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todesstrafe - eure meinung
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Natürlich für die Todesstrafe.
In Deutschland sitzt ein Kindervergewaltiger 3 Jahre und darf dann bei guter Führung gehen. Und einer der Steuern hinterzieht, bekommt 10 Jahre. Einfach nur scheisse das System in Deutschland. Und dann wundern sie sich, warum der Kindervergewaltiger wieder weiter macht. Dem sollte man seinen Schwanz abschneiden und dann in die Kammer stecken und verrecken lassen.
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@ Bordi
Wenn du dir eine Meinung bildest ohne davor andere Meinungen zur Kenntnis genommen zu haben läufst du immer Gefahr gewisse Argumente zu übersehen. Eine Meinung ist niemals statisch, sondern dynamisch, d.h. sie verändert sich im Laufe neuer Erkentnisse / Erfahrungen, und sie ist eben auch kontextabhängig.
Z.b. herrscht in China durchaus eine mehrheitliche Akzeptanz der Todesstrafe unter der Bevölkerung.
Wenn du jetzt nur nach deiner starren Meinung gehst, die du dir nur durch deine begrenzten Erfahrungen und deinen begrenzten Kontext gebildet hast (können), ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass du Sachen übersiehst. D.h. du wirst deine Meinung revidieren müssen, sobald sich dein Kontext ändert. Deswegen ist Literatur (gerade in der Philosophie) so wichtig, da die Diversität an Meinungen/Ansichten deine Meinung von deinem individuellen Kontext abstrahiert, d.h. deine Meinung wird in dem Sinne 'besser', dass die Anzahl an nicht bedachten Argumenten verringert wird, d.h. es gibt weniger Möglichkeiten wo du deine Meinung revidieren musst.
Zu deinem BWL-Beispiel: Selbstverständlich kann ein Manager auch ohne betriebswirtschaftliche Ausbildung großen Erfolg haben, jedoch ist sein Wissen begrenzt auf seinen Kontext, und wenn er z.b. in ein komplett anderes Land versetzt wird mit komplett anderen Strukturen wird er viel größere Probleme haben als ein ausgebildeter Manager, der die tieferen Zusammenhänge kennt bzw. aufgrund seiner Ausbildung schon mehr Vorwissen hat.
(Das Beispiel ist aber nicht 1:1 übertragbar ..)
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Strafe ist nicht Rache.
Angehörige haben rachegelüste, der Staat ist dafür verantwortlich Taten dieser Art zu verhindern und deswegen zu Strafen.
Die Doppelmoral eines Staates der Mord verurteilt uns selbst auf Menschenleben scheisst muss wohl nicht angesprochen werden. Der Staat ist auch dafür verantwortlich das recht und die würde JEDES Menschen zu schützen.
So nachvollziehbar Rachegelüste sein mögen, sie haben in einer zivilisierten Gesellschaft zu Recht keinen Platz.
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Interessant, dass gerade die sog. 'uneinschränkbaren' Menschenrechte ja auch gewisse andere Einschränkungen kennen, über die sich kaum jemand erregt: Notwehr und finaler Rettungsschuss.achtanabl postete
Ob man die Todesstrafe als Ultima Ratio anwenden sollte ist eine andere Sache aber die Frage stellt sich in Deutschland zum Glück schon allein wegen der Unantastbarkeit der Menschenwürde nicht. Meiner Meinung nach sind die uneinschränkbaren Menschenrechte eine der größten Errungenschaften unserer Zivilisation.
Da ist es dann in der allg. Meinung wieder gerechtfertigt, einem Menschen das 'höchste Gut' zu entziehen.
Und das Ampelbeispiel kann hoffentlich nur polemisch gemeint sein, denn es handelt sich hierbei offensichtlich nicht um die Negation der Negation.
@ Alru: Die Todesstrafe erfüllt in der Philosophie auch keine Rachezwecke, für Hegel ist die Todesstrafe im Gegenteil sogar das Recht des Verbrechers, bzw. sogar die Anerkennung des Verbrechers als vernünftiges menschliches Wesen.
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Ist schon interessant wie sich manche Leute zu solchen Aussagen hinreissen lassen.myc postete
Achja, immer wieder schön anzusehen wie der intellektuelle Mittelstand durch eine sog. Objektivität der Todesstrafe den Sinn absprechen möchte :)
Gerade durch eine totale Objektivität bzw. durch logische Deduktion kommt man zu dem Schluss dass die Todesstrafe notwendig ist, ja sogar eine inhärente Eigenschaft eines jeden Justizwesens ist welches auf Strafen basiert (Strafe als Negation der Negation des Rechtes). In den zig tausend Threads dir wir zu dem Thema schon hatten hab ich dazu schon viel zu viel geschrieben, daher keine weitere Erläuterung.
Reden wir mal über ein Thema, bei dem du dich nicht auf (angeblicherweise)akademischem Niveau befindest und urteilen danach, dass man es bei dir mit intellektuellem Mittelstand/Unterschicht zu tun hat.
Interessant, auf welcher Uni lernt man solch interessante logische Schlüsse?
