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todesstrafe - eure meinung

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    Todesstrafe ist keineswegs menschenwürdig.Gefängnisstrafe sollte jedoch bei besonders gefährlichen Tätern erhöht werden. Dabei muss versucht werden diejenigen wieder in die Gesellschaft einzugliedern, da die Gründe für die Verbrechen vielleicht nicht im Täter selbst zu finden sind.

    Kommentar


      @myc, ich gebe dir auch in vielen dingen recht.

      Ich habe weder Kant noch Hegel gelesen, aber mit der Todesstrafe befasse ich mich wirklich schon sehr lange. Diese Diskussion gibt es nicht nur im RM Forum sondern natürlich auch im Bekanntenkreis.
      Viele meiner Freunde sind Pro Todesstrafe und ich muss mich jedesmal rechtfertigen, warum ich eben dagegen bin.

      Ich lese viele Berichte und sehe mir gerne "gute" Filme über die Todesstrafe an, die nicht nur eine Seite zeigen.

      Nehmen wir mal den Film "Dead Man walking" .Hier werden beide Seiten gezeigt. Ich gebe dir vollkommen Recht, dass es Menschen gibt bei denen man sich wünscht sie gehören hingerichtet, aber bei mir wirft sich dann immer die Frage auf "woher kommt es dass ein Mensch soetwas tut". Ich spreche jetzt nicht von "klischee" Vebrechern, die von Ihren Eltern misshandelt wurden, sondern eben auch von "kranken" Menschen, die eben nicht wirklich unterscheiden können.

      Ein Teil des Gehirns ist für Reue etc. zuständig, es ist bewiesen dass dies bei einigen Menschen nicht so ausgeprägt ist. Das heisst diese Menschen können nicht so entscheiden bzw. Reue fühlen für Ihre Taten, wie "normale" Menschen.

      Ich habe damals in der Schule ein Referat über einen zum Tode verurteilten Mörder gehalten. Das Interview am Tag der Hinrichtung des Mörders, hat selbst die vehementesten pro Todesstrafe leute zum Nachdenken gebracht.
      Hier wurde ein Mann zum Tode verurteilt, weil er eine Frau getötet hat. Dieser Mann ist das Haus jener Frau eingebrochen und wollte es ausrauben, die Frau war um die Uhrzeit normal nicht daheim (das hatte er vorher über Wochen geprüft), jedoch hatte die Frau etwas vergessen und kam nach Hause. In Panik hat er dann die Frau getötet.

      Im Interview war dann die Mutter der getöteten und hat sich mit dem Mörder unterhalten und selbst die Mutter wollte NICHT, dass dieser Mann hingerichtet wird.

      Dieser besagte Mann hatte noch nichtmal Strafzettel unbezahlt und wurde wegen diesem Verbrechen hingerichtet. Ich möchte mit meinen "gegen Todesstrafe" auf keinen Fall die Taten herunterspielen, ich möchte aber dass man die Menschen hinter den Taten sieht und das tun meiner Meinung nach die wenigstens.

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        @ Bordi

        Hmm ja, das ist halt eher die emotional/psychologische Sicht.
        Wenn man sich jeden Individuallfall einzeln anschaut, kommen halt automatisch Emotionen ins Spiel. Das versucht man ja gerade in der Philosophie auszublenden, und somit eine möglichst objektive Ansicht zu haben. Nach streng utilitaristischer Ansicht wäre es sogar ok, das Risiko einzugehen und 'hin und wieder' aufgrund falscher Urteile Unschuldige hinzurichten, bzw. eben diesen Mann aus deinem Beispiel hinzurichten, bei dem wahrscheinlich jeder aus seinem "Bauchgefühl" heraus sagen würde aufgrund solcher Situationen gehört die Todesstrafe abgeschafft. Wenn man nämlich die Allgemeinheit bzw. genauer das 'Glück' der Allgemeinheit, als Maßstab nimmt, kann auch so eine illegitime Todesstrafe Abschreckungspotential haben, d.h. es hat einen kollektiven Zweck.

        Das hört sich vielleicht hart an, aber wenn man eben dieses utilitaristische Gedankenmodell als Grundlage nimmt, ist die Todesstrafe nunmal eine Konsequenz daraus. (Man nimmt hier als Prämisse dass die Todesstrafe Abschreckungspotential besitzt, was wiederrum bedeuten würde dass die Aufklärungsraten von Kapitalverbrechen hoch genug sind und die Hinrichtungen öffentlich wären.)
        D.h. man kann die Frage der Todesstrafe ganz generell auf Individualismus vs. Kollektivismus reduzieren, und klar, der moderne westliche Mensch bevorzugt den Individualismus :) (Auch wenn die Allgemeinheit vllt. darunter leider ..)

