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3000 - Leistungsgesellschaft

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    #16
    Was denkst du warum die Jugend von Jahr zu Jahr mehr säuft?
    Ne im Ernst habe ähnliche Erfahrungen in meinem Umfeld gemacht.

    Das Problem ist, der Leistungsdruck unterhalb deinen Mitbewerbern und die Philosophie vieler Firmen.

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      #17
      sehe es eigentlich nicht so düster wie du... aber:

      "Einsamkeit, Depression, Perspektivlosigkeit - Leere."
      geht mir gerade genau so wie du es beschreibst: viel uni, keine zeit, keine wirklichen verbindungen, nebenbei arbeiten ect... gerade alles richtg (gefühlt) scheiße.

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        #18
        In meinen Augen wird diese Welteinstellung heutzutage einfach nur überbewertet, sich selbst zu immer höheren Leistungen aufzustacheln hat in meinen Augen nur den Sinn im späteren Leben dann möglichst viele Statussymbole oder was auch immer zu besitzen. Diese sind jedoch auch nicht in der Lage den Geist zu ersetzen, den man durch die eigene Leistungsfixiertheit hat verkümmern lassen. Übermäßiger Ehrgeiz und Konkurrenzdenken entstehen nur aus Neid, wer vielleicht mal hinter die Fassaden blickt, ist auch in der Lage zu erkennen wie wenig es einem letzten Endes gebracht hat.

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          #19
          Ollie so langsam einer meiner Lieblingsuser auf Readmore gworden und das binnen kurzer Zeit

          bist ein dufte Typ :-)

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            #20
            habs überflogen, ollie, und stimme dir zu. könnte sehr sehr viel dazu schreiben, aber das lass ich, weil ich mich sonst selbst gedanklich hineinreite.
            ich persönlich nehme einen gewaltigen umbruch wahr, den die junge generation von der drüber unterscheidet und dieser umbruch ist vielseitig und teils sehr heftig....so far.

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              #21
              ich kenne diese sichtweisen auch aus meinem freundeskreis. und ich muss immer wieder sagen, wie leid mir das für euch tut. das mein ich ernst!

              ich selbst bin jemand, der sich einfach keinen druck macht und sich auch keinen druck machen lässt. das mag aber auch an der tatsache liegen, dass mir so sachen wie schule und klausuren nie schwer gefallen sind.

              Notentechnisch gehörte ich immer zum oberen drittel, obwohl ich nie länger als 3-4 stunden für ne klausur gelernt habe. ich war dann zwar nie klassenbester, aber ich hab mich auch mit 12 oder 13 punkten zufrieden gegeben, weil ich weiß, dass ich für mehr punkte wohl mehr hätte lernen müssen. und darum gönne ich mehr punkte auch den leuten, die mehr lernen. aber ich frage mich dann immer, ob es sinnvoll ist so viel zu lernen?

              Denn dann entstehen genau diese depressiven Gedanken des Ausgansposts. Die Freunde fangen immer mehr an zu lernen und zu lernen und leben gar nicht mehr ihr leben. Ich will dann nicht abwägen, ob es besser ist, durchschnittliche leistungen in der schule zu bringen und dafür die nachmittage was mit freunden zu erleben, oder bestleistungen zu erzielen und dafür sein 'Leben' ab zugeben an die Bücher.

              aber ich vermute, dass ich eher schlecht nachvollziehen kann was es heißt, nicht so gut in der schule/uni zu sein, da es mir wie gesagt noch nie schwer gefallen ist.

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                #22
                wer sich diesem system unterwirft, hat selber schuld. das ist keine sache, wo man sich nicht selbst entscheiden könnte.

                btw, auch mein 3000.

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                  #23
                  Das ist natürlich ein toller 3000. Post. Ich will nicht in Abrede stellen, dass für einige Menschen das Leben so aussieht und ich bemitleide sie auch, aber die Haltung führt zu nichts, außer vielleicht noch Selbstmitleid. Wer sich aus dem Sumpf nicht selbst herausziehen kann, wird darin stecken bleiben.

