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3000 - Leistungsgesellschaft

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    #46
    hab iwie direkt an 3000 - watt gesellschaft gedacht beim post. schade!

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      #47
      lawwwl postete
      Was denkst du warum die Jugend von Jahr zu Jahr mehr säuft?
      Ne im Ernst habe ähnliche Erfahrungen in meinem Umfeld gemacht.

      Das Problem ist, der Leistungsdruck unterhalb deinen Mitbewerbern und die Philosophie vieler Firmen.
      Was hat denn das mit Philosophie vieler Firmen zu tun? Wer nicht kontinuierlich mehr erwirtschaftet, der schafft seinen Betrieb ab. Das wird uns hier einfach aufdiktiert. Die Firmen machen, so traurig das ist, "alles richtig".
      Ich hab lange Zeit gedacht, dass es sinnvoll währe, einfach in die tiefsten Slums zu stiefeln und dort ein wenig Hilfe zu bieten. Es fehlte aber an Kohle für Sprachkurse und Kontinentalreisen. Ich hab also überlegt, wie man mit unser Politik etwas erreichen kann. Ehe ich mich umsehen konnte, habe ich realisiert, dass ich hier in Deutschland ein kleines Blutkörperchen im Herzen der Zerstörung bin.
      Der Hitler griff seine Nachbarländer an und wir schmeissen Bomben auf andersgläubige, die nicht mal Strom haben.
      Unsere Generation kritisieren die Weggucker der NS-Gesellschaft aber werfen wir denn überhaupt einen Blick in den Spiegel? Ich hab's 24 Jahre lang nicht geblickt.

      Denkanstöße

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        #48
        Zitat von dentist

        Unsere Generation kritisieren die Weggucker der NS-Gesellschaft aber werfen wir denn überhaupt einen Blick in den Spiegel? Ich hab's 24 Jahre lang nicht geblickt.

        Denkanstöße

        hab den link noch nich gelesen, also sry falls er meine frage (teilweise) beantworten sollte

        was hast du geändert, seid dem du es geblickt hast?

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          #49
          @OllieWilliams: Studierst du zufällig Jura in Münster?^^

          falls du das schon irgendwo erwähnst hast, sorry, grad keine zeit, alles durchzulesen, hol ich aber morgen nach.

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            #50
            Materialismus vs Spiritualismus

            Abgesehen davon, dass beide Dinge grundsätzlich nicht unvereinbar sind, muss man doch feststellen, dass es eine große Verschiebung der Prioritäten in unseren Leben gegeben hat. Wo früher der Kampf ums nackte Überleben oder für ein Ideal Lebenszweck genug war, gibt es heute einfach nichts mehr, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Man hört ja ständig über unsere Generation, dass wir zu faul, desinteressiert und apathisch wären um für irgendetwas zu demonstrieren. Die Wahrheit ist aber doch, dass es einfach nichts mehr gibt, wofür es sich zu demonstrieren lohnen würde. Wir haben einfach keine tiefgreifenden Probleme mehr, selbst der unfähigste Wurm hat mehr als er zum überleben brauchen würde.

            Durch Medien und Umwelt werden wir ständig nur mit einem Dogma konfrontiert: Du bist was du hast. Also rennen wir irgendwelchen materiellen Dingen hinterher, die wir überhaupt nicht brauchen. Wir definieren uns über unsere Klamotten, unsere Muskeln, unser Auto und das Aussehen unserer Frauen. Um diesen Bedarf nach Konsum zu stillen ist keine Arbeit zu unangenehm oder zu sinnlos. Und mal ehrlich: wer sich nach einem Job umguckt, achtet doch vor allem auf eins, nämlich aufs Gehalt.

            Wenn man einen Menschen seines Gedächtnis berauben und auf einer einsamen Insel aussetzen würde, wäre seine erste Frage: Wo bin ich, wo komme ich her, und warum bin ich überhaupt hier? Irgendwann würde sich dann der Hunger melden, die Nacht würde hereinbrechen, und die Aufmerksamkeit würde sich vermeintlich wichtigeren Dingen widmen, nämlich Nahrung und Sicherheit.

