Zitat von ttalbneurg
Es wird leider immer mehr die engere Definition Atheismus gepredigt (was wohl auf diesen pupertären Satansbullshit zurückzuführen ist). Ein Atheist braucht sich weder für noch gegen die Existenz eines Gottes auszusprechen. Solange weder ein Gottesbeweis noch ein Gegenbeweis gelingt, ist sowohl das eine als auch das andere unsinnig.
Aber wie du gesagt hast: Entscheidend ist die Unterscheidung von Glaube und Religion. Gegenüber zweiterem kann ein Atheist auch ohne Gegenbeweis eine ablehende Haltung einnehmen, sofern er diese auf die reine Vernunft zurückzuführen weiss.
Genau so falsch ist es, Moral und Ethik als an die Religion gebunden zu erklären. Moralische Werte erfährt ein Kind genauso über eine aufklärerische Erziehung. Meiner Meinung nach sogar in einer tieferen Form, da es sich auch bewusst wird, warum diese Werte so wichtig sind.
Eine von der Religion lösgelöster Ethikunterricht an der Schule und das Verschwinden des Religionsunterricht aus dem Schulplan hätte meiner Meinung gerade in einer multikulturellen Gesellschaft seine Vorteile (Stichwort "an unseres Wertesystem anpassen").
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