                  Du beschreibst in deinem Post Probleme, aber du hast gar keine Lösungsansätze.

                  Ich habe welche:

                  1. Gib deinen Job auf, hol dir ein Visum für x-beliebiges fernes Land, z.B. Vietnam oder Neuseeland, und reise ein Jahr rum und mach, was dich interessiert

                  2. Schau mal nach, ob deine Eier noch da sind und wenn ja, hör auf dich selbst zu bemitleiden und mach endlich was aus dir. (be someone berfore you gone)

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                    #24
                    Nun hat sich diese Sozialisation aber als so erfolgreich entpuppt, dass nichtmal das Wissen um das Schema reicht, um es zu durchbrechen. Obwohl ich unglücklich bin, werde ich mich auch morgen wieder an meine Lehrbücher und Kommentare setzen. Auch morgen werde ich mir dessen bewusst sein. Und auch morgen werden ich, mein Kommilitone und viele andere auch keinen Ausweg finden, als uns dem zu fügen, zu dem wir uns haben verkrüppeln lassen.
                    Man könnte auch einfach dankbar sein, in einem der reichsten Länder der Welt geboren worden zu sein, in dem Bildung einem kostenlos zur Verfügung gestellt wird und man nur sein Glas in den Fluss halten muss, um Honig und Milch zu kriegen.

                    Man könnte auch dankbar sein, nicht 40 Jahre später geboren worden zu sein, einer Zeit in der Deutschland aufgrund seiner Demographie enorme Schwierigkeiten haben wird seinen Wohlfahrtsstaat mit Sozialhilfe und kostenloser Bildung aufrecht zu erhalten. In einer Zeit, in der du mit 30 Chinesen und 40 Indern um einen Job konkurrieren wirst, die von klein auf mit den Lebensmöglichkeiten aufgewachsen sind, entweder sich den Arsch im Studium aufzureißen oder 12/7 ihres Lebens als Fließbandarbeiter zu verbringen. Ohne Hartz 4.

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                      #25
                      OllieWilliams postete
                      Und ich kannte das, was er da erzählte. Und etlichen Leuten hier wird das ebenso bekannt sein. Wir leiden unter dem, was uns jahrelang eingetrichtert wurde: Erfolg um jeden Preis. Bei den Wenigsten fing das nicht schon auf der Schule an. Ich kann mich an meine Stufe als eine Gruppe von Personen erinnern, die einander Pest und Cholera an den Hals wünschte, war jemand auch nur einen Hauch näher an der Bestnote, als sie selbst.
                      kenn das nur zu gut :/
                      manchmal wird man echt so krass gehatet nur weil man im mündlichen ne 2 und der andere ne 3 hat und damit nicht einverstanden is.
                      bei sowas merkt man erstmal wie manche typen drauf sind.

                      gleiches problem bei der studienfahrt nächstes jahr.
                      ne lehrerin hat sich da bei uns eingeschleust damit sie schön urlaub machen kann und hat jetzt festgelegt, dass wir während der reise schön referate über sehenswürdigkeiten halten sollen die dann benotet werden.
                      rumgemeckert haben alle aber als ich meinte dass wir uns mal wehren sollten und zum direktor gehen sollten wollte keiner mitmachen weil sie angst davor hatten ihre ach so tolle 2 zu verlieren und bei dem lehrer nen schlechten eindruck zu machen.

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                        #26
                        Zitat von verocious
                        Man könnte auch dankbar sein, nicht 40 Jahre später geboren worden zu sein, einer Zeit in der Deutschland aufgrund seiner Demographie enorme Schwierigkeiten haben wird seinen Wohlfahrtsstaat mit Sozialhilfe und kostenloser Bildung aufrecht zu erhalten. In einer Zeit, in der du mit 30 Chinesen und 40 Indern um einen Job konkurrieren wirst, die von klein auf mit den Lebensmöglichkeiten aufgewachsen sind, entweder sich den Arsch im Studium aufzureißen oder 12/7 ihres Lebens als Fließbandarbeiter zu verbringen. Ohne Hartz 4.

