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Argumente für Religion

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    Zitat von nieN
    muss denn "gott" per definition etwas sein, das wissenschaftlich/rational nicht erkärbar ist ? für mich ist glaube eher eine art gefühl für etwas, das ich nicht verstehe. eine form von beziehung zu etwas, das ich mit meinem verstand nicht greifen kann. durch dieses "gefühl" erscheint mir das universum in seiner unbegreiflichen komplexität näher und weniger fremd. naja schwer zu beschreiben.

    und bevor iluvkids wieder mit seinen jpegs kommt : diese auffassung bedeutet NICHT, dass man mit der einstellung "versteh ich ja eh nicht" aufhören sollte zu forschen. mag sein, dass die menschheit mit ihrem beschränkten verstand in 2000 jahren alle zusammenhänge des universums versteht. selbst wenn mir jemand eines tages das, was ich im moment nur zu "erfühlen" vermag, zu 100% rational erklären kann, würde das doch nichts an diesem gefühl verändern. das erleben/gefühl eines jeden menschen geschieht doch in einer völlig anderen ebene, die durch fakten und wissen kaum zu verändern ist.

    tl;dr : ich finde nicht, dass sich wissenschaft und religion beißen müssen. bei wissenschaft geht es um verstehen, beim glauben geht es um fühlen. logische und rationale argumente für gott, wie sie der TE fordert, sind daher - zumindest nach meiner auffassung des ganzen - weder lieferbar, noch notwendig.

    ja, letzterer satz ist wieder ne steilvorlage für theisten-bashing.
    nein, ich glaube nicht an einhörner. im streng-christlichen sinne glaube ich noch nichtmal an gott.
    Dieses Staunen habe ich auch, wenn ich mir anschaue, wie die Natur beschaffen ist. Es ist allerdings kein theistisches Staunen, das dahinter einen Gott vermutet, sondern ein pantheistisches, das weniger dogmatisch religiös ist und bei dem Gott einfach nur den Erstbeweger (Urknall, vielleicht noch physikalische Evolution) bezeichnet. Einstein und Hawking benutzen "Gott" in diesem Sinne. Auch der Naturwissenschaftler staunt, fast gleich, wie es die ersten Menschen taten, bevor sie monotheistische Götter erschufen. Leider wird das häufig mißverstanden und dann geht es in Richtung perfekte, designte Schönheit in einem Universum, das zuerst neutral ist und dann interpretiert schöne und hässliche Seiten hat.

    Man sollte Religion und Wissenschaft jedoch voneinander abgrenzen und ich denke, sie beißen sich auch gegenseitig, zumindest wenn man sie nicht voneinander abgrenzt und sagt, dass sie unterschiedliche Gültigkeitsbereiche haben, da man ansonsten sehr unscharf und in letzter Konsequenz unsinnig redet. Das ist das einzige Problem, um das es mir geht, das zu umschiffen aber sehr wichtig ist.

    Zitat von lewis
    Auch wenn mein voriger Post nicht beachtet wurde, bei dem ich ein Buch eines anfänglich überzeugten Atheisten und Glaubensgegners empfahl, mache ich mal weiter:

    Hans-Jürgen Fischbeck: Die Wahrheit und das Leben

    Ebenfalls ein geniales Buch, das eine Brücke schlägt zwischen Bereichen, die viele hier weiterhin für unvereinbar halten. Von C.S. Lewis empfehle ich des weiteren "The Screwtape Letters". Ein teuflisch gutes Buch!
    Fast dreißig Euro für 140 Seiten? Und dazu stehen in der Beschreibung schon mehrere Behauptungen, die einen nichts vernünftiges erwarten lassen. Entweder ist der Mann ein Dichter, der sich mit Poesie befassen sollte, oder ein weichgespülter Kreationist.

