die or sniperwolf
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todesstrafe - eure meinung
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Oh krass, bei mir warens Arens et al und Cormen et al.achtanabl postete
Bei mir waren eher Brox/Walter oder Piroth/Schlink die Pflichtlektüre des ersten Semesters, die helfen da relativ wenig. Aber nettere Versuch, fag..
Vielleicht ist dir entgangen dass nicht jede Aussage wortwörtlich gemeint sein muss.
Vielleicht wollte ich viel mehr andeuten dass, wenn man sich in Diskussionen über Gerechtigkeit/Verbrechen/Strafe einlässt, man zumindest Kant, Hegel und Bentham kennen sollte, oh je ..
Das hättest du auch daran erkennen können dass z.b. Bentham ja gegenteiliger Aufassung ist, also die Todesstrafe ablehnte, seine Schriften zum Utilitarismus aber elementar für das Verständnis von Strafen ist.
Naja schade, aber netter Versuch auch von dir :)
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Es geht darum, dass man Kant gelesen haben muss, um über das Thema Todesstrafe diskutieren zu können. Im Umkehrschluss ist daher auch klar, dass die ganzen Prof. Dr. Dr. hc. mult., die über unsere Verfassung wachen, Kant definitiv nicht gelesen haben, da sie sonst schon längst den Artikel 102 des Grundgesetzes abgeschafft hätten.
Ich wunder mich auch, dass die sich noch nicht damit beschäftigt haben, dass der Strafbestand einer Tötung nur durch eine weitere Tötung des Täters negiert werden kann.
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Unser heutiges Verständnis eines Rechtsstaat ist gottseidank aber über die Vergeltung von Gleichem mit Gleichem hinaus und auch das Gleichgewicht von Verbrechen und Strafe wird heutzutage noch durch das Element der individuellen Schuld beeinflusst.myc postete
Oh krass, bei mir warens Arens et al und Cormen et al.achtanabl postete
Bei mir waren eher Brox/Walter oder Piroth/Schlink die Pflichtlektüre des ersten Semesters, die helfen da relativ wenig. Aber nettere Versuch, fag..
Vielleicht ist dir entgangen dass nicht jede Aussage wortwörtlich gemeint sein muss.
Vielleicht wollte ich viel mehr andeuten dass, wenn man sich in Diskussionen über Gerechtigkeit/Verbrechen/Strafe einlässt, man zumindest Kant, Hegel und Bentham kennen sollte, oh je ..
Das hättest du auch daran erkennen können dass z.b. Bentham ja gegenteiliger Aufassung ist, also die Todesstrafe ablehnte, seine Schriften zum Utilitarismus aber elementar für das Verständnis von Strafen ist.
Naja schade, aber netter Versuch auch von dir :)
Deine Philosophen sind nicht das non-plus-ultra und auch nicht die einzige Ansicht zu dem Thema.
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Ich kann über die Todesstrafe also nicht urteilen wenn ich nicht Kant gelesen habe?
Kant ist für die Todesstrafe.
Ist man nach dem lesen von Kant dann auch automatisch für die Todesstrafe?
Laut Kant ist das Töten von unehelichen Kindern ja auch kein Mord... ich halte mich da lieber vorerst an meinen moralischen Kompass - aber wenn ich mal Zeit hab lese ich ein bisschen in Kant rein.
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@myc, ich meine deine Schreibweise ist schon sehr eloquent und das hört sich natürlich super klasse an, aber muss man für diese Art und Weise des denkens, denn diese Leute gelesen haben?
Kann ich nicht meine eigene Meinung haben, auf Grund meiner Einstellung? Muss ich BWL studiert haben, um erfolgreich in einem wirtschaftlichen Beruf zu sein?
Ich kenne deine Art zu schreiben und deine Art zu diskutieren noch aus dem anderen Thread und deine Posts hören sich natürlich extrem gebildet (was du mit Sicherheit bist) an.