                        globalesierung, die mit abstand beste erfindung, denn sie erlaubt menschen global in einen leistungsdruck gegeneinander zu stellen und sie noch härter und offensiver zu knechten, weltweit mit den selber argumenten
                        aber ja, ich bin dankbar, dankbar für die zeit, dankbar für die chance es zu ändern

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                          #27
                          Stimme dir zu 100 % zu Ollie. Sehe es auch so, dass wir sehr extrem von Eltern, der Schule und der Wirtschaft zu Leistungsmonstern getrimmt werden.

                          Ich selbst war eigentlich in einer Situation wie #27. Hab natürlich für Klausuren gelernt aber mich nie richtig reingestresst. Hatte trotzdem immer gute Noten und war damit zufrieden.
                          In meinem Jahrgang war eine Schülerin, auf die ich einen richtigen Hass geschoben habe. Die ist so darauf abgerichtet gewesen alles perfekt zu machen, das war abartig. Sie war ständig besorgt irgendjemanden auf die Füße zu treten, ständig besorgt schlechte Noten zu schreiben (obwohl sie durchgehend 14/15 Punkte hatte und 24/7 gelernt hat) oder irgendetwas anderes falsch zu machen. Meiner Meinung nach war das schon richtig krankhaft, wie sehr sie bemüht war alles zu perfektionieren.

                          Wieder zu mir: Ich habe mich irgendwann eher zum Spaß für ein duales Studium beworben, nur um mal zu sehen wie das ganze Bewerbungsverfahren, etc. so abläuft. Bin dann schlussendlich genommen worden und habe sehr, sehr lange überlegt, ob ich es annehme. Meine Eltern waren immer der Meinung ich soll es unter allen Umständen annehmen (Gründe: ich verdiene ordentlich Kohle und bekomme einen super Berufseinstieg). Mir persönlich war es extrem zuwider meine Freizeit in den Semesterferien zu 'opfern', sich so an eine Firma zu binden und in diese Leistungsgesschiene reinzurutschen, in der ich perfekt für die Arbeitswelt schon während des Studiums vorbereitet werde. Ich habe es dann angenommen, mir aber fest vorgenommen, dass ich abbreche falls es mir einfach zu viel Stress wird und mir ein Studium mit Spaß verwehrt bleibt.

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                            #28
                            soso, die "globalesierung" als erfindung. von wem denn bitte?

                            den zionisten, damit die finanzelite den deutschen arbeiter ausbeuten kann? siehe protokolle von zion?

                            gewiss, kannst du es ändern. die lösung heißt protektionismus, respektive eine autarke wirtschaft. das problem mit den zionisten bleibt immer noch natürlich, den einfluss muss man bekämpfen! man muss eine endlösung finden!

                            ...merkst du selber, oder?

                            Kommentar


                              #29
                              Zitat von verocious
                              soso, die "globalesierung" als erfindung. von wem denn bitte?

                              den zionisten, damit die finanzelite den deutschen arbeiter ausbeuten kann? siehe protokolle von zion?

                              gewiss, kannst du es ändern. die lösung heißt protektionismus, respektive eine autarke wirtschaft. das problem mit den zionisten bleibt immer noch natürlich, den einfluss muss man bekämpfen! man muss eine endlösung finden!

                              ...merkst du selber, oder?

                              es muss nicht jemand was erfinden, eine erfindung kann auch von einer gesellschaft stammen und über jahrhunderte entwickelt werden

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                                #30
                                jo 3000 beitrag in einem forum sehr wichtig und bedeutend.....
                                deine sicht ist halt so was von eingeschränkt nur schwarz weis...es gehört viel dazu dass man in deutschland am existen minimum lebt...weiter deine sicht es gibt nur akademiker und hartz 4 sachmal gehst du auch mal unter leute und steckste dein kopf wirklich nur in buecher...

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