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      Es ist eine Empfehlung für Leute, die sich stets auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berufen und damit gegen eine Art Übernatürlichkeit argumentieren. Dass es keine leichte Lektüre ist, ist ersichtlich. Die Andeutungen von IllDependence in Richtung Esoterik kann ich nur als völligen Quark abtun. Ich kapier ehrlich gesagt nicht, worauf er mit seinem Post hinaus will.

      Mere Christianity / Pardon, ich bin Christ ist grundsätzlich meine erste Empfehlung, da es wie bei Lewis typisch autpbiografische Züge enthält und die Gedänkengänge kein seichtes Geschwafel sind, sondern logisch, kritisch, nüchtern und fragend sind.

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        Bitte fasse doch die herausragendsten der logisch-nüchternden Gedankengänge zusammen. Was ist das Argument?

        Kommentar


          Zitat von lewis
          Es ist eine Empfehlung für Leute, die sich stets auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berufen und damit gegen eine Art Übernatürlichkeit argumentieren. Dass es keine leichte Lektüre ist, ist ersichtlich. Die Andeutungen von IllDependence in Richtung Esoterik kann ich nur als völligen Quark abtun. Ich kapier ehrlich gesagt nicht, worauf er mit seinem Post hinaus will.
          Scheinst halt offensichtlich nicht so viel Ahnung zu haben von dem was du da redest. Die Verbindung Quantenphysik + Epistemologie ist halt zu 99% pseudo-wissenschaftlicher "Quark", was jedem klar sein sollte der sich auch nur oberflächlich mit den Interpretationsschwierigkeiten der Quantenphysik auseinandergesetzt hat.

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            Zitat von lewis
            Die Andeutungen von IllDependence in Richtung Esoterik kann ich nur als völligen Quark abtun. Ich kapier ehrlich gesagt nicht, worauf er mit seinem Post hinaus will.
            Du verstehst nicht was ich mit dem Post aussagen will. Du tust ihn als völligen Quark ab.
            Das nenn ich mal gerechtfertigt. Über etwas urteilen, das man nicht versteht. (Will Dir natürlich nicht die Fähigkeit absprechen, meinen Post zu verstehen — mir ist klar, dass Du Dir nur nicht sicher bist, wie ich ihn gemeint haben könnte.)
            Nun ja, ich stelle mal eine Vermutung auf: Du hast keinen der Artikel die ich verlinkt habe gelesen sondern nur das Wort "Esoterik" gesehen was Deiner Meinung nach nichts mit dem von Dir genannten Buch zu tun hat, was Du dann sofort reklamieren musstest.
            Nun, ich hab ja extra geschrieben, dass ich den Inhalt des Buches nicht kenne. Ich wollte nur diese Artikel verlinken, da in unserer Zeit sehr viel Pseudowissenschaftliches und Esoterik mit Quantenzeug begründet wird. Die Artikel beleuchten ebendies.
            Ich glaube auch nicht, dass das Buch dieses Physikers esoterisch ist. Ich vermute es ist ein Versuch, eine Gottesvorstellung irgendwie in ein naturalistisches Weltbild hineinzumogeln. Ich denke mir bei Büchern, die mit Quantenphysik werben aber immer: "Leute, ich bin kein Physiker. Wie soll ich eurer Argumentation folgen oder Erkenntnisse daraus gewinnen, wenn ich die Physik, die dem zugrunde liegt, nicht verstehe?" Da Du das Buch wohl gelesen hast und gut findest: verstehst Du was von Quantenphysik?

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              Zitat von bratgeraeusche
              Zitat von Anna Busenovich
              Zitat von Rabe
              Zitat von Anna Busenovich
              ich muss da nix widerlegen, da es nur theorie is, die mMn dazu noch etwas zu kurz gedacht is...man könnte einfach wieder "Wenn Gott allwissend ist, weiß er schon lange bevor deiner Geburt wie du dich in jeder Situation entscheiden wirst. Das heißt es gibt einen Pfad dem du unweigerlich folgen musst. Wenn es nur einen möglichen Weg gibt, hast du keine Willensfreiheit." drunter schreiben, dann würdest du wieder deins posten und so ohne ende
              Das ist aber einfach falsch... Das pure Wissen über einen Lebensweg beinhaltet keinerlei Fremdbestimmung. Es hätte auch jeder andere Weg beschritten werden können, dann wäre halt dieser Vorhersehbar gewesen.