Trotzdem muss man (mMn) diese Herren nicht gelesen haben, um hinter jedem Verbrecher einen Menschen zu sehen.
Und deren Schriften mögen das Thema Mensch/Psyche etc. sehr gut erläutern, trotzdem bleibt ein Mensch ein Mensch.
Ich meine nach deiner Auffassung ist die Todesstrafe ein muss, um vor etwaigen Handlungen abzuschrecken? Wieso gibt es dann z.B. in Amerika soviele Hinrichtungen/Mörder? Natürlich geht nahezu jeder Verbrecher davon aus, nicht erwischt zu werden, aber trotzdem muss er sich im klaren sein, was ihn erwartet.
Ich wehre mich einfach davor, mit so einer Rechtssprechung ins Mittelalter zurück geworfen zu werden.
Des weiteren darf man den geistigen Aspekt nicht ausser acht lassen. Ich gehe davon aus, niemand der bei klarem Verstand ist, würde zig Menschen abschlachten.
Früher zum Beispiel wurden Epileptiker hingerichtet, weil man davon ausging sie wären vom Teufel besessen.
Das würde heute auch niemand mehr tun.
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Interessant, auf welcher Uni lernt man solch interessante logische Schlüsse?achtanabl postete
Es geht darum, dass man Kant gelesen haben muss, um über das Thema Todesstrafe diskutieren zu können. Im Umkehrschluss ist daher auch klar, dass die ganzen Prof. Dr. Dr. hc. mult., die über unsere Verfassung wachen, Kant definitiv nicht gelesen haben, da sie sonst schon längst den Artikel 102 des Grundgesetzes abgeschafft hätten.
Ich wunder mich auch, dass die sich noch nicht damit beschäftigt haben, dass der Strafbestand einer Tötung nur durch eine weitere Tötung des Täters negiert werden kann.
"Todesstrafe diskutieren" ist wertfrei, der "Umkehrschluss" von dir ist eine falsche logische Ableitung (1. Semester). Die korrekte logische Ableitung wäre dass die von dir gen. Persönlichkeiten Kant gelesen haben müssen, da sie über Strafen diskutieren.
Weiter: Aufgrund der wertfreiheit von 'diskutieren' habe ich die letztendliche Entscheidung (pro/contra) extra offen gelassen, selbstverständlich kann man auch mit der Kentnis der Gerechtigkeits- bzw. Straftheorie von Kant u. Hegel zu dem Schluss kommen, dass die Todesstrafe illegitim ist.
Das einzige was ich mit dem Verweis auf Kant/Hegel widerlegt habe war die Aussage von "Peacemaker", der meine Meinung als "Blödsinn" abgetan hat und damit implizit auch die Theorien von Kant und Hegel als Blödsinn bezeichnet hat. Was in Anbetracht seiner Person im Gegensatz zu den genannten Philosophen _etwas_ vermessen ist.
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Diese Aussage Kants als Blödsinn zu bezeichnen ist vielleicht eine Sache aber man kann sie meiner Meinung nach durchaus für sehr fragwürdig halten. Es ist einfach sehr undifferenziert, zu sagen, dass die einzige Wiedergutmachung einer Tötung in einer Tötung des Täters besteht. Dann müsste ein Mensch auch zum Tode verurteilt werden, weil ihm einer trotz roter Ampel vors Auto gelaufen ist. Auch bei vorsätzlichen Tötungen gibt es genug Beispiele, wo eine Hinrichtung des Täters einfach nur hanebüchen wäre, z.B. bei Notwehr.
Ob man die Todesstrafe als Ultima Ratio anwenden sollte ist eine andere Sache aber die Frage stellt sich in Deutschland zum Glück schon allein wegen der Unantastbarkeit der Menschenwürde nicht. Meiner Meinung nach sind die uneinschränkbaren Menschenrechte eine der größten Errungenschaften unserer Zivilisation.
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