        Und das war jetzt nur die utilitaristische Betrachtung, Kant und Hegel argumentieren ja eher gerechtigkeitstheoretisch. Und auch hier werden gewisse Prämissen gemacht, z.b. das der Mensch 'vernünftig' ist.

        Ganz zentral für das Verständnis von philisophischen Argumentationen ist halt, das über den realen Wahrheitsgehalt dieser Prämissen keine Aussage gemacht wird, und wenn eine Prämisse für eine Theorie in realita nicht zutrifft, ist deswegen die grundlegende philosophische Theorie dahinter nicht falsch, sondern man kann sie in dem Fall bloss nicht anwenden. Und daran scheitert die Philosophie halt oft wenn man sie auf die Realität übertragen möchte, dass eben Prämissen nicht zutreffen. Z.b. dass jeder Mensch vernünftig ist :)

        Viele können das halt nicht unterscheiden, und beurteilen dann z.b. eine Theorie als falsch, weil gewisse Aussagen in der Realität nicht zutreffen, ohne zu sehen, dass die Prämisse einfach nicht zutrifft. Wenn ich z.b. in der Mathematik eine Formel habe x² > x für alle x > 1, dann stimmt diese Formel für x=0.5 nicht, aber das ändert nichts an dem Wahrheitsgehalt der Aussage, da die Prämisse einfach nicht erfüllt war.

        Und wie gesagt, in realita bin ich auch gegen die Todesstrafe, da z.b. die Abschreckung der Todesstrafe vernachlässigbar ist, da der Verbrecher oft kein vernünftiges Wesen ist und seine Tat reflektieren kann etc. etc. Aber aus philosophischer Sicht ist die Todesstrafe für mich eine Notwendigkeit :)


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          Nekronaut postete
          Lange Haftstrafen > Todesstrafe.

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            @myc
            erstmal alles sehr nice was du da schreibst, allerdings möchte ich hinzufügen das utlitarismus =/= objektivität ist, da bei eben diesen der nutzen eines individuum (in diesem kontext sicherlich des staates) optimalisiert, also maximiert wird.

            so ist es sicherlich, unter deinen prämissen, in der theorie für den staat (und damit seine bürger) rechtfertigbar menschen als strafe zu töten, jedoch ist dies nicht unbedingt objektiv.

            falls ich daneben liege korrigier mich bitte. ;)

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              only enthaupten, was andres geht nicht klar.

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                ab ins arbeitslager nach sibierien. barfuss!

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                  alleine auf grund der tatsache, dass es immer fehler geben wird, kommt die todesstrafe nicht in frage

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                    Ralf Laurän postete
                    alle vergasen
                    hat ja schonmal geklappt!

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                      KaiserFranz postete
                      Jürgen Röber postete
                      KaiserFranz postete
                      achtanabl postete
                      Wenn man sich mal ernsthaft mit dem Thema Todesstrafe auseinandergesetzt hat, finden sich eigentlich keine Argumente mehr für selbige
                      Vielleicht hast du dich nicht ernsthaft genug mit dem Thema auseinandergesetzt.
                      Weil? gtfo ..
                      So unterbelichtet das du es nicht raffst?
                      Genau, erklärs mir?

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                        Gegen Todesstrafe, da wir nunmal im 21. Jahrhundert leben und keine Barbaren sind, doch bin stark für Arbeitslager bzw. für Zwangsarbeit für Schwerverbrecher, welche außer Knast & spätere Sicherheitsheitverwahrung (+ unzählige Gerichtsquerälen) nur dem Steuerzahler auf der Tasche liegen. Solcher Abschaum (wie gesagt, Schwerverbrecher ala Mörder, Vergewaltiger, Psyschos & jegliche Aktionen gegen/mit Kindern) soll arbeiten um wenigstens etwas Positives für die Gesellschaft zu leisten, für solches Pack hab ich 0 Mitleid und da Todesstrafe unsere Gesellschaft nunmal auf den Kopf stellen würde (von Verfahrensfehlern mal abgesehen) ist Zwangsarbeit die einzig gescheite Lösung. Wenn jemand 25 Jahre in nem Bergwerk arbeiten muss oder 25 Jahre in ner gemütlichen Zelle TV schauen kann mit nem netten Hofgang am Mittag + Besuch, sowas macht sich einen Unterschied und man überlegt sich gewisse Dinge vlt nochmal.

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