              welcher weg bitte? du kannst sagen, obs es weder einen noch mehrere wege gibt..sogar bei so einer einfachen situation wie zwischen nach links oder recht gehen entscheiden, wirst du von äußeren faktoren beeinflußt, zu dessen entstehung und zu faktoren, die zu dessen entstehung (blablabla) geführt hatten, du nix sagen kannst.. um Vorherbestimmung auszuschließen, müßte eine totale nichtlokalität herrschen, wobei du auch dann nicht wissen kannst, ob die existenz von nichtlokalität keine Vorherbestimmung sei
              hä? was erzählst du da für geschichten? :D

              rabe hat doch nur gesagt, dass vorhersehbarkeit und vorbestimmung etwas unterschiedliches sind, was ja nicht abzustreiten ist.
              ne, der hat gesagt,dass es keine Vorherbestimmung gibt und man den weg immer selber wählen kann

              Kommentar


                Zitat von Nichtuntersetzt
                Bitte fasse doch die herausragendsten der logisch-nüchternden Gedankengänge zusammen. Was ist das Argument?
                Wieso sollte ich mir die Mühe machen? Ich hab das Buch zuletzt vor vielen Jahren gelesen und ich merke mir nach Lektüren keine einzelnen Sätze, sondern speichere die Auswirkungen und das Gefühl, welches ich im Moment des Lesens hatte.
                Ich habe hier gar keine Lust irgendwen von irgendwas zu überzeugen, das ist auch gar nicht möglich.

                Verbindung von Quantenphysik + Epistemologie zu 99% Quark...ja, würde sagen zu 95%. Wer auf Esoterik abfährt, findet darin gefundenes Fressen. Ich wollte nur aufzeigen, dass viele physikalische Erkenntnisse unserem gesunden Menschenverstand völlig entgegengesetzt sind.

                Spoiler: 
                Zitat von IllDepence
                Du verstehst nicht was ich mit dem Post aussagen will. Du tust ihn als völligen Quark ab.
                Das nenn ich mal gerechtfertigt. Über etwas urteilen, das man nicht versteht. (Will Dir natürlich nicht die Fähigkeit absprechen, meinen Post zu verstehen — mir ist klar, dass Du Dir nur nicht sicher bist, wie ich ihn gemeint haben könnte.)
                Nun ja, ich stelle mal eine Vermutung auf: Du hast keinen der Artikel die ich verlinkt habe gelesen sondern nur das Wort "Esoterik" gesehen was Deiner Meinung nach nichts mit dem von Dir genannten Buch zu tun hat, was Du dann sofort reklamieren musstest.
                Nun, ich hab ja extra geschrieben, dass ich den Inhalt des Buches nicht kenne. Ich wollte nur diese Artikel verlinken, da in unserer Zeit sehr viel Pseudowissenschaftliches und Esoterik mit Quantenzeug begründet wird. Die Artikel beleuchten ebendies.
                Ich glaube auch nicht, dass das Buch dieses Physikers esoterisch ist. Ich vermute es ist ein Versuch, eine Gottesvorstellung irgendwie in ein naturalistisches Weltbild hineinzumogeln. Ich denke mir bei Büchern, die mit Quantenphysik werben aber immer: "Leute, ich bin kein Physiker. Wie soll ich eurer Argumentation folgen oder Erkenntnisse daraus gewinnen, wenn ich die Physik, die dem zugrunde liegt, nicht verstehe?" Da Du das Buch wohl gelesen hast und gut findest: verstehst Du was von Quantenphysik?


                Nein, ich hab es, aber hab es noch nicht gelesen. Dass ich es trotzdem empfehle, liegt daran, dass ich bei einem Vortrag (über Quantenmechanik und Gott) eines ehemaligen Professors dabei war und die Inhalte seines Vortrags zu großen Teilen auf diesem Buch basieren. Wenn so Leute anfangen, in Fachjargon zu reden, verstehe ich natürlich nichts davon. Solange es aber nur Fremdwörter sind, habe ich keine Probleme, diesen Denkprozessen zu folgen. Übrigens habe ich mich nach dem Vortrag mit ihm unterhalten und er meinte, was auch du gesagt hast, IllDependence, dass man aufpassen muss, nicht in irgendwelches esoterisch verseichte Gebiet zu rutschen. Allein auf Youtube würden 80% oder so in diese Kategorie fallen. Ich verstehe also, was du meinst, akzeptiere es aber nicht, dass es unzulässig sein soll, aus den Erkenntnissen dieser Wissenschaft mögliche Rückschlüsse auf unser Selbstverständnis und die Frage nach Wirklichkeit zu ziehen.

                Kommentar


                  Ich muss sagen ich hab den ganzen Thread nicht durchgelesen, aber:

                  Die Existenz eines Schöpfers(auch Gott genannt) ist schlicht und einfach durch das Kausalitätsprinzip zu erklären.

                  Ich sage:

                  Du hörst ein Klopfen an der tür, du weißt jemand steht vor der Tür und klopft.
                  Du siehst die Welt mit den kompliziertesten Mechanismen, den Tieren, den Bäumen, den Lebewesen, du weißt, dass es einen Schöpfer gibt.

                  Jetzt kann die Frage aufkommen: Wenn Gott das Universum erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?

                  Ich sage:
                  Dazu gibt es zwei Ansätze:
                  1) Die Frage ist von vornherein falsch gestellt, man kann nicht nach etwas fragen was es nicht gibt.
                  Beispiel:
                  Ich frage dich: Tom hat ein Kind bekommen, ist es ein Mädchen oder ein Junge?
                  Auf diese Frage gibt es keine Antwort, Tom ist ein Mann und kann somit kein Kind bekommen. Genauso verhält es sich mit Gott, man kann nicht nach dem Schöpfer Gottes fragen wenn es ihn nicht gibt.

                  2) Diese Frage geht über unser Vorstellungsvermögen, wir kennen nur unsere physikalischen Gesetze und können nicht darüber hinaus denken.
                  Beispiel:
                  Man stelle sich vor, Kreaturen in einem Bild, welches gemalt wurde, erwachen zum leben. Untereinander fragen sie sich: Wer hat unseren Maler gemalt?
                  Die Wahrheit ist aber, dass der Maler nicht gemalt sondern geboren worden ist. Darauf werden diese Kreaturen aber niemals kommen, da sie nur in ihrer eigenen Welt leben und nur das Gemalte kennen.

                  Kommentar


                    Zitat von lewis
                    Zitat von Nichtuntersetzt
                    Bitte fasse doch die herausragendsten der logisch-nüchternden Gedankengänge zusammen. Was ist das Argument?
                    Wieso sollte ich mir die Mühe machen? Ich hab das Buch zuletzt vor vielen Jahren gelesen und ich merke mir nach Lektüren keine einzelnen Sätze, sondern speichere die Auswirkungen und das Gefühl, welches ich im Moment des Lesens hatte.
                    Ich habe hier gar keine Lust irgendwen von irgendwas zu überzeugen, das ist auch gar nicht möglich.
                    Entweder im Buch kommt ein brillantes Argument. Dann wirst Du es uns doch wiedergeben können. Oder sowas fehlt leider doch und es bestand lediglich aus Pathos, Metapher und Budenzauber. Dann gibt es auch keinen Grund das Buch zu lesen.

                    Oh, und zu Deiner Debatte mit IllDepence: Er weist auf die hohe Gefahr von Scheinrationalität hin.


                    Zitat von titaNFraGe
                    Ich muss sagen ich hab den ganzen Thread nicht durchgelesen, aber:
                    Dann tu es. Der Thread ist schon viel zu lang, weil vielzuviele Leute posten, ohne den Rest zu lesen.
                    Die Existenz eines Schöpfers(auch Gott genannt) ist schlicht und einfach durch das Kausalitätsprinzip zu erklären.

                    Darwin selber schrieb in seinem Buch "The species of origin", dass seine Theorie nur dann bewiesen ist, wenn man Beweise für den ersten Impuls oder die erste Zelle dieses Universum findet, ansonsten sei seine eigene Theorie widerlegt.
                    Wenn er das so gesagt hat, ist das Unsinn. Eine Theorie ist immer vorläufig bestätigt, bis sie widerlegt wurde. Nicht umgekehrt.
                    Jetzt kann die Frage aufkommen: Wenn Gott das Universum erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?

                    Ich sage:
                    Dazu gibt es zwei Ansätze:
                    1) Die Frage ist von vornherein falsch gestellt, man kann nicht nach etwas fragen was es nicht gibt.
                    Beispiel:
                    Ich frage dich: Tom hat ein Kind bekommen, ist es ein Mädchen oder ein Junge?
                    Auf diese Frage gibt es keine Antwort, Tom ist ein Mann und kann somit kein Kind bekommen. Genauso verhält es sich mit Gott, man kann nicht nach dem Schöpfer Gottes fragen wenn es ihn nicht gibt.
                    Mit dem Beispiel erläuterst Du lediglich, was eine ungültige Frage ist, nicht jedoch, warum die Frage nach dem Ursprung Gottes ungültig ist.
                    2) Diese Frage geht über unser Vorstellungsvermögen, wir kennen nur unsere physikalischen Gesetze und können nicht darüber hinaus denken.
                    Beispiel:
                    Man stelle sich vor, Kreaturen in einem Bild, welches gemalt wurde, erwachen zum leben. Untereinander fragen sie sich: Wer hat unseren Maler gemalt?
                    Die Wahrheit ist aber, dass der Maler nicht gemalt sondern geboren worden ist, darauf werden diese Kreaturen niemals kommen, da sie nur in ihrer eigenen Welt leben.
                    Deshalb ist die Debatte in diesem Thread unsinnig. Aber Gott ist dadurch trotzdem nicht belegt.

                    Kommentar


                      Zitat von lewis
                      Ich verstehe also, was du meinst, akzeptiere es aber nicht, dass es unzulässig sein soll, aus den Erkenntnissen dieser Wissenschaft mögliche Rückschlüsse auf unser Selbstverständnis und die Frage nach Wirklichkeit zu ziehen.
                      Ich habe nichts gegen "Rückschlüsse auf unser Selbstverständnis und die Frage nach Wirklichkeit". Unser Selbstverständnis und die Frage danach, was wirklich ist, lässt sich wissenschaftlich sicher wunderbar behandeln. Allerdings hast Du Dich bei dieser Aussage völlig von der Thematik "Gott/Götter/höhere Macht" entfernt. Ich sehe also keinen Zusammenhang zur vorherigen Diskussion oder zu einem Buch, welches das Thema "Quantenmechanik und Gott" behandelt.

                      Btw.: da Du diesen Vortrag gesehen hast, könntest Du ja versuchen, uns die Kernaussage oder ein paar Argumente näher zu bringen. Fände ich sehr interessant.




                      /e:

                      Zitat von titaNFraGe
                      Jetzt kann die Frage aufkommen: Wenn Gott das Universum erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?

                      Ich sage:
                      Dazu gibt es zwei Ansätze:
                      Spoiler: 
                      1) Die Frage ist von vornherein falsch gestellt, man kann nicht nach etwas fragen was es nicht gibt.
                      Beispiel:
                      Ich frage dich: Tom hat ein Kind bekommen, ist es ein Mädchen oder ein Junge?
                      Auf diese Frage gibt es keine Antwort, Tom ist ein Mann und kann somit kein Kind bekommen. Genauso verhält es sich mit Gott, man kann nicht nach dem Schöpfer Gottes fragen wenn es ihn nicht gibt.

                      2) Diese Frage geht über unser Vorstellungsvermögen, wir kennen nur unsere physikalischen Gesetze und können nicht darüber hinaus denken.
                      Beispiel:
                      Man stelle sich vor, Kreaturen in einem Bild, welches gemalt wurde, erwachen zum leben. Untereinander fragen sie sich: Wer hat unseren Maler gemalt?
                      Die Wahrheit ist aber, dass der Maler nicht gemalt sondern geboren worden ist. Darauf werden diese Kreaturen aber niemals kommen, da sie nur in ihrer eigenen Welt leben und nur das Gemalte kennen.
                      Unglaublich schlechter Troll.

                      zu 1) Woher nimmst Du die Gewissheit, dass es keinen Schöpfer Gottes gibt? Möchte mal wissen wie Du darauf kommst oder woher Du wissen kannst, dass die Ursache des Universums nicht schon das ist, was es nicht gibt — woraus dann folgen würde, dass es die Vorstellung eines Gottes nicht braucht.

                      zu 2) Lustigerweise erklären unsere physikalischen Gesetzte, wie aus völligem Nichts das Universum entstehen konnte. Besser noch: mit den physikalischen Gesetzten die wir kennen ist es unvermeidbar, dass aus Nichts etwas entsteht. Hat mit Quantenfluktuation zu tun.
                      "Erklärung":
                      Spoiler: 

                      Kommentar


                        @lewis:
                        Dass ich deine erste Buchempfehlung nicht weiter kommentiert hab, heißt nicht, dass ich sie nicht gesehen habe. Aber wenn ich jetzt jedem, der irgendwas postet, explizit danke, würde ich wohl zurecht wegen Spammings gebannt.
                        Grundsätzlich hab ich natürlich nichts gegen Buchempfehlungen und bei mindestens einem der bisher geposteten Bücher bin ich gerade am überlegen, ob ichs mir kaufen sollte, aber alles in allem wären mir Texte von 3 Seiten oder weniger oder Videos lieber. Ich möchte ungern 30€ bezahlen und jede Menge Zeit zum Lesen aufwenden, um dann festzustellen, dass ich die Theiste Sichtweise des Autors für so bescheuert halte, dass es reine Verschwendung war. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich ganz speziell bei deinen Empfehlungen diese Befürchtungen hätte. Möchte nur generell nicht so viel Aufwand betreiben.
                        Falls du das so aus dem Kopf kannst und das nicht zu viel Mühe ist, kannst du natürlich zu den Büchern 2, 3 zusammenfassende Sätze schreiben.

                        Zitat von IllDepence
                        Allgemein zum Thema:
                        Es fehlt noch immer an einer Definition dessen, für was hier Argumente gefunden werden sollen.
                        Ich hab doch schon in 2 oder 3 Posts versucht, das ganze etwas verständlicher zu machen. Allerdings möchte ich das ganz bewusst nicht zu sehr einengen. Ich glaube, ich habe mehr davon, wenn jeder postet, was ihm zu einem grob vorgegebenen Themenrahmen einfällt, auch wenn dann vllt auch mehr an weniger sinnvollem Zeug dabei ist.

                        Kommentar


                          Darwin selber schrieb in seinem Buch "The species of origin", dass seine Theorie nur dann bewiesen ist, wenn man Beweise für den ersten Impuls oder die erste Zelle dieses Universum findet, ansonsten sei seine eigene Theorie widerlegt.
                          Wenn er das so gesagt hat, ist das Unsinn. Eine Theorie ist immer vorläufig bestätigt, bis sie widerlegt wurde. Nicht umgekehrt.
                          Woher hast du den solchen Unsinn? Eine Theorie ist erst dann bestätigt, wenn sie bewiesen worden ist. Es gibt wahrscheinliche Hunderte von Theorien wie er Erde enstanden ist, alle also bestätigt?

                          Jetzt kann die Frage aufkommen: Wenn Gott das Universum erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?

                          Ich sage:
                          Dazu gibt es zwei Ansätze:
                          1) Die Frage ist von vornherein falsch gestellt, man kann nicht nach etwas fragen was es nicht gibt.
                          Beispiel:
                          Ich frage dich: Tom hat ein Kind bekommen, ist es ein Mädchen oder ein Junge?
                          Auf diese Frage gibt es keine Antwort, Tom ist ein Mann und kann somit kein Kind bekommen. Genauso verhält es sich mit Gott, man kann nicht nach dem Schöpfer Gottes fragen wenn es ihn nicht gibt.
                          Mit dem Beispiel erläuterst Du lediglich, was eine ungültige Frage ist, nicht jedoch, warum die Frage nach dem Ursprung Gottes ungültig ist.
                          Natürlich wird dadurch die Frage nach dem Ursprung Gottes widerlegt. Lies nochmal das zweite Beispiel bitte.

                          2) Diese Frage geht über unser Vorstellungsvermögen, wir kennen nur unsere physikalischen Gesetze und können nicht darüber hinaus denken.
                          Beispiel:
                          Man stelle sich vor, Kreaturen in einem Bild, welches gemalt wurde, erwachen zum leben. Untereinander fragen sie sich: Wer hat unseren Maler gemalt?
                          Die Wahrheit ist aber, dass der Maler nicht gemalt sondern geboren worden ist, darauf werden diese Kreaturen niemals kommen, da sie nur in ihrer eigenen Welt leben.
                          Deshalb ist die Debatte in diesem Thread unsinnig. Aber Gott ist dadurch trotzdem nicht belegt.
                          Ich rede von einem Schöpfer, wenn du es Gott nennst, dann bitte.
                          Belegt wurde dadurch, dass es nicht Nichts gibt!

                          Kommentar


                            Zitat von titaNFraGe
                            Belegt wurde dadurch, dass es nicht Nichts gibt!
                            Das heißt ich kann fortlaufend Dinge von meinem Schreibtisch nehmen und es wird nie der Fall eintreffen, dass nichts mehr drauf ist?
                            Bullshit. Nichts ist nicht nichtseiend, Nichts ist allgegenwärtig. Genau wie die leere Menge teilmenge jeder Menge ist.

                            btw.: noch immer unglaublich schlechter Troll, und lern zu quoten bitte

                            Kommentar


                              titanFrage trollst du hier?

                              Woher hast du den solchen Unsinn? Eine Theorie ist erst dann bestätigt, wenn sie bewiesen worden ist. Es gibt wahrscheinliche Hunderte von Theorien wie er Erde enstanden ist, alle also bestätigt?
                              Dir ist klar dass keine dieser hundert Theorien "bewiesen" ist? Dir ist klar dass man eine Theorie nicht beweisen kann, sondern nur falsifizieren? Ich rate dir K. Popper als Grundlektüre, bevor du nochmal ernsthaft was zu diesem Thema beitragen möchtest.

                              Zu deinen zwei Punkten:

                              (1) Kausalitätsprinzip auf alles anwenden, außer auf Gott? Wie erklärst du diese willkürliche Festsetzung? Inwiefern erklärt das irgendwas?

                              (2) Natürlich ist das eine Möglichkeit, allerdings ist das eine selbst-immunisierende Theorie die nicht falsifizierbar ist, ergo keine Wissenschaft.

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                                Zitat von titaNFraGe
                                Ich muss sagen ich hab den ganzen Thread nicht durchgelesen, aber:

                                Die Existenz eines Schöpfers(auch Gott genannt) ist schlicht und einfach durch das Kausalitätsprinzip zu erklären.

