Max Weber - Die protestantische Ethik und der 'Geist' des Kapitalismus
                        Emile Durkheim - Die elementaren Formen des religiösen Lebens
                        Stewart Guthrie - Faces in the Clouds: A New Theory of Religion

                        oder Clifford Geertz, der die für mich beste Begriffsdefinition geliefert hat
                        Eine Religion ist...
                        1) ein Symbolsystem das darauf zielt starke umfassende und dauerhafte Stimmungen und Motivationen in den Menschen zu schaffen...
                        2) in dem es Vorstellungen einer allgemeinen Seinsordnung formuliert und...
                        3) diese Vorstellung mit einer solchen Aura von Faktizität umgibt, dass..
                        4) die Stimmungen und Motivationen völlig der Wirklichkeit zu entsprechen scheinen.

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                          #57
                          Man bekommt Jungfrauen und kommt ins Paradies wenn man die richtige Religion gewählt hat = winwin

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                            #58
                            Zitat von JayJay
                            da ich die suche nach wahrheit als ideal ansehe, könnte es durchaus bessere argumente geben, z.b. beweise oder indizien, die auf eine existenz einer höheren macht hindeuten.
                            Das waren Argumente fuer Religion, nicht fuer einen Gott. Das sind zwei verschiedene Dinge.
                            Fuer die Existenz eines Gottes gibt es keine Beweise, genausowenig wie es Beweise fuer eine Nichtexistenz gibt. Der Glaube an einen Gott ist etwas, das nicht rational ist und man dementsprechend auch nicht durch Argumente hervorrufen kann.


                            abgesehen davon ist das weder ein wichtiges, noch ein starkes argument.
                            Das mag fuer dich kein starkes Argument sein, weil du das nicht nachvollziehen kannst (damit meine ich nicht, dass du zu bloed bist das Argument zu verstehen sondern das du nicht verstehst, dass Religion vielen Menschen etwas gutes tut). Aber aus objektiver Sicht ist es ein starkes Argument.

                            religion macht menschen eher zu schlechteren menschen.
                            sollen wir wetten, dass die kriminalitätsrate unter gläubigen höher ist als unter atheisten? was ist mit eigentliche guten und fürsorglichen eltern, die ihre kinder verstoßen oder misshandeln, weil sie vom "rechten" glauben abgefallen sind? passiert ständig bspw. im bible belt.
                            Es gibt einen Unterschied zwischen der Straftat eines religioesen Menschen und einer religioes motivierten Straftat. Religioes motivierte Straftaten gibt es natuerlich auch, aber die Zahl sollte ueberschaubar sein.

                            Jede einzelne Straftat, die durch eine religioese Ueberzeugung verhindert wird ist ein Argument fuer Religion. Jede Beratung eines Pfarrers, der einem anderen Menschen hilft ist ein Argument fuer Religion. Es gibt auch Hilfsorganisationen mit religioesem Hintergrund etc.


                            [/quote]natürlich kann religion auch positiv wirken, aber man sollte sich schon das große ganze ansehen. man kann an fast allem auch etwas gutes finden, wenn man denn möchte. [/quote]
                            Umgekehrt wird ein Schuh draus. Man kann auch in allem etwas schlechtes finden. Wenn man das große Ganze betrachtet dann gibt es mehr religioese Fuehrer, die Frieden predigen als welche die zum Krieg aufrufen. Es gibt mehr Menschen, denen Religion inneren Frieden bringt als Menschen, deren Leben durch Religion zerstoert wird.

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                              #59
                              kritisch: mackie, john l: das wunder des theismus.
                              der hat sich die mühe gemacht, die gottesbeweisversuche aufzulisten und zu widerlegen.
                              http://www.reclam.de/detail/978-3-15-008075-7/Mackie__John__Leslie/Das_Wunder_des_Theismus

                              affirmativ: ansätze der analytischen religionsphilosphie. guter überblick bei jäger:
                              http://www.amazon.de/Analytische-Religionsphilosophie-Christoph-J%C3%A4ger/dp/3825220214

                              ansonsten halte ich es mit alvin plantinga:
                              solange weder die existenz, noch die nichtexistenz gottes bewiesen ist,
                              ist es vernünftig dran zu glauben oder auch nicht.
                              "proper basic belief"

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                                #60
                                Ich kann leider keine Erkenntnisse in Sachen Gott geben.
                                Aber ich hoffe jeden Tag auf's Neue, dass es keinen Gott/Himmel oder überirdisches Gericht gibt, vor dem ich am Ende meines Lebens stehen muss und in dem über mein weiteres "Dasein" gerichtet wird.
                                Und das sag ich als jemand der ein "normales", geregeltes Leben führt und noch nie (negativ) in Kontakt mit der Polizei kam.

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