Aber immer schön hinter den Büchern verstecken. Sie decken auch nicht jede Denkweise ab, sondern haben auch ihre Rahmen, Grenzen und Regeln. Ihre Gültigkeit ist auch begrenzt. SOmit nicht uneingeschränkt in der Praxis einsetzbar, sicher interessant usw aber kein Muss. Für nen Studenten vllt wichtig, aber man muss kein Student sein, um ne Meinung zu haben oder zu versuchen, an etwas objektiv heranzugehen. Man muss sich auch nix drauf einbilden, mehr zu wissen als andere. Es sei denn, man muss/kann nicht anders.
Ausserdem weiss ich net, worauf du dich bei diesen post mit "sog. Objektivität" beziehst. Ich bezweifle aber, dass die Poster bei diesen Beiträgen überhaupt dieselbe Art Objektivität mit den Regeln und dem Grad meinen, wie du es auslegst. Oder ob sie überhaupt den Anspruch erheben.
Find das hat alles eher Meinungscharakter, und die darf sich jeder bilden. Deine Meinung darf schliesslich auch so stehenbleiben, du bist ja auch nicht weniger Wert, als die anderen hier ,ebenso deine Meinung.
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Bei einer Notwehr bzw. Nothilfe gibt es aber eine Abwägung zweier Rechtsgüter in einer Situation. Da scheint es angemessen, dass derjenige zu benachteiligen ist, von dem der Angriff ausgeht.
Bei der Todesstrafe ist nur das Rechtsgut des Verurteilten betroffen. Dass derjenige nach einer Freilassung wieder töten könnte, ist reine Fiktion.
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Da sind schön die Schwächen der Philosophie aufgezeigt. Erstmal nimmst du die Todesstrafe aus dem realen Kontext und sagst "in der Philosophie", womit du schonmal das Spielfeld geändert hast. Dann kommt ein billiger rethorischer Trick, der das was jeder normale Mensch als Strafe oder Rache empfinden würde zu einem "Recht" bzw. einer "Anerkennung" macht. Aber "In der Philosophie" ist das bestimmt in Ordnung.myc postete
@ Alru: Die Todesstrafe erfüllt in der Philosophie auch keine Rachezwecke, für Hegel ist die Todesstrafe im Gegenteil sogar das Recht des Verbrechers, bzw. sogar die Anerkennung des Verbrechers als vernünftiges menschliches Wesen.
In der Realität ist es Gehirwäsche. Wehrpflicht bleibt ja auch Wehrpflicht und wird nicht zum "Wehrrecht" des mündigen Bürgers.
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@ chefcook
Ich stimme dir in vielem Überein, aber ich bitte dich dann auch noch einmal meinen Post zur Meinungsbildung zu lesen.
Bzgl. "hinter Büchern verstecken": Das hat damit sicherlich wenig zu tun, es geht letztendlich einfach um eine Delegation an die Literatur, da ich hier schwerlich die ganze Gerechtigkeitstheorie von Kant und Hegel darlegen kann (und auch keine Lust habe). Genausowenig möchte ich aber diese Theorien simplifizieren, da sie so angreifbar werden und die strenge logische Deduktion der Philosophen nicht klar wird.
Genauso wie wenn man z.b. über die Effizienz eines Algorithmus diskutieren möchte alle Beteiligten gewisse Kenntnisse über asymptotisches Wachstum haben müssen, und man einen Unwissenden auf die entsprechende Literatur verweisen würde, anstatt ihm das in 2 Tagen zu erklären.
Mit "sog. Objektivität" bezog ich mich auf viele Aussagen der Art "Todesstrafe = Rachegelüst = subjektiv, wenn man aber objektiv bleibt erkennt man den Unsinn der Todesstrafe", was halt so einfach nicht richtig ist, da man wie gesagt gerade durch Objektivität, d.h. strenge logische Ableitungen auch zu der logischen Notwendigkeit der Todesstrafe kommt. (Und das hat absolut nichts mit Rache zu tun)
@achtanabl
Da hast du sicherlich Recht, aber wenn du da Einschränkungen zulässt, kann man auch durch utilitaristische Betrachtungen zu einer weiteren Einschränkung bei der Todesstrafe kommen.
Das Abschreckungspotential der Todesstrafe ist nämlich keineswegs zu vernachlässigen, auch wenn die populärwissenschaftliche Meinung dieses Potential aufgrund versch. Studien nicht anerkennt, ohne jedoch zu erwähnen dass Abschreckung nur funktionieren kann wenn Strafe auch wirklich mit Verbrechen assoziiert wird, was bei den momentanen Aufklärungsraten natürlich nicht der Fall ist. Auch Camus, ein Gegner der Todesstrafe, hat festgestellt, dass ohne entsprechende Öffentlichkeit bei der Vollstreckung der Todesstrafe die Todesstrafe an Abschreckung einbüßt.
Letztendlich bin ich de facto auch ein Gegner der Todesstrafe, aber nur aufgrund der realen Situation, wo die Todesstrafe nicht ihre Wirkung erzielen kann.
Aus philosophischer Sicht, bzw. bei richtiger Anwendung, sehe ich jedoch Notwendigkeit und Sinn der Todesstrafe.
@ Alru
Ich mache die ganze Zeit nur philosophische Betrachtungen. Und das auch nur aus dem Grund weil viele Leute hier der Todesstrafe den Sinn absprechen wollten aufgrund ihrer 'objektiven Überlegungen'.
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