                                Ich sage:

                                Du hörst ein Klopfen an der tür, du weißt jemand steht vor der Tür und klopft.
                                Du siehst die Welt mit den kompliziertesten Mechanismen, den Tieren, den Bäumen, den Lebewesen, du weißt, dass es einen Schöpfer gibt.
                                Das Problem dieses Gottesbeweises ist, dass man nicht zum einen sich auf das Kausalitätsprinzip berufen und dann für Gott selbst eben diesen Prinzip außer Kraft setzen kann. Damit ist überhaupt keine Erkenntnis gewonnen. In asiatischen Vorstellungen wird die Erde von einem Tier getragen, das wiederum von einem Tier getragen wird, das auf einem Tier sitzt. Irgendwann trägt eine Schildkröte das Tier, das gerade ein anderes trägt, und da eine Schildkröte schwimmen kann, muss sie auf ihrer Reise durch den Kosmos praktischerweise nicht mehr getragen werden.
                                Der Gottesbeweis von Anselm ist ziemlicher Käse, wie alle anderen Gottesbeweise auch. Die sind nett formuliert, aber irgendwo steckt immer eine Lücke in der Argumentation, bei der man nur mit den Augen rollen kann. Philosophen mögen kluge Dinge sagen, die allerdings nicht deshalb wahr sind, weil ebendiese Philosophen gesagt haben, sondern weil die Gedankengänge, die zu diesen klugen Dingen führten, schlüssig waren. In anderen Bereichen haben eben diese Philosophen ziemlich unvernünftige Vorstellungen gehabt. Man muss sich nur mal anschauen, was Leibniz über Monaden annahm. Für ihn tanzten diese Einzelteile des Kosmos ohne Interaktion miteinander nach einem himmlischen Ballett. Klingt nett, ist aber totaler Quatsch.
                                Ebenso ist die Vorstellung eines Uhrmachers, der alle Lebewesen und noch mehr designt hat, unseriös, vor allem wenn man eine notwendige Komplexität annimmt. Diese gibt es schlichtweg nicht, sondern nur eine durch die Umwelt bewirkte Anpassung in kleinsten Schritten, die eine Komplexität hervorbrachte. Wer meint, dass Gliedmaßen von Einzellern keine Entwicklung durchgemacht hätten oder dass das Auge fertig entstand oder der Bombardierkäfer keine Entwicklungsstadien hatte, erzählt Unsinn. All das kann man sehen, auch bei Algen oder Walen.

                                Zitat von titaNFraGe
                                Jetzt kann die Frage aufkommen: Wenn Gott das Universum erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?

                                Ich sage:
                                Dazu gibt es zwei Ansätze:
                                1) Die Frage ist von vornherein falsch gestellt, man kann nicht nach etwas fragen was es nicht gibt.
                                Beispiel:
                                Ich frage dich: Tom hat ein Kind bekommen, ist es ein Mädchen oder ein Junge?
                                Auf diese Frage gibt es keine Antwort, Tom ist ein Mann und kann somit kein Kind bekommen. Genauso verhält es sich mit Gott, man kann nicht nach dem Schöpfer Gottes fragen wenn es ihn nicht gibt.

                                2) Diese Frage geht über unser Vorstellungsvermögen, wir kennen nur unsere physikalischen Gesetze und können nicht darüber hinaus denken.
                                Beispiel:
                                Man stelle sich vor, Kreaturen in einem Bild, welches gemalt wurde, erwachen zum leben. Untereinander fragen sie sich: Wer hat unseren Maler gemalt?
                                Die Wahrheit ist aber, dass der Maler nicht gemalt sondern geboren worden ist. Darauf werden diese Kreaturen aber niemals kommen, da sie nur in ihrer eigenen Welt leben und nur das Gemalte kennen.
                                Punkt 1) habe ich oben quasi schon besprochen. Punkt 2) für den Urknall zu reklamieren statt für Gott, wäre genauso gangbar. Man sollte sich also nicht unnötigerweise auf einen Gott festlegen.

                                fakeedit: Ich mag den Thread, auch wenn ich nicht weiß, wo es hinführt.

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