            Nun ist es aber so, dass wir, vor allem in unserer Generation, von Anfang an diese primären Fragen der Existenz völlig aus den Augen verloren haben. Aber haben wir deswegen überhaupt irgendetwas verloren? Wenn es keinen Unterschied macht, ob ich mich überhaupt damit beschäftige, oder ob ich mein Leben der blinden Triebstillung und Konsumgier widme, fehlt mir deswegen überhaupt irgendetwas?

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              #51
              Zitat von OllieWilliams
              hier stand mist. unter diesem beitrag steht noch größerer mist.

              //e: mimimi mein studienfach ist das allerallerschwerste. ich armer bachelorstudent.
              //e2: niemand versteht mich, dabei will ich doch nur so erfolgreich sein wie mami und papi mimimi
              nimms mir nicht übel, aber manchmal kommst du mir echt vor wie der klischee jurastudent, der auf seinem elfenbeinturm hockt... ich sag nicht, dass dues bist, sondern nur, dass es ab und an so wirkt

              ich find dein startpost ist schon eine sehr sehr krasse schwarz/weiß sicht. der druck ist da, der druck war immer da, der wird auch nicht gehen. es ist nur die frage wie man damit umgeht.

              und mir geht das so auf die nerven, wenn leute ihr studium mit anderen vergleichen nach dem motto: uhuhuhu meins ist schwerer. was soll denn der mist? erst beschweren sich hier alle über den erfolgsdruck, die krassen anforderungen im studium und wie hart das doch sei, aber am ende packen sie dann doch wieder den schwanz aus und wollen sich behaupten, indem sie sagen: oh meins ist aber viel schwerer. ist doch irgendwo ein widerspruch in sich.

              klar haben es die powi-, pädagogik-, soziale arbeitstudenten (lol..) einfacher als medizin-, jura-, maschinbau- oder physikstudenten. aber was tut denn das zur sache? das ist doch völlig irrelevant. im endeffekt geht es doch nur darum glücklich zu werden.

              das große problem ist doch: wir spielen alle mit und bestärken dieses system, dass uns diesen bestialischen druck aufhalst. ich glaube die meisten lassen sich auch viel zu leicht und viel zu sehr von solchen sprüchen wie deinem dekan ollie beeindrucken. ich bin froh, dass das bei uns niemand gesagt hat, sondern uns mut gemacht wurde und auch immer wieder gemacht wird. deswegen herrscht an unserer fakultät nicht dieser krasse widerliche druck. natürlich gibt es viele egoschweine, aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie an anderen rewifakultäten.

              aber zum allgemeinen problem des durcks selbst: ich glaube zu einem gewissen teil ist es auch kopfsache. ein guter kumpel von mir hat in den ersten semestern voll durchgepowert, hat sich irre gemacht vor jeder klausur. der hat so das krasse theoriewissen aufgebaut, aber sich selber kaputt gemacht und in klausuren auch nicht überragend abgeschnitten. jetzt nimmt er sich mehr freizeit, entspannt sich und legt das buch in die ecke. es geht ihm jetzt nicht nur wesentlich besser, er schreibt auch ständig gute noten.
              für mich ist das einfach eine frage der balance, die goldene mitte zu finden.

              und sonst hat iloveuuuw (welcome back) alles gesagt

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                #52
                kalle postete
                Zitat von dentist

                Unsere Generation kritisieren die Weggucker der NS-Gesellschaft aber werfen wir denn überhaupt einen Blick in den Spiegel? Ich hab's 24 Jahre lang nicht geblickt.

                Denkanstöße

                hab den link noch nich gelesen, also sry falls er meine frage (teilweise) beantworten sollte

                was hast du geändert, seid dem du es geblickt hast?
                Ich versuche aufzuklären, warum wir alle 4 Jahre wen neues Wählen und immer die gleiche Scheisse dabei rauskommt. Natürlich wird eine Diskussion mit nem gutgestellten Kumpel, der irgendwann n schickes Unternehmen erben wird, darüber, dass Arbeitlosigkeit aus der (/seiner) kapitalistischen Wirtschaftsweise und nicht aus Genen, Psychologie oder sonstigem Hirngespinnst resultiert, zu einer Art Kampf. Wer diesen Kampf aber nicht aufnimmt, der hat ihn verloren.

                Die Vorträge klären über die wohl wichtigsten Probleme unserer Gesellschaft auf und bieten eine gute Diskussionsgrundlage, welche ich jedem empfehle.

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                  #53
                  Zitat von dentist
                  lawwwl postete
                  Was denkst du warum die Jugend von Jahr zu Jahr mehr säuft?
                  Ne im Ernst habe ähnliche Erfahrungen in meinem Umfeld gemacht.

                  Das Problem ist, der Leistungsdruck unterhalb deinen Mitbewerbern und die Philosophie vieler Firmen.
                  Was hat denn das mit Philosophie vieler Firmen zu tun? Wer nicht kontinuierlich mehr erwirtschaftet, der schafft seinen Betrieb ab. Das wird uns hier einfach aufdiktiert. Die Firmen machen, so traurig das ist, "alles richtig".
                  Ich hab lange Zeit gedacht, dass es sinnvoll währe, einfach in die tiefsten Slums zu stiefeln und dort ein wenig Hilfe zu bieten. Es fehlte aber an Kohle für Sprachkurse und Kontinentalreisen. Ich hab also überlegt, wie man mit unser Politik etwas erreichen kann. Ehe ich mich umsehen konnte, habe ich realisiert, dass ich hier in Deutschland ein kleines Blutkörperchen im Herzen der Zerstörung bin.
                  Der Hitler griff seine Nachbarländer an und wir schmeissen Bomben auf andersgläubige, die nicht mal Strom haben.
                  Unsere Generation kritisieren die Weggucker der NS-Gesellschaft aber werfen wir denn überhaupt einen Blick in den Spiegel? Ich hab's 24 Jahre lang nicht geblickt.

                  Denkanstöße

                  sie nicht so hart zu dir, die ersten 12-20 muss man sowas noch nicht blicken

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                    #54
                    Zitat von CRZ-
                    und mir geht das so auf die nerven, wenn leute ihr studium mit anderen vergleichen nach dem motto: uhuhuhu meins ist schwerer. was soll denn der mist? erst beschweren sich hier alle über den erfolgsdruck, die krassen anforderungen im studium und wie hart das doch sei, aber am ende packen sie dann doch wieder den schwanz aus und wollen sich behaupten, indem sie sagen: oh meins ist aber viel schwerer. ist doch irgendwo ein widerspruch in sich.
                    Wie unfassbar recht du hast, habe mir genau das gleiche beim Lesen des Threads gedacht.

                    Zitat von Amy Farrah Fowler
                    wenn ich mir dagegen freunde anschaue, die eine ausbildung machen:
                    montag-mittwoch= 6.30-14.30 chillig arbeiten
                    donnerstag-freitag= chillig berufsschule
                    kaum lernen
                    man kann dort vorallem abschalten, weil feierabend auch feierabend heißt

                    im studium denkt man wirklich 24/7/365 an uni.
                    ich hab nur uni im kopft ;( uni uni uni uni uni uni
                    Naja, unbedingt besser ist das auch nicht, würde ich meinen.

                    Vor der Ausbildung: immer sehr viel mehr Bewerber als Stellen, besonders bei beliebteren Sachen wie zB Polizei, Banken, Versicherungen, Verwaltungen etc.. Massig Auswahlverfahren (allein wie viel Vorbereitungsbücher es heutzutage gibt, ist erschreckend), enormer Druck zumindest eine Stelle zu bekommen, um nicht am Ende leer und als Loser dazustehen.

                    Während der Ausbildung: Du kannst immer noch fliegen, wenn du dir grobe Schnitzer erlaubst. Oft wird gar nicht übernommen, oft nur die Besten, dh der Druck ne gute Abschlussnote zu bekommen, ist genau wie im Studium existent.

                    Glaube heutzutage ist einfach alles scheisse und man muss Glück haben, wenn man eine Ausnahme erwischt. Ob's früher besser war, weiß ich aber